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Thema: Dauernd Binge Eating Anfälle

  1. #1
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    Standard Dauernd Binge Eating Anfälle

    Ich habe momentan das Problem, dass ich sehr oft viele Süßigkeiten in mich stopfe.. Das hat sich langsam immer weiter verstärkt. Es wird wiedermal ein Roman, sorry.

    Um etwas weiter auszuholen: In der Teenager-Zeit, hatte ich immer das Gefühl, nicht gut auszusehen, nicht schlank bzw weiblich tailliert und auch nicht schön. Tatsächlich wurde ich für meine Hässlichkeit gemobbt. Ich empfand mich nie als fett, war das auch nicht, aber auch nicht so schlank und fit aussehend wie die meisten. Irgendwie waren alle weiblich und schlank aussehend und ich blieb ein hässliches Pummelkind. Das alles hat mich sehr belastet, vor allem da ich auch sonst eher die Schüchterne mit wenig Freunden war und ich habe dann versucht weniger zu essen. So hatte ich immer sehr wenig aber nie unmenschlich wenig gegessen. Sonst hätten sich meine Eltern auch Sorgen gemacht. Dann sah ich aber, dass alle plötzlich weiblicher, größer und wohlproportionierter wurden (wie das so ist nach der Pubertät), nur ich hinkte sehr hinterher (bzw. habe es nie aufgeholt).. Da dachte ich mir schon, dass ich mir das vermutlich durch das starke Fasten selber zugefügt haben könnte, das habe ich dan sehr bereut, da ich mich selbst so gemacht hatte.. Also schön und weiblich war ich jetzt erst recht nicht, doch wenigstens noch schlank. Doch ich war immer nicht sportlich begabt / interessiert. Hätte ich doch einfach direkt mit Sport begonnen, dann hätte ich gleich abgenommen und einen wohlgeformten Körper gehabt und generell hätte es mir gut getan.

    Dann begann es aber, dass ich mein Essverhalten, was zuerst normal geworden war, weniger unter Kontrolle hatte, denn bisher gab es ja nur den Fall, dass ich mich für zu wenig Essen entschied, und so musste ich mich nie zurückhalten können.. so erkläre ich mir das zumindest..
    Einige Jahre später als ich studiert habe, fing ich also auf einmal an, mir doch einpaar Süßgikeiten zu kaufen, weil ich einfach Lust darauf hatte. Ich kann nicht einmal sagen warum, vermutlich jedoch aus weiteren psychischen Gründen. Und zufrieden mit mir war ich aufgrund meines Körpers eh nie. Irgendwann artete das dann wirklich aus und ich habe große mengen Schokolade gegessen, sodass mir oft schon schlecht wurde und ich sehr schnell zugenommen habe und mir zum Teil selbst nicht erklären konnte, wie ich so viel essen konnte. Dann fühlte ich mich erst recht miserabel, weil meine Schwester, die immer etwas schöner war, aber früher zumindest nicht schlanker, gegen mich jetzt deutlich schlanker und nicht nur generell schöner war und sie hatte sogar offenbar begonnen, etwas sportlicher zu werden. Erst jetzt wurde mir dann richtig bewusst, was ich mir angetan hatte, weil ich wohl selbst wenn ich abnehme, schon schlaffere Haut haben würde und mir wurde klar, dass ich jetz tnicht einfach zu den pummeligen Leuten gehörte, sondern das Essverhalten echt eine Störung war. Das hat mich aber eher extrem verunsichert als einfach nur den Schlussstrich zu ziehen.
    Dann ist es mir tatsächlich geungen wieder etwas abzunehmen und ich habe versucht, auch einwenig fitter zu werden. Aber es war immer ein hin und her und ich habe es nie regelmäßig durchgezogen und manchmal regelrecht übertrieben, dass ich im Sommer schoneinmal bloß im Haus durch Übungen so angestrengt und dehydriert war, dass ich mich erstmal zitternd auf den Boden gelagt habe. Auch dieses verhalten war krank - und nicht durchhaltbar.

