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Thema: Derealisation?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Derealisation?

    Hallo,
    ich hab mich hier registriert, da ich von meiner derzeitigen Situation erzählen und gerne mal darüber reden wollte, da ich das bisher mit noch niemandem getan habe.
    Also ich (w.) bin 16 und mache dieses Jahr mein Abi und im Prinzip ist mein Leben ganz toll, sprich ich hab viele Freunde, eine Familie und in der Schule läuft auch alles super. Trotzdem hab ich jetzt seit ca. 10 Monaten so ein ganz komisches Gefühl, das sich auch irgendwie schwierig beschreiben lässt. Am Anfang hat mich das nicht so beschäftigt, aber als ich dann so gegen Pfingsten gemerkt hab, dass das nicht weggeht, hab ich angefangen, mir ein wenig Sorgen zu machen, weil das Gefühl ist wirklich sehr komisch. Wie gesagt, es lässt sich sehr schwierig beschreiben, aber ich werd es trotzdem mal versuchen, vielleicht kann sich ja jemand damit identifizieren. Also, es fühlt sich alles eben komisch an, als wäre in meinem Kopf ein Schleier oder so, durch den ich alles sehe, sodass mir alles sehr fremd erscheint. Ein wenig so, als würde ich mich in einem Film befinden. Das hat dazu geführt, dass mein Zeitgefühl total durcheinander ist, d.h. es kommt mir so vor als würde die Zeit rasend schnell vergehen. Außerdem ist es so, dass ich mich nur sehr schwer an Sachen erinnern kann. Ok, es ist auf keinen Fall so, dass ich Sachen vergesse oder gar nicht mehr weiß was ich getan habe, nur so, dass ich mich wirklich einfach extrem anstrengen muss, damit ich mich an etwas erinnere. Ich hab eine Zeit lang auch mal versucht, jeden Tag aufzuschreiben, was ich am Tag gemacht habe, weil ich dachte, dass es dann vielleicht besser wird, aber das hat leider auch nichts verändert. Dadurch fällt es mir auch viel schwerer als noch vor zwei Jahren für die Schule Sachen auswendig zu lernen. Etwas anderes, das sich noch verändert hat, ist, dass ich in manchen Situation keine Aufregung mehr spüre. Ich war zum Beispiel immer total aufgeregt, wenn ich vor der Klasse etwas vortragen muss, sodass es dann im Bauch vor Aufgerung ganz arg gekribbelt hat (also das kennt ja sicherlich jeder), aber irgendwie bekomm ich das jetzt gar nicht mehr, obwohl ich es immer noch nicht mag, vor der Klasse zu stehen.
    Naja, also wie gesagt beschäftigt mich das nun doch sehr, weil ich dieses Gefühl echt nervig finde! Das Blöde ist halt einfach, dass ich überhaupt nicht verstehe wie es dazu kommen konnte, weil es ist nicht so, als hätte es irgendein traumatisierendes Erlebnis gegeben oder dass irgendetwas in meinem Leben schief läuft und ich will mich halt auch nur ungern beschweren, weil es gibt Leute, die mit richtigen Problemen zu kämpfen haben und mir müsste es ja eigentlich gut gehen.
    Jedenfalls hab ich im Internet halt mal ein bisschen recherchiert und bin auf den Begriff "Derealisation" gestoßen und hab mir dazu auch mehrere Beschreibungen von anderen Leuten durchgelesen. Dabei hab ich schon einige Gemeinsamkeiten festgestellt, z.B. dass alles eben so unrealistisch erscheint, aber was bei mir gar nicht der Fall ist, sind beispielsweise Angstzustände, taube Hände, Sehstörungen o.ä.
    Deswegen wollte ich eben Mal in dieses Forum schreiben um einfach mal zu erfahren, ob es jemanden gibt, der so etwas ähnliches verspürt und vor allem auch Ratschläge, was ich denn dagegen machen kann.
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen!

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Du bist 16 und machst dieses Jahr Abitur? Respekt!

    Wir haben hier einen schönen Thread von einer Userin im ähnlichen Alter. Da geht es um Elternprobleme. Bei diesem und bei Deinem Problem denke ich, dass die Pubertät maßgeblich ist, plötzlich "anders zu ticken".

