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Thema: Bin ich eigentlich der Einzige hier...?

  1. #1
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    Standard Bin ich eigentlich der Einzige hier...?

    ...der den ganzen Zinnober um den CORONA--Virus für völlig übertrieben hält? Es kommt immer mehr zum Vorschein, dass alle Entscheidungsträger die Pandemie völlig überschätzen und es sich doch um eine normale Grippewelle handelt. Es gibt einige Mediziner und Virologen, die ganz anders über die Sachlage reden, einschließlich Drosten, der immer wieder Medienaussagen relativiert. Kurz habe ich einen Artikel in öffentlichen Nachrichtendiensten gelesen, dass die Mortalitätsrate weitaus geringer ist, wie aus Italien angegeben, und zwar unter 1%. Dann, ein anderer Artikel, es sterben in Deutschland sehr viel weniger an Corona, als erwartet, "Experten können sich dies nicht erklären..." beide Artikel sind kurz darauf wieder verschwunden... aber was muss ich sonst immer lesen, alle Grenzen sind dicht, bis hin zu möglichen "Ausgangssperren" die nur für Einkäufe umgangen werden dürfen... bei Zuwiderhandlungen können auch Strafen ausgesprochen werden usw... also, ich bin im falschen Film glaub ich.
    Die Leute greifen sich gegenseitig an, sobald sich jemand nicht an die neuen regeln hält, gestern hat eine Bewohnerin an einer kleinen Parkanlage beobachtet, wie sich Jugendliche ungezwungen dort bewegten, sich anlachten und in den Arm nahmen usw. bei dem schönen Wetter.. die Gute hatte nichts weiter zu tun, als Fotos davon zu machen und in einem bekannten sozialen Netzwerk zu posten mit der folgenden Diskussion wie unverantwortlich die Jugend ist usw. eine andere zog eine "Statistik" heran, nach der ein einziges erkranktes Kind später für 20 Todesopfer verantwortlich ist. Die Kassiererin gagt in schrillem Signalton Käufer an der Kasse an "ein Meter Abstand.." ..lauter selbsternannte Gesellschaftspolizisten unterwegs.
    Vor allem Frauen scheinen hier ihre Hysterie voll auskosten zu können... (sry wenn sich jemand angesprochn fühlt..)

    Also ich werde langsam grippelig wegen diesem Verhalten, zum Glück hat das ganze aber wie gesagt viele positive Aspekte, meiner Meinung erheblich mehr positive als negative. Aber wie seht ihr das, übertrieben oder nicht? (bitte keine Diskussion über Alte und Kranke, mir ist völlig klar das die mit Grippe mehr zu tun haben wie ich vielleicht)
    müsste man nicht jedes Jahr so eine Auszeit veranschlagen (die ich wie gesagt sonst sehr gut finde)?
    Geändert von Blase (18.03.2020 um 06:06 Uhr)

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Blase für den sinnvollen Beitrag:

    lavida (18.03.2020)

  3. #2
    Roman Verfasser
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    Ich denke, es geht darum, dass das Gesundheitssystem nicht in kürzester Zeit völlig überlastet ist und am Ende zusammenbricht.
    Selbst bei einer Mortalitätsrate von unter 1% würden bei der exponentiellen Ausbreitung, wie beispielsweise in Italien zu beobachten ist, innnerhalb weniger Tage viel zu viele Schwerstkranke in die Krankenhäuser kommen, die nicht alle versorgt werden können.
    Zusätzlich gibt es ja auch noch genügend andere Patienten, die intensiv versorgt werden müssen: Schlaganfälle, Herzinfarkte, Unfallopfer, Krebskranke, chronisch Kranke.
    Auch diese könnten zu "Opfern" des Coronavirus werden, wenn sie aufgrund Überlastung der Kapazitäten nicht mehr gut behandelt werden können und eventuell deswegen sterben.
    Auch junge Leute und Kinder, die einen Unfall hatten, eine allergische Reaktion usw. könnten zu den Opfern werden, weil sich keiner mehr um sie kümmern kann, wenn alles zusammenbricht.

    So verstehe ich das Ganze zumindest. Es geht darum, das "Auflaufen" von schwer Kranken zu verlangsamen, zumindest solange, bis zusätzliche Kapazitäten an Betten und Personal geschaffen worden sind, was schwer genug ist, denn an Personal fehlt es ja auch schon zu normalen Zeiten. Ich weiß nicht, wo man das auf einmal hernehmen sollte.
    Sonst muß, wie in Italien, das Pflegepersonal über "Tod und Leben" entscheiden. Wer wird beatmet, wer nicht? Wer kommt noch auf die Intensivstation, wer stirbt alleine irgendwo in einem provisorischen Zelt oder auf dem Krankenhausgang (denn die Angehörigen müssen draußen bleiben)?

