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Thema: Dilemma: Freund-Familie

  1. #1
    Neuling
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    Standard Dilemma: Freund-Familie

    Hallo zusammen

    Ich würde gerne diese Geschichte teilen,da sie mich nun schon seit einem guten Jahr beschäftigt und immer wieder von neuem aufbricht.

    Angefangen hat unsere Beziehung im Winter vor zwei Jahren. Wir sind sehr schnell zusammengezogen,d.h. er ist zu mir gezogen,da er sowieso umziehen musste.

    Wir hatten eine sehr schwierige Zeit
    ,viel Streit. Ich wusste von ihm,dass er eine IV und Sozialgeld erhält.

    Unterdessen hatte ich weiterhin Kontakt mit meiner Familie und dann auch bald von ihm erzählt. Für mich war es immer wichtig "ehrlich,offen" zu sein. Ich habe das aber -nun im Nachhinein betrachtet- evt. ein wenig zu wörtlich und einseitig ernst genommen.

    Ich habe dann meiner engsten Familie,d.h. meiner Mutter&Schwester, auf ihr Nachfragen hin auch gesagt,dass er momentan nicht arbeite und eben Geld kriege..und mir nicht viel weiter dabei gedacht.

    Als mein Freund
    davon erfuhr, war er schockiert. Er konnte nicht verstehen,wie ich das tun konnte. Solch persönlichen Informationen weiterzuerzählen,ohne sein Dabeisein oder mit ihm vorher darüber gesprochen zu haben.

    Ich hingegen konnte seine Reaktion nicht nachvollziehen,wieso er es so schlimm fand. Und kann es bis heute nicht so ganz.

    Das war der erste Vorfall,die erste Grenzüberschreitung,wie er sagt. Danach hatte er im Streit auch gesagt,er wolle mit meiner Familie nichts mehr zu tun haben und sie beleidigt,sie seien heuchlerisch und überheblich. Was denkt ihr dazu?

    Wir hatten danach wieder oft Streit. Ich muss dazu sagen,dass ich den Streit oft auslöste durch meine teils schlimmen Zustände,die ihm immer wieder zuviel waren.
    Einmal beleidigte ich ihn in einer Auseinandersetzung verbal,worauf er wütend auf mich zustürzte und mir mit der Hand - und das steht immer noch zur Diskussion - meines Erachtens nach eine an die Wange schlug - seines Erachtens nach einen Klapps auf die Wange verabreichte und meinen Computer so stark auf den Tisch schlug,dass er kaputt ging.

    Ich war danach schockiert und verzweifelt. Für mich war das ein "Schlagen" gewesen. Nun im Nachhinein denke ich,dass ich es auch übertrieben wahrgenommen haben könnte. Da mein Vater früher auch manchmal gewalttätig mit meiner Mutter und danach seiner zweiten Frau war, habe ich vielleicht überempfindlich auf diese Tat reagiert. Das kann sein.

    Nach diesem Vorfall, und das bereue ich heute sehr, bin ich zu meiner Mutter und habe ihr davon erzählt. Meine Schwester hat es dann auch mitgekriegt. Und mein Vater am Ende auch,was ich nicht wollte. Und mit einer Freundin habe ich auch darüber gesprochen.

    Ich sah damals vorallem seine aggressive Reaktion,die mir Angst machte und die ich nicht einzuschätzen wusste. Mir war zu wenig bewusst,dass ich auch meinen Teil beigesteuert hatte,dass es soweit kam und sah mich als Opfer.

    Mir war auch zu wenig klar,was ich für einen Eindruck von ihm erzeuge bei anderen. Es ist ja doch ein starker Satz "Er hat mich geschlagen",der anderen dann in Zusammenhang mit ihm wahrscheinlich nicht mehr so schnell aus dem Kopf.geht. Sie kannten ihn ja noch fast nicht,und dann hören sie als erstes sowas..
    Da wir es in der Anfangszeit oft nicht gut hatten,hatte ich noch nicht viel Positives von ihm erzählt zuvor,was das einem solchen negativen Bericht zusätzlich Gewicht verleiht denke ich..

    Als er dann erfuhr,dass ich wieder mit anderen über ihn gesprochen hatte und dabei noch gelogen hätte,war das eine Katastrophe.
    Er findet es sehr unverzeihlich und verurteilt alle,mit denen ich gesprochen habe. Dass sie sozusagen einfach meine Version akzeptiert haben ohne danach mit ihm sprechen zu wollen.

    Er nennt es "Verleumdung". Ich habe mich lange dagegen gewehrt,aber ist es das wirklich?
    Ich habe oft sehr Mühe, Fehler einzusehen.

    Danach wollte er nichts.mehr mit meiner Familie zu tun haben.

