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Thema: Enorme Wut im Bauch - WOHIN mit ihr?!

  1. #1
    Neuling Avatar von TraurigerSonnenschein
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    Frage Enorme Wut im Bauch - WOHIN mit ihr?!

    Hallo liebe Forummitglieder... ich weiß nicht so genau, ob das Thema gerade hier reinpasst, aber es hat ja etwas mit meiner Beziehung zu tun.
    Also, ich lege mal los...

    (kurze Info: mein Freund ist 28 und ich 25!)
    Mein Problem ist, dass ich oft eine riesengroße Wut im Bauch habe und nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Meistens fange ich dann an zu weinen, weil ich nicht verstanden werde oder meine Gefühle abgewertet/ins lächerliche gezogen werden. Naja zumindest meint mein Freund, dass ich total übertreibe.
    Aus meiner Familie kenne ich das kaum, dass man meine Gefühle ernst wahrgenommen hat, dass man mich hat ausreden lassen.
    Zum größten Teil lag das an meinem Vater, der mir den Mund verbat und mich nicht hören wollte (weil er immer Recht hatte).
    Er hat immer das letzte Wort gehabt und für meine Gefühle in Konflikten mit ihm gab es keinen Raum.
    Seitdem sich meine Eltern vor 4 Jahren getrennt habe, hatte auch meine Mutter kaum so gut wie kein Interesse an meinen Gefühlen.
    Ich war in den ersten zwei Jahren für meine Mutter quasi der Parnterersatz, bis ich mich davon selber langsam und mit schweren Herzens ablöste.
    So und nun komme ich zum eigentlichen Problem. Ich bin mit meinem Freund seit drei Jahren zusammen und es ist eine Beziehung mit viel hin und her, mit viel Unsicherheit, einigen Zukunftsängsten... aber wie im letzten Jahr beide feststellen mussten, ist es eine sehr innige tiefe Beziehung.
    Die Beziehung ist seit Anfang an mit den familiären Problemen, meiner und seiner Familie belastet...
    Es war so, dass ich anfangs sehr an meiner Mutter hing und mich von ihr erst ablösen musste um überhaupt 'normal' in meiner Beziehung leben zu können - es mit mir in einem langwirrigen Prozess gut gelungen.

    Keine zwei Jahre in unserer Beziehung trennten sich die Eltern meines Freundes... Im Grunde verstehe ich jetzt, dass es meinem Freund damit auch nicht gut geht. Er war viel für seine Mutter, sowie für seinen Vater da - so dass es auch unsere Beziehung anfing zu belasten. Er hat seine schlechte Laune oft mit nach Hause gebraucht (wir wohnten bereits einmal zusammen, als dann Schluss war für 5 Monate, bin ich wieder ausgezogen). Nun wohnen wir aber wieder zusammen... Ich bekam das Gefühl nicht los, dass er genau so wie ich an seiner Mutter hängt und als wir über UNSERE Zukunft nachdachten, davon träumten uns ein Haus zu kaufen...
    Das Problem an dem Ganzen war, er wünschte sich, dass seine Mutter bei uns im Haus einziehen würde - sie hätte dann eine seperate Whg und würde sich bei uns gar nicht einmischen und und und... da läuteten bei mir die Alarmglocken!!!
    Er wolle nicht, dass seine Mama in späteren Jahren alleine und einsam ist, ganz verständlich. Das wünsche ich meiner Mama auch nicht.
    ABER, er hat mir gegenüber geäußert, dass er sich dafür verantwortlich fühlt, dass sie glücklich ist.
    Sind wir Kinder wirklich dafür verantwortlich? Unsere Eltern sind erwachsene Menschen!!!?!?!?!
    Ich muss auch dazu sagen, dass seine Mama ihn zwar während der Trennung versucht hat ein bisschen zu schützen, dennoch hat sie ihn mit ihren Problemen und Gefühlen vollgeredet! Hat es sie je interessiert, wie es meinem Freund bei dem Ganzen wirklich geht? Das Gefühl hatte ich ehrlich gesagt nicht.. Er besucht seine Mama oft und das stört mich. Das habe ich ihm auch mitgeteilt, aber er scheint es als ganz normal zu sehen.
    Ich habe von einer nahstehenden Person (steht auch meinem Freund nahe) erfahren, dass seine Mama oft sagt, wenn sie Entscheidungen treffen muss, dass sie erst ihren Sohn fragen muss. Meine Vermutung ist natürlich, dass mein Freund die Rolle seines Vaters schon sehr früh eingenommen hat.
    Und wenn man nun zum EIGENTLICHEN PROBLEM kommt, es löst in mir eine sehr große Wut aus, weil mein Freund mich nicht versteht und meine Gefühle, meine Sorgen als Theater hinstellt und sagt, er würde wegen mir den Besuch bei seiner Mama nicht lassen. Mich ärgert es aber sehr, dass er so eine Beziehung zu seiner Mutter hat, weil es doch unsere Beziehung belastet und seine Laune oft ziemlich mies ist. Ich verstehe mich mit seiner Mutter jedoch gut, wir haben keinerlei Probleme miteinander....

