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Thema: Babysitting

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Edmund
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    Standard Babysitting

    Hallo zusammen,

    vielleicht könnt ihr mir bei folgendem helfen.

    Ein Freund von mir und seine Lebenspartnerin haben verkündet, dass sie bald ein Baby bekommen werden. Ich kenne die beiden schon lange und habe mich für die beiden gefreut. Besonders die zukünftige Mutter hat neuerdings einen sehr beeindruckenden Gesichtsausdruck von Zufriedenheit

    Sie haben auch schon Bedarf an Babysittern angemeldet, auch wenns noch reichlich früh ist.

    Ich habe darüber nachgedacht und musste leider feststellen, dass ich damit ein kleines Problem habe. Nicht mit dem Kind oder der Tatsache, dass sie eins bekommen werden. Auch nicht mit dem Babysitten oder dem Opfern eigener Freizeit generell. Aber der zukünftige Vater war bis dato immer ein Freund, der hauptsächlich seinen eigenen Vorteil in Freundschaften und wohl auch in der Beziehung gesucht hat. Eine Aufopferung von eigener Zeit, Geld und Ressourcen - die nicht zu seinem Gunsten waren- blieb weitestgehend aus. In der Kneipe z.B. konnte man ihm immer einen ausgeben, hat aber selbst nie was bekommen.

    Die Sache ist, dass ich nun ein kleines Problem damit habe, mich freiwillig für den einzusetzen, der sich selbst kaum uneigennützig gezeigt hat. Auf die Frage "Willst du den Babsitter spielen?" würde ich - zwar schuldbewußt - am liebsten sagen: "Nö."
    Dass eine solche Antwort Auswirkungen mit sich bringen wird, ist mir klar.
    Es ist hart, ich weiß. Aber muss man in Freundschaften oder Beziehungen immer der sein, der gibt? Muss ich wieder etwas tun, das seiner Strategie recht gibt?

    Danke für Eure Hilfe im Voraus.

    Gruß,
    Edmund
    Geändert von Edmund (08.03.2010 um 19:16 Uhr)

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Edmund Beitrag anzeigen
    . Auf die Frage "Willst du den Babsitter spielen?" würde ich - zwar schuldbewußt - am liebsten sagen: "Nö."
    Dass eine solche Antwort Auswirkungen mit sich bringen wird, ist mir klar.
    Es ist hart, ich weiß. Aber muss man in Freundschaften oder Beziehungen immer der sein, der gibt? Muss ich wieder etwas tun, das seiner Strategie recht gibt?
    Hallo Edmund,

    nö, musst Du nicht. Warum denn? Warum musst Du "Nö" schuldbewusst sagen?

    Die Frage setzt auf Freiwilligkeit und wenn Du nicht willst, dann willst Du nicht. Da brauchst Du nicht mal eine Begründung. Es ist doch ihr Ding, wenn sie sich fortpflanzen wollen, also bleibt auch die Verantwortung bei ihnen. Es kann sein, dass sich deshalb auch ihr Freundeskreis ändern wird, weil sie sich mit anderen jungen Eltern zusammentun werden. Die Interessen gehen einfach dann auseinander. Du wirst vll auch keine große Lust haben, Dir ständig jeden Babypups von dessen verknallten Eltern anzuhören.

    Du wirst es sehen. Jedenfalls brauchst Du Dich ihnen nicht anzupassen und bist ihnen nichts schuldig. Also bleib locker, leb Dein Leben und lass es auf Dich zukommen. Sie werden auch ohne Dich Leute zum babysitten haben.

  3. #3
    Neuling Avatar von junes
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    hallo edmund,

    du hast doch bereits geäussert, dass es dir eigentlich nicht passen würde auf das baby deines bekannten aufzupassen. also mach es auch nicht. trau dich einfach nein zu sagen. du kannst es ja nett verpacken, damit du ihm nicht zu sehr vor den kopf stößt. oder wie wäre es wenn du ganz ehrlich sagen würdest, "nein, das möchte ich nicht, denn ich denke, schon wieder suchst nur du dein vorteil. dem möchte ich mich zukünftig entziehen, denn damit geht es mir nicht gut."
    babysitten ist zudem eine große aufgabe/verantwortung. es ist natürlich dein gutes recht das nicht zu tun.


    junes

  4. #4
    Neuling
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    Hi,
    ich finds etwas ungewöhnlich in der Schwangerschaft bereits zukünftige Babysitter auszusuchen.
    Es war deren Wunsch einen kleinen Erdenbürger in die Welt zu setzen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Das dies auch Einschränkung bedeutet, sollte eigentlich jedem, der sich dazu entschließt, klar sein.

    Natürlich kannst du guten Gewissens nein sagen. Die Verantwortung - selbst nur für einige Stunden übernehmen - ist groß. Die sollten die Eltern erstmal selber tragen.
    Babysitting finde ich sowieso ein furchtbares Wort. In meinen Augen sollte man als Eltern die erste Zeit auf die Bedürfnisse des Kindes Rücksicht nehmen und nicht weiterhin "halligalli" machen und jetzt schon überlegen, wann man zur nächsten Party gehen kann. Kinderbetreuung, bei einem kleinen Kind, so ab 1 bis 1,5 Jahren, zudem man durch Besuche auch eine freundliche Beziehung aufgebaut hat, das ist was anderes. Da mal "aushelfen" ist ganz nett und kann einem selber auch viel geben und Spaß machen - wenn man denn Bezug zu Kindern im allgemeinen und zu dem Kind dann im besonderen hat.

