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Thema: Du machst alles und im Endeffekt ist alles falsch.

  1. #1
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    Ausrufezeichen Du machst alles und im Endeffekt ist alles falsch.

    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich arbeite in einer Vorgesetzten Funktion und mache dies eigentlich gerne.
    Dass die Arbeit nie nach Plan voran geht, dass wissen wir alle aber dass nichts umgesetzt wird, wie es besprochen wurde kotzt mich dermaßen an, dass ich jedes Mal sage, ich hab darauf keine Lust mehr.
    Mir sind 25 Mitarbeiter direkt unterstellt und 50 indirekt, da es sich hierbei um 2 Schichten handelt.
    Jeder Mitarbeiter ist auf seine Art und Weise eine Individuum und bereichert die Firma durch jeden von Ihnen, auch wenn oft sich nicht an die ganzen Arbeitsanweisungen halten.
    Wir haben mittlerweile eine Dokumentenflut an Arbeitsanweisungen und in diesem Urwald erstmal durchzukommen ist kein einfaches.
    Auch die Planung ist mit Hintergrund Wissen nicht die einfachste und Bedarf einem schärferen Blick.
    So dies war ein wenig Vorwort.
    Ich persönlich nehme Aufträge gerne an, rege mich aber über Zusatzarbeit auf, welche durch andere Instanzen verursacht wurden und meiner einer dieses dann wieder ausbaden darf.
    Damit die Mitarbeiter sich gar nicht erst darüber aufregen können, versuche ich es im Vorfeld schon abzufangen, welches aber nicht immer möglich ist.
    Meine Person ist für viele eine Ansprechperson, da ich mich mit Problematiken "Systemtechnisch" gerne auseinandersetze und zu gut 90% immer zum Erfolg komme, wo andere wiederum dran scheitern, obwohl es zu deren Aufgaben gehört.
    Ich bin verantwortlich für meine Abteilung und muss vorher schon versuchen, dass Probleme nicht bis in die Abteilung gelangen.
    Dies zerrt oft an den Nerven und lässt einen echt an sich selbst zweifeln, da es sich um ein einfaches Grundprinzip handelt aber anscheinend doch zu suspekt für den ein oder anderen ist.
    Ich kann mich zwar bei meinem Kollegen auskotzen aber der wiederum denkt, dass es gegen ihn gilt, was nicht der Fall ist und ich ihm das auch so sage.
    Es gibt zwar auch Themenbereiche, welche ihn betreffen aber da halte ich mich schlichtweg raus, da mir die Nerven zu schade sind, es holt mich aber wieder ein, wenn ich darauf von Vorgesetzten angesprochen werde.

    Für meine Mitarbeiter bin ich auch eine Art stützende Schulter, da sie in jeglichen Situationen mit mir sprechen können und mich auch um Tips fragen oder auch meine Sichtweise erfragen.


    Nur wird mir das alles seit geraumer Zeit alles zu viel, da sich einfach nichts ändert.
    Erst ist man lieb und nett und weist immer wieder auf Fehler hin, dann geht es über in aggression, da einfach nicht daraus gelernt wird und im letzten Step kommt die Gleichgültigkeit, was defintiv nicht für meine Person spricht aber
    ich kann einfach nicht mehr und fühle mich hilflos.
    Spreche ich die Probleme an bei Vorgesetzten kommt nur die Antwort " Das ist eben so!" " Du musst auf deinen Kollegen eingehen, der ist so auch wenn Du dadurch mehr Arbeit hast!"

    So habe ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Meine Dozenten von der Meisterschule gaben mir damals mit auf den Weg " Herr ... bleiben Sie bitte, wie Sie sind und gehen Sie, Ihren Weg. Sie haben sehr gute Ambitionen!"

    Ich scheitere gerade an mir selbst, da ich mich allein gelassen fühle und keiner einfach seinen Part einnimmt.

