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Thema: Bin ich krank? Ausgedachte Geschichten

  1. #1
    Neuling
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    Frage Bin ich krank? Ausgedachte Geschichten

    Hallo!
    Ich hab ein Problem:
    Schon seit der 5.Klasse denke ich mir immer Geschichten aus und schreibe sie auf. (Inzwischen studiere ich.) Bei den meisten übernehme ich irgend ein Ereignis aus der Realität und daraus wird dann eine Geschichte, bei der mir irgendetwas passiert, mir geht es nicht gut, mir muss rigendwie geholfen werden, weil ich mich verletzt habe oder ähnliches. Meistens spielen die Geschichten in der Schule und ein Lehrer muss mir helfen oder bei Freunden, eigentlich nie zu Hause.
    In letzter Zeit sind die Geschichten schon etwas krass geworden: Ich werde in ihnen von meinem Vater geschlagen, falle in der Schule sehr oft um, kann nicht drüber reden...
    Meine Eltern haben mich noch nie geschlagen, sie sind total lieb und kümmern sich auch um mich, wenn ich ein Problem habe.
    Trotzdem macht es mir Spaß, diese Geschichten aufzuschreiben. Ich ärger mich eigentlich nur immer direkt danach, dass ich schon wieder so viel Zeit mit den Was-wäre-wenn-Geschichten verbracht habe.

    Einfach mal die Frage an euch: Ist das krank? Ich schaffe es auch eine Zeit lang, ohne mir solche Sachen auszumalen, aber immer, wenn ich gestressst bin oder wenn ich traurig bin kommen sie wieder.

    bitte schreibt einfach mal, was ihr darüber denkt

    Micaro

  2. #2
    Painter
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    Hallo Micaro18,

    Mein Eindruck ist, dass du diese Geschichten als Ventil benutzt.
    Immer wenn du traurig oder gestresst bist, entspannst du dich bei deinen Geschichten. In wie weit das schlecht ist vermag ich von hier aus nicht zu sagen, ich finde es eine gute Art, den Druck unter dem man leidet abzubauen.
    Ich ärger mich eigentlich nur immer direkt danach, dass ich schon wieder so viel Zeit mit den Was-wäre-wenn-Geschichten verbracht habe.
    hat man nicht genug Zeit um von Termin zu Termin zu hetzen, warum macht man sich ein schlechtes Gewissen wenn man seinen persönlichem Zeitvertreib nachgeht?
    Da setzt du dich, glaube ich, zusehr dem allgegenwärtigen Leistungsdruck aus.

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    oh mann, das ist bestimmt nicht krank.

    du hast ne blühende phantasie die dir spaß bereitet. ist doch wunderbar. Da wir hinterher eh alle sterben und somit unser ganzes erbrachtes wenig sinn hat denk nicht düber nach woran du "zeit verschwendest".

    solange es bockt macht ist es genau das richtige es zu tun.

  4. #4
    Neuling
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    Ich stimme den anderen zu, als Ventil ist es wunderbar.
    Natürlich musst du immer eine positive und kritische Haltung dazu bewahren. Aus dem was du geschrieben hast lese ich heraus, dass du sehr genau weißt, dass es an sich alberne und selbstverliebte Gedankengänge sind, die dir aber helfen können, Spannungen abzubauen.

    Ich selbst habe mir häufig Szenarien ausgedacht (DIESE aber selten auch so aufgeschrieben!), in denen ich ein Märtyrer bin, der heldenhaft die ganze Bosheit und Ungerechtigkeit der Welt auf seinen Schultern trägt. Eine der krassesten Phantasien hatte ich zu meiner Grundschulzeit: Die Schulleitung befindet, dass in jeder Klasse einer ausgepeitscht werden muss, und jede Klasse wählt denjenigen, von dem sie es am ehesten ertragen würde, ihn leiden zu sehen. Und natürlich fällt die Wahl auf mich. Und ich nehme die grausame Bestrafung auf mich, heroisch, ohne auch nur ansatzweise am Urteil meiner Mitschüler zu rütteln, obwohl diese selbst schon gewaltige Gewissensbisse kriegen. Ich kleiner Bastard hatte beim Gedanken an diese Nonsensgeschichte TRÄNEN in den Augen verdammt noch mal!