    Manchmal habe ich auch einfach das Gefühl, dass ihm seine Mama wichtiger als ich ist. Er behauptet es wäre nicht so. Ich glaube auch manchmal einfach, dass er die Gefühle seiner Mutter eher ernst nimmt als meine. So und wenn ich über meine Gefühle spreche und mein Freund diese nicht ernst nimmt, abwertet oder als Theater hinstellt, dann werde ich wütend. Wenn ich wütend werde, dann könnte ich in meinen Gedanken alles kaputtschlagen.
    Da ich aber das nicht machen möchte, fange ich an zu weinen... anders kann ich meine Wut leider nicht zum Ausdruck bringen. Dies wiederrum regt meinen Freund total auf, er meinte neulich, dass er mich auch gar nicht mehr ernst nimmt wenn ich anfange zu weinen...

    Wie geht ihr denn mit Wut um? Auf welche Weise kann man die Wut denn herauslassen? Ich will nicht immer gleich weinen, aber ich weiß mir in dem Moment einfach nicht anders zu helfen als meine Wut durch das Weinen auszudrücken.
    Vielleicht jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit dem Partner gehabt, ich wäre für jede Erfahrungen und jeden Rat sehr dankbar


    Liebe Grüße

    verzweifelter trauriger Sonnenschein
    Kalt sind viele Menschenseelen und kälter werden SIE. Das einzige was Einem bleibt, ist die Hoffnung an das Gute im Menschen nicht zu verlieren.

    Traurigkeit gehört zum Leben dazu...

  2. #2
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    Hallo trauriger Sonnenschein!


    Wenn ich wütend bin und das mit meiner Stimme ausdrücke, werde ich ziemlich laut und wenn ich SEHR wütend bin, schreie ich auch mal!
    Da ich oft allein bin, schimpfe ich auch manchmal vor mich hin oder ich fange an zu putzen - wenn ich Zorn hab, kann ich nämlich viel besser und schneller putzen als sonst!
    Darum finde ich es ganz praktisch, dass ich hin und wieder zornig werde.
    Aber eigentlich sollte dein Freund auf seine Mutter wütend sein, weil er für sie den Vater spielen muss.
    Vielleicht fängst du ja auch SEINE verdrängte Wut auf...
    Hast du schon mal überlegt eine Therapie zu machen?
    Dein Freund wird sich nämlich wohl eher nicht freiwillig ändern und für dich wäre es sicher gut, wenn du lernst, die Gefühle so auszudrücken, dass sie authentisch sind.
    Weinen ist nämlich an sich ein Ausdruck von Schmerz und Trauer und nicht von Zorn!


    LG

    Bea
    Standhaftigkeit ist eine Tugend - außer, man übt sie aus.....

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  3. #3
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    Danke liebe Bea für deine Antwort.
    Ich bin früher auch oft laut geworden und habe ab und an auch mal meinen Freund angeschrien. Früher habe ich auch meine Wut durch Türknallen ausgedrückt, klar heut weiß ich dass das natürlich blöd war.
    Nun, durch meinen Freund habe ich mich verändert und bin bei Streitereien ruhiger geworden, werde nicht mehr SO oft laut, eigentlich eher selten.
    Er findet, dass man auch normal miteinander reden kann...!?
    Das mit dem Putzen ist mir ebenfalls bekannt *g*, meist hab ich die Wut aber abends... denn da streiten wir uns oftmals.

    Mein Freund sieht es jedoch nicht, dass er für seine Mutter ein Partnerersatz ist ODER er will es gar nicht sehen.
    Ich weiß es nicht ...
    In Therapie bin ich bereits seit Juli diesen Jahres, ich kann da auch wirklich über alles sprechen.. aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich im Grunde weiß was das Problem ist, aber es lässt sich einfach nicht lösen... Wenn ich das Problem beim Freund anspreche, habe ich das Gefühl gegen eine Wand zu reden.
    Kalt sind viele Menschenseelen und kälter werden SIE. Das einzige was Einem bleibt, ist die Hoffnung an das Gute im Menschen nicht zu verlieren.

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  4. #4
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    Lieber trauriger Sonnenschein!


    Solange dein Freund nicht darunter leidet, wird er keinen Grund sehen, etwas zu ändern.
    Es wird dir also nichts anderes übrig bleiben, als in dich zu gehen und dir genau zu überlegen, ob du unter diesen Umständen bleiben willst.
    Fühlst du dich da nicht als 5. Rad am Wagen?
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    63101115

  5. #5
    Neuling
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    Er sieht ja wie ich leide und er hat auch deswegen ein schlechtes Gewissen... aber ich glaube, dass seine Schuldgefühle immer für seine Mama da zu sein und dafür zu sorgen, dass sie glücklich ist viel größer ist.
    Ja ich fühle mich schon manchmal fehl am Platz, denn wir hatten das Thema schon zigtausend mal und es will sich nicht wirklich etwas ändern.
    Er besucht sie ein paar Mal die Woche und das stört mich total, weil wir zusammen wohnen und es Dinge im Haushalt gibt, die er auch mal erledigen kann wenn ich auf der Arbeit bin. Oder wenn es zum Wochenende zugeht, dann heißts so gut wie jeden Sonntag ,,Mama besuchen''... wir unternehmen kaum etwas miteinander.

    Mal blöd gesagt, aber wenn er sich so sehr dafür verantwortlich dafür fühlt, dass seine Mama glücklich ist/wird, dann soll er doch zu ihr ziehen und sein Leben mit ihr verbringen... Oder?!

    Ich will ihn eigentlich nicht gehen lassen, denn trotz all den vielen Problemen liebe ich meinen Freund...
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  6. #6
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    Hm - wie wäre es, wenn du dir eine schöne Freizeitbeschäftigung suchst, der du nachgehst, während dein Freund seine Mutter besucht?
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    63101115

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