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Thema: Arbeitgeber lehnt Aufhebungsvertrag ab

  1. #1
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    Standard Arbeitgeber lehnt Aufhebungsvertrag ab

    Hallo,

    ich wollte einfach mal schreiben und fragen wie ihr darüber denkt. Ich weiß gerade einfach nicht wie ich mich verhalten soll.

    Ich hab nach meinem Studium in meiner Heimatstadt keinen Job gefunden und bin dann in ein Kurort gezogen, weil ich dort eine Stelle fand, die mich nahm. In dieser Stelle bin ich nun seit ca. 11 Monaten. Die Stelle hat mir immer gefallen, aber in dem Kurort und in meiner Wohnungen dort (bin einmal umgezogen) habe ich mich nie wohl gefühlt. Seit Anfang an wollte ich wieder von dort weg. Mir geht es dort psychisch sehr schlecht. Am Wochenende bin/war ich dann immer in meiner Heimat, bei meiner Familie und meinen Freunden. Und dort geht/ging es mir immer viel besser. Nach längerem Suchen habe ich nun einen Job in meiner Heimatstadt gefunden. Das Problem ist, dass ich eine dreimonatige Kündigungsfrist habe (nein ich habe keine hohe Position, es will nur niemand dort lange bleiben und sie finden schwer jemanden (der dort arbeiten will)) und die neue Stelle kann definitiv nicht so lange warten. Ich habe nun meine Stelle gekündigt mit der Bitte um einen Aufhebungsvertrag. Mein Arbeitgeber hat einen Aufhebungsvertrag abgelehnt. Daraufhin hatte ich einen Nervenzusammenbruch, ich habe die letzten Tage nur noch geheult, konnte nichts mehr essen und kaum schlafen. Ich bin psychisch völlig fertig und fühle mich auch nicht mehr in der Lage dort zu arbeiten. Meine Kollegen haben das alles mitbekommen. Bis jetzt hat sich mein Arbeitgeber trotzdem nicht umstimmen lassen. Mir wurde vorgeworfen, dass ich ja wüsste wie lange meine Kündigungsfrist ist und das ich dies der neuen Stelle hätte sagen müssen (ich habe es der neuen Stelle nicht gesagt, weil ich mit der dreimonatigen Kündigungsfrist keine Chance habe, alle bisherigen Stellen haben schon gesagt, dass sei zu lang) und dann haben sie gesagt, dass sie es doof finden, dass die neue Stelle so einen Druck auf mich ausübt und nicht warten kann. Ich bin einfach am Ende und es gibt für mich jetzt eigentlich nur zwei Möglichkeiten und ich wollte fragen wie ihr darüber denkt (ich bin übrigens gerade krankgeschrieben, weil es mir psychisch überhaupt nicht gut geht):

    1) ich nehme die neue Stelle an, unterschreib den Arbeitsvertrag und komm einfach nicht mehr zu meiner jetzigen Arbeitsstelle. Der Arbeitgeber würde mich daraufhin fristlos kündigen. Ich müsste dann eine Vertragsstrafe von 2500 Euro zahlen (das ist für mich verdammt viel Geld aber ich würde es zahlen nur um aus dem Vertrag raus zu kommen). Es würde dann in meinem Arbeitszeugnis stehen und ich hab auch Angst, dass dies dann an andere Stellen weiter erzählt wird. Meine neue Stelle ist auch im gleichen Bereich, manchmal arbeiten sie sogar zusammen. Aber vielleicht ist es meiner jetzigen Stelle auch unangenehm darüber zu sprechen, dass ihnen reihenweise die Leute kündigen und manche sogar einfach gar nicht mehr kommen? Ich frage mich auch, was passieren würde wenn meine neue Stelle dies mitbekommen würde. Ob sie mich dann wegen sowas auch kündigt.


    2) ich sag meine neue Stelle ab und sitze meine Kündigungsfrist ab. Werde mich die meiste Zeit krankschreiben lassen (weil ich auch wirklich psychisch am Ende bin, die neue Stelle wäre meine Hoffnung gewesen) und kann mich während dieser Zeit bewerben. Die Gefahr besteht das ich dann nach Ende meiner Kündigungsfrist arbeitslos bin (ich hab auch für das neue Stellenangebot lange gesucht) oder unter Druck eine Stelle annehme, die gar nichts für mich ist. Aber ich hätte dann ein Arbeitszeugnis in dem steht, dass ich auf eigenen Wunsch gekündigt habe.