    Mit der Grippe ist das nicht zu vergleichen, denn dagegen können sich Risikogruppen impfen lassen (was meine krebskranke Mutter schon seit Jahren macht).
    Gegen Corona gibt es keine Impfung und kein erprobtes Mittel, das helfen könnte, wenn die Patienten geschwächt und anfällig sind.
    Gestern wurde in einem Beitrag eine italienische Ärztin gezeigt, die bislang nur einen Patienten bei den schwerst Erkrankten hatte, der geheilt entlassen werden konnte (einen junger Mann). Die meisten sind gestorben bzw. werden sterben, trotz Beatmung. Die Ärztin wird nach der Krise wahrscheinlich dringend psychologische Hilfe brauchen. Das sind traumatische Erfahrungen, die das Pflegepersonal im Moment macht.
    Das sollte man nicht vollkommen ausreizen.

    Hysterisch bin ich nicht, aber ich erkenne den Sinn der Maßnahmen, und halte mich daran.
    Ich werde jetzt drei Wochen nicht mehr in die Stadt gehen (ja, ich habe für diese Zeit "gehamstert", aber nur ein Paket Klopapier extra gekauft), und alle Kontakte außerhalb der Familie und engsten Freunde auf ein Minimum herunterfahren.
    Mir fällt das aber auch nicht schwer, denn ich lebe auf dem Land, und werde trotzdem raus gehen können, ohne großartig anderen Leuten zu begegnen, oder ich kann eben Abstand halten.
    Dabei geht es mir darum, meinen Beitrag zu leisten, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert.

  4. Die folgenden 8 Benutzer bedankten sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    Elfee (18.03.2020),keepcontrol (18.03.2020),Kelpy (28.03.2020),Mirjam (18.03.2020),Mona-Lisa (18.03.2020),Schneider007 (18.03.2020),Stadtindianer (18.03.2020),Steinchen.im.Schuh (18.03.2020)

  5. #3
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    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    ...Auch diese könnten zu "Opfern" des Coronavirus werden, wenn sie aufgrund Überlastung der Kapazitäten nicht mehr gut behandelt werden können und eventuell deswegen sterben.
    Auch junge Leute und Kinder, die einen Unfall hatten, eine allergische Reaktion usw. könnten zu den Opfern werden, weil sich keiner mehr um sie kümmern kann, wenn alles zusammenbricht.
    ich verstehe bis jetzt, dass dieser Verlauf nicht gravierender ist, wie jedes Jahr... alle diese Umstände haben wir Jahr für Jahr, Krankenhäuser sind belegt durch Grippekranke, natürlich sind Menschen mit Vorerkrankungen gefärdeter, eben wie jedes Jahr..

    "Grippe legt Krankenhäuser und Ämter lahm
    Bus- und Bahnverbindungen fallen aus, weil Fahrer fehlen. OP-Säle bleiben geschlossen, weil Ärzte erkrankt sind. Die Grippewelle sorgt in vielen Gebieten Deutschlands weiter für Probleme.
    16.03.2018, 09:49 Uhr "

    das war März 2018... diese Meldungen kommen regelmäßig. Was Du aufzählst ist nicht neu. Die Gesellschaftliche Reaktion ist neu. Und die Wirtschaftliche, wie Physalis immer wieder betont.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Blase für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (18.03.2020)

  7. #4
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    aber anscheinend bin ich der Einzige hier...

  8. #5
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    Zitat Zitat von Blase Beitrag anzeigen
    ich verstehe bis jetzt, dass dieser Verlauf nicht gravierender ist, wie jedes Jahr... alle diese Umstände haben wir Jahr für Jahr, Krankenhäuser sind belegt durch Grippekranke, natürlich sind Menschen mit Vorerkrankungen gefärdeter, eben wie jedes Jahr..

