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Thema: Das Leben auf Harz 4

  1. #1
    Schreibkraft
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    Standard Das Leben auf Harz 4

    Im Fernsehen, läuft mal wieder eine Sozial Experiment Reportage über Promis, die mit Harz 4 auskommen müssen.
    Aber beim Schauen ist mir eigentlich der Gedanke gekommen, dass die Sendung keine Daseins Berechtigung hat.
    Es ist ja ganz witzig, dass Menschen an denen es nicht fehlt, mal in die Situation der unteren Schicht kommen.
    Und sehen wie es ist, an der unteren Armutsgrenze zu leben.

    Aber die Tatsache ist, das eigentlich Sie im Hintergedanken wissen, dass Sie Geld haben und versorgt sind und diese Situation eher belächeln, als Sie Ernst zu nehmen.

    Ich war heute wieder bei der Selbshilfegruppe für Mediensucht, und im großen und ganzen, hat die Erfahrung wieder ein Positives Gefühl bei mir ausgelöst.

    Aber ich bin aber wieder in meiner Deprimierenden Situation, Zuhause, Langeweile, nichts zu tun.

    Ich war Ja schon beim Sozialpsychiatrische Dienst, muss jetzt eine gewisse Zeit warten, bis ich da eine Antwort kriege usw.

    Aber eigentlich wollte ich mich nur über meine Psychologie reden.

    Was ist die Psychologie, ist die Psychologie gleichzusetzen mit der Persönlichkeit?

    Oder ist Psychologie einfach gesagt, die Lehre der Persönlichkeit?

    Wie lerne ich meine Persönlichkeit besser kennen und Verstehen?

    Wie würdet ihr eure Persönlichkeit Analysieren?

    Ich weiß das hier keine Experten oder echte Psychologin sind, aber trotzdem würden mich eure Meinungen interessieren.

    Wie erstelle ich mir ein reales Bild, von mir Selbst und meinen Fähigkeiten.

    Ich möchte mich Analysieren um besser meine Probleme zu lösen.

    Übrigens Kann ich Sagen, das wir heute über das Suchtdreieck, wenn das jemanden was sagt gesprochen haben.

    Das was mich zurzeit Stört, ist das sich dieser Prozess ein wenig in die länge zieht.

    Einmal Wöchentlich, ist meines Erachtens nach zu wenig, um komplett aus der Sucht rauszukommen.

    Ist das die einzige Hilfe die man erwarten kann?

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Draugr
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    Ob wohlhabende Leute dieses prinzipiell belächeln, hmh, ich denke nicht zwangsläufig. Sicher haben sie im Hinterkopf, dass diese Knappheit bei ihnen nur temporär ist, aber es kann sicher auch das Verständnis für jene Menschen erhöhen, welche tatsächlich so leben und zu guter Letzt sicher auch den Respekt dafür, wenn man trotzdem etwa alles für seine Kinder tut, damit diese wenigstens etwas vom Leben haben.

    Ganz ohne Medien geht es ja auch nicht, auch ich würde mich ein Stück weit als internetsüchtig bezeichnen, es kommt halt auf die Balance an. Du bräuchtest halt andere Mittelpunkte. Hast du mittlerweile einen Betreuer?
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  3. #3
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    Noch nicht, die warte zeit und die Ungewissheit bringt mich bald um, wann es den endlich so weit ist.
    Ich hocke hier deshalb im Forum, um Zeit tot zu schlagen, um interessante Gespräche zu führen, es ist kein Ersatz fürs Reale Leben, aber besser als gar nichts.
    Deshalb bitte spricht mit mir, gib mir was zum Nachdenken, sonst verkümmere ich hier bei mir zuhause

  4. #4
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    Gefällt mein Thema niemanden?

  5. #5
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    Um diese Zeit ist wahrscheinlich einigen Forenteilnehmern nicht mehr zum Schreiben zumute.

    Mir jedenfalls nicht, da ich einen langen Arbeitstag hinter mir, die Nachtruhe und einen weiteren anstrengenden Tag vor mir habe.

    In solchen Momenten beneide ich manchmal Menschen, die in einem nicht so engen Zeitkorsett und so strukturiert leben müssen, erheblich.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Pullus für den sinnvollen Beitrag:

    n4seweis (15.05.2018)

  7. #6
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    Du sprichst gleich drei Themen auf einmal an, Leben auf der Armutsgrenze, Suchtproblematik und was ist die Psyche. Da kann man nicht so pauschal drauf antworten.

    Zu dem sozialen Experiment kann ich nur sagen, es ist natürlich sehr viel einfacher aus dem Überfluss, wie aus dem Mangel heraus zu agieren. Jemand der jederzeit auf (finazielle) Mittel zugreifen kann, oder sie im Hintergrund weiß, ist in seiner Position weitaus besser aufgestellt. In dem Bewusstsein, lässt sich sehr viel einfacher auf Dinge verzichten und eine Zeit lang nur mit dem "Nötigsten" zurechtkommen, wie wenn man aus dem Mangel heraus agieren muss und keine Änderung absehbar ist. Aber wie Draugr schon sagt, könnte es auch solche wohlhabende Menschen und deren wohlhabende Zuschauer wenigstens etwas dafür sensibilisieren.

