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Thema: Das ist doch krank...nein, das Wahnsinn!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Das ist doch krank...nein, das Wahnsinn!

    Hi Leute,

    Oh mann, das kann man doch echt alles nicht mehr als normal bezeichnen.


    Hatte wieder eine äußerst amüsante Unterhaltung mit meinem Vater:


    Also, ich versuch das mal so einfach wie möglich wiederzugeben.


    Also es kam ein Film mit Val Kilmer im TV. Da ging es darum, dass ein Indianerreservat aufgekauft werden sollte, um dort nach Uran zu bohren.

    Da mein Vater es mit seiner Gerechtigkeit (vor allem im alkoholisierten Zustand) hat, musste er sich gleich nachdem der Film zu Ende war, darüber auslassen, wie die "blöden Amis" Menschenrechte mit Füßen treten usw.

    Wir sind dann irgendwie (oder besser gesagt mein Vater, bei ihm dem geht das immer schnell) beim Thema Nationalsozialismus gelandet, dass ja nicht der arme Herr Hitler den Krieg begonnen hat, sondern es eine Verschwörung der zu der Zeit wirtschaftlich stärksten in Europa gewesen ist, um die aufstrebende Wirtschaftsnation Deutschland zu "zerstören". (Nicht falsch verstehen, mein Vater ist kein Rechtsextremer, er denkt nur das es ein abgekartetes Spiel war, sowas liest er immer irgendwo angeblich )

    Natürlich kann das auch alles sein, aber es gibt da nur ein "Problem": Es interessiert mich einfach nicht. Zumindest nicht in dem Maße wie meinen Vater, als das ich mich immerzu damit beschäftigen kann. Ich muss mich auf die Zukunft konzentrieren, nicht auf die Vergangenheit.

    Es ist nicht so, als ob dass das einzige mal gewesen wäre. Nein, ich würde sagen, ich muss mir das min. 3 mal die Woche reinziehen. Irgendwann kotzt einen das nur noch an.

    Dann hab ich ihm gesagt: "Das kann ja alles sein, aber ich kann mich nicht immerzu mit sowas beschäftigen, weil es meiner Zukunft im Wege steht." Das hat er natürlich wie immer nicht verstanden und hat gleich wieder ein anderes Thema angesteuert, dass ich nichts über das Leben wüsste, ich immer alles torpedieren würde und von nichts ne Ahnung hätte, ich der blödeste Mensch auf der Welt wäre usw. usw.

    Dann hab ich ihm gesagt: "Nur weil ich deine Meinung nicht teile, hast du nicht das Recht, mich als blöd hinzustellen!" Dann meinte er, ich würde es verstehen, wenn ich selber erstmal Geld verdienen müsste. Was soll ich verstehen? Das die Geschichte gelogen ist, Hitler angeblich ein guter Mensch gewesen wäre? (hat er zwar nicht so gesagt, das lese ich da nur unterschwellig raus) Wo ist da der Zusammenhang? Es stimmt, ich verstehs einfach nicht. Ich frage mich ernsthaft, ob das überhaupt jemand verstehen würde. Sicher schreiben oftmals die Sieger die Geschichte nach ihren Vorstellungen, aber ich denke sowas wie KZ´s o.ä. lässt sich nicht einfach mal eben so erfinden.

    Darum gehts auch gar nicht. Es geht darum, das wir dann wieder bei dem Thema waren, wo solche Unterhaltungen aus unerfindlichen Gründen immer hinführen. Das ich doch ein so blöder Mensch bin, so abnorm und asozial mein Leben führe und ich anderen nur schade. Ich nichts richtig zu Ende führen kann und dann immer alles hinschmeiße.

    Gut, ich gebe zu, dass ich einiges wirklich hin geschmissen habe, aber das nicht aus Faulheit o.ä. , wie er das immer hinstellt.

    Dann hab ich ihn auch mal gefragt (nachdem mein Vater seine ellenlange Rede zu Ende geführt hatte), ob er mich denn schon mal gefragt hat, warum und wieso ich dies und das gemacht habe und ob ihm das Wort Empathie was sagt. Dann hat er wieder abgelenkt, das würde nichts mit der Situation zu tun haben, das ich alles immer hinschmeißen und torpedieren würde. Wo lebt dieses Individuum überhaupt!?

    Er fängt immer wieder mit den gleichen Sachen an und scheint mich (bewusst oder unbewusst ) einfach zu überhören. Es ist nicht so, als ob mich die beleidigende Art dieses Menschen noch sonderlich (seelisch) jucken würde, aber mich nervt es, das er IMMER WIEDER damit anfängt. Es hat ihm niemand was getan und er fängt mit so einem Müll an, immer und immer wieder. Man kann ihn ignorieren, kann ihm Gegenfragen stellen, ausrasten und ihn anschreien, aber nichts hilft.

    Dann ist mir so langsam der Kragen geplatzt, dann hab ich ihm auch mal gesagt, das er nur einen Bruchteil vom Bruchteil von mir kennt und meint, er können mir das Leben erklären. Ich hab auch genug im Heim durchgemacht und die ganzen Psychiatrien, in die mich meine Eltern gesteckt haben. Ich hab das Leben von der eiskalten Seite kennen gelernt und auch gelernt, die wenigen schönen Momente, die einem das Leben (momentan) so bietet, zu genießen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen im Leben und er denkt, er könnte mich belehren. Dann hab ich ihm auch noch gesagt, das Menschen auch Gefühle haben und jeder Mensch mit Respekt behandelt werden will. Und das er mit so einer beschissenen Art von niemandem ernst genommen werden wird.

    Das hat ihn wahrscheinlich sehr getroffen. (was mich im Grunde sowieso bei ihm nicht interessiert)

    Dann hat er ne Zeit lang geschmollt und hat mir dann gesagt, dass ich ja sowas von krank wäre und ich Hilfe brauchen würde. Ich würde immer nur Probleme verursachen und jedem in der Familie nur schaden. So ungefähr, als ob ich nur zu dem Zweck existiere, um anderen Mensch schaden und Leid zu bringen. Das ich eben das absolut abnormalste wäre, was er jemals gesehen hat. Hat mich einen Psychopathen genannt und ähnliches.

    Die Probleme, die ich angeblich immer verursache, sind im Grunde "Probleme", die durch ihn zu Problemen werden. Alles ist in Ordnung, bis er mit diesem Zeug anfängt.

    Dann hab ich ihm gesagt, das er sich mal überlegen soll, ob nun ich der Kranke bin oder er. Er hat natürlich nur hämisch gelacht. Dann hab ich ihm gesagt, das ich denke, dass er unter paranoiden Wahnvorstellungen leidet. Dann ist er gegangen und das Gespräch war nach 3 Stunden zu Ende. Das ist eigentlich viel zu peinlich, um es irgendwo nieder zuschreiben, aber ich mache es trotzdem.


    Was will ich nun mit diesem Thread bezwecken? Nun, ich möchte mal von euch wissen, was ich denn da tun soll. Das kann doch nicht so weiter gehen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er kurz davor ist, mich umzubringen. Ich weiß, dass hört sich total übertrieben und krank an, aber ihr erlebt das nicht täglich. Ich glaube sowas nennt man auch Psycho-Terror.

    Vielleicht sollte ich wirklich ausziehen oder betreutes Wohnen, wie mir das Gabi und knuddel in nem anderen Thread empfohlen haben.

    Und jetzt das, was ich mit diesem Thread NICHT bezwecken will. Ich will nicht, das hier für irgendjemanden Partei ergriffen werden soll. Das soll hier keine Online-Schlammschlacht werden. Ich möchte bloß gerne mal wissen, was ihr an meiner Stelle tun würdet. Ich meine, Angst hab ich vor ihm keine und wenn er meint mich umbringen zu müssen, soll ers versuchen.

    Was meint ihr?

    mfg Malo

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hi Malo,

    ich hab den anderen Fred jetzt nicht nachgelesen, aber ich will Dich nur ermutigen, an Dich selber zu glauben.
    Ist Dein Vater Alkoholiker? Dann kannst Du alles, was er über Dich sagt, so verstehen, als würde er mit seinem Spiegelbild reden. Er ist der Versager, er hat keine Ahnung vom Leben, denn sonst würde er nicht saufen und sein Sohn hätte noch keine Psychatrie von innen gesehen. Es hört sich sehr vieles nach Alki an: die anderen sind schuld (verschwörungen), und alle anderen sind Versager und plöt. Und wenn mal die Retourkutsche kommt, sind diese Alkis sofort beleidigt, agressiv und Opfer.

    Du wirst mit ihm nie auf einen grünen Zweig kommen, Malo. Bei dieser Art von Gesprächen kannst Du davon ausgehen, dass der Dir nie Anerkennung zollen wird. Falls er Alkoholiker ist (ich muss es doch nochmal nachlesen gehenI), dann macht er sein ganzes Umfeld krank. Da hilft für das Umfeld nur RENNEN! Ich bleibe dabei. Ich hab diesbezüglich noch nie was anderes gesehen, das funktioniert hätte.

    Entweder Du schaffst es Dich innerlich komplett abzugrenzen, auf Durchzug zu stellen und bei seinem Gesabber zu denken, er redet jetzt wieder von sich selbst, oder Du haust wirklich aus diesem Haushalt ab. Ich wünsch es Dir ehrlich gesagt.

    lg Gaby

    @all: in Verbindung zum derzeit laufenden Homosexuellenfred: so viel zu den tollen Heterofamilien bzw zu den Kindern, die in diesen aufwachsen. Da regt ihr euch aber bei weitem nicht so auf

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Fay87
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    (KZs gabs schon vorher und überall. Das war nicht Hitlers Idee.)

    Er ist in einem Alter, in dem er sich nicht ändern wird. Lass ihn seine Überzeugungen und Meinungen. Ich frage mich, wieso du mitdiskutierst, wenn du weißt, dass es da keine Lösung gibt? Glaubst du, er wird von deine Worte erleuchtet?

    Wenn ich merke, dass meine Eltern und ich verschieden denken und auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, dann sage ich sachlich, ohne zu brüllen 'Ok, Diskussion beendet. Wir drehen uns im Kreis' und höre auf zu labbern und gehe weg.

    Wieso steigerst du dich da so rein und redest mit ihm über solche Sachen? Lass ihn reden. Das kann dir egal sein, was er denkt. Es ist dein Leben, also behandle seine Worte wie Luft..

    Stimme da Gabi zu!
    I like your shoes... can I follow you?

  4. #4
    Neuling
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    Was ist denn das für ein Vater der so mit seinem Sohn umgeht? Ich rat dir nur eins: zieh aus! Und zwar so schnell wie möglich. Ist glaube ich auch die einzige Möglichkeit wie er seine Einstellungen überdenken kann. Wenn keiner mehr da ist den er runtermachen kann. Wenn das bei ihm so einfach ist... schließlich ist er ja Alkoholiker.

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