    "Grippe legt Krankenhäuser und Ämter lahm
    Bus- und Bahnverbindungen fallen aus, weil Fahrer fehlen. OP-Säle bleiben geschlossen, weil Ärzte erkrankt sind. Die Grippewelle sorgt in vielen Gebieten Deutschlands weiter für Probleme.
    16.03.2018, 09:49 Uhr "

    das war März 2018... diese Meldungen kommen regelmäßig. Was Du aufzählst ist nicht neu. Die Gesellschaftliche Reaktion ist neu. Und die Wirtschaftliche, wie Physalis immer wieder betont.
    Neu ist, dass es gegen Corona keine Impfung gibt im Vergleich zur saisonalen Grippe. Letzten Herbst haben sich ca. 20 % der Bevölkerung gegen Grippe impfen lassen. Dadurch ist die Mortalitätsrate der Influenza deutlich geringer als im Vergleich zu anderen Jahren ausgefallen. Aus nachvollziehbaren Gründen, nämlich weil sie zur Risikogruppe gehören, lassen sich ältere und vorerkrankte Personen gegen die Grippe impfen. Bei 20% gehen wir - ausgegangen von 83 Millionen Bevölkerung - von gut 4 Millionen Menschen aus, die genau wie die restliche Bevölkerung jetzt beim Corona-Virus nicht geschützt ist.

    Würden sich diese 20% Risikogruppe nicht gegen die Grippe impfen, wäre die Situation definitiv eine ähnliche, wie wir sie derzeit erleben. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, die vorhandenen Impfmöglichkeiten auszuschöpfen und nicht ein zusätzlicher "Fall" zu werden. Sowohl für jeden selbst als auch für die Allgemeinheit. Bei der Grippe ist das nun schon länger so, dass sich nicht alle die impfen lassen, die es machen könnten. Da greift so ein wenig die Haltung, mir passiert schon nichts. Und für ganz viele Personen ist die ja auch nicht (lebens-) bedrohlich. Und der Teil, für die sie es sein könnte, lässt sich sinniger Weise hoffentlich impfen.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Elfee für den sinnvollen Beitrag:

    Kelpy (28.03.2020)

  10. #6
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    Nachtrag:

    Darüber hinaus bleibt zu befürchten, dass sich das Coronavirus nicht durch höhere Temperaturen beeindrucken lässt wie die saisonale Grippewelle, die im Frühjahr/Sommer abflaut.

  11. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Elfee für den sinnvollen Beitrag:

    Beinwell (19.03.2020),Kelpy (28.03.2020),Mona-Lisa (18.03.2020)

  12. #7
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    Zitat Zitat von Elfee Beitrag anzeigen
    Neu ist, dass es gegen Corona keine Impfung gibt im Vergleich zur saisonalen Grippe.
    das ist eben nicht neu. Eine klassische Vierfachimpfung schützt "nur" gegen ca 50% bis 60% der Grippevieren, die anderen Arten können immer noch nicht geimpftschutzt werden. Darunter fällt diesmal diese Form des Corona. Der Impfstoff wird erst nächste Saisong zur Verfügung stehen. Corona ist ein Virus, der jedes Jahr mit bis zu 14%/15% an allen Grippeerkrankungen beteiligt ist. Ich habe gehört, er ist bereits seit den 60ern bekannt. Das sind zumindest meine Informationen.

  13. #8
    Roman Verfasser
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    Ich denke nicht, dass die ganze Welt sich den Corona-Virus nur einbildet, und es eigentlich nichts weiter ist als eine jährlich auftretende Grippewelle.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass es 2018 weltweit sterbende Grippepatienten auf Krankenhausfluren gab, notdürftig aufgebaute Zeltlazarette usw.

    Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reaktionen könnten dann weniger massiv sein, wenn man es eben hinnehmen würde, dass die Menschen, die anfällig sind für den Virus, halt sterben.
    Auch hier im Forum gab es sehr empörte Reaktionen, wenn Äußerungen in eine solche Richtung gingen oder auch nur so interpretiert werden konnten.

    Wahrscheinlich wäre eine solche Einstellung sogar förderlicher für unser Wirtschaftssystem, denn wer stirbt, der stirbt eben (sind ja eh eher die nicht mehr so leistungsfähigen Menschen unserer Gesellschaft), man spart sich darüber hinaus Kosten für Gesundheitsbetreuung und Renten, und alles kann so weiterlaufen, wie es läuft.
    Ehrlich gesagt aber bin ich froh, dass es nicht so ist.
    Es kann sowieso nicht auf Dauer so weiterlaufen, wie es zur Zeit läuft.

  14. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    Cailynn (18.03.2020),Kelpy (28.03.2020),Mona-Lisa (18.03.2020),Steinchen.im.Schuh (18.03.2020)

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