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Thema: Depression und Wut

  1. #1
    Neuling
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    Standard Depression und Wut

    Hallo..

    Ich bin neu hier.. Ich denke ich fange mal mit meiner Person an.

    Ich bin 25.Jahre alt, verheiratet und voll im Berufsleben..

    Eigentlich geht es mir und meiner Frau gut und unserer Ehe ist auch in Ordnung.
    Dennoch gibt es da einiges was mich schon länger belastet und auch irgendwo in den Wahnsinn, die Wut und Depression treibt..


    Verzeiht mir bitte wenn manches vielleicht wirr geschrieben ist aber ich weiß wirklich nicht wo ich anfangen soll.. Ich denke ich fange einfach mal mit dem Grundproblem an.. Ich habe seit ich klein bin immer wieder das Gefühl, den Eindruck an allem oder zumindest an sehr vielen Dingen schuld zu sein.. Oft kann ich mir nicht erklären woher das kommt oder woher die Reaktion meines Gegenübers kommt.. Aber am Ende bleibt nur diese Frage im Kopf hängen: "wieso bin ich immer an allem schuld, wieso bin ich am Ende des Tages immer der Buhmann"


    Ganz stark ist dieses Gefühl. Aktuell wieder geworden durch die Geburt meines Neffen vor 2 Tagen.. Ich weiß das klingt total Hirnverbrannt aber auch hierzu gibt es eine Vorgeschichte..


    Ich und meine Frau wünschen uns seit Jahren Kinder und verhüten auch schon seit gut 4 Jahren nicht mehr. Dennoch hat es nie geklappt. Vor gut 5 Monaten habe ich dann mal endlich (ging. Vorher auch berufsbedingt nicht) ein Spermiogramm machen lassen.. Ergebnis: keine Spermien vorhanden


    Unterm Strich habe ich also einfach überhaupt keine Spermien... Naja nach diesem Rückschlag entschieden ich und meine Frau uns dazu das über einen Spender zu machen und haben auch ausgiebig darüber gesprochen und uns informiert und langsam uns in dieses Thema... eingelebt könnte man denke ich sagen..


    Nun hatten wir vor kurzem eben einen solchen Spendeversuch (Becher methode + Spritze) und auch wenn ich einverstanden war und auch nach wie vor damit einverstanden bin hat mich das alles trotzdem irgendwie tief verletzt... Ich weiß nicht ich kann das nicht genau beschreiben..

    Nun ja auf jeden Fall war zu dem Zeitpunkt die Freundin meines Schwager eben schon schwanger und das war auch nicht wirklich ein Problem für mich aber ich habe mich von dieser Thematik distanziert..

    Hier sollte ich vielleicht dazu sagen das meine Schwiegerfamilie ständig der Meinung ist alle in ihrem Umfeld an allem teilhaben zu lassen bzw in alles mit reinziehen zu müssen, ob gewollt oder nicht..



    Um hier einen kurzen break zu machen möchte ich noch kurz erklären, dass ich immer für alles was ich habe und erreicht habe wirklich für alles so. Unglaublich hart arbeiten und kämpfen musste... Und selbst dann muss ich aufpassen das nicht zu verlieren..

    Nun war meine Schwägerin wie gesagt schwanger und ja ich habe mich von diesem. Thema distanziert zum Unverständnis meiner Frau gegenüber.

    Nun wurde mein Neffe vor 2 Tagen geboren, ist soweit gesund und alles in Ordnung.. Aber ich kann mich einfach nicht darüber freuen... Das wird vermutlich niemand nachvollziehen können aber ich kann mich einfach nicht darüber freuen.. Ich muss immer für alles hart arbeiten und mir alles hart erarbeiten und anderen fällt einfach alles in den schoß... Speziell meinem Schwager gegenüber muss ich sagen dass er immer nur Mist gebaut hat, immer nur Ärger gemacht hat... Wenn es Regeln oder gar Gesetze gibt dann halt er sich aus Prinzip nicht daran und kommt. Immer mit allen durch...


    Unterm Strich er kriegt alles geschenkt und in den ***** geschoben ohne irgendeine Art von Leistung erbracht zu haben und ich habe immer nur Probleme und muss aufpassen das dass wenige was ich habe nicht verloren geht.. Und speziell was Kinder angeht Naja geht das eben nicht auf naturlichemwege bei mir..


    Nun habe ich mich auch seit der Geburt zurückgehalten.. Als ich meinen Neffen das erste Mal. Im video Anruf gesehen habe... Ich weiß nicht es hat mir irgendwie sprichwörtlich das Herz gebrochen.. Weil mir da erst richtig bewusst und klar geworden ist das ich niemals ein eigenes Kind haben werde das auch wirklich von mir ist... Und dsd macht mich so fertig... Hier wären wir wieder bei der Thematik das er alles bekommt und mit allem davon kommt und ich Naja.. Ihr wisst es mittlerweile...


    Nun habe ich mich wie gesagt zurückgehalten und distanziert von dem Thema Geburt und Vater geworden und so weiter.. Was meine Frau wiederum nicht verstehen kann..

