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Thema: Angst vorm Tanzen (Chorophobie)

  1. #1
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    Standard Angst vorm Tanzen (Chorophobie)

    Wer von euch kennt das auch: Die fast panische Angst vor dem Tanzen?

    Schon sehr lange leide ich unter dieser merkwürdigen Phobie. Ich traue mich einfach nicht, so wie alle anderen Menschen, zu tanzen, mich zur Musik zu bewegen. Egal, um welche Musikrichtung es sich dabei handelt oder zu welchem Anlass/in welchem Umfeld getanzt wird. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht weiß, welche Bewegung ich machen soll bzw. habe Angst, dass das total bescheuert aussehen würde.
    Mein Problem ist vielleicht, dass ich da so etwas wie einen übertriebenen „ästhetischen Anspruch“ habe. Wenn ich Menschen tanzen sehe, dann finde ich das manchmal auch peinlich. Nicht immer, aber bei einigen Menschen. Dann möchte ich nicht in deren Haut stecken (obwohl die Betreffenden damit selbst ja kein Problem haben, nur ich).

    Ich wünsche mir, genau so hemmungslos wie alle anderen Leute zu sein, die einfach tanzen. Ich glaube nämlich, dass es mir eigentlich Spaß machen würde. Auch habe ich in meiner Jugend „getanzt“, war auf Partys und in Diskotheken. Ich weiß heute aber nicht mehr, was ich damals da eigentlich genau vollführt habe Ich kann mich so konkret tatsächlich nicht erinnern. Vielleicht war ich einfach jedes Mal ganz gut angetrunken/betrunken. So wird es wohl gewesen sein…

    Ein großes Problem entsteht natürlich dadurch, dass ich mich auf gesellschaftlichen Veranstaltungen, aber auch wenn ich mal weggehe, ausgehe, selbst damit ausschließe aus der Gesellschaft. Und ich blamiere mich wiederum, da man mich dann für einen Partymuffel, Langweiler hält. Durch meine Weigerung zu tanzen musste ich schon durch viele unangenehme Situationen. Mittlerweile checke ich auch jede Freizeitaktivität und jede Feierlichkeit dahingehend ab, ob man da Gefahr laufen könnte, zu tanzen. Das ist sehr anstrengend.

    Vielleicht ist hier in diesem Forum ja jemand, der das Problem kennt und mit dem man sich dazu mal austauschen könnte.

    Ich habe übrigens ein wenig recherchiert. Das von mir beschriebene Phänomen wird als Chorophobie bezeichnet und gilt als Form der Sozialphobie.

    Dann meldet euch doch gerne.
    Geändert von KaMue (26.11.2019 um 02:03 Uhr)

  2. #2
    Verleger Avatar von manannan
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    Diese Abneigung gegen das Tanzen kenne ich auch, aber ich wusste nicht, dass es sich um eine Sozialphobie handelt. In meinen jüngeren Jahren hatte ich auch mit dem Thema zu tun, weil man ständig zu irgendwelchen Partys eingeladen war, wo getanzt wurde. Und da ich nie richtig tanzen konnte und mich dabei immer blamiert hatte, hatte ich immer versucht, der Tanzerei aus dem Weg zu gehen. Das war manchmal ganz schön anstrengend oder nervig, insbesondere, wenn irgendwann fast alle auf die Tanzfläche gesprungen sind und man selbst als fast einziger zurückgeblieben ist.

    Heutzutage bin ich zum Glück in einem Alter, in dem auch meine Altersgenossen eher einen ruhigen Abend mit netten Gesprächen bevorzugen. Somit werde ich kaum noch mit dem Problem konfrontiert.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
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  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei manannan für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (27.11.2019)

  4. #3
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Du könntest auch deine Einstellung zum Tanzen(müssen) ändern?

    Oder einen Tanzkurs besuchen.

  5. #4
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    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen

    Oder einen Tanzkurs besuchen.
    Ich selbst kann berichten, dass Tanzkurse nie etwas an meiner Abneigung gegen Tanzen geändert haben. Ich fühlte mich auch auf den Tanzkursen nie wohl. Letztlich habe ich irgendwann für mich selbst beschlossen, dass Tanzen einfach nichts für mich ist.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
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  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei manannan für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (26.11.2019),Mona-Lisa (26.11.2019)

  7. #5
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    Ich fand Tanzen, zumindest das was nicht "Standard" getanzt wurde, immer sehr befreiend und hatte in jungen Jahren kein Problem damit, auch wenn sich niemand zum "zusammen Tanzen" fand, alleine auf einer Tanzfläche mich zu bewegen. Für mich war das eine Art Auspowern, eine der Schönsten überhaupt, weil ich Bewegung liebte und das im Rhythmus meiner bevorzugten Musik, damals Pop und Soul Beatles und Stones. Damals habe ich mir noch keine Gedanken um fließende Energien gemacht.

