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Thema: derealisation - zum arzt?

  1. #33
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    @mops
    Ist es nicht vielmehr eine Ausrede, wenn man sagt „Ich kann mir nicht alles merken, ich habe ein schlechtes Gedächtnis“?
    Wenn ich dies sagen würde, würde ich mich fortan nicht mehr bemühen, etwas zu behalten. Dann wärs halt einfach so.
    Und keiner kann mir mehr die Schuld dafür geben (wenn ich zum Beispiel mal den Herd angelassen habe *g*)

  2. #34
    mops
    Gast

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    Zitat Zitat von Carlotta71 Beitrag anzeigen
    @mops
    Ist es nicht vielmehr eine Ausrede, wenn man sagt „Ich kann mir nicht alles merken, ich habe ein schlechtes Gedächtnis“?
    Es ist keine Ausrede, es ist die volle Wahrheit.

    „Man kann sich nicht alles merken.“ Viele suchen eine Ausrede weil sie glauben alles wissen zu müssen.
    Es hängt mit der Vorstellung zusammen, sich alles zu merken, was die anderen sich auch merken. Das Wissen was die anderen auch wissen. Fast mit der Angst für dumm gehalten zu werden, wenn sie es nicht wissen.

    „Ich kann mir nicht alles merken, ich habe ein schlechtes Gedächtnis.“
    Ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Ich bin mir bewusst, dass mir Grenzen gesetzt sind.
    Danach merkte ich mir, aus dem was ich sehe, erlebe, höre usw., nur das was für mich selbst, persönlich von Bedeutung ist.
    Auch im Lernen ist es von Bedeutung, hier habe ich eine Schwäche, hier entstehen Fehler. Die Fehler in Grenzen halten.
    Worauf muss ich achten?


    Gerade solche Schwächen führen zu Verunsicherungen. Die bekommen andere zu spüren und nutzen sie aus.
    Bin ich der Schwäche bewusst, führt es nicht zu Verunsicherung die andere Ausnutzen. Auch weisen mich andere auf Fehler hin, bin ich es mir bewusst, führt es zu keinen Verunsicherungen, wie Schamgefühlen.

    gruß mops
    Geändert von mops (25.08.2014 um 22:58 Uhr)

  3. #35
    mops
    Gast

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    Hallo

    Derealisation
    der Wirklichkeit nicht entsprechende subjektive Ausdeutung und nachträgliche Rechtfertigung des eigenen Verhaltens
    Duden online

    Gerade in der Psychologie sind Selbstdiagnosen gefährlich. Oft sieht sich der Patient anders als andere ihn sehen.

    Es ist ja so, wir sehen nur unseren Gefühle, aber wir sehen nicht unseres äußeres Verhalten.
    Als Kind habe ich Aufregung beobachtet. Irgendwie meine Selbstbeobachtung bei mir und die Beobachtung der anderen. Bei mir von innen, die inneren Gefühle und Empfindungen, und bei anderen von außen.

    Wir sehen uns oft anders, als wir von anderen gesehen werden.


    gruß mops

  4. #36
    Neuling
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    Hallo Noralee,

    ich kann dir dazu lediglich sagen, dass ich Derealisationsprobleme als Nebenwirkung durch ein Antidepressivum bekommen habe. Nachdem ich dieses abgesetzt hatte waren diese "Anfälle/Phasen" verschwunden. Vlt nimmst du regelmäßig irgendwelche Medikamente? LG Winora

  5. #37
    R4tg3ber
    Gast

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    Zitat Zitat von Enthusiast Beitrag anzeigen
    Schizophrenie wie du angeschnitten hast, affektive Psychose (bsp. Depressionen), und beide können sich noch mischen.
    Aber dein Gedanke ist recht interessant ob die Derealisation eine abgeschwächte Form der Psychose ist.
    Sorry, dass ich mich da einmische, aber es hat schon seinen Grund, warum immer wieder darauf hingewiesen wird, für Diagnostik einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen.

    In der klinischen Psychodiagnostik wird unterschieden zwischen Störungen (Erkrankungen), Syndromen und Symptomen.

    Ein Syndrom ergibt sich aus verschiedenen Symptomen (und einer Abgrenzung zu NICHT gezeigten Symptomen).