    Ich habe ihr gesagt dass ich mich einfach da raushalten möchte und wollte ihr ehrlich gesagt auch nicht erklären was genau in mir vor geht.. Ich wollte dieses Thema einfach nicht wieder aufrollen und so tief darin gehen.. Einfach auch aus dem Grund weil ich weiß das für meine Frau das alles auch nicht einfach ist.. Im Gegenteil. Auch wenn es aktuell durch die Freude am Tante werden überlagert wird wollte ich das alles einfach vermeiden.


    Also halte ich mich wie gesagt raus und distanziere mich. Und dadurch ist auch die letzte Streiterei entstanden..

    Meine Frau kann nicht nachvollziehen warum ich nichts davon wissen möchte, ich habe ihr zwar im streitgespräch gesagt dass ich mich einfach nicht darüber freuen kann und einfach mich da raushalten will (ich will halt auch nichts schlechtes sagen also sage ich eben garnichts) und einfach nichts dazu sagen möchte aber wie sie eben ist, kann sie das nicht sein lassen..

    Es kommt. Immer nur warum warum warum Naja Ende des Liedes war eben viel krach und gegenseitige Distanzierung..


    Vermutlich fragt ihr euch warum ich nicht mit meiner Frau darüber reden möchte.. Nun einerseits weil es mich zu stark belastet und ich nicht möchte das sie durch mich mit belastet wird und andererseits einfach aus dem Grund weil sie mein empfinden (speziell dsd gegenüber ihrer Familie) schlichtweg nicht verstehen kann.. Konnte sie noch nie und das ist normal auch kein Problem, weil ich mich dann entsprechend zurückziehe..

    Naja nun sitze ich seit Stunden hier rum und komme gedanklich nicht zur Ruhe und weiß nicht weiter... Wenn ich über dad alles nachdenke überkommt mich so eine Wut und eine Art von verletzlichkeit die ich schon bald selber nicht verstehe.. Und immer wieder diese Fragen (geschuldet aus meinem subjektiven empfinden) wieso bin ich am Ende immer schuld...


    Wieso muss ich mir für alles den ***** aufreissen und andere kriegen ständig alles geschenkt ohne Leistung..
    Wieso habe ich immer Probleme und Ärger nur weil ich versuche mich korrekt zu verhalten und andere missachten aus Prinzip alle regeln und kommen damit durch...


    Mir ist. Klar das mein empfinden in diesen Dingen nicht 100% die Wahrheit wiederspiegeln, wie könnten sie auch.. Aber nichts destortrotz stimmt einfach auch ein Großteil dieser empfinden in hohem Ausmaß.. Und das... Macht mich langsam wirklich kaputt..


    Vielleicht kann ja jemand halbwegs verstehen was ich versuche hier auszudrücken und wie es mir innerlich geht.. Ich weiß einfach nicht mehr weiter..

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Hey....ich glaube, dass ganz viele dich verstehen können. Ich selbst kann wiederum nicht nachvollziehen, dass deine Frau den Zusammenhang (euer, bisher vergeblicher Kinderwunsch - Geburt des Neffen) nicht von alleine erkennt oder zumindest vermutet.

    Ich bin gut 20 Jahre älter als du und habe im unmittelbaren Verwandten- und Bekanntenkreis Kinderwunschbehandlungen mitbekommen....du bist alles andere als alleine mit dem Problem!

    Ich denke, dass dein Trauer und Schmerz, dass du keine leiblichen Kinder haben kannst raus müssen....das machst du gerade. Auch wenn es sich ***eisse anfühlt, ist es meiner Meinung nach wichtig.

    Ich könnte mir vorstellen, dass du in Kinderwunschforen o. ä. auf ebenfalls betroffene Männer treffen würdest. Vielleicht würde dir der Austausch gut tun.

    Warum ist es so schwer, deiner Frau zu sagen, wie du dich aktuell fühlst und warum? Hast du beispielsweise Angst, heulend vor ihr zu sitzen?

  3. #3
    Neuling
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    Danke für die Antwort.

    Nun es einfach raus lassen wird da denke ich nicht so das Problem sein.. Ich kann irgendwie nicht mit meiner Frau darüber reden.. Und ich will es zum Teil auch nicht.. Wie gesagt möchte ich meine Frau nicht damit belasten.


    Sie hatte selber km laufe der Monate mit unserer Situation zu kämpfen und ich war da immer der ruhige und vernünftige. Und das werde ich weiterhin sein weil ich möchte das es ihr gut geht und sie nicht so viel negative Gedanken haben soll.

  4. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Zitat Zitat von Ungwarz Beitrag anzeigen
    Danke für die Antwort.

    Nun es einfach raus lassen wird da denke ich nicht so das Problem sein.. Ich kann irgendwie nicht mit meiner Frau darüber reden.. Und ich will es zum Teil auch nicht.. Wie gesagt möchte ich meine Frau nicht damit belasten.


    Sie hatte selber km laufe der Monate mit unserer Situation zu kämpfen und ich war da immer der ruhige und vernünftige. Und das werde ich weiterhin sein weil ich möchte das es ihr gut geht und sie nicht so viel negative Gedanken haben soll.
    Ich bin davon überzeugt, dass ihr euch beide keinen Gefallen tut....wenn ihr dem anderen jeweils zeitweise den/die Starke(n) vorspielt. Es besteht die Gefahr, dass ihr euch emotional zunehmend voneinander entfernt.

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