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Thema: Die Gesellschaft macht mich krank

  1. #1
    Neuling
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    Standard Die Gesellschaft macht mich krank

    Tja - mein Leben war niemals anderst. Dennoch möchte ich meine Situation ändern. Mein ganzes Leben lang war ich ein Außenseiter.
    Nie gemocht und von allen gemieden. Ja fast wie eine Aussätzige.



    Ich dachte wenn ich umziehe. Fremde Stadt, neue Leute wird mein Leben anderst. Aber es war nur ein Wunschgedanke.
    Alle Bemühungen, alle Kraft die ich investierte verliefen im Sand.
    Mehrmals versuchte ich auf die Leute zuzugehen, offen zu sein, Gespräche anzufangen. Aber ich bekomme von den anderen eine kurze knappe Rückantwort - und das warst. Unmöglich ins Gespräch zu kommen, wenn mein Gegenüber kein Interesse an einem Gespräch hat.
    Aber das passiert mir ständig. Es ist kein Einzelfall. Es ist ständig so.
    Ich bin darüber sehr traurig, enttäuscht und ziehe mich in mein Schneckenhaus zurück. Ich fühle mich unheímlich leer.

    Es tut weh im Herzen sehr sehr weh von der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein. Es schmerzt ein Außenseiter zu sein. Keine Freunde zum reden.
    Da ist absolut gar nichts. Meine Eltern wohnen zu weit weg und da bleibt nur das Telefon.

    Hier in meiner neuen Heimat, die Heimat meines Mannes ist es sehr schwer.
    Schwager, Schwägerin, Cousine meines Mannes, Schwiegermutter sind auch ein Teil meiner Familie. Aber mehr als ein kurzes “Hallo” ist nicht drin. Keine Familiensinn und jeder geht seine Wege. Keiner kümmert sich um den anderen. Alle sind hirnlose Egoisten die nur ihre Interesse verfolgen, Urlaub und Party im Kopf haben.


    In dem Ort in dem wir wohnen, haben mein Mann und ich uns etwas aufgebaut. Wir haben uns ein Haus gekauft das einen großen Garten hat. Dieser wurde vom damaligen Vorbesitzer gut gepflegt und sieht von weitem gut aus. Viele Dorfbewohner sind uns neidisch und lassen uns dies auch sehr spüren. Viele tuscheln über uns und drehen sich weg wenn man vorbeiläuft.

    Ich hörte von einigen sagen, das wir eine Villa hätten und reich wären.
    Pahhhhhh !!! Villa. Ist doch alles ein schlecher Witz. Eine Villa sieht ganz anderst aus. Aber das wir einen RIEßEN Kredit laufen haben interessiert die Leute nicht. Das wir schon seit 5 Jahren keinen Urlaub mehr gemacht haben ist auch uninteressant für das Pack.

    Die Leute und die nette Familie machen einem das Leben hier zur Hölle.
    Ich habe hier absolut keine Freunde. Absolut niemanden. Total allein.
    Das Dorf ist uns neidisch und redet schlecht über uns.
    Und die Familie meines Mannes meidet mich, als ob ich eine Aussätzige wäre.
    Ja ich bin ein Außenseiter. Die Menschen sind schlecht, böse, rücksichtslos und gemein.

    Mir tut unser armer kleiner Sohn so sehr leid. Er ist jetzt 15 Monate alt.
    Er wird niemals Freunde haben, weil die Eltern des anderen Kindes den Kontakt vermutlich verbieten werden.


    Ich sehe es ja jetzt schon, wie schlecht alles läuft.
    Ich bin in zwei Krabbelgruppen und ich werde dort nur geduldet.
    Ich werde niemals akzeptiert werden.
    Man muss genauso dumm und ******* drauf sein wie die anderen Mütter um akzeptiert zu werden. Ich habe bald gar keine Lust mehr auf die Krabbelgruppe. Wiso auch ??????
    Ich laufe ständig auf wenn ich ein Gespächsthema anfange. Da könnte ich mich auch mit meinem Toaster unterhalten. Ich habe die Hoffung bald verloren. Alles was ich anfange, alle Bemühungen um Kontakt zu kommen, alles ist umsonst.