    Nach den neueren Klassifikationen (ICD-10 und DSM) spielt für die Diagnostik die Herkunft (Äthiologie) einer Krankheit keine Rolle für die Diagnose. Es wird nur geguckt, welche Symptome in welchem Schweregrad und wie lange vorhanden sind und welche anderen Symptome NICHT vorhanden sind (Differenzialdiagnostik, d.h. Abgrenzung zu anderen Störungen).

    Eine Derealisation ist ein Symptom, das bei verschiendenen psychischen Erkrankungen auftreten kann (das hast Du, Enthusiast ja passend festgestellt).

    Ich halte auch nichts davon, hier mit irgendwelchen Krankheitsbegriffen zu hantieren, zumal der Themensteller nicht sein Erleben beschreibt, sondern eine Selbstdiagnose (Derealisation) in den Raum stellt.

    Grüße
    Michael

  6. #38
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    Hallo,
    es ist schön, dass du dich mit der Psychodiagnostik auskennst und die Distinktionen aber dies ist nicht in meinem Sinne. Natürlich gibt es Normen und Klassifikationen, die dies definieren, da wiederspreche ich auch dir nicht. Ich behandle die psychischen Störungen nach meinem Einschätzungsvermögen und durch meine Erfahrungen, meine Theorien, die nicht immer der Klassfikation entsprechen, das ist korrekt. Warum tu ich es nicht? Ganz einfach, ich bin anderer Ansichten, ich habe mir zu vielen Krankheitsbildern bzw. Symptomen etc. ein eigenes Bild gemacht. Ich finde, die Herkunft einer Krankheit ist enorm wichtig, woher willst du sonst das Problem richtig erkennen? Nach Symptomen wird geschaut, auch hier liegst du korrekt, usw., aber ich bin der fester Überzeugung, man kann keine Symtome gezielt und gut behandeln, wo man die Ursache nicht kennt. Ich arbeite da mehr nach dem Kausalitätsprinzip. Dies tue ich auch deshalb, da ich damit bessere Erfahrungen habe als mit dieser Differenzialdiagnostik oder andere maßgebliche Verfahren. Wenn du dir die Geschichte der Psychologen anschaust, so waren alle guten Psychologen die, die nach einer Kausalität geschaut haben, so hat es Freud getan, Adler, C.G Jung, Frankl und viele mehr. Ihre Therapieformen waren sehr erfolgreich und jetzt frage ich dich noch einmal. Ist die Ursache wirklich so unwichtig? Warum sage ich dies alles? Weil ich kenne genug Psychologen, die nicht fähig sind eine ausgereifte Diagnose zu erstellen, vor allem keine gute Differenzialdiagnostik und dies erachte ich als unzureichend. So ist meine Meinung.
    Mfg Enthusiast

  7. #39
    mops
    Gast

    Standard

    Hallo,

    Mein Prinzip ist der Verhaltensgegensatz.

    gruß mops

  8. #40
    R4tg3ber
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Enthusiast Beitrag anzeigen
    Ich behandle die psychischen Störungen nach meinem Einschätzungsvermögen und durch meine Erfahrungen
    Ich bin der Meinung, dass man für eine Behandlung überhaupt keine Diagnose im üblichen Sinn benötigt - Einfühlungsvermögen und Empathie sind da wichtiger. Eine Diagnose, die über eine Person gestellt wird (anstelle mit demjenigen zusammen Lösungen zu suchen und an einem besseren Verständnis und Akzeptanz für sich selbst zu arbeiten) ist nicht in meinem Sinne. Zumal eine (einmal gestellte) Diagnose etwas statisches ist und dem prozesshaften des Lebens widerspricht.
    Eine klassische Diagnose imi überhaupt nur wichtig ist, um vor einem Kostenträger eine Bezahlung der Behandlung zu rechtfertigen.

    Aber das ist eine Diskussion, die ich schon an anderer Stelle ausführlich geführt habe und die ich hier jetzt nicht vertiefen möchte, da sie am Thema von Noralee vorbei geht.

    Grüße
    Michael

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei R4tg3ber für den sinnvollen Beitrag:


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