Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 9 bis 11 von 11

Thema: Angststörung ? Ich weiß nicht weiter

  1. #9
    Neuling
    Registriert seit
    12.08.2017
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Deine ganze Geschichte ist es spannend..natürlich muss man sich Zeit lassen das alles so zu schaffen und wenn du denkst das du deinen Studienort wechseln musst, dann mache das. Man sollte immer auf sein Gefühl hören.

    Ich für meinen Teil habe mir ja schon diverse Informationen geholt.. besuche auch schon seit 3 Jahren einen Therapeuten.
    Ich leide nämlich unter der sozialen Angst. Unter Soziale Ängste (Verlinkung editiert) versteht man die Angst unter Menschen zu gehen..

    Bei mir hat es sich einfach so entwickelt..irgendwann merkte ich einfach nur ein bedrückendes Gefühl..

    Man muss auch sich selber manchmal überwinden.
    Geändert von Mariposa (06.11.2017 um 03:40 Uhr) Grund: unerlaubte Verlinkung editiert

  2. #10
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.11.2012
    Beiträge
    11
    Danke
    9
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    @Lena030

    „Kannst du mit jemandem über all das sprechen? Wenn ja, wie geht's dir damit? Schämst du dich?“


    Es fällt mir schon teilweise schwer darüber zu sprechen weil dann viele negative Gefühle und Sorgen wieder auftreten. Klar schäme ich mich und will es manchmal nicht wahrhaben. Vor allem weil ich schon ein wenig durch das typische Männerbild beeinflusst bin. Als ich 18 / 19 rum war hatte ich schonmal ein Angst Problem, leider auch durch Drogen getriggert. Das habe ich dann so überstanden indem ich mich ständig zugebomt hab mit Medien und mich so von allem abgelenkt habe. Irgendwann habe ich die Krise dann so überstanden und habe mein Leben weiterführen können. Diese Angewohnheit oder vielleicht sogar Sucht sich mit Medien abzulenken habe ich leider heute noch, war klar das ich damit nicht so leicht davon komme, vielleicht hat das alles auch zu meinem heutigen Problem mit beigetragen. Ich habe heute noch starke Schwierigkeiten mich meiner Angst auszusetzen z.B schaue ich seit Jahren vor dem einschlafen Fern oder irgendwelche Serien auf dem laptop und wenn ich das versuche zu unterlassen dann kommt so ein starker Unwohl gepaart mit Angst auf. Aber ich denke mir schon seit Jahren das sich das ändern muss. Wie kann man denn glücklich sein, wenn man sich selbst in stille nicht geniessen kann. Manchmal fühle ich mich als ob ich irgendwie den Zugang zu mir verloren hätte aber gleichzeitig ist das so schwer zu vergleichen weil sich dass eben über Jahre ergeben hat. Ich finde es generell schwer sich an sein früheres Ich zu erinnern und dann einen Vergleich zu ziehen. Wahrscheinlich weil das alles immer schleichend passiert. Aber generell würde ich sagen das ich schon eher ein ängstlicher Typ war. Leider bin ich auch jemand der sich immer auf seine Schwächen fixiert.

    Das Gefühl von Lebensfreude kannte ich schon. Ich habe da erst letztens erst mit meinem Kumpel drüber geredet. Und zwar sagte er, wenn er mal eine "Depressive" Phase erlebt, kann er sich schwer an sein Glückliches Ich erinnern. Warum war er glücklich, wie hat sich das angefühlt. Ich kann das zu 100% unterschreiben. Mir geht auch oft so, dass ich mich schwer an meine Lebensfreude erinnern kann und auf der anderen Seite wenn es mir mega gut ging habe ich auch nie verstanden wie und warum es mir schlecht ging. Das ist immer wie Tag und Nacht.

    Ich fühle mich auch oft verloren und ich wusste auch nie was die Leute damit meinen wenn sie das sagten. Für mich war das immer so eine Floskel. Ich fühle mich einfach oft in meinen Gedanken und Sorgen gepaart mit den Tausenden widersprüchlichen Ratschlägen anderer verloren. Das Problem war bei mir, dass ich in den Beschissenen Zeiten jeden Tipp für bare Münze genommen habe. Bsp. Verdrängen, man soll seine Gefühle und Gedanken bspw. nicht verdrängen war eines der Ratschläge die ich oft gelesen habe. Ich habe mir das dann zu herzen genommen und jedes mal wenn ich dann irgendwann mal keinen Bock mehr hatte mich mit meinen Psychischen Problemen zu beschäftigen und komplett entnervt war dachte ich mir ouh man jetzt fängst du an wieder zu verdrängen und ich hatte dann sofort ein schlechtes gewissen. Also was ich sagen will ist das ich da absolut kein gesundes Mitttelmaß entwickeln konnte. Diese Ratschläge haben mir oft mehr Probleme bereitet als sie mir geholfen haben. Weil ich meine was bedeutet denn Verdrängen überhaupt, ab wann verdränge ich denn. Und darauf hin kam schon wieder nie nächste Sorge. „Bin ich vielleicht eine Autist weil ich eben mit solchen Ratschlägen nicht umgehen kann und alles schwarz weiß sehe. Entweder ich Verdränge nie wieder was oder ich lasse es mit diesen Ratschlägen sein. Dies sollte jetzt nur verdeutlichen, wie sich meine Sorgen und meine Psychischen Probleme so über den Tag ablaufen. Gleichzeitig habe ich irgendwie das Vertrauen in mich und meine Gefühlswelt verloren bzw. irgendwie ein starke Unsicherheit dies bezüglich. Immer wenn ich über mich nachdenke ist das Resultat Verwirrung. Ich weiß nicht genau wie ich das hier niederschreiben soll damit ihr das nachvollziehen könnt aber ich versuche es mal.