    Alle beide Wege wären eine schlechte Wahl. Aber ich bin in einer Sackgase und frage mich gerade, was das geringe Übel ist. Ich muss mich nun fest entscheiden, hab nicht mehr viel Zeit. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und würde gerne mal euere Ansichten hören.

    PS: Hat vielleicht jemand von euch doch noch Vorschläge, wie ich meinen Arbeitgeber zu einem Aufhebungsvertrag überreden kann? Hab allerdings wenig Hoffnung.

    Ich würde mich sehr über Antworten freuen und danke euch sehr!


    Ekat

  2. #2
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    Hey
    Am Ende ist das mit den 3 Monaten echt heavy, jeder normale Menschenverstand sagt: wenn man da weg will Kündigung und Rest AU (Krankschreibung) das erlebe ich in meinen Praxen jeden Tag, keiner sitzt die Kündigungsfrist bis zum letzten Tag aus.


    Was ist denn das für ein Betrieb in dem du arbeitest? Ich würde nochmal in ein Beratungsgespräch Fachanwalt für Arbeitsrecht investieren. Am Ende hat er eh nichts von Dir wenn du Dir eine AU holst.
    Du hast die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Entweder du kündigst fristgerecht mit dem Wissen du hast hinterher keine Stelle, Sperre beim Arbeitsamt, oder Du nimmst die neue Stelle und zahlst die Strafe.

    Ich persönlich würde die Strafe bezahlen, kein Geld der Welt ist es Wert das man sich für einen nicht passenden Job aufreibt. Auch wenn man sich dann arg einschränken muss.

    Wie Du ihn bewegen kannst: Bei einem Aufhebungsvertrag ist er von allen Pflichten freigestellt, das heiß er spart Geld. Das müsste er zumindest für 6 Wochen ausgeben wenn du mit einer AU kommst...Das Arbeitszeugnis wird so oder so auch nochmal ein Thema werden.....
    Liebe Grüße Wolke ***


    Freiheit bedeutet, dem Himmel näher zu sein als der Erde und den Träumen näher als der Realität

  3. #3
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    Das Beste ist, Du gehst zu Deiner Gewerkschaft, die helfen Dir.

  4. #4
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    Hallo Wolke,

    vielen Dank für deine Antwort!

    Ich arbeite da in einer speziellen Klinik. Ich überleg, ob ich einfach nicht mehr kommen (Arbeitsverweigerung) und mich dann fristlos kündigen lassen soll. Die Vertragsstrafe macht mir da am wenigsten Sorgen. Es ist einfach ein schreckliches Gefühl, wenn man fristlos gekündigt wird und man so einen schlechten Abgang macht. Traurig ist auch, dass ich während der letzten Zeit gute Leistungen erbracht habe und das es dann so ein unschönes Ende nimmt tut weh. Außerdem mag ich auch meine Kollegen gern, hätte es mir dann auch für sie anders gewünscht. Es ist einfach sehr schwer.

    Liebe Grüße

    Ekat

  5. #5
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    Nimm dir einen Anwalt.

    Ich nehme an, du möchtest ein halbwegs akzeptables Arbeitszeugnis haben. Mit Aktionen wie “Arbeitsverweigerung“ dürfte das schwierig werden.

    Zuvor (bevor der Anwalt an.deinen Arbeitgeber herantritt) würde ich mich krankschreiben lassen.

  6. #6
    Neuling
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    Danke, für euere Antworten Das hilft mir sehr!

  7. #7
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    Hi ekat123, weiß nicht ob es noch Aktuell ist, schreibe dir aber mal meine Sichtweise: Bei so kurzer Arbeitszeit, 3Monate Kündigungszeit, Glaube nicht das es so Gesetzlich ist= Arbeitsgericht gehen!
    Da nichts Nachteiliges im Arbeitszeugniss stehen darf= keine Nachteile durch Zeugniss!
    Würde mit dem neuen Arbeitgeber mit offenen Karten Spielen= es gibt Probleme und bitte um Verständniss, da du sehr Interessiert bist an der Stelle! So braucht du auch später keine Angst haben, das die Geschichte ans Tageslicht kommt!
    Würde, nochmals mit dem alten Chef reden, mit der bitte um weniger Kündigungszeit, wenn kein Erfolg= 3 Monate Krank
    Schönen Tag noch.

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