    Mein Punkt ist, das alles ist schön und gut, solange du nicht zulässt, dass es dir tatsächlich auf die Stimmung schlägt, dass es also nicht in "Selbstbestätigung" ausufert. Sonst fängst du noch an zu glauben, das wirkliche Leben wäre tatsächlich so wie deine Geschichten, weil du alles durch diese düstere Brille siehst. Im schlimmsten Fall ist die Geschichte kein Ventil, sondern ein Verstärker deiner Pein. Leiden macht ja auch Spaß.
    Ich persönlich habe ein gewisses Problem, aus Teufelskreisen auszubrechen, von denen ich manchmal nicht weiß, inwieweit tatsächliches Unglück durch meine Phantasie versträrkt wird. Manchmal ist selbst Schmerz wie eine Droge. Therapeutisch in geringen Dosen, aber teuflisch, wenn es zur Sucht wird und das wirkliche Leben ins Schleudern bringt.

    Daher: Stets selbstironisch bleiben. Sich selbst nicht zu ernst nehmen. Die Lust nach Schmerz erkennen und als das sehen, was sie wirklich ist, anstatt das erdachte Unglück mit der Wahrnehmung der realen Welt zu vermischen.

  5. #5
    Neuling
    Themenstarter

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    Standard Danke!

    Danke für eure Antworten!

    Als Ventil habe ich das ganze noch nie gesehen. Kann gut sein, ist halt so ein komplettes Abschalten von der Welt drum herum. Wenn ich gestresst bin (vor Prüfungen) nervts nur, weil ich mir dann oft lieber Geschichten ausdenke, anstatt zu lernen.

    Eigentlich sollte ich jetzt wohl erstmal erleichtert sein.
    Hm, irgendwie bin ichs nicht wirklich. Vielleicht erklär ichs noch mal etwas genauer…
    Wenn ich mir die Geschichten ausdenke, ist es schon so, dass ich an dem Nachmittag/Abend erstmal keinen sehen möchte und ich an dem Abend dann auch so in dieser anderen Welt versinke. Also, in dem Moment schlägts dann schon auf die Stimmung.
    Aber es geht in den Geschickten eigentlich nicht so sehr um den Schmerz, sondern viel mehr darum, dass mir andere Leute helfen. Also, wenn ich sie wieder lese, habe ich nicht Tränen in den Augen, weil das Ich in der Geschichte Schmerzen hat, sondern weil gerade jemand hilft und mich z.B. auffängt, wenn ich umkippe.
    Hört sich an, wie in einer Fehrnsehschnulze, wenn ich das jetzt hier so hinschreib...
    Eigentlich hat das ganze nix mit der Realität zu tun, bin noch nie umgekippt, aber gerade das tu ich in den Geschichten oft. Oder ich habe eine Phobie und irgendwer muss mich dann beruhigen...
    Wenn ich die Geschichten lese, wünsche ich mir manchmal, dass so etwas oder ähnliches mal passiert, aber wenn ich in eine solche Situation komme, dann will ich es nicht (natürlich!)
    Ist schwer zu beschreiben, aber ich möcht hier keine Geschichte reinschreiben

    Ich weiß auch nicht, vllt ists auch echt egal und kein wirkliches Problem...

  6. #6
    Painter
    Gast

    Standard

    Hi,

    Es kann schon gut möglich sein (vll unterbewusst) das du dir jemanden wünscht, der dich unterstützt. (Das tun wir ja alle mal)
    Vielleicht warst du viel zu früh auf dich allein gestellt, wurdest vll. überfordert und der Wunsch, diese Hilfe die dir als Kind zugestanden hätte, hat sich manifestiert und du lebst es jetzt in deinen Geschichten aus.

    Pure Spekulation: Du musst schon selbst herausfinden was da in dir steckt, vll. hilft das ja als Denkanstoss.
    Ob es ein Problem ist musst du auch selbst entscheiden: Behindert es dich oder nicht - ganz einfach!

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