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Thema: derealisation - zum arzt?

  1. #41
    R4tg3ber
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Ich leide seit mehreren monaten an derealisation und depersonalisation. Anfangs nur selten (dafür stark) und jetzt immer öfters, die intensität variert.
    Hallo Noralee,

    was war das für eine Situation, als Du die erste Derealisation erlebt hast? Was genau hast Du da eigentlich erlebt? Kannst Du das ein wenig beschreiben (also so, dass es auch jemand nachempfinden kann, der mit dem Begriff "Derealisation" nichts anzufangen weiß).


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    IIch habe schon viel recherchiert und viel viel ausprobiert aber ich bin machtlos gegen die derealisation.
    Was hast Du denn schon alles ausprobiert?

    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    2. Ich war gerade im urlaub und hatte plötzlich eine starke derealisation, die hat mir einiges kaputt gemacht.
    Was war das denn für eine Situation? Und was hat Dir die starke Derealisation kaputt gemacht?


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    In dem moment habe ich mir geschworen, einen arzt aufzusuchen, sobald ich zurück bin. Egal wie es mir dann geht und selbst wenn ich mich wieder - wie immer - drücken will. Nun will ich mich wieder drücken.
    Du willst Dich drücken, einen Arzt aufzusuchen? Ich vermute mal, Du hast da irgendwie schiss davor, das einem Arzt zu erzählen, oder? Vor was genau hast Du denn da Angst?



    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Falls ich mich für den arzt entscheide.. wo soll ich mich melden? Psychologen? Psychotherapeut? Psychiater?

    Wenn Du einen Hausarzt hast, dem Du ein wenig vertraust, dann würde ich mich an Deiner Stelle erst einmal an diesen wenden. Er kann mit Dir zusammen dann eventuell weitere Schritte besprechen und Dir eine Empfehlung geben.

    Ich habe keine ahnung von all den namen und an wen ich mich wenden soll. Kennt sich jemand aus?


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    3. Was könnte die ursache sein? Ich bin kein kiffer und habe keine grossen angstzustände (bis auf ein mal). Früher habe ich kaum ein wort geredet und war fast immer alles. Wurde von meinen menschen weder akzeptiert, noch respektiert bzw. Gemobbt. Könnte die derealisation eine spätfolge davon sein?
    Von welchen Menschen wurdest Du denn nicht akzeptiert? Von Deinen Eltern, der Familie? Von Schulkameraden oder einzelnen Lehrern?
    Musst Dich ja sehr einsam und allein gefühlt haben, oder?

    Ja, ich denke schon, dass Dein jetziges Erleben, das Du als Derealisation benennst, damit zusammenhängen könnte - vielleicht so als eine Art Schutzmechanismus von bestimmten Gefühlen?

    Viele Grüße
    Michael
    Geändert von R4tg3ber (26.08.2014 um 21:02 Uhr)

  2. #42
    R4tg3ber
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, dass ich durch meie Schüchternheit vergessen habe, wer ich bin, weil ich dadurch nie meinen Charakter leben konnte.
    Noralee, was mich interessiert:

    Wie wäre denn Dein Charakter, wenn Du nicht schüchtern wärst?

    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Das mit den Masken habe ich mir mich betreffend noch nie durch den Kopf gehen lassen, aber jetzt wo du es sagst, bereitet es mir etwas Sorgen.
    Was bereitet Dir denn da Sorgen?

    Ah verstehe:
    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Eie Maske will ich auf keienen Fall, ich kenne viele solche Menschen. Sie werden dann zwar beliebter aber sind nicht sie selbst, ich finde das zutiefst schade und extrem ausgedrückt auch erbärmlich, weil man nicht zu sich selbst stehen kann.
    Du willst zu Dir selbst stehen, "echt" sein.


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Ich weiss, dass ich als ic selbst von den anderen akzeptiert werden würde, wäre die Schüchternheit icht da.. also es ergänzt sich beides.
    Du meinst, Du müsstest erst die Schüchternheit ablegen, um von den anderen (von wem eigentlich genau) akzeptiert zu werden?

    Ich glaube ja, dass die Schüchternheit im Moment noch wichtig ist, weil sie Dich schützt. Also so eine Art "Schutzmaske".


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Ich will von meinen Mitenschen akzeptiert werden, ich will aber dennoch mich selbst sein.
    Eine ganz schöne Zwickmühle: Auf der einen Seite willst Du es Deinen Mitmenschen recht machen, weil Du akzeptiert werden möchtest - auf der anderen Seite möchtest Du Dich aber auch nicht verstellen und Dich so geben, wie Du Dich gerade fühlst (also keine Schutz-Maske mehr tragen).

    Von wem willst Du denn am meisten akzeptiert werden?


    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Bewusst aufzutreten spielt in jedem Fall eine Rolle. Ich arbeite daran, ich komme nicht allzu schnell vorwärts, da ich ja selbstbewusst auftreten will als ich selbst, aber ich weiss gar nicht wie ich Noralee selbstbewusst auftrete, wie ich bin. Aber ich glaube, ich brauche einfach Zeit, um mich selbst kennenzulernen.
    Ich glaube, dass Du da einen wichtigen Schritt auslässt. Bevor Du "Selbstbewusst" auftreten kannst, ist es imi erst einmal nötig, dass Du die Schüchternheit akzeptieren lernst. Denn wenn Du schüchtern bist, dann BIST Du in diesem Moment ja genau so (und nicht anders), also echt! Die Schüchternheit erst einmal zu würdigen lernst als das, was sie womöglich ist: Als einen wichtigen Schutz.

    Was meinst Du dazu?

    Grüße
    Michael


    P.S. Ich finde es übrigens mutig, dass Du diesen ersten Schritt gewagt hast, hier so offen über Dich zu schreiben und Deine Gedanken auszudrücken.
    Geändert von R4tg3ber (26.08.2014 um 21:13 Uhr)

  3. #43
    R4tg3ber
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Noralee Beitrag anzeigen
    Aber an meinem Selbstwert arbeite ich schon zwei Jahre, ich habe in diesen zwei Jahren grosse Vortschritte gemacht.
    Hey, das klingt ja toll. Willst Du uns von Deinen Fortschritten auch berichten? Vielleicht können andere ja auch von Dir lernen, wie Du das geschafft hast.

  4. #44
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    Hallo Ratgeber

    Ich war war leider längere Zeit nicht im Forum, es ging alles etwas drunter und drüber und ich hatte nicht die Energie mich diesem Thema zu widmen.

    Hallo Noralee,

    was war das für eine Situation, als Du die erste Derealisation erlebt hast? Was genau hast Du da eigentlich erlebt? Kannst Du das ein wenig beschreiben (also so, dass es auch jemand nachempfinden kann, der mit dem Begriff "Derealisation" nichts anzufangen weiß).
    Als meine erste Derealisation bezeichne ich mittlerweile ein Erlebnis, das schon bald ein Jahr her ist. Ich hatte mit meinem damaligen "Freund" Schluss gemacht, die Beziehung hatte mich nie glücklich gemacht und ich konnte nicht mich selbst sein, mir wurde zu wenig Respekt entgegengebracht. Ich gestand ihm, dass ich ihn einen Monat lang betrogen hatte und ihn nicht mehr liebt. Ich hatte ihm nur so lange nichts gesagt, weil ich es nicht über das Herz brachte, ihm solche Schmerzen zu bereiten. Nach meinem Geständnis glaubte ich, ich sei nie mit ihm zusammen gewesen und die 2 Monate mit ihm seien nie passiert und nur eine Einbildung. Es war wie ein Traum, natürlich wusste ich, dass es wirklich passiert war, aber mein Empfinden sagte mir etwas anderes.
    Etwa 3 Monate später erlebte ich meine erste richtige DP und DR. Ich hatte das Gefühl, neben mir zu stehen, keinen Zugang mehr zu meinem Herzen und meinen Gefühlen zu haben, meine Umgebung kam mir fremd vor, als wäre sie weiter weg, als wäre sie gar nicht da, als wäre sie nur eine Projektion, die Menschen in meiner Umgebung waren nur leere Hüllen und Gebilde aus Informationen. Ausserdem sah ich nicht mehr gut, ich dachte erst, ich hätte Fettflecken auf der Sonnenbrille, aber das war nicht der Fall.
    Bei einer DP/DR (in meinem Fall) kann ich es gut mit einer Verknüpfung auf dem Computer vergleichen. Ich sehe die Verknüpfung, finde aber den Dateipfad zur richtigen Datei (Gefühle) nicht. Ich weiss zB, dass ich rational wütend bin, aber ich kann keine Wut empfingen. Ich weiss nicht mehr, ob das gerade eben meine Worte waren oder ob ich mir das nur gedacht habe. Ich bin abgekoppelt von meinen Gefühlen und der Welt. Alles besteht nur noch aus Informationen. Dazu kommt ein Tranceähnlicher Zustand, als wäre ich leicht angetrunken.
    Manchmal habe ich plötzlich ein fremdes Gefühl zu mir selbst und meinem Leben. Als wäre ich frisch in dieses Leben gesetzt worden. Ich betrachte mein Leben distanziert und ungewohnt. Ich kann keine Beziehung dazu herstellen und sehe vieles klarer und wie von einem Aussenstehenden. Ab und zu passiert mir das auch bei meinem Freund. Ich sehe ihn dann an und denke mir, das ist also der Typ, den ich ab jetzt liebe, sieht auf den ersten Blick ganz akzeptabel an. Ich verliere in diesem Moment irgendwie die Verbindung zu meinen Lebensinhalten.
    Momentan lebe ich meistens in einem leichten Zustand der DP/DR und etwa für 4 Stunden am Tag bin ich stark von mir und meiner Umwelt abgetrennt. Die Tatsache, dass mich meine Arbeit langweilt und ich am PC arbeite, fördert die DR.