    Nehmen wir bspw. die Sache mit dem „ängstlichen Typ“: ich denke mir oft eigentlich bin ich ein eher unsicherer Typ gleichzeitig habe ich gelesen oder schon oft gehört, das man die richtigen Glaubenssätze annehmen soll und zu behaupten ich sei ein ängstlicher Typ wäre eine Glaubenssatz der mich auf jeden Fall limitieren würde und gleichzeitig will ich mir das auch nicht Antun wenn es nicht stimmt, „Vielleicht bin ich zu hart zu mir und sehe wieder nur die negativen Eigenschaften und meine Schwächen. Aufgewogen mit meinen Stärken bin ich vielleicht nicht so Ängstlich, ich habe mich schon oft dinge getraut und wenn ich mich mit Leuten Vergleiche die extreme Angstprobleme haben oder stark schüchtern sind, finde ich mich eigentlich garnicht so ängstlich“. Dann will ich mir das nicht antun mich ängstlich zu nennen obwohl das vielleicht nicht stimmt. Oder will ich das dann einfach nicht wahrhaben. Ich denke ständig über mich nach und ziehe irgendwelche Schlüsse und muss mich in jeder Situation neu definieren und wenn ich das nicht eindeutig kann kotze ich schon wieder ab und habe Selbstzweifel. Ich Vergleiche mich ständig mit anderen aber nicht das Aussehen sondern den Charakter oder die Charakterstärke und im nächsten Moment denke ich mir unterlass das, das tut dir nicht gut und bringt nix weil du nur weisst wie die Leute wirken und nicht wie sie sich fühlen und im nächsten Moment kommt wieder der Gedanke auf akzeptier dich so wie du bist, es ist nun mal deine Art sich ständig Vergleichen zu wollen. Am Ende bin ich wieder Verwirrt und so geht das immer. Ich weiß einfach irgendwie nicht wer ich bin und wie ich mein Hirn ausknipse. Ist das denn so wichtig immer eine Aussage über sich treffen zu müssen? Wahrscheinlich nicht aber ich mache das seit Jahren. Das Verstehe ich unter sich verloren fühlen. Das soll nur demonstrieren wie es so bei mir über den Tag abläuft wenn ich alleine bin. Ich bin so stark in mich gekehrt. Meine Gedankenwelt bezieht sich nur auf mein inneres und nicht auf das außerhalb.
    Meine Angstprobleme habe ich größtenteils jetzt hinter also diese Angst eine Psychische Krankheit zu haben oder den Verstand zu verlieren und wahnsinnig zu werden. Das war das was ursprünglich zu meinem „Nervenzusammenbruch“ geführt hat und mich die letzten 3 Monate so stark beschäftigt hat. Aber der Teil den ich jetzt in diesem Abschnitt Versucht habe zu beschreiben, diese starke Unsicherheit ist etwas das mich seit Jahren plagt. Ich würde einfach gerne nie wieder über mich nach denken. Ich habe es echt satt. Diese ständigen Kategorisierungen von mir selbst.
    Ich habe darüber auch mit einem Kumpel geredet der diese Unsicherheit auch schon seit seiner Jugend kennt und auch dieses zerdenken von sich selbst kennt. Also man buddelt um eine Antwort zu finden so tief in sich das es quasi schon garnix mehr mit dem zu tun hat. Als würde ich nach Wasser buddeln aber ich komme in China raus. Und das erzeugt so eine immense Verwirrung das man danach am liebsten garnicht mehr über sich nachdenken möchte und gleichzeitig zieht man wieder neue Schlüsse über sich. „Ok du hast irgendwie keinen Zugang zu dir, andere erzählen immer so selbstsicher von sich. Wer sie sind, was sie gut können, etc.“ Einfach zum Kotzen

    @Uwe Ich habe mich über Therapieformen noch überhaupt nicht informiert. Ich dachte das mir der Therapeut darüber Auskunft geben kann und mir das richtige empfiehlt.

