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Thema: Beruflich "versagt" > Burnout > Depression und kein Plan was ich tun soll.

  1. #1
    Neuling
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    Standard Beruflich "versagt" > Burnout > Depression und kein Plan was ich tun soll.

    Hallo,
    ich bin verzweifelt, werde aber versuchen mich kurz zu fassen:
    Ich wusste eigentlich schon mein ganzes Leben was ich mal werden will, es waren zwar keine konkreten Berufe die ich immer ausgesprochen habe aber, ich wusste immer in welchen Branchen ich als Erwachsene Mal arbeiten möchte. Mit 17 ging ich dann zu einem Berater, in einer einsprechenden Einrichtung, die uns allen bekannt sein sollte.

    Der Vermittler lachte mich damals nur aus, ich lebe auf dem Land meinte er, die Berufe die ich mir vorstellte würde es ausschließlich nur in Großstädten geben. Und mal abgesehen davon, um in diesen Branchen Fuß zu fassen, benötigte man viel Talent und ein sehr gutes Abitur. Es würde sich nicht lohnen mein ganzes Leben auf so eine Karriere auszulegen, denn ich werde mit Sicherheit scheitern. Naja, heute weiß ich, dass der Mann damals unrecht hatte, er hatte keine Ahnung von den Berufen die ich mir so vorstellte und das war seine Art das zu überspielen.

    Nun gut, ich hatte die Realschule in der Tasche und strebte das Abitur an, daraus wurde leider nichts, meine Schule vergab durch einen internen Fehler meinen Platz. Sie entschuldigten sich 1000 Mal, versprachen mich nächstes Jahr ganz sicher aufzunehmen, eine andere Schule kam leider nicht in Frage weil alles zu weit weg war. Ich jedoch hatte das vertrauen in diese Schule verloren und dachte mir, gut Abitur muss nicht unbedingt sein, ich mach eine Ausbildung. Um Karriere ging es mir nie sonderlich, ich wollte nur nie etwas machen, dass mich gar nicht interessierte.

    Ich erlehnte den Beruf der Arzthelferin, ich mag Menschen sehr und kümmere mich gerne um andere. Weiß noch wie Stolz damals alle auf mich waren. Arzthelferin war in unserer Gemeinde ein sehr anerkannter und hoch geschätzter Beruf. Tja, die Realität sah leider ganz anders aus. Obwohl mein Ausbildungsbetrieb toll war, merkte ich schnell, dass es hier absolut nicht darum geht Menschen zu helfen. Praxen wissen mit der Flut an Patienten nicht mehr umzugehen, es enstehen Katastrophale Wartezeiten und man verbringt jeden Tag 12-13h damit in einem Chaos nicht den Verstand zu verlieren.

    Nach der Ausbildung war ich noch guter Dinge, trotz des ganzes Chaos und Hektik wollte ich weiter diesen Beruf machen, an sich machte er mir ja Spaß und ich dachte mir , hey vllt ist es woanders besser. Ich zog etwa 150km in die Nähe einer Großstadt mit meinem damaligen Partner und was ich die nächsten Jahre erleben sollte, würde reichen für ein ganzes Buch....

    Ich hielt es in 7 Jahren, in keiner Praxis länger als ein paar Monate aus. Bitte versteht das, ich bin keine Mimose, aber ich habe alles erlebt was man sich nur Vorstellen konnte. Ich wurde gemobbt weil ich hergezogen bin und einen anderen Dialekt hatte, wurde aufs übelste beschimpft schon am ersten Tag. In einer Praxis mochten die Helferinnen keine "Neuen" und brachten mir nichts bei, lästerten während ich im selben Zimmer war. Ich hatte Arbeitszeiten von 8-21 Uhr, oft ohne Pause, ich wurde um Lohn betrogen usw usw. Wirklich, ich habe schreckliche Arbeitsbedingungen erlebt, eine Praxis war schlimmer als die andere.

    Vor 6 Monaten bin ich dann zusammen gebrochen. Ich fühlte mich wie der letzte Dreck, hatte Panikattacken, Angstattacken, Herzrassen, könnte nicht mehr schlafen, hatte keine Hobbies mehr und bin nur noch vor mich hin wegeitert, ich sah aus wie ein Zombie. Mein Hausarzt schreibt mich seit dem krank, es geht mir langsam besser ab der Gedanke wieder arbeiten zu müssen, dreht sich mir der Magen um.

    Ich fühle mich wie der letzte Versager, ich habe in diesen 10 Jahren als Arzthelferin kaum etwas verdient das Gehalt ist sehr mager, ich habe mir immer soviel Mühe gegeben, konnte aber keine Stelle lang halten, hatte nie die Gelegenheit mich weiterzubilden usw. Ich war seit 7 Jahren nicht mehr im Urlaub, muss jeden Penny 2 mal umdrehen. Die Pflegebranche ist hart, das dort keiner mehr Arbeiten will ist mir klar, kenne viele MFAs die es genauso geht.

    Mir ist klar, dass ich großes Pech hatte mit meinen Arbeitgebern, aber ich kann diesen Beruf nicht mehr machen. Ich strebe nun eine Weiterbildung an, jedoch will mir das Amt derzeit keine genemigen, erst wenn die Therapie vorbei ist die ich derzeit mache...

    Habt ihr einen Rat für mich? Ich habe angst, dass der nächste Beruf den ich ergreife wieder so ein Reinfall wird....Gibts hier Menschen dennen es ähnlich geht?

    Danke fürs lesen.

  2. #2
    Ibwh1968
    Gast

    Standard

    Woher weiß das Amt, dass du eine Therapie machst?

    Was stellst du dir vor was das für eine Weiterbildung wird? I

  3. #3
    Neuling
    Themenstarter

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    Ich war bereits dort, habe alles für eine Weiterbildung in die Wege geleitet und bekam dann eine Absage mit der Begründung ich solle zuerst meine Therapie beenden. Ich werde allerdings nächste Woche um ein erneutes Gespräch bitten, mein Zustand ist mit meiner Beruflichen Laufband verknüpft, erhalte ich eine Perspektive die mir zu sagt, würde ich meinen Hausarzt auch bitten die AU zu beenden.

    Ich würde im bereich Schreibkraft gern etwas machen, Büro oder Verwaltung, Beratung. Vor allem ein Beruf, bei dem ich nicht so stark von einer einzigen Person so massiv abhängig bin wie beim Arzt. Ein Beruf bei dem ich mich kleiden kann wie ich will, wo ich Frisur, Tattoos und Piercings nicht absegnen lassen muss. Meinen eigenen Platz habe meine mir zugeteilten aufgaben.

  4. #4
    Ibwh1968
    Gast

    Standard

    Was genau beeinhaltet die Weiterbildung? Schreibkraft, Büro ist alles Mögliche? Wo liegt deine Stärke? Welche Art von Beratung meinst du?

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