    Das schlimmste daran ist jedes mal die Niederlage und das abgelehnt sein.
    Dies tut sehr sehr weh. Es ist wie ein Stich ins Herz. Diese ****** Egoisten.
    Ich habe es so satt. So unheimlich Leid bin ich das alles. Nur Ablehnung habe ich erfahren. Sollen sie doch alle zur Hölle fahren.

    Vor ein paar Tagen war hier in der näheren Umgebung ein größeres Fest.
    Die Cousine meines Mannes, auch mit einem Kind waren nachmittags auf dem Fest. Ich sah sie zufällig im Dorf und wir hatten ein 3 minunten Gespräch.
    Toll :-(( Ich frage ob sie auch auf dem Fest war. Sie sagte ja.
    Darauf sagte ich. Hättest etwas sagen können, wäre gerne mitgegangen.
    Als Antwort bekam ich. Tschüss ich muss weiter. Nette Familie. Ganz ganz toll. So langsam kann die ganze Welt mich am A..... lecken.
    Soooooooooo viel Ablehnung nur weil wir uns ein gepflegtes normales Haus gekauft haben. Und das dumme Dorfgerede. Wir hätten eine Villa und wären reich. Sooooooooo ein Quatsch. So ein Müll ich könnte gerade wieder ausrasten. Ich habe soviel Zorn, Wut und Trauer in mir das ich meine es zerreißt mich innerlich. Ich bin schon zu oft in meinem Leben enttäsucht worden. Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Wie sch...... die Welt doch ist und wie schwer man es hat als Außenseiter. Das Leben, die Gesellschaft gibt einem keine Chance sich zu integrieren. Diese lassen einem auflaufen und man wird wie Dreck behandelt. Dieses Verhalten schürt nur noch mehr das Feuer in mir. Bald kann mich die ganze Welt am A........ lecken.
    Ich bin es so Leid. Immer und immer wieder jeden Tag ums neue zu kämpfen. Kontakt zu bekommen. Vielleicht eine Feundin zu finden. Einfach jemanden zum reden und nicht diese verdammten Odenwälder die einem das Leben unnötig schwer machen. Unser Sohn er tut mir so unheimlich Leid.
    Wie sehr hätte ich ihm dieses Schicksal erspart. Ich würde alles in der WElt für ihn tuen das er nicht so schlecht und mies behandelt wird wie ich.
    Er ist ein liebes Kind und weis Gott ich liebe ihn über alles in der Welt.
    Ich werde für ihn kämpfen wie eine Löwin und immer für ihn da sein.
    Seine Feinde werden auch meine Feinde sein und ich werde ihn auf ewig vor diesen bösartigen und egoistischen Menschen schützen.

  2. #2
    Neuling
    Themenstarter

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    Standard Fortsetzung meines Horror - Lebens

    Was mich beschäftigt ?
    Einfach alles.
    Ich führe schon immer - mein ganzes Leben lang einen Kampf um die Familie.
    Es war niemals anderst und ich kann mich an keine schönen Tage erinnern.
    Es ist eine traurige Vergangenheit. Heute bin ich eine erwachsene Frau, 36 Jahre alt und bekomme von meiner Umwelt und meinen Mitmenschen nur Steine in den Weg geworfen. Es gibt nichts schlimmeres wie die seelische Gewalt.