    Bei mir war das Problem mit den Fallberichten das ich mich da reinsteigere und so dann jegliche Hoffnung verliere. Vor allem weil die Selbsthilfe Ratschläge oftmals Mager ausfallen, habe ich gemerkt. Ich glaube einfach das so eine Therapie stark individuell sein muss und ein Therapeut oder Spezialist einfach keine allgemein nützliche Ratschläge geben kann, an ein Publikum das er eben nicht kennt. Ich fand die Ratschläge auch immer sehr schwammig und konnte oft mit Ihnen nicht viel anfangen. Um ehrlich zu sein habe ich auch Angst zu einem Therapeuten zu gehen, weil ich eigentlich keine Diagnose will. A will ich das irgendwie nicht wahrhaben und B werde ich mich wieder auf die negativen dinge einer Psychischen Krankheit fixieren und die Diagnosen sowieso wieder anzweifeln. „Habe ich ihm alles erzählt“ , „Hat er überhaupt verstanden was ich gemeint habe“, „Ist diese Wissenschaft überhaupt so weit um solche Aussagen über die Psyche zu treffen weil vielen durch eine Therapie nicht geholfen wurde“ und etc. Aber nichts desto trotz muss ich hin und mir mal anhören was er/sie sagt. Vielleicht überrascht es mich ja doch.

    Eine Studienpause möchte ich nicht einlegen aber ich mache wenig Module dieses Semester um nicht zu arg belastet zu sein.

    Tut mir leid Leute falls sich viele Rechtschreibfehler eingeschlichen haben aber es ist mir echt zu anstrengend immer alles zu korrigieren. Fragt mich bitte falls ihr was nicht versteht weil es mir wichtig ist das Ihr das nachvollziehen könnt und sorry falls ich mal beim schreiben abschweife, ich komme immer in so ein Flow und mir fällt immer was neues ein, das mir wichtig ist, das ihr es wisst. Und tut mir leid das ich mich so lang nicht gemeldet habe aber den ganzen Tag Sport ist nix gegen das Verfassen so eines Textes .

  3. #11
    Gesperrt
    Registriert seit
    13.05.2017
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    146
    Danke
    4
    32 mal in 27 Beiträgen bedankt

    Standard

    Lieber Rom, sorry erstmal, dass meine Stellungnahme erst jetzt kommt; die Forumsmeachnik benachrichtigte mich nicht über Dein Antwortschreiben.

    Ich glaube einfach das so eine Therapie stark individuell sein muss und ein Therapeut oder Spezialist einfach keine allgemein nützliche Ratschläge geben kann, an ein Publikum das er eben nicht kennt.
    Das siehst Du richtig. Es gibt zwar allgemeine Modelle (wie ist die gesunde Seele aufgebaut/ durch was beginnt welche Art pathogene Abweichung), aber jeder Mensch ist einmalig; die Diagnose etwas, das aus hochindividuellen Berichten - teils aus dem Unbewussten stammend (Träume) - erhoben wird.

    die Diagnosen sowieso wieder anzweifeln.
    Das soll man auch. In der Tiefenpsychologie jedenfalls ist die Diagnose etwas, dass nur nach und nach und nur in Zusammenarbeit mit dem Klienten erarbeitet wird. Gewissermaßen mit dem Vermögen des Klienten steht und fällt, seinen kritischen Intellekt aufzubauen, das Modell der gesunden Seele nachzuvollziehen (zugleich Kritik daran zu üben, wo möglich) und die eigene Problematik zu realisieren.

    Angst zu einem Therapeuten zu gehen, weil ich eigentlich keine Diagnose will. A will ich das irgendwie nicht wahrhaben und B werde ich mich wieder auf die negativen dinge einer Psychischen Krankheit fixieren
    Verständlich, weil schmerzlich, sich mit eigenen Schwierigkeiten zu befassen; es kann einer offenen Herz-OP ohne Narkose gleichen. So erklärt sich wahrscheinlich, warum Freud mal sagte, dass die am besten für die Traumanalyse geeigneten Menschen jene seien, die ihrer am wenigsten als ärztliches Intrument bedürften.


    Also man buddelt um eine Antwort zu finden so tief in sich das es quasi schon garnix mehr mit dem zu tun hat. Als würde ich nach Wasser buddeln aber ich komme in China raus.
    Du meinst, weil die Thematik nach und nach immer abstrakter oder allgemeiner wurde?

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Uwe B. für den sinnvollen Beitrag:

    _rom_ (23.11.2017)

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 04.09.2016, 01:28
  2. ich weiß nicht weiter
    Von Dundy4 im Forum Depression
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 28.02.2013, 16:43
  3. Weiß nicht weiter wie es weiter gehen soll
    Von lovelycolor im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 12.06.2012, 09:53
  4. Ich weiß nicht weiter
    Von Zauberfee81 im Forum Depression
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.02.2012, 02:37
  5. weíß nicht weiter....
    Von S77 im Forum Mobbing
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 15.02.2012, 11:45

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •