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Thema: Einreden ihn zu lieben? ... rocd?

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    Standard Einreden ihn zu lieben? ... rocd?

    Guten Abend,

    ich bin neu hier. Also wenn ich was falsch mache, bitte darauf hinweisen. Danke!

    Seit 2 Tagen habe ich ein Problem was mich sehr belastet. Seit circa einer Woche bin ich mit einem Mann zusammen und es läuft auch alles gut zwischen uns. Wir treffen uns bereit seit Oktober letztes Jahr und kennen uns schon seit mehreren Jahren. Im Oktober hat unsere Freundschaft + angefangen (Haben miteinander geschlafen). Daraus ist aber ziemlich schnell mehr für uns beide geworden. Er wollte mit mir zusammen sein und ich habe mich auch in ihn verliebt.

    Um kurz was klarzustellen:
    Ich bin 22 Jahre alt, er ein Jahr jünger. Seit mehreren Jahren habe ich stark mit Depressionen und vor allem Ängsten zu tun.
    Bei mir ist eine soziale Angststörung bekannt, aber mittlerweile habe ich eigentlich vor fast allem Angst. Er weiß das alles, aber möchte das zusammen mit mir durchstehen und liebt mich so wie ich bin.

    Dadurch das ich mit meiner Psyche zu kämpfen habe, wusste ich von Anfang an das eine Beziehung sehr schwierig sein könnte und habe deswegen auch die ersten 2 Monate nach ausreden gesucht warum ich keine haben möchte. Mit der Zeit haben die Ausreden sich aber in Luft ausgelöst und zum Ende des Jahres wollte ich auch eine richtige Beziehung. Nun zu meinem Problem:

    Bereits Mitte Dezember, also bevor wir zusammen gekommen sind hatte ich einen Tag wo ich an meinen eigenen Gefühlen gezweifelt habe. Es war sehr schmerzhaft, weil diese Gedanken genau dann kamen als er bei mir war. Wir haben dann darüber geredet und er hat mir zugesprochen und gesagt das er mich liebt, unabhängig davon was in meinem Kopf abgeht. Danach ging es mir auch gut, die Gedanken kamen nicht auf. Die einzigen Gedanken die ich hatte in der Zeit, waren dass ich Angst habe ihn zu verlieren und das ER MICH nicht wirklich liebt, also das komplette Gegenteil von meinem jetzigen Problem.
    Diese Gedanken hatte ich beinahe täglich, aber sind verschwunden seitdem wir ein Gespräch darüber hatten. In dem Gespräch ging es eigentlich nur darum, das ich hin und wieder eine Art Versicherung von ihm brauche, eine Versicherung das er mich wirklich liebt. Das er es mir einfach zeigt, auch wenn er so schon immer tut. Seitdem das geklärt ist sind wir zusammen, also eine knappe Woche nun.
    Vor 2 Tagen hat er meine Ängste getriggert, die ich seit längerem nicht mehr so stark hätte, indem er meinte das ich lernen muss Dinge alleine zu bewältigen (weil ich sehr auf andere angewiesen bin). An dem Abend kamen erstmals diese Gedanken wieder auf und haben mich seitdem nicht mehr losgelassen. Dieses Gefühl und die Gedanken sind so stark, das ich mir am liebsten wehtun würde weil ich nicht weiß wie ich damit klar werden soll.
    Es ist ein ungutes Gefühl in der Brust, ein Mix aus Trauer und Panik. Sobald ich mir die Frage stelle „Liebe ich ihn wirklich?“ und dann in meinen Kopf nach Dingen und Anzeichen suche („wenn ich ihn nicht lieben würde... dann...“) kommt dieses Gefühl in mir hoch.
    Meine Ängste sind ihm weh zu tun und ihn zu verlieren. Aber meine grösste Angst ist, dass die Stimme in meinem Kopf recht hat. Er wird das ganze Wochenende bei mir sein. Unterbewusst freue ich mich drauf und möchte ihn da haben, das weiß ich weil ich traurig wäre wenn ich ihn nicht sehen würde.
    Allerdings habe ich so große Angst davor, dass wenn ich ihn sehe mein ungutes Gefühl sich bestätigt und ich keine Gefühle für ihn habe. Ich bekomme wirklich fast Panikattacken wenn ich daran denke, das es wahr sein könnte.
    Natürlich weiß ich das es nur 2-3 Monate bis jetzt sind und das manche sich jetzt vielleicht denken das ich mich nicht so anstellen soll.
    Doch ist er mir wichtiger als mein eigenes Leben und ich könnte es nicht ertragen nach all dem, ihm sagen zu müssen das ich mir selber eingeredet habe ihn zu lieben.
    Mich nimmt die ganze Situation sehr mit, ich habe seit den 2 Tagen keine ruhige Minute mehr verspürt, stehe dauerhaft unter Strom.
    Das Gefühl ist konstant da, mal stärker und mal weniger. Ich habe das Gefühl das egal was ich mache, egal welche tolle Sache mir passieren würde, ich könnte einfach nicht glücklich darüber sein. Ich fühle mich nicht wie ich. Es fühlt sich so an als wenn dieses Unwohlsein überhand hat, so als wäre man von einem Dämon besessen (ich weiß das ist stark ausgedrückt, aber mir fällt leider kein besserer Vergleich ein). Ich versuche rauszubrechen indem ich mir immer wieder selber sage dass das alles nur Schwachsinn ist, aber dieses Gefühl und die Gedanken schließen sofort wieder das Loch wo ich mich ausgegraben habe.
    Wenn ich daran denke das ich ihn sehe, dann verspüre ich keine Freude. Ich vermisse ihn im Moment nicht. Wenn er mir schreibt, dann fehlt das Lächeln in meinem Gesicht was ich vorher immer hatte. Und diese Dinge, die fördern meine Gedanken und machen es nur schlimmer. Die sagen dann:

    „wenn du ihn nicht vermisst kannst du ihn gar nicht lieben“ „Du freust dich ja gar nicht wenn er dir schreibt, hast du dir das alles nur eingeredet?“ „Wolltest du zwanghaft ihn zurück lieben, weil er dir gut tut, weil er dich liebt?“

    Nein, ich habe mich vorher gefreut über jede Nachricht, über jedes „ich liebe dich“, ich habe immer gelächelt. Ungezwungen.
    Und nein, ich wollte die Beziehung im Endeffekt genau so sehr, ich wollte seine Freundin sein.

    Ich bin am verzweifeln. Wenn er mir „ich liebe dich“ schreibt, dann spüre ich nichts außer diesem komischen Gefühl in mir. Es macht mich fertig, ich bin nur am weinen. Habe bereits mit Freunden, meiner Mutter und meiner Psychologin drüber geredet. Alle sagen, das es nur meine Hirngespinste sind und ich mir keine Sorgen machen muss. Das ihnen aufgefallen ist, wie viel fröhlicher ich bin und wie viel er mir bedeutet.

    Warum fühlt es sich dann so real an?
    Ist das ROCD (Relationship Obsessive Compulsive Disorder / Zwangsstörung im Bereich Beziehung)? Meine Therapeutin meinte nein, aber ich kann mir das sonst alles nicht erklären.

    Kennt sich hier irgendwer damit aus? Hat es selber schon mal erlebt?
    Es macht mich wirklich kaputt, ich halt das nicht aus...

    Danke im Vorraus für jede einzelne Antwort.

    Und sorry für die Rechtschreibung..

    Liebe Grüße

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Standard

    Zunächst würde ich der Therapeutin vertrauen sowie versuchen, mit den Gedankenspiralen besser umzugehen (ich vermute, dass du die auch in anderen Zusammenhängen hast?).

    Was eure Beziehung betrifft: Die Zeit wird zeigen, ob daraus etwas dauerhaftes wird.....letztendlich wie bei jedem anderen Paar auch.

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