    Heute bin ich ein Mensch der sehr verschlossen ist. Ich bin ruhig und zurückhaltend.
    Leider auch sehr sensibel, eine sehr schlechte Eigenschaft in der heutigen Ellenbogen Gesellschaft. Nach außen hin - in die Gesellschaft mime ich eine “positive, liebe und nette und freundliche Person”. Ich spiele diese Rolle ganz gut aber ich lüge mir selber in die Tasche. Innerlich bin ich bereit für jeden Angriff. Meine Mauer ist 10 Meter hoch und innerlich bin ich auf Angriffsstellung. Bereit für den Angriff, falls jemand mit einem “Spruch” kommt. Ich habe einfach schon so vieles erlebt.
    Es waren zu viele negative Erlebnisse. Ich weis nicht wie viel Frust eine Seele verkraftet bis diese zerbricht. Ich schreibe wieder einmal mit Tränen in den Augen weil ich wieder an meine Vergangenheit denke. Was passiert war.
    Ich komme von diesen Gedanken nicht los. Worte zu meinem eigenen Spiegelbild der Aufmunterung prallen ab. Worte wie “Du bist liebenswert” oder “Ärgere Dich nicht” oder “Ich verzeihe Dir (Name) was Du getan hast” sind wirkungslos und für mich nur leere Worte. Die kommen bei mir einfach nicht an.

    Was habe ich für Probleme.
    Als Kind wird man von der Gesellschaft geprägt. Ich bin ein Außenseiter in der Gesellschaft, Einzelgänger, Mauerblümchen, Eigenbrödler.
    Ich hatte keine Spielkamaraden weder im Kindergarten oder in der Schule.
    Beruflich wurde ich immer gemobbt und hatte viele Arbeitgeber.
    Mein Berufsleben ist ein langes Kapitel und diese Erfahrungen sind der Horror gewesen dem ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde.
    Sollen meine Ex-Chefs alle zur Hölle fahren und den Teufel von mir grüßen.

    Zurück zum Thema.
    Mein größter Wunsch war es Kinder zu bekommen.
    Nach einem Jahr heirateten wir und ich wurde schwanger. Ein lang ersehnter Traum ging in Erfüllung für mich. Ich verließ meine vertraute Heimat und zog weit weg von meinen Eltern zu meinem Mann. Ich liebe meine Eltern sehr. Ich vermisse Sie.
    In der neuen Umgebung machte mir meine Schwiegermutter mein Leben zur Hölle.
    Sie ist das allerletzte. Der größte Egoist der je gelebt hat. Ich könnte ein Buch schreiben was sie mir alles angetan hat. Sie hat meine Seele mit Füßen getreten auf schlimmste Art und Weise. Ich könnte es ihr noch verzeihen was in der Vergangenheit war. Aber ich verzeihe niemals was sie mit ihrem Enkelkind macht.
    Nein - das verzeihe ich niemals und ich trage ihr es bis in alle Ewigkeit nach.
    Egal ob Ostern, Weihnachten, Geburtstag. Sie sieht ihren Enkel überhaupt nicht.
    Keine Geschenke, keine lieben Grüße, absolut gar nichts. Da ist eine totale Leere.
    Sie tut so als ob es mich und ihren Enkel gar nicht gibt. Wir sind Luft für sie.
    Das einigste was diese Frau interessiert ist ihr ****** Urlaub - Urlaub - Urlaub.
    Wenn sie nur tot umfallen würde. Ja dann wäre endlich Ruhe und Friede.
    Der Teufel soll sie holen - ja der Teufel. Diese Hexe hetzt nur und verbreitet Lügen.

    Aus lauter Frust und Ärger habe ich unser Kind ins Auto geladen und fuhr den langen Weg zurück nachhause. Mir fehlte so sehr meine Familie.
    Ich fuhr und fuhr und irgendwie wurde das Auto auf den letzten km immer schneller.
    Ja ich wusste - bald bin ich wieder zuhause. Es war mir egal wie viel Stunden ich vorher auf der Autobahn war. Ich wollte einfach nur zurück.
    Familie - ohhhhh Familie - wie sehr brauche ich Dich.
    Es war eine regelrechte Flucht, weil ich es nicht mehr aushielt.