    Das Thema Sucht ist nicht einfach. Im Grunde tragen wir alle diese Mechanisman in uns, die eine Sucht auslösen können. Das Belohnungsprinzip ist eine elementare neurologische Funktion, die uns leider auch in die Abhängigkeiten bringen kann. Viel kann ich dazu nicht sagen, meine Frau hat vorwiegend mit Suchterkrankten zu tun, aber wenn jemand davon loskommt, dann nur durch eigene und innere Motivation. Nennt man auch intrensische Motivation und die muss gestärkt werden. Ist aber manchmal eine komplexe Sache, weil der Mensch auch kreativ ist und sich gerne selber Widerstände in den Weg legt zur Rechtfertigung der Situation (Sucht).

    Die Psyche ist, wie in Wiki schon steht, die Summe aller geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale des Menschen. Daraus resultieren alle psychische Faktoren, die uns individuell ausmachen und charakterisieren.
    Wenn ich meine Psyche analysieren will, würde ich erst mal auf mein Verhalten schauen, und da muss ich ziemlich genau hinschauen, denn vieles mache ich automatisch und fällt mir als Handlung kaum auf. Dann kann ich auch auf die Ursachen schauen.
    Wenn eine Handlung patologisch ist, also meinen Alltag negativ beeinflusst und einschränkt und für einen Leidensdruck sorgt, muss ich von einer Störung sprechen, die in vielen Fällen oder in den meisten Fällen aber behandelbar bzw therapierbar ist.

    mehr fällt mir gerade dazu nicht ein.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Blase für den sinnvollen Beitrag:

    Steven9695 (15.05.2018)

  9. #7
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Ich bleibe mal beim Hartz IV.

    Schönes Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern. (Basis für die Miete: 50qm plus 3x15qm für die anderen Personen im Haushalt. Macht knapp 100qm warm)

    Erwachsener 1: 374€
    Erwachsener 2: 374€
    Kind 1 (unter 5): 240€
    Kind 2 (über 5): 296€
    Mietzuschuss: 800€
    ------
    2.084€

    Angenommen man hat 30% Lohnnebenkosten (Steuern, Kranken-, Arbeitslosen-, Rentenversicherung, etc.), dann entspricht das einem Brutto von 2.977€.
    Sind denn 3000€ Brutto hierzulande schon arm? Erzähl das doch mal einem Bäcker, Tischler, Krankenpfleger und so weiter ... ist dann eine Familie mit einem Einkommen aus Vollzeit und gelerntem Beruf arm? Also ehrlich, ich kann ja verstehen Freizeit kostet Geld, aber dieses Klagen über Hartz IV (gerade sehr modern) kann ich nicht mehr hören. Man darf doch auch nicht vergessen, woher das Geld kommt: Dafür gehen andere arbeiten. Ich muss einen Teil meines Verdienten abgeben (etwa in Form von Steuern). Ist da nicht logisch, dass ich auch erwarte ich kann mir mit meinem Verdienten mehr leisten als jemand der eben kein eigenes Einkommen hat? Warum sonst sollte ich arbeiten gehen? Wenn ich ein oder zwei mal im Monat essen gehe, oder mir selten mal Kino leiste, können andere doch daraus nicht den Anspruch ableiten das "wie selbstverständlich" auch zu können. Klar ist das bitter. Gerecht finde ich das trotzdem.
    Im übrigen kenne ich fast nur Sozialleistungsbezieher die rauchen. (Mache ich nicht ... vielleicht kann ich deshalb ins Kino?)
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  10. Die folgenden 6 Benutzer bedankten sich bei LukeHB für den sinnvollen Beitrag:

    Almetta (15.05.2018),Fisch1999 (15.05.2018),Lakshmi (16.05.2018),Malembe (16.05.2018),Milly (15.05.2018),Pullus (15.05.2018)

  11. #8
    Schreibkraft
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    Untätigkeit ist nicht Freizeit
    Nicht selten wird die Frage diskutiert, ob Unterbeschäftigung oder Arbeitslosigkeit
    nicht wenigstens als „Freizeit“ genutzt werden kann. Doch dies ist inzwischen
    geklärt: Was im Übermaß vorhanden ist, verliert an Wert. Wenn dieses
    Übermaß noch erzwungen ist, kann es zur Belastung werden. Auf jeden
    Fall befriedigt ein solches „Freizeitangebot“ weit weniger, da der Wechsel zwischen
    Arbeit und Entspannung wegfällt. Man kann nicht den ganzen Tag, ja
    wochen- und monatelang entspannen. Das wird zum „Stress“ eigener Art: Das
    Zeitgefühl geht verloren; man kann sich nicht mehr recht erinnern, wie man die
    letzten Tage verbracht hat, da ohnehin alles gleichförmig, bedeutungslos und
    deprimierend ist (siehe auch das Stichwort „Rentenbankrott“ mit ggf. vergleichbaren
    Folgen).
    Fast allen Arbeitslosen bereitet es wachsende Schwierigkeiten, dieses ungewollte
    Überangebot an „Freizeit“ aktiv und sinnvoll zu nutzen. Sogar Weiterbildungs-
    und Umschulungskurse werden auf diese Weise mitunter als lästig und
    – durch den psychophysischen Trainingsverlust bedingt – sogar als besonders
    anstrengend empfunden. Nur etwa jeder Zehnte berichtet von kompensatorischen
    Aktivitäten, jeder siebte von sportlicher Betätigung. Letzteres scheint
    jener Prozentsatz von Arbeitslosen zu sein, der von seiner Umwelt trotz allem
    als (weiterhin) interessiert und aktiv geschildert wird.

    Quelle: psychosoziale-gesundheit
    (Link editiert)

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