    Was hast Du denn schon alles ausprobiert?
    Verschiedene Sinneswahrnehmungen und Schmerzen, aber ritzen möchte ich mich nicht. Sport hilft mir auch nicht. Wenn ich im Regen stehe und zB nur ein T-Shirt anhabe, werde ich in die Realität zurückgeholt, nur leider regnet es nicht so oft. Es soll auch helfen, sich nicht damit zu beschäftigen, da ich aber fast immer einer leichten DR ausgesetzt bin, nützt das nicht besonders viel. Wenn ich sehr ausergewöhnliche und aufregende Sachen mache, komme ich fast wieder in meinen Normalzustand. Wenn ich mir vorstelle, wie ich alle meine Energie und mich selbst (mein selbst ist gefühlt im Raum verteilt) in meinen Körper zurückziehe, hilft das auch etwas.

    Was war das denn für eine Situation? Und was hat Dir die starke Derealisation kaputt gemacht?
    Es war ein schöner Moment, den ich nicht fühlen konnte. Ich konnte mich nicht mehr freuen und war nicht mehr ich selbst. Die anderen Menschen redeten aber ich konnte keinen Bezug zu ihnen herstellen. Ich war demotiviert. Mit meiner Art habe ich auch die Zeit für meine Freunde unschön gemacht.

    Du willst Dich drücken, einen Arzt aufzusuchen? Ich vermute mal, Du hast da irgendwie schiss davor, das einem Arzt zu erzählen, oder? Vor was genau hast Du denn da Angst?
    Ich glaube, ich habe Angst A.) nicht ernst genommen zu werden B.) dass meine Eltern dahinter kommen C.) von anderen gesehen zu werden, als wäre ich zu dumm, um mein Leben selbst in den Griff zu bekommen D.) Dass der Psychotherapeut mir nicht helfen kann.

    Wenn Du einen Hausarzt hast, dem Du ein wenig vertraust, dann würde ich mich an Deiner Stelle erst einmal an diesen wenden. Er kann mit Dir zusammen dann eventuell weitere Schritte besprechen und Dir eine Empfehlung geben.
    Das ist eine gute Idee... falls ich mich mal dafür entscheide, werde ich mich an ihn wenden.