    Als ich wieder nach 3 Tagen zurück war, holte mich schnell der Alltag wieder ein.
    Diese Einsamkeit. Niemanden mit dem ich reden konnte. Niemanden der zuhört
    Ich bin allein mit unserem Kind und diese Einsamkeit macht mich krank.
    Tagsüber allein und auch abends. Mein Mann kommt von der Arbeit, zieht sich um, Abendessen und weg ist er. Mehrere Vereine hat er und Händchen halten bei seiner Mutter. Er ist 4 mal die Woche bei ihr und kommt erst spät nachhause.
    Familienleben mit seinem Sohn und seiner Frau Fehlanzeige.
    Ich habe schon so unheimlich viele Gespräche geführt. Habe bitte Zeit für dein Kind.
    Spiel mit ihm. Aber alles läuft ins Leere. Es kostet mich unheimlich viel Kraft.
    Wir führen fast jeden Tag Gespräche. Das er sich Zeit nimmt für sein Kind und
    nicht immer in den Vereinen spielt und nicht ständig bei seiner Mutter ist.
    Dieser Kampf um die Familie ist ein endloser Kampf der niemals enden wird.
    Ich frage mich ernsthaft wie lange ich dieses Spiel mitmache.
    Ich bin nur ein Mensch und bin keine Maschine. Ich bin nicht nur da um zu waschen, putzen, kochen. Nein ich bin ein Mensch der Familie braucht. Ich brauche es so dringend lieber Gott.
    Ich bin oft traurig und weine oft. Ich kann offen über meine Gefühle sprechen und habe gegenüber meinem Mann keine Hemmungen. Ich sage ihm wenn ich traurig oder wütend auf ihn bin. Ich konfrontiere ihn mit seinem Verhalten und frage ihn ob er dies seinem Sohn an tuen will. Wir führen sehr viele Gespräche.
    Aber diese enden alle im nichts. Da kann ich mich auch mit dem Toaster unterhalten.
    Seine verdammten Vereine und meine ach so tolle Schwiegermutter stehen bei ihm an erster Stelle. Das macht mich wütend und traurig.
    Es gibt ein uraltes Sprichwort das sagt ”Wer nicht kämpft - hat schon verloren”
    Ja das Sprichwort stimmt. Ich kämpfe schon mein ganzes Leben lang.
    Als Kind und Jugendliche keine Freunde gehabt, im Berufsleben gemobbt und als
    Hausfrau und Mutter stehe ich komplett allein da. Allein auf dem Schlachtfeld des
    Lebens. Die Frage ist. Wann ist ein Kampf verloren ? Wann sollte man eingestehen das man als verloren hat und der Gegner den Kampf gewonnen hat ?
    Bisher stehe ich noch auf dem Schlachtfeld - wenn ich mich zurückziehe fahre ich zurück zu meinen Eltern, egal wie weit das ist. Sch…… egal.
    Mein toller Ehemann steht auf der Seite seiner Mutter und nicht auf der Seite seiner Frau und seinem Kind. Dann diese dummen Sprüche über mich von meiner Schwiegermutter. Echt !! Ich könnte k…..