    Einmal in einem Streit wollte ich meinem Freund 'beweisen',dass meine Familie nicht schlecht über ihn denkt und habe meinem Vater angerufen. Habe dann auf Lautsprecher gestellt und wollte meinem Freund sozusagen vorführen,dass alles gut ist. Nur leider hat mein Vater dann auch einen Satz gesagt wie: " Ich akzeptiere jeden,solange er meiner Tochter nichts antut. Wenn das der Fall ist,kriegt er es mit mir zu tun,da kenne ich dann kein Mitleid." Bei diesem Satz wurde mein Freund wütend und laut und ich heulte. Die Frau von meinem Vater.kam dann auch noch unangemeldet vorbei (weil mein Vater und sie Angst um mich hatten,nachdem sie am Telefon meinen wütenden Freund im Hintergrund gehört hatten) , was meinen Freund noch wütender machte. Am nächsten Tag ging mein Freund auf die Polizei und hat meinen Vater wegen Drohung angezeigt. Das war dann wieder eine Katastrophe.
    Zum Glück hat er die Anzeige wieder zurückgezogen nachdem er mit einer Polizistin gesprochen hatte.

    Der ganze Vorfall hinterliess natürlich einen bitteren Nachgeschmack. Bei meinem Freund und jetzt war auch noch mein Vater nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Ich verzweifelte langsam;es wurde immer unmöglicher mit einer Versöhnung. Ich wusste und weiss nicht,was tun.

    Gerade gestern hatten wir wieder Streit deswegen,wobei ich ihn auch feige nannte,dass er nicht endlich Mal auf ein Treffen einwillige(meine Familie wäre bereit dazu),ich verstehe es nicht. Das war wieder falsch von mir und jetzt will er noch weniger Kontakt mit meiner Familie. Wahrscheinlich für immer.

    Ich bin ziemlich verzweifelt was dieses Thema angeht. Ich fürchte mich davor,mich eines Tages zwischen ihm und meiner Familie entscheiden zu müssen.

    Was denkt ihr dazu? Findet ihr es auch schlimm,dass ich diese Dinge über ihn erzählt habe? Ich brauche Meinungen von Aussen stehenden, weil ich immer wieder ins "mich rechtfertigen' rutsche und es dann doch wieder nicht so schlimm finde,bzw. es legitim finde,dass ich mit anderen über ihn gesprochen habe.

    Liebe Grüße,
    Nika8

  2. #2
    Nachwuchs Autor Avatar von JannaW
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    Ich bin ziemlich verzweifelt was dieses Thema angeht. Ich fürchte mich davor,mich eines Tages zwischen ihm und meiner Familie entscheiden zu müssen


    Warum geht Dein Freund denn nicht arbeiten?

    Warum hast Du Angst, Dich entscheiden zu müssen? Für mich wäre die Entscheidung einfach: PRO Familie!
    Was hält Dich bei diesem Mann? Er HAT Dich geschlagen, er hat Deinen Computer zerstört (ich hoffe doch, er hat ihn sofort ersetzt?!), er hat Deinen Vater angezeigt ..... Was brauchst Du noch mehr?

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    Zitat Zitat von JannaW Beitrag anzeigen

    Ich bin ziemlich verzweifelt was dieses Thema angeht. Ich fürchte mich davor,mich eines Tages zwischen ihm und meiner Familie entscheiden zu müssen


    Warum geht Dein Freund denn nicht arbeiten?

    Warum hast Du Angst, Dich entscheiden zu müssen? Für mich wäre die Entscheidung einfach: PRO Familie!
    Was hält Dich bei diesem Mann? Er HAT Dich geschlagen, er hat Deinen Computer zerstört (ich hoffe doch, er hat ihn sofort ersetzt?!), er hat Deinen Vater angezeigt ..... Was brauchst Du noch mehr?
    Hallo JannaW

    Hmm,es ist nicht so einfach...Wenn er mich grundlos oder mit wenig Grund geschlagen hätte,wäre es was anderes..aber der Punkt ist,dass er mir zuvor mehrmals gesagt hat,ich solle ihn in Ruhe lassen und ich hab nicht aufgehört.

    Es gibt immer wieder Phasen,wo wir es gut und schön miteinander haben.

    Wieso er nicht 'normal' arbeiten geht,das ist eine andere Geschichte,die ich nicht erzählen möchte.

  4. #4
    Nachwuchs Autor Avatar von JannaW
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    Ich habe überlegt, was ich dazu schreiben soll. Aber mir ist nicht wirklich etwas dazu eingefallen.
    So fasse ich nur kurz zusammen:
    Er geht aus Gründen, die Du nicht sagen willst, nicht arbeiten.
    Du nervst ihn.
    Er schlägt zu.
    Du findest das berechtigt.

    Ich würde mein Leben so nicht verbringen wollen.

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei JannaW für den sinnvollen Beitrag:

    Abyssos (01.03.2020),Kräuterbiene (02.03.2020)

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