    Google nicht zuviel. Du schriebst ja selber "aber was bei mir gar nicht der Fall ist, sind beispielsweise Angstzustände, taube Hände, Sehstörungen o.ä.". Du könntest auch Migräne "finden", ohne an Kopfschmerzen zu leiden.

    Wenn Du wirklich denkst, dass Du krank bist, dann geh bitte zu Deinem Hausarzt und erzähle ihm das. Er kann Dir sicher mehr helfen, da Du wahrlich nicht die einzige bist, die in Deinem Alter seinen Rat einholen.

    Wie ist es denn als Jüngste in der 13? Das interessiert mich eher als Deine Googlei.

    LG
    Kalypse

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Kalypse für den sinnvollen Beitrag:

    Leo Navis (20.09.2012)

  4. #3
    Garfield70
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    Ich kenne das Thema leider nur zu gut.

    Hast du derzeit viel privaten Stress oder Druck und mehr zu lernen (also dauerhafter Input von Wissen anstatt Interaktion mit der realen Welt) als dir gut tut? Oder machst du dir selbst viel Druck?

    Wie schaut dein Leben derzeit so aus?

  5. #4
    Schreiberling Avatar von Leo Navis
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    Hi,

    Klingt beängstigend. Eine Frage: Fühlst Du denn sonst noch 'normal' (Freude, Liebe, Aggression, Hass)?

    Alles Gute,
    Leo

  6. #5
    Neuling
    Themenstarter

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    Hallo,
    zuerst mal Danke für die schnelle Antwort
    Ja, das hatte ich mir auch schon gedacht, dass es etwas mit der Pubertät zu tun hat, aber da das nun doch schon längere Zeit so geht, bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher..
    Hmm, zum Arzt geh ich eigentlich nur selten und ich glaube mir würde, dass auch ziemlich schwer fallen, ihm das so wie ich hier beschrieben habe, zu erzählen.
    Zu deiner anderen Frage bezüglich dem Abi: ich mach G8 und bin somit in der 12. Klasse und naja, eigentlich ist es ganz normal, weil ich früher eingeschult wurde und somit schon immer die jüngste war. Das ist eigentlich überhaupt kein Problem außer, dass es mit dem abends weggehen immer ein bisschen problematisch ist. :P
    LG

  7. #6
    Neuling
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    Standard

    Hallo Garfield,
    auch dir dankeschön für die Antwort!
    Ich muss seit letztem Jahr natürlich schon viel lernen, aber ich bin eigentlich nicht so eine Person, die sich selber viel Druck macht. Und auch in den Ferien, als ich ja praktisch gar keinen Stress hatte, ging dieses "Gefühl" nicht weg.
    Ansonsten sieht mein Leben auch nicht anders als vor 1-2 Jahren aus, als dieses beschriebene Gefühl noch nicht da war. Das heißt, ich hab jetzt nicht irgendwelche familiären Probleme oder irgendwie keine Freunde oder so. Im Prinzip halt alles ganz normal, sodass ich eigentlich auch glücklich sein müsste oder wenigstens mal nicht unzufrieden. Aber komischerweise bin ich das nicht und deswegen weiß ich auch überhaupt nicht, wieso ich mich so komisch fühle..

  8. #7
    Neuling
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    Hallo Leo,
    ebenfalls dir danke für die Antwort!
    Wie ich grad schon an Garfield geantwortet habe, ist mein Leben zurzeit ganz normal und wenn ich jetzt zum Beispiel irgendetwas witziges erlebe, dann ist es schon so, dass ich in dem Moment lache oder glücklich bin, aber wenn ich dann alleine bin, fühl ich irgendwie "nichts". Oder wenn ich sauer auf jemanden bin, dann hält das Gefühl auch nur sehr kurz an, also vielleicht gerade mal eine Stunde, obwohl man sich deswegen noch Wochen lang aufregen könnte. Also was ich damit sagen will, ist, dass sich irgendwie alles etwas Gleichgültig anfühlt.
    LG

  9. #8
    Garfield70
    Gast

    Standard

    Also wenn da auch keine offensichtlichen Gründe oder auch andere Symptome sind die auf eine konkrete psychische Krankheit hindeuten würde ich mich an einen Kinder- und Jugendpsychiater wenden. Mach dir aber nicht zu viel Hoffnungen wegen Hilfe, es gibt keine Medikamente gegen dissoziative Zustände.

    Was ich dir raten würde ist genug körperliche Aktivität, Sport, Gartenarbeit, was auch immer.

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