    Ja - zu der Einsamkeit die mir sehr zu schaffen macht.
    Ich gehe mit unserem Sohn zur Krabbelgruppe um Kontakte zu Frauen zu knüpfen und das auch die Kinder sozialen Kontakt untereinander bekommen.
    Dort bin ich schon seit ein paar Monaten dabei, aber ich bin auch dort ein Außenseiter. Da ich eher ruhig und zurückhaltend bin rede ich nicht so viel wie die anderen. Ich beginne Gespräche mit den anderen Frauen und diese lassen mich auflaufen. Es kommt zu keinen Gesprächen wenn ich von einer anderen nur eine kurze und knappe Rückantwort bekomme. Gespräche ergänzen sich in der Regel.
    Aber ich werde von den anderen nicht akzeptiert. Ich werde nur geduldet, das ist alles.
    Ich wollte aus der Krabbelgruppe schon austreten weil ich gar nicht wahrgenommen werde. Wenn ich sowieso nur Luft für die anderen Frauen bin, kann ich auch gehen.
    Aber was dann. Dann sitzt ich wieder trostlos in den 4-Wänden.
    Das möchte ich nicht. Ich möchte Kontakte knüpfen.
    Aber wie soll ich das anstellen wenn ich überall abgelehnt werde.
    Ich bin auch ein Mensch. Auch wenn ich die “stille, ruhige und zurückhaltende” bin
    heißt das noch lange nicht das ich doof bin.
    Aber so ist die Welt. Die Welt ist grausam, rücksichtslos und kennt kein Erbarmen.
    Die sensiblen Menschen gehen im Leben als letztes durch das Ziel.
    Wenn man nicht redet und redet wie ein Wasserfall - bekommt man kein Kontakt zu den anderen Muttis in der Krabbelgruppe.
    Mittlerweile gehe ich sehr ungern dahin. Ich mache es nur noch für unser Kind.
    Dieser soll mit den anderen Kids spielen und soziale Kontakte knüpfen.
    Ich wünsche mir von ganzen Herzen und all meiner Kraft bete ich zu Gott.
    “Lass mein Kind nicht so werden wie seine Mama”.
    “Lass mein Kind nie den Schmerz erfahren den ich hatte”
    “Lass mein Kind niemals ein Außenseiter werden”.

    Denn ich weis wie weh das tut. Ich trage diese Last mein ganzes Leben mit mir herum. Ich wünsche niemanden auf der ganzen Welt diese Erfahrungen.
    Abgewiesen werden und in die Ecke gestellt. Das ist seelische Gewalt.

  3. #3
    Thessa
    Gast

    Standard

    Hallo Hope,

    Du hast Dir einen schönen Nick ausgesucht - Hope.

    Es tut einem weh,. wenn man Deine Beiträge liest und ich fühle großes Mitleid mit Dir, ich spüre Deine Verzweiflung und kann Dir aus der Ferne so gar nicht helfen.
    Du kannst die Menschen nicht ändern und viele leben nunmal nur, um neidisch auf andere zu schauen. Du schreibst vom Odenwald, nun ich kann mir vorstellen, dass es hier in einem kleinen Dorf halt so ist, wie Du es nun erlebst. Als sogenannte Zugezogene hast Du es da halt besonders schwer. Traurig finde ich, dass Dich Dein Mann so alleine läßt. Hast Du nicht gewußt wie er lebt, bevor Du geheiratet hast und schwanger wurdest? Hat er da nicht seine Vereine gehabt und seiner Mama gehuldigt od. hast Du das damals nicht sehen wollen in der Hoffnung, es wird anders, wenn Ihr eine Familie seid?

    Nun, die Schwiegermama ist eifersüchtig auf Dich, das ist ja ganz offensichtlich und auch wenn es kein Trost für Dich ist, dass gibt es ganz ganz oft. Du bist die Frau, die ihr ihren Buben weggenommen hat, somit muß sie alles dransetzen, die bessere Frau zu sein. Als Mutter hat sie dann die besseren Karten, wenn ihr Bub sich noch nicht abgenabelt hat von ihr.

    Es liest sich so, als lebt er sein Leben weiter mit Mama und seinen Vereinen und hat halt nun zuhause eine Frau und ein Kind, was jedoch zusehen kann, wie es sein Leben lebt.

    Ich kann Dir nur sagen, was ich tun würde. Ich würde das Gespräch mit dem Mann suchen und versuchen Kompromisse zu finden. Heißt, dass es durchaus genügt, wenn er 1 mal die Woche bei Muttern ist und an z.B. 2 Abenden die Woche in einem Verein und dass Du erwartest, dass er sich auch Zeit für Dich, Euer Kind nimmt. Sollte er sein Leben weiterleben, wie gehabt, Du das nicht wollen, so wird Dir nichts anderes übrig bleiben zu überlegen, ob Du so weiterleben möchtest mit ihm. Ändern wirst Du ihn nicht können, wen er es von sich aus nicht einsieht und will. Du kannst nur Dich und Deine Einstellung ändern und mußt Dir dann überlegen, ob Du so leben willst od. nicht an seiner Seite.