    Ist meine Meinung.
    Aber kein schlechtes Gewissen einreden, weil man aus irgendwelchen Gründen nicht Babysitten willen. Ist ja nicht Deins

  5. #5
    Schreiberling
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    Hallo zusammen

    Babysitten ist immer, auch im Freudeskreis, eine rechtliche Sache!!

    Während man Eltern "einräumt" nicht 24 Stunden auf ein Kind achten zu können, werden Personen die eine gewisse Zeit aufs Baby aufpassen ziemlich hart rangenommen wenn etwas passiert. Also kinderkrankenschwester habe ich mich erschrocken was für "Nichtigkeiten" passieren können die einem Kleinkind lebensbedrohlich schaden können.

    Da ist im ersten Jahr der Kindstod, für den dann niemand was kann aber der das Leben eines Babysitters zerstört (habe eine 14 jährige gehabt die von 15 bis 18 Uhr nur den Kinderwagen geschoben hat durch die Stadt und natürlich nicht merken konnte, dass das Baby aufgehört hat zu atmen)

    Da ist das Krabbelkind was einen für uns kaum sichtbaren Krümmel eingeatmet hat beim Krabbeln übern Boden (die Eltern hatten Nußecken gegessen und es war etwas auf den Boden gekrümmelt) und das mit einem Lungenkollaps zu uns kam.

    All das hat mich dazu bewogen, niemals das Kind eines anderen zu beaufsichtigen. Ich helfe gern bei der Versorgung der Kinder aber ich habe mich immer gewehrt sie über einen längeren Zeitraum zu nehmen und das habe ich auch so erklärt.

    Rechtlich stehst du nämlich bei jedem bißchen wegen "Aufsichtspflichtverletzung oder fahrlässiger Körperverletzung oder schlimmstenfalls fahrlässiger Tötung vor Gericht.

    Ich weiss, das klingt hoffnugslos übertrieben was ich schreibe aber es ist eben nicht erfunden sondern erlebt.....also ich kann jeden verstehen der das Babysitten ablehnt. Ich habe meine Kids bis sie im Schulalter waren nicht allein gelassen ausser beim Papa wenn ich arbeiten war. Erst als mein jüngster 6 war habe ich mit ein Au pair Mädchen geholt.

    Lehe also in Ruhe ab mit Gründen die nachvollziehbar sind ohne dein Gegenüber zu beleidigen....und sage ihnen die Verantwortung kann man für alles mal abgeben, nicht aber für ein Leben das man gezeugt hat

  6. #6
    Schreibkraft
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    Guten Morgen,

    danke für die Hilfe. Es bestätigt das, was ich mir selber auch schon gedacht habe. Aber immer gut, wenn man es auch von "Dritten" hört :-)

    Wobei ich sagen muss, dass ich mit der Verantwortung selbst kein Problem hätte. Dass etwas passieren kann, ist klar. Aber das kann es immer und sollte somit kein Grund sein.

    Mein Problem ist wohl, dass man mich von Kindesalter an zum es-allen-recht-machen erzogen hat. Meiner Meinnug nach ist diese selbstlose Aufopferung das schlimmste, was man einem Kind/Menschen erzieherisch antun kann. Gekoppelt mit dem schlechten Gewissen, das sich sofort bei Nichteinhaltung zeigt, wird man auch als Erwachsener noch schnell zum leichten Opfer anderer Menschen. naja

    Danke nochmal.

    Gruß,
    Edmund

  7. #7
    Gast4137
    Gast

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    Hallo Edmund!

    Ich finde es ohnehin blöd, wenn das Kind erst wenige Monate oder Tgae alt ist, es verschiedenen Bezugspersonen auszusetzen. Denn ein Kind gehört in den ersten Lebensjahren immer zu den eigentlichen Eltern, die seine Bedürfnisse befriedigen.
    Ein Beispiel für sowas ist Jürgen Bartsch ( doch was in Philosophie gelernt ), der die ersten Jahre seines Lebens im Krankenhaus verbracht hat und ständig andere Personen um sich herum hatte. Das ist einer der Punkte, die seine Entwicklung geprägt haben und das im negativen Sinne. Denn seine Adoptivmutter hat auch verhindert , dass er ein gesundes Selbstgefühl entwickelt, stattdessen übernahm er den Kontrollzwang der Mutter.

    Säuglinge brauchen das Gefühl der Allmacht und das die Mutter jeden der Wünsche erfüllt, wenn das Kind schreit.

    Falls du was über Jürgen Bartsch lesen willst oder nicht weißt wer das ist, hier ein paar nützliche Links:
    ( Der zweite handelt von Bodo Kirchoff und seiner Meinung über Bartschs Entwicklung, wobei da auch seine Entwicklung als Säuglich mitaufgegriffen wird)

    1.) http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Bartsch
    2.) http://www.bodokirchhoff.de/bartsch.html

  8. #8
    Wunderlampe
    Gast

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    Hallo Edmund

    Mein Problem ist wohl, dass man mich von Kindesalter an zum es-allen-recht-machen erzogen hat.
    Es mag egoistisch klingen, aber dem einzigen Menschen dem es du recht machen mußt bist du selber, denn du allein trägst auch die Verantwortung für das was du tust oder nicht tust. Ganz falsch fühlt es sich an, wenn man sich selber verleugnen muß, um es einem anderen recht zu machen. Da darfst du auf dein Bauchgefühl hören wie in deinem Beispiel mit dem Babysitten.

    Allen recht machen ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit.
    Auch wenn du es deinen Freunden recht machen würdest mit dem Kinderhüten, ob es im Sinne des Kindes wäre bleibt fraglich. Und ob du es dir recht machen würdest auch.

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