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Thema: Dem eigenen Glück im Weg stehen

  1. #1
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    Unglücklich Dem eigenen Glück im Weg stehen

    Hallo,

    ich habe das Gefühl, dass ich meiner eigenen Beziehung und dem Glück dieser im Wege stehe. Es sind verschiedene Faktoren, die dabei hinein spielen. Also ich bin seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir sind an sich die meiste Zeit happy zusammen. In letzter Zeit merke ich aber, dass ich mich verändert habe, gedanklich, und mir häufig tausende Szenarien ausmale, die in meinem Kopf nur existieren aber mir dann extrem schlechte Laune machen - die sich wiederum auf meine Beziehung überträgt, obwohl mein Partner direkt nichts damit zu tun hat.

    Es ist so: er hat (32) ein ziemlich enges Verhältnis zu seinen Eltern & seinem Bruder. An sich bin ich mit dieser "Schwiegerfamilie" sehr zufrieden, wir verstehen uns meistens und sehen uns auch relativ häufig. Seit einiger Zeit habe ich damit aber ein Problem, und auch, was den Bruder und seine Freundin angeht. Die beide zusammen sind für mich persönlich sehr anstrengend und reden zum Beispiel nur über Geld, Zukunft, Beruf, und das sind für mich Themen, über die ich mit denen nicht sprechen möchte. Ich versuche, abzulenken aber irgendwie gelingt es nicht. Außerdem triggern die beide etwas in mir, und das macht mir schlechte Laune. Daher möchte ich mich von den beiden distanzieren, damit meine Laune (und damit meine Beziehung) nicht unnötig leidet. Ich denke, wir sind in einem Alter, in dem man sich nicht zwingend verstehen muss, dennoch ist hier natürlich der Punkt: es ist Familie. Da muss man sich arrangieren. Wie kann mir das gelingen??

    Noch zum Hintergrund: in seiner Familie gibt es häufig Familienfeste und Anlässe, wo alle zsuammen kommen. Das stresst mich immer lange schon im Vorfeld, wenn ich weiß, bald ist es wieder so weit, nd ich MUSS unweigerlich meine Zeit mit seinem Bruder und seiner Freundin verbringen. Außerdem verstehen meine Schwiegereltern nicht, dass ich nicht mit denen "befreundet" sein möchte. Dann schlagen sie aber vor, dass wir zu 6. in den Urlaub fahren. Ich glaube, mein Partner würde das gerne, aber das kann ich einfach nicht...

    Dann geht aber das Gedankenkarussell los, und ich stell mir den Urlaub vor, wie gestresst ich dabei bin, dass ich mich verstellen muss, dass die mich nerven... und es geht soweit, dass ich mir vorstelle, dass die in meiner Nachbarschaft wohnen und irgendwann unsere Kinde rzusammen spielen "müssen", weil es eben Familie ist ...

    Wisst ihr, was ich meine? Kennt das jemand von euch? Kann mir jemand weiterhelfen, wie ich mit dieser Situation umgehen kann?

    Danke!!
    Liebe Grüße
    Anna

  2. #2
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Hallo Anna,

    was vermutest du, dass die beiden in dir Triggern? Welche Gefühle verbindest du mit ihnen?

    Wie ist dein eigenes Verhältnis zu deiner Herkunftsfamilie?

    Und könnte es sein, dass Themen wie Zukunft schwierig zwischen deinem Partner und dir sind, also dass ihr da unterschiedliche Vorstellungen habt und die beiden irgendwie in diese Wunde stechen?

    LG
    Ihr braucht keine Angst zu haben, es gibt keinen Boden.

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Steinchen.im.Schuh,

    danke für deine Antwort!

    Hmm ich bin mir nicht sicher. Also lösen die etwas in mir aus, von dem ich dachte, das sei nach meiner Jugend eigentlich vorbei, nämlich Verhaltensweisen, die meine "Freunde" damals hatten. Dabei ging es häufig um Dinge wie, wer traut sich was, wer ist besser, wer hat mehr Geld usw. Also, dass irgendwelche blöden Vergleiche aufgemacht werden, die ja für einen - in diesem Fall für mich - komplett irrelevant sind. Ich habe keine Lust mich zu vergleichen, aber gleichzeitig erwische ich mich automatisch auch dabei. Außerdem ist es häufig eine unautehntische Art, einfach nachplappern, keine eigene Meinung haben, es allen recht machen usw., das sind so Charaktereigenschaften, die ich einfach nicht abkann, weil ich solche Menschen nicht einschätzen kann und dann weiß, sie sagen das nur, um mir zu gefallen und dem nächsten erzählen sie etwas ganz anderes... das bricht natürlich Vertrauen.
    Etwas, was noch dazukommt, neben dem Vergleich, ist so eine Art von nacheifern. Ich habe das Gefühl, die beiden machen uns ganz viel nach und das triggert eben auch so alte Konkurrenz / Jugendgeschichten in mir, die mich wahnsinnig belasten. Daher auch mein Gedankenkreis, dass die beide in unsere Nähe ziehen (da sie ja alles nachmachen) und irgendwie ihr Leben so ähnlich gestalten, beispiel, der Bruder bricht gerade sein Studium ab um das gleiche wie mein Freund zu machen. Diese Dinge...es ist natürlich ihre Entscheidung und kann unabhängig von uns passieren, aber dadurch kommen dann so Vergleiche und das ganze dreht sich im Kreis.

    Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Familie, leider wohnen sie weit weg, sodass ich sie nicht oft sehe und leider nicht "mal eben" zum Kaffee hingehen kann.

    An sich sind die Themen wie Zukunft eigentlich nicht direkt schwierig zwischen uns, wir haben uns ganz gut verständigt, was wir uns so vrstellen, aber natürlich ist das Thema (ich denke für viele Menschen) ab und an mit etwas vielen Sorgen und Bauchschmerzen verbunden, allerdings haben wir schon ähnliche Grundvorstellungen. Die beiden stechen dann vielleicht in die WUnde, dass ich mir denke, dass ich nun mein Leben lang (wenn ich davon ausgehe, so lange mit meinem Freund zusammen zu bleiben), mit denen etwas machen muss, da sie ja zur Familie gehören...

  4. #4
    Neuling
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    Hat vielleicht noch jemand ähnliche Erfahrungen / einen Rat / Tipp oder so für mich? Würde mich freuen

  5. #5
    mobila
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    Es klingt für mich so, als würdest du dir irgendwie Vorwürfe machen oder die Schuld geben, dass du die Verwandten deines Freundes nicht magst.

    Warum?



    Normal würde ich denken, du magst sie nicht, das ist halt so...du redest darüber mit deinem Freund. Ihr findet einen guten Kompromiss, der für euch beide passt.
    Stattdessen verhältst du dich so, als seien deine Gefühle ganz allein dein Problem...und irgendwie negativ... denn es sei wichtiger dass dein Freund seine Gefühle ausleben kann, als dass du deine ausleben kannst.... kann ich so nicht ganz nachvollziehen....

  6. #6
    Neuling
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    Anna, ich finde, das hört sich ziemlich gruselig an, was du da über deine Schwiegerfamilie berichtest. Mir wär das viel zu nah mit Menschen, mit denen mich wenig verbindet.

    Lös dich doch mal von diesem Begriff "Familie". Es ist nicht deine Familie. Du bist in keiner Weise verpflichtet, deine Zeit mit denen zu verbringen.

    Magst du wirklich ein Leben lang so weiter machen? Deine Freizeit weitgehend mit Menschen verbringen, mit denen du nur wenig Berührungspunkte hast?

    Ich würde einen klaren Schnitt machen und mich deutlich distanzieren. Und dann ernst mit dem Freund reden. Du bist doch zuerst mal eine eigenständige Persönlichkeit, dann kommt wohl dein Freund, dann deine Freunde, dann irgendwann vielleicht mal deine/seine Familie.

    Seine Sache, deinen Rückzug seiner Familie zu erläutern. Kannst seine Sippe ja hin und wieder mal sehen. Wenn DU magst ;-)

    Und, PS:
    Wird Zeit, dass dein Freund sich mal kräftig emanzipiert von seiner Familie! Und sich entscheidet!
    Geändert von Zion111 (03.09.2019 um 21:43 Uhr)

  7. #7
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    Fühlst du dich bei den Vergleichen bzgl. Geld und Karriere unterlegen? Oder was nervt dich da so?

  8. #8
    Neuling
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    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Es klingt für mich so, als würdest du dir irgendwie Vorwürfe machen oder die Schuld geben, dass du die Verwandten deines Freundes nicht magst.

    Warum?


    Ich glaube ich mache mir "vorwürfe", weil sie an sich schon "nett" sind, aber eben mehr auch nicht. da wir aber ein sehr nahes verhältnis haben, fühle ich mich verpflichtet, sie zu mögen. Es gibt in seiner Familie viele Feste usw., alles wird gemeinsam gefeiert, und ich mache mir einen Vorwurf, wenn ich nicht dahin gehe, da eben familiäre Verpflichtungen eben Verpflichtungen sind für mich prsönlich, denen ich mich anschließen sollte... ich bekomme ein schlechtes gewissen, dass ich sie nicht so häufig sehen möchte und fühle mich dann gleichzeitig außen vor, da mein freund eben sehr nah zu ihnen steht.

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