    Dies geht auch aufs Private Leben über und habe mich bei meinem Schatz auch schon entschuldigt, dass Sie mir Verständnis entgegenbringen muss, es wird sich bessern.
    Aber auch Sie ist nicht einfach, wir sprechen viel und teilweise wiederholen sich unsere Gesprächsthemen jeden 2. Tag, obwohl wir es besprochen haben, zweifelt Sie dann an der Entscheidung, welche wir gemeinsam getroffen haben.

    Es ist wie ein Kartenhaus, welches zusammenbricht, am besten ins Schneckenhaus krabbeln und nicht mehr raus kommen.

    Wie seht ihr das?

    Ich weiß es ist bei weitem nicht so viel geschrieben, wie es eigtl. ist aber ich kann wirklich nicht mehr.


    Vielen Dank im Voraus.

  2. #2
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    ich habe in so einer firma gearbeitet, in der ständiges chaos herrschte.. die arbeitsanweisungen funktionierten nur bedingt, das personal war oft krank oder wechselte und ständig kam irgendwas dazwischen, das die arbeitsleistungen beeinflusste und einem noch mehr aufhalste, als man sowieso schon hatte.. es war tierisch anstrengend und hörte irgendwie nie auf.. immerzu kamen neue hiobsbotschaften, bei denen man erst mal rausfinden musste, wie man damit umgehen sollte..

    vielleicht wird es zeit, sich diese "dokumentenflut" einmal vorzunehmen und zu schauen, was davon noch sinn macht.. wenn sich die leute nie an die anweisungen halten, bliebe die frage zu klären, wieso sie das nicht tun.. sind die anweisungen zu kompliziert, sind sie so nicht durchführbar, gibt es etwas, das die kollegen daran hindert, sie zu bearbeiten? braucht es neue einfachere prozesse oder wie kann man anders und besser damit umgehen? frag deine mitarbeiter, was sie daran hindert, mit den anweisungen zu arbeiten.. schau dir an, welche bedingungen an euren arbeitsplätzen herrschen, wie hoch der krankenstand ist und wie oft kollegen einander vertreten müssen, was ihre arbeitslast heftig erhöhen würde.. definiere die arbeitsplätze neu, sag den leuten genau, was von ihnen erwartet wird, gib ihnen beschreibungen ihrer jobs (im letzten job war ich nie sicher, was meine aufgabe war, weil das nie so richtig kommuniziert wurde und ich dann teilweise aufgaben übernommen habe und kollegen eingelernt habe, die sonst allein da gestanden hätten).. sag ihnen, für was und auch für wen sie verantwortlich sind.. haben sie azubis, was müssen sie denen beibringen.. wie ist die krankenvertretung geregelt.. kann man die prozesse verkürzen oder so verändern, dass sie mehr sinn machen.. müssen bestimmte arbeitsprozesse überhaupt noch sein..

    zuhause könntest du das ähnlich machen.. sprich mit deiner freundin darüber, wie ihr euer gemeinsames leben verbessern könnt.. schaut was die kritikpunkte sind und ob es möglich ist, daran etwas zu verändern.. manchmal wird durch ein gemeinsames herangehen eine situation sehr schnell besser, allerdings nur, wenn beide daran interessiert sind, gemeinsam an den problemen zu arbeiten und es dabei nicht um eine art machtkampf im haus geht.. manchmal steckt hinter einen angeblichen problem eine völlig andere sache, die man auf den ersten blick nicht erkennt.. im zweifelsfall wär eine paartherapie sinnvoll..

    chrissihexe privat

  3. #3
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    Meisterschule? Schreiner?

    Ein Freund von mir ist Schreinermeister.

    Spontan würde ich sagen: Mach dich selbstständig. Zumindest teilweise.

    Vielleicht kannst du mit deiner Ausbildung auch was machen, was dir noch gar nicht in den Sinn kommt. Mein Freund ist Schreinermeister und hat sich teilselbstständig gemacht und in Teilzeit als Baukontrollmeister bei der Stadt gearbeitet.

    Vorher war er in diversen Firmen eher unzufrieden. Auch als Meister.

    Gruß

    Jo
    ***
    ist wohl einer der schönsten Komplimente, die man einem Menschen machen kann.***
    *** ***

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