    Und so habe ich wieder angefangen mehr Süßes zu essen und dann fühlte ich mich irgendwann auch wieder total träge, dadurch habe ich mich wieder gar nicht bewegt. Und im Moment ist es echt so, dass ich mir seit Langem regelmäßig, wenn ich unterwegs bin (zur Uni oder so), Kuchenteile hole oder Packungen Kekse und Schokoladen etc. und das sind ja alles schon große Mengen und ich tue es mehrfach in der Woche. Mittlerweile kann ich nicht mehr aufhören, selbst wenn ich es will. Ich esse immer ales oder fast alles auf bzw. sogar noch weit darüber hinaus, wenn ich schon so voll bin, dass es unangenehm ist und ich kaum noch eine erträgliche Haltung finde und mein Geschmacksempfinden sich schon verändert, weil mein Körper sagen möchte, dass er jetzt echt überfordert ist. Sättigungsgefühl? Was ist das? Danach bin ich dann so voll und fühle mich so grauenvoll, allein körperlich, dass ich mir denke, das kann ich nie wieder tun und es ist furchtbar für meinen Körper, aber ein paar Tage später tue ich es wieder. Ich hatte schon mehrfach eine leichte oder doch nicht so leichte Gatritis, weil mein Magen durch dieses ganze ungesunde Essen und Vollstopfen total gereizt ist, das steigert sogar noch das Unbehagen. Und trotzdem. Manchmal bekomme ich danach schon richtige Ängste, dass ich meinen Körper jetzt irreparabel geschädigt habe oder meinen Magen irgendwann so überdehne, dass er platzt.. sowas gibt es ja. Und dann wäre ich tot... Ich habe jedoch nie mich erbrechen müssen, denke allerdings, dass mein Magen trotzdem schon dratisch gedehnt ist und das irgendwann ja nicht mehr weiter geht. Das Gefühl der Völle wird auch erst ein wenig später so richtig stark, wenn es dann schon zu spät ist, aufzuhören.. Es ist mir mittlerweile endlich eigentlich klar, dass es eine binge eating Sucht ist, weil ich, selbst wenn ich mir nur Vormmachen würde, dass ich das nicht essen will, weil ich ja nicht fett sein dürfe, am Ende noch weiter esse, wenn es nicht einmal mehr schmeckt, ich schon platzend voll bin und mir quasi schon Sorgen mache, aber es dennoch aufesse. Selbst wenn es vielleicht noch kein so schwerer Fall ist, aber wer weiß, ob man seinen Magen überhaupt noch weiter dehnen könnte. Zum Glück weiß ich mittlerweile, dass ich daran wirklich sterben könnte, ansonsten hätte ich mir noch länger eingeredet, dass ich eben leider fett werde, aber ansonsten passiert ja nichts.
    Andererseits kann ich, wenn ich einmal nicht die Möglichkeit habe, mir etwas zu kaufen, auch gut (psychisch) ohne soetwas zu essen klar kommen. Ich räume nicht den Kühlschrank zuhause leer oder sowas. Das liegt aber auch daran, dass ich nicht alleine wohne. Zu meinem Glück, sonst wäre da sicher auch keine Grenze. Am ersten Tag, wo ich sonst wieder Lust hätte, denke ich dann noch daran, dass ich mir jetzt oder denmächst, gern etwas holen möchte, aber sonst ist weiter nichts und an den weiteren Tagen ist es kein Problem mehr. Doch immer wenn ich dann noch die Gelegenheit bekomme, z.B. eine Woche später, hole ich mir doch wieder etwas, als müsse ich jetzt diesen Plan doch umsetzen, und ich bräuchte diesmal ja nicht alles so schnell wegfressen. Klappt aber nie.

    Ich möchte das selber in den Griff bekommen. Hat jemand vielleicht Strategien parat? Es muss definitiv an psychischem und vor einfach Langeweile liegen, aber das so kopmplex, dass ich das jetzt nicht alles erzählen kann. Man muss ja auch nicht gleich all seine Probleme lösen. Aber gibt es nicht irgendetwas, somit ich mich vom "Fressen kaufen" und bingen abbringen kann? So wie in den Tagen, wo ich dann problemlos auch ohne klar komme?

  2. #2
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    Standard

    Es geht doch im Grunde darum, dass man Essen nicht mehr benutzt um seelische Bedürfnisse zu stillen sondern um Hunger zu stillen. Dazu muss man andere Strategien finden um die Seele zufrieden zu stellen.
    Der Körper braucht dann auch Zeit, um zu begreifen dass er gefüttert wird wenn er es braucht.
    Normales Essverhalten kann man wieder lernen.
    Ein Buch hat mir dabei geholfen: "Intuitiv abnehmen "

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei carina000 für den sinnvollen Beitrag:

    Someonew (23.03.2020)

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