    Von welchen Menschen wurdest Du denn nicht akzeptiert? Von Deinen Eltern, der Familie? Von Schulkameraden oder einzelnen Lehrern?
    Musst Dich ja sehr einsam und allein gefühlt haben, oder?
    Ja, ich denke schon, dass Dein jetziges Erleben, das Du als Derealisation benennst, damit zusammenhängen könnte - vielleicht so als eine Art Schutzmechanismus von bestimmten Gefühlen?
    Meine Mutter war nicht so richtig für mich da, lag auch daran, dass ich mich niemandem öffnen wollte/konnte. Von allem gleichaltrigen mit ein paar wenigen Ausnahmen.
    Es könnte gut ein Schmutzmechanismus sein, ich habe auch etwas Angst vor dem Gefühl, wieder so einsam und gehasst wie dazumal zu sein.

  5. #45
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    Wie wäre denn Dein Charakter, wenn Du nicht schüchtern wärst?
    Das weiss ich nicht.

    Ich glaube ja, dass die Schüchternheit im Moment noch wichtig ist, weil sie Dich schützt. Also so eine Art "Schutzmaske".
    Diese Theorie ergibt viel Sinn.. aber wie kann ich dann diese Maske ablegen?

    Denn wenn Du schüchtern bist, dann BIST Du in diesem Moment ja genau so
    Meinst du damit dass sich der Charakter eines Menschen lediglich durch sein Verhalten definieren lässt? Irgendwie hast du da recht... es tut mir weh,, meine Schüchternheit als ein Teil von mir zu akzeptieren und dies als meinen Charakter zu bezeichnen. Ich habe mir meine Schüchternheit stets als etwas vorgestellt, dass meinen Chrakter verbirgt.


    wie werden ich diesen wichtigen Schutz los? Und wann ist der Moment da, an dem ich diesen Schutz nicht mehr benötige?
    Danke für deine einfühlsamen Worte und dafür, dass du dir Zeit genommen hast, meine Texte zu lesen

  6. #46
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    Hallo Ratgeber

    Ich war war leider längere Zeit nicht im Forum, es ging alles etwas drunter und drüber und ich hatte nicht die Energie mich diesem Thema zu widmen.

    Hallo Noralee,

    was war das für eine Situation, als Du die erste Derealisation erlebt hast? Was genau hast Du da eigentlich erlebt? Kannst Du das ein wenig beschreiben (also so, dass es auch jemand nachempfinden kann, der mit dem Begriff "Derealisation" nichts anzufangen weiß).
    Als meine erste Derealisation bezeichne ich mittlerweile ein Erlebnis, das schon bald ein Jahr her ist. Ich hatte mit meinem damaligen "Freund" Schluss gemacht, die Beziehung hatte mich nie glücklich gemacht und ich konnte nicht mich selbst sein, mir wurde zu wenig Respekt entgegengebracht. Ich gestand ihm, dass ich ihn einen Monat lang betrogen hatte und ihn nicht mehr liebt. Ich hatte ihm nur so lange nichts gesagt, weil ich es nicht über das Herz brachte, ihm solche Schmerzen zu bereiten. Nach meinem Geständnis glaubte ich, ich sei nie mit ihm zusammen gewesen und die 2 Monate mit ihm seien nie passiert und nur eine Einbildung. Es war wie ein Traum, natürlich wusste ich, dass es wirklich passiert war, aber mein Empfinden sagte mir etwas anderes.
    Etwa 3 Monate später erlebte ich meine erste richtige DP und DR. Ich hatte das Gefühl, neben mir zu stehen, keinen Zugang mehr zu meinem Herzen und meinen Gefühlen zu haben, meine Umgebung kam mir fremd vor, als wäre sie weiter weg, als wäre sie gar nicht da, als wäre sie nur eine Projektion, die Menschen in meiner Umgebung waren nur leere Hüllen und Gebilde aus Informationen. Ausserdem sah ich nicht mehr gut, ich dachte erst, ich hätte Fettflecken auf der Sonnenbrille, aber das war nicht der Fall.
    Bei einer DP/DR (in meinem Fall) kann ich es gut mit einer Verknüpfung auf dem Computer vergleichen. Ich sehe die Verknüpfung, finde aber den Dateipfad zur richtigen Datei (Gefühle) nicht. Ich weiss zB, dass ich rational wütend bin, aber ich kann keine Wut empfingen. Ich weiss nicht mehr, ob das gerade eben meine Worte waren oder ob ich mir das nur gedacht habe. Ich bin abgekoppelt von meinen Gefühlen und der Welt. Alles besteht nur noch aus Informationen. Dazu kommt ein Tranceähnlicher Zustand, als wäre ich leicht angetrunken.
    Manchmal habe ich plötzlich ein fremdes Gefühl zu mir selbst und meinem Leben. Als wäre ich frisch in dieses Leben gesetzt worden. Ich betrachte mein Leben distanziert und ungewohnt. Ich kann keine Beziehung dazu herstellen und sehe vieles klarer und wie von einem Aussenstehenden. Ab und zu passiert mir das auch bei meinem Freund. Ich sehe ihn dann an und denke mir, das ist also der Typ, den ich ab jetzt liebe, sieht auf den ersten Blick ganz akzeptabel an. Ich verliere in diesem Moment irgendwie die Verbindung zu meinen Lebensinhalten.
    Momentan lebe ich meistens in einem leichten Zustand der DP/DR und etwa für 4 Stunden am Tag bin ich stark von mir und meiner Umwelt abgetrennt. Die Tatsache, dass mich meine Arbeit langweilt und ich am PC arbeite, fördert die DR.