    LG
    Thessa

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Thessa für den sinnvollen Beitrag:


  5. #4
    Mariposa
    Gast

    Standard

    Hallo Hope,

    dein Beitrag hat mich sehr berührt. Ich denke deine Entscheidung hier um Rat zu bitten war sehr richtig. Ich hoffe, dass dir verschiedene User die unterschiedlichsten Tipps und Erfahrungen mitteilen können.

    Nun nützt es dir wenig, wenn ich dir schreibe, dass auch ich mich, besonders als meine Kinder noch klein waren und ich mit ihnen alleine zu Hause war, ganz schrecklich einsam gefühlt habe.
    Auch nützt es dir nichts, wenn ich über meine Erfahrungen in meiner Heimatstadt erzähle. Das war ein 2300-Seelen-Nest und jeder tratschte über jeden. Ich hab mich immer sehr unwohl gefühlt und bin froh, nun schon seit über 20 Jahren in einer größeren Stadt zu wohnen.
    Aber die Problematik kenne ich.

    So wie ich es verstanden habe, schleppst du dieses Gefühl der Ausgegerenztheit schon lange mit dir herum. Deshalb muss es nicht unbedingt sein, dass es an dem Ort liegt, in dem du jetzt wohnst.

    Weiter hab ich auch verstanden, dass du die Möglichkeiten ausgeschöpft hast, die deine Situation verbessern würden (du teilst deinem Mann mit, was dich unglücklich macht).

    So denke ich, sind es mehrere Baustellen, die bei dir im Argen liegen:
    -Zum einen die Probleme, die im Umgang mit anderen Menschen auftreten.
    Als Lösung fällt mir dazu eigentlich nur professionelle Hilfe ein.
    Krabbelgruppe war ´ne gute Idee, hat aber leider nicht zum Erfolg geführt.
    Dein Mann ist dir keine Hilfe, auch seine Familie nicht. Also von da keine Hilfe zu erwarten.
    -Zum anderen deine Ehe. Auch da würde ich eine Beratungsstelle empfehlen.
    Anders kann ich mir keine Veränderung vorstellen.
    Das Verhalten deines Mannes scheint mir sehr "eingefahren" und rücksichtslos, lieblos zu sein, wenn er Vereinsleben etc. dem Familienleben vorzieht.

    Kurzfristig kann ich mir für dich nur vorstellen, dass du eine Erholungspause einlegen könntest. Die Idee mit dem Nachhausefahren war ganz gut.
    Ist es möglich, dass du, vllt. für 3 oder 4 Wochen mal dableiben kannst?
    Einfach, damit sich deine Seele etwas erholt. Und du dann alles andere angehen kannst.
    Oder wie wäre es mit einer Mutter-Kind-Kur?

    Aber sicher haben andere Forenmitglieder hier auch noch gute Ideen...

    Liebe Grüße sendet dir Mari

    Hatte ich vergessen zu schreiben: Vllt. würde deinem Mann mal bewusst werden, dass er sein Verhalten ändern sollte, wenn du und euer Sohn mal eine Weile "fehlen".
    Geändert von Mariposa (20.09.2011 um 16:39 Uhr)

  6. #5
    Lib
    Lib ist offline
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    295 mal in 163 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo!
    Ich habe jetzt mal bewusst gewartet, bis andere Leute Beiträge geschrieben haben.

    Ich habe Deine Worte ganz anders aufgenommen, Hope und kann leider kein großes Mitgefühl in mir finden. Aus jedem Deiner Worte spricht blanker Hass, Verachtung und die Haltung, dass all die anderen Schuld sind - nicht Du (auch).

