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Thema: Ernste Menschen unbeliebt - Alle müssen fröhlich sein

  1. #1
    Neuling Avatar von Helen-Irene
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    Standard Ernste Menschen unbeliebt - Alle müssen fröhlich sein

    Ich habe den Eindruck dass in unserer Gesellschaft nur fröhliche und lebensbejahende Menschen gemocht werden und keine ernsten Menschen, denen bewusst ist, dass das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Menschen, die auch mal traurig und niedergeschlagen sind, denen es nicht immer gut geht, die nicht immer fröhlich sind, Probleme haben, werden gemieden.
    Man wird gefragt "Wie geht's?" Aber wehe man antwortet wahrheitsgemäß, dass es nicht gut geht.
    In sozialen Netzwerken und Partnerbörsen, beschreiben sich User immer wieder als lebensbejahend, schreiben "das Leben ist schön", schreiben dass sie keine Pessimisten mögen. Ich finde auch ernste Menschen, Pessimisten und Menschen, denen es nicht immer gut geht, sind liebenswert.
    In unserer Spaßgesellschaft hat man vergessen, dass Ernst mal eine Tugend war, aus der ein Vorname entwickelt wurde.
    Was meint ihr?

  2. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Helen-Irene für den sinnvollen Beitrag:

    Endstation (21.04.2018),Marianne H. (02.05.2018)

  3. #2
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    Warum sollte ich mich mit Menschen umgeben, die mich runter ziehen?
    Muss ich es nach Außen zeigen, wenn es mir nicht gut geht? Andere Leute geht das doch nichts an.
    Wenn das Leben schon nicht immer ein Ponyