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Thema: Ernste Menschen unbeliebt - Alle müssen fröhlich sein

  1. #9
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    These: Die meisten Menschen spielen (bewusst oder unbewusst, und auch sich selbst gegenüber) vor glücklich zu sein - sonst wären sie in den Augen anderer ein Misserfolg.
    The privilege of a lifetime is to become who you truly are.
    -C.G. Jung-

  2. #10
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    Aber genau das soll man nicht. Man darf sich nicht verstellen nur um anderen zu gefallen. Das ist auf Dauer nicht gesund. Ich habe gelernt so wie ich bin so bin ich und der wo mich so nicht mag soll es bleiben lassen. Allen recht kann man es sowieso nicht machen.

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  4. #11
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Es gibt einen Unterschied zwischen jammern und Missstände anprangern... aber hey, lasst uns Trump, Ausbeutung und Tierquälerei feiern, Hauptsache uns geht's gut. Was interessiert mich der Rest der Welt?

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  6. #12
    Moderator Avatar von siddhi
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    Hallo Helen-Irene,

    Ein Optimist kann bei gewissen Themen durchaus Ernst an den Tag legen. Dank seiner positiven Einstellung ist es wahrscheinlich einiges leichter, mit Dingen umzugehen. In meinen Augen schliesst Optimismus nicht aus, ernsthaft sein zu können.

    Emphatie ist mir wichtig. Die kann ich haben, obwohl ich Optimist bin und Humor habe. Wenn ich es mit ernsthaften Leuten zu tun habe, bringe ich den nötigen Respekt auf, sie so zu nehmen, wie sie sind.

    Ich habe in meinem Leben schon länger gemerkt, dass Ponyhof sicher nicht der richtige Ausdruck ist. Wenn man jedoch sich selber und seine Probleme zu ernst nimmt, dann hat z.B. Humor leider keinen Platz mehr. Das finde ich sehr schade. Mit Humor geht nämlich vieles leichter.

    Pessimisten kenne ich zur Zeit eigentlich nicht. Ich lehne sie auch nicht ab, gebe aber zu, dass es recht anstrengend sein kann mit Leuten, die immer das Haar in der Suppe suchen und finden. Ihr Humor grenzt da wahrscheinlich eher an "Galgenhumor", schätz ich mal.

    Bezüglich der Frage "wie geht es dir" gilt es sicher zu unterscheiden, wem ich was erzähle. Einer Verkäuferin in meinem bevorzugten Lebensmittelgeschäft erzähle ich sicher nicht dasselbe wie meinen Freundinnen.

    LG siddhi (privat)
    Geändert von siddhi (18.03.2018 um 12:33 Uhr) Grund: Text ergänzt
    Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus. (Demokrit)

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    Fafnir (21.03.2018),Steinchen.im.Schuh (18.03.2018)

  8. #13
    Schreiberling Avatar von Snowgold
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    Zitat Zitat von siddhi Beitrag anzeigen
    Hallo Helen-Irene,

    Ein Optimist kann bei gewissen Themen durchaus Ernst an den Tag legen. Dank seiner positiven Einstellung ist es wahrscheinlich einiges leichter, mit Dingen umzugehen. In meinen Augen schliesst Optimismus nicht aus, ernsthaft sein zu können.

    Emphatie ist mir wichtig. Die kann ich haben, obwohl ich Optimist bin und Humor habe. Wenn ich es mit ernsthaften Leuten zu tun habe, bringe ich den nötigen Respekt auf, sie so zu nehmen, wie sie sind.

    Ich habe in meinem Leben schon länger gemerkt, dass Ponyhof sicher nicht der richtige Ausdruck ist. Wenn man jedoch sich selber und seine Probleme zu ernst nimmt, dann hat z.B. Humor leider keinen Platz mehr. Das finde ich sehr schade. Mit Humor geht nämlich vieles leichter.

    Pessimisten kenne ich zur Zeit eigentlich nicht. Ich lehne sie auch nicht ab, gebe aber zu, dass es recht anstrengend sein kann mit Leuten, die immer das Haar in der Suppe suchen und finden. Ihr Humor grenzt da wahrscheinlich eher an "Galgenhumor", schätz ich mal.

    Bezüglich der Frage "wie geht es dir" gilt es sicher zu unterscheiden, wem ich was erzähle. Einer Verkäuferin in meinem bevorzugten Lebensmittelgeschäft erzähle ich sicher nicht dasselbe wie meinen Freundinnen.

    LG siddhi (privat)
    Galgenhumor ist das passende Wort
    Als chronisch pessimistisch kann ich "sagen" das man sich nicht wirklich beliebt macht.
    Vor allem wenn man auf Ratschläge typisch schwarz malerisch reagiert.
    Die meisten wollen einfach einigermaßen gut und schön leben, Haus, Familie etc.

    Da ist die Auseinandersetzung mit einem Pessimisten eher schwierig
    Ich verstehe das, wer möchte es sich schon schwer machen.

    Dennoch sind ernste Menschen durchaus beliebt, nur pessimistisch sollen sie nicht sein

    Edit: ich mag heitere Menschen und Humor hab ich auch^^
    Ich bin nichts und niemand, irgendwer.
    Ein kleines Licht.
    Ein Stück Haut, Knochen, Muskeln, Fleisch....

    Ich bin die Leere
    Geh mit leeren Augen durch die Welt
    Ich bin verloren, schon lang

  9. #14
    Nachwuchs Autor Avatar von Taedium vitae
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    Hallo,

    ich kann hier beide Perspektiven irgendwie verstehen. Insbesondere Jedoch Helen-Irene, da ich wohl vergleichbarer Erfahrungen gemacht habe. Es kommt wohl aber immer auf die Situation an. Menschen haben wohl generell Schwierigkeiten damit , das "Missionieren" aufzuhören. Ständig will jeder den anderen überreden oder überzeugen ... "Komm doch mal mit, das ist Lustig!" kann genau so nerven wie "Ach, das Leben ist Schei**e" und unendlicher Nihilismus.

    Es gibt halt Leute die mit dem ganzen Mist der so in der Welt abgeht nichts zu tun haben wollen und (mal ehrlich) wer kann es diesen vorwerfen? Andere, ich zähle mich auch dazu, können halt nicht aufhören über die Probleme nachzudenken was sicher eben einfach etwas runter zieht. Manchmal neige ich da natürlich auch zu einer Wertung ... obwohl ich das eigentlich vermeiden will.

    Jammern ist, finde ich, aber auch typisch Deutsch. Wir sind richtige Lammen-Tiere Immer ist das Wetter schlecht und der Nachbar hat schon wieder Mist gebaut ... der Müll ist nicht getrennt ... der Rasen nicht gemäht ... Es geht uns halt wohl zu gut, ironischer Weise Jammern wir daher gern. Hier war ja schon das Beispiel mit Afrika. Offensichtlich geht es den Menschen da in nahezu jeder Hinsicht wesentlich schlechter, aber es wird sich darüber weniger beklagt. Hier dagegen können wir uns über absolut jeden Mist aufregen. Es gibt kein Partikularinteresse, was es nicht Wert ist, darüber ne Talkshow zu senden. Verrückte Welt. Ich nehme mich da aber gar nicht aus der Gleichung raus. Ich bin selbst so ein Lammentier Ist halt so.

    Aber vom großen ganzen auf die kleine zwischenmenschliche Ebene ( ich denke das meinte Helen Irene auch ) sehe ich das eigentlich auch so. Aber wie gesagt, man sollte es niemanden vorwerfen. Nachdenklichere, tiefsinnigere und kopflastigere Menschen sind nun mal einfach in der Minderheit. Es ist wesentlich schwerer da gleichgesinnte zu finden. Ich habe das mitunter schon im Kindergarten gemerkt. Kein Witz. Selbst zu der Zeit hab ich manchmal eher gequasselt und geredet anstatt gespielt ...

    @Helen-Irene
    Kleiner Buchtip > "Still" von Susain Cain
    Da geht es auch sehr Stark um genau dieses Thema.

    Schwierig finde ich das ganze halt dann, wenn das ganze Lustig & Glücklich sein eben nicht von innen kommt, sondern irgendwie so durch Konventionen auf-erzwungen ist oder wirkt.
    Ist natürlich immer schwer herauszufinden, da es nie einer zugeben würde (wenn er es überhaupt selbst merkt).

    Bei mir hier im Rheinland bzw. auch im Bergischen Land oder auch im Ruhrpott ist so ne übliche Begrüßungsformen: "Wie isset?" "Muss!"
    Es MUSS halt gut gehen. MUSS ... es MUSS .. .. neulich traf ich aber mal einen ehemaligen Arbeitskollegen der war ehrlicher: "Wie isset?" "Ach, ich kann nicht genug klagen!"

    Wenn man wirklich Kontakte als ernster grüblerischer Mensch sucht muss man halt in ein Philosophie-Cafe gehen. Oder in entsprechende Kurse bei der VHS. Man kann schon Gleichgesinnte Treffen. Aber ich tu' mich da selbst extrem schwer, meinen eigenen Ratschlägen zu folgen. Habe einfach so viele schlechte Erfahrungen gemacht und mit immer wieder doch enttäuscht worden das ich halt extremer Einzelgänger wurde.

    gruß

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  11. #15
    Ibwh1968
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    Zitat Zitat von Helen-Irene Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck dass in unserer Gesellschaft nur fröhliche und lebensbejahende Menschen gemocht werden und keine ernsten Menschen, denen bewusst ist, dass das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Menschen, die auch mal traurig und niedergeschlagen sind, denen es nicht immer gut geht, die nicht immer fröhlich sind, Probleme haben, werden gemieden.
    Man wird gefragt "Wie geht's?" Aber wehe man antwortet wahrheitsgemäß, dass es nicht gut geht.
    In sozialen Netzwerken und Partnerbörsen, beschreiben sich User immer wieder als lebensbejahend, schreiben "das Leben ist schön", schreiben dass sie keine Pessimisten mögen. Ich finde auch ernste Menschen, Pessimisten und Menschen, denen es nicht immer gut geht, sind liebenswert.
    In unserer Spaßgesellschaft hat man vergessen, dass Ernst mal eine Tugend war, aus der ein Vorname entwickelt wurde.
    Was meint ihr?
    Ich habe die anderen Beiträge nur überflogen. Ich vermute mal, dass du nicht meinst, das Gejammere über Trump, Tiertransport usw.?
    Du schreibst sehr allgemein, kannst du etwas genauer werden, was du meinst? Was verstehst du z.b. unter "ernster Mensch"

    Wenn ich Leute neu kennenlerne dann bin ich auch nicht gleich bereit über den ernst des Lebens zu reden. Ich rede dann mehr über eher "leichte Themen". Und wenn ein Fremder mich fragt, wie es mir geht, sage ich ihm nicht die Wahrheit, sondern mir geht es immer gut. Empfindest du das anders?
    Geändert von Ibwh1968 (18.03.2018 um 13:32 Uhr)

  12. #16
    Verleger Avatar von manannan
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    Zitat Zitat von Ibwh1968 Beitrag anzeigen
    Und wenn ein Fremder mich fragt, wie es mir geht, sage ich ihm nicht die Wahrheit, sondern mir geht es immer gut. Empfindest du das anders?
    Ich denke, dass das eigentlich normal ist und in den meisten Kulturen nicht anders. Die Eingangsfrage "Wie geht es dir?", "How are you?", "Tudo bem?" etc. stellt eher eine Art Gruß dar, der eine gewissermaßen ritualisierte positive Antwort erfordert. Allenfalls kann man noch eine ausweichende Antwort geben, wie z.B. "Danke, passt schon..." oder "So lala...".

    Ansonsten finde ich auch, dass es in der Gesellschaft derzeit eher populär ist, einen gewissen Missmut an den Tag zu legen. Missmut und eine generell kritische Einstellung gelten als tiefgründiger und bedeutsamer im Vergleich zu positiver Stimmung. Wer dazu neigt, bevorzugt positive Dinge wahrzunehmen, gilt manchmal als naiv. Nach dem Motto "Wie kann man nur so blind sein, die ganzen Missstände nicht zu sehen?"

    Natürlich ist es wichtig, auch kritisch zu sein und nicht alles naiv hinzunehmen, aber dennoch finde ich es wichtig, das Leben auch zu genießen und sich auch über schöne Erlebnisse zu freuen, und mit anderen Menschen Freude zu teilen.

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