    Was hast Du denn schon alles ausprobiert?
    Verschiedene Sinneswahrnehmungen und Schmerzen, aber ritzen möchte ich mich nicht. Sport hilft mir auch nicht. Wenn ich im Regen stehe und zB nur ein T-Shirt anhabe, werde ich in die Realität zurückgeholt, nur leider regnet es nicht so oft. Es soll auch helfen, sich nicht damit zu beschäftigen, da ich aber fast immer einer leichten DR ausgesetzt bin, nützt das nicht besonders viel. Wenn ich sehr ausergewöhnliche und aufregende Sachen mache, komme ich fast wieder in meinen Normalzustand. Wenn ich mir vorstelle, wie ich alle meine Energie und mich selbst (mein selbst ist gefühlt im Raum verteilt) in meinen Körper zurückziehe, hilft das auch etwas.

    Was war das denn für eine Situation? Und was hat Dir die starke Derealisation kaputt gemacht?
    Es war ein schöner Moment, den ich nicht fühlen konnte. Ich konnte mich nicht mehr freuen und war nicht mehr ich selbst. Die anderen Menschen redeten aber ich konnte keinen Bezug zu ihnen herstellen. Ich war demotiviert. Mit meiner Art habe ich auch die Zeit für meine Freunde unschön gemacht.

    Du willst Dich drücken, einen Arzt aufzusuchen? Ich vermute mal, Du hast da irgendwie schiss davor, das einem Arzt zu erzählen, oder? Vor was genau hast Du denn da Angst?
    Ich glaube, ich habe Angst A.) nicht ernst genommen zu werden B.) dass meine Eltern dahinter kommen C.) von anderen gesehen zu werden, als wäre ich zu dumm, um mein Leben selbst in den Griff zu bekommen D.) Dass der Psychotherapeut mir nicht helfen kann.

    Wenn Du einen Hausarzt hast, dem Du ein wenig vertraust, dann würde ich mich an Deiner Stelle erst einmal an diesen wenden. Er kann mit Dir zusammen dann eventuell weitere Schritte besprechen und Dir eine Empfehlung geben.
    Das ist eine gute Idee... falls ich mich mal dafür entscheide, werde ich mich an ihn wenden.

    Von welchen Menschen wurdest Du denn nicht akzeptiert? Von Deinen Eltern, der Familie? Von Schulkameraden oder einzelnen Lehrern?
    Musst Dich ja sehr einsam und allein gefühlt haben, oder?
    Ja, ich denke schon, dass Dein jetziges Erleben, das Du als Derealisation benennst, damit zusammenhängen könnte - vielleicht so als eine Art Schutzmechanismus von bestimmten Gefühlen?
    Meine Mutter war nicht so richtig für mich da, lag auch daran, dass ich mich niemandem öffnen wollte/konnte. Von allem gleichaltrigen mit ein paar wenigen Ausnahmen.
    Es könnte gut ein Schmutzmechanismus sein, ich habe auch etwas Angst vor dem Gefühl, wieder so einsam und gehasst wie dazumal zu sein.

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