    Das "Erlernen" von Schrittfolgen war dagegen zeit meines Lebens von Frustration und Scham geprägt. Ich bin offenbar sehr schwer von Begriff, was die Koordination meines Körpers anbelangt. Dafür brauche ich schätzungsweise 5 mal so lange wie viele Andere, die offenbar mit Leichtigkeit neue Bewegungen erlernen. Erst jetzt hätte ich die Ausdauer, mich da durch zu beißen, weil ich es einfach als eine sehr interessante Bewegungsart halte, die darüber hinaus auch noch kommunikativ ist. Und mittlerweile gibt es auch das ein oder andere Musikstück, auf das man Standardtänze tanzen könnte und das mir mittlerweile gut gefällt. Im Moment gerade Tango.

    Dafür gibt es bestimmt auch Schrittanleitungen im Internet, so dass man das Grundlegende auch ganz gemütlich und langsam zuhause lernen kann, wenn man will.

    Es ist halt die Frage, woran es liegt, dass man nicht tanzen will, ist es die Musik, die nicht gefällt, die eigene körperliche Unbeholfenheit, die Angst vor dem Gruppendruck in einem Tanzkurs oder dass man nicht auffallen will. Man muss Tanzen nicht mögen, aber ich finde, dass wenn man es nicht in irgendeiner Form und wenn es nur für sich alleine zuhause zu seiner Lieblingsmusik erlebt hat, der hat eine ganz elementare und seit Urzeiten gelebte Bewegungsart nicht kennen gelernt als eine wunderbare Kraftquelle.

    Es gibt auch Meditationen, bei denen getanzt wird, traditionelle Gruppentänze, wie den Sirtaki oder im Karneval die Polonaise, das ist überwiegend Freude an der Bewegung und je mehr Freude man an etwas hat, desto weniger Angst hat man, denn Genuß und Angst kann man m.E. nicht gleichzeitig haben.

    Und wenn Du einfach keine Lust hast, Dich dem ganzen zu nähern, dann stehe doch bitte dazu, dann sag, dass es Dir einfach keine Freude macht, Dich zu Musik zu bewegen. Es muss nicht jeder alles mögen und es muss nicht jeder alles können. Jeder hat seine speziellen Vorlieben und Stärken und Talente und manche mögen halt einfach nicht Tanzen. Vielleicht unterhältst Du Dich lieber über Technik oder vielleicht redest Du auch nicht gerne, vielleicht schreibst Du lieber oder was auch immer …

    Und vielleicht hast Du nicht mal Lust, es ganz alleine für Dich mal auszuprobieren, aber möglicherweise vielleicht doch?

    Alles Gute
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mona-Lisa für den sinnvollen Beitrag:

    Fafnir (26.11.2019)

  9. #6
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    Zitat Zitat von manannan Beitrag anzeigen
    Ich selbst kann berichten, dass Tanzkurse nie etwas an meiner Abneigung gegen Tanzen geändert haben. Ich fühlte mich auch auf den Tanzkursen nie wohl. Letztlich habe ich irgendwann für mich selbst beschlossen, dass Tanzen einfach nichts für mich ist.
    Ich hab das mit Freizeitaktivitäten, in denen ich mich sehr unwohl fühle oder sogar Angst habe, ähnlich gehandhabt. Konkret ist das Schnorcheln, wenn das Riff steil abfällt und/oder höherer Wellengang ist.

    Ich hatte es wiederholt versucht....war sauer auf mich selbst....hatte mir zum Teil selbst den Urlaub verdorben und bin letztendlich zum Schluss gekommen, dass es einfach nicht meins ist.

  10. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    Fafnir (26.11.2019),Mona-Lisa (26.11.2019)

  11. #7
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    Ich habe Angst vor einigen Leuten zu tanzen, aber nicht vor allen gleich Angst. Es ist mir peinlich, ich möchte unbedingt kritische Kommentare vermeiden. Ich weiß keine Tanzschritte, ich bewege mich so, wie ich das möchte, aber ich schaue dabei nicht in den Raum, ich schließe beim Tanzen meine Augen und versuche mich durch die Bewegungen zu entspannen, dabei fühle ich hauptsächlich. Tanzen muss keine ausladende Bewegung oder perfekte Abfolge von Bewegung sein, es reicht, sich im Takt von einem Fuß auf den anderen zu bewegen und die Schultern dabei mit zu bewegen und leicht in die Knie gehen. Schon tanzt man.

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Investigenzia Diavolina für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (27.11.2019)

  13. #8
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    Zitat Zitat von Investigenzia Diavolina Beitrag anzeigen
    Tanzen muss keine ausladende Bewegung oder perfekte Abfolge von Bewegung sein, es reicht, sich im Takt von einem Fuß auf den anderen zu bewegen und die Schultern dabei mit zu bewegen und leicht in die Knie gehen. Schon tanzt man.
    Aber genau das habe ich nie richtig gekonnt. Deswegen habe ich es immer vermieden, weil ich mir dabei unbeholfen und tapsig vorkomme.
    Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.
    Ralph Waldo Emerson
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