    Du magst viele gute Gründe haben für die Verbitterung - schaden tust Du Dir damit nur selbst. Dir und Deinem Kind. Dein Umfeld wird Dir nicht heraushelfen, weil Du das was in Dir ist, ausstrahlst.

    Jemandem den Tod zu wünschen ist unter jedem Niveau und für mich sehr erschreckend. Bevor ich soviel negative Gefühle aufgestaut habe, muss ich handeln, um mich selbst zu schützen.

    Hast Du mal überlegt, eine Therapie zu machen?
    Dort könntest Du lernen, Dich selbst wertzuschätzen. Dann wirst Du irgendwann die Entscheidung treffen können, Dich mit Menschen zu umgeben, die Dir gut tun.

    Alles Gute
    Lib

    Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit:
    Entweder Du machst Licht, dort wo Du bist,
    oder Du gehst in die Sonne.


  7. #6
    Anna55
    Gast

    Standard

    Hallo Hope,

    ich kann nachvollziehen, dass deine Situation dich sehr belastet. Aus jedem deiner Worte spricht eine unheimliche Wut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du die nach außen nicht kommunizierst. An ihr solltest du meiner Meinung nach dringend, vielleicht mit einem Therapeuten arbeiten. Sie zerstört nicht nur dich selbst, sondern verhindert auch eine unbelastete Kommunikation mit anderen, auch mit deinem Kind. In diesem Zusammenhang fällt mir auch ein Sprichwort ein: wer immer gegen Drachen kämpft, wird selber einer.
    Der zweite Punkt ist dein Leben auf dem Dorf im Odenwald. Du kannst dich aufregen, wie du willst, du wirst die Leute dort nicht ändern. Besonders wenn sie dich jetzt schon nicht mögen, dürfte es schwierig bis unmöglich sein, diesen Zustand wieder umzukehren. Haus hin oder her, ich persönlich würde unter diesen Umständen dort nicht bleiben wollen.

    LG
    Anna
    Geändert von Anna55 (20.09.2011 um 17:36 Uhr)

  8. #7
    Anna55
    Gast

    Standard

    Hallo Lib,

    da hatten wir anscheinend gleichzeitig eine andere Sichtweise.

    LG
    Anna

  9. #8
    Thessa
    Gast

    Standard

    Hallo Anna,

    betr. Dorf im Odenwald und wegziehen kann ich Dir nur zustimmen. Die Frage ist nur, ob der Ehemann, der obwohl verheiratet und Frau und Kind hat und dennoch 4 mal in der Woche bei Mama ist, von dieser wegziehen "darf". Solche Mütter, die ihre Söhne an sich binden, statt sie zu ihrer Frau und Kind zu schicken, haben leider meistens eine äußerst egozentrische und besitzergreifende Art an sich.
    Wobei ich an ihrer Stelle den Kampf aufnehmen würde und ihn klipp und klar vor die Wahl stellen würde ob er mit Mama od. mit mir leben will. Ok, ich bin aber auch jemand, der mit sowas überhaupt nicht kann und meine Nabelschnur mit 19 Jahren gelöst habe und augezogen bin von zuhause.

    Ist halt eine schwere Situation. Wen ich mir vorstelle, dass er 4 mal zu Muttern geht, die restlichen Abende wohl in Vereine und sie zuhause mit dem Kind sitzt und für ihn Köchin, Putzfrau etc. spielen darf.
    Man könnte ihn ja auch verpflichten, an min. 3 Abenden in der Woche das Kind zu betreuen, damit die Frau mal freie Zeit hat. Er stiehlt sich hier fein aus der Verantwortung und macht was er will, was so in meinen Augen nicht in Ordnung ist. Er könnte auch mit dafür sorgen, dass z.B. jemand mal Abends das Kind betreut und er gemeinsam mit seiner Frau was macht od. mit ihr gemeinsam in einem Verein im Ort tätig ist. Was ihr ja ggf. auch helfen würde Kontakte zu knüpfen.

    Keine leichte Situation, um die ich Hope nicht beneide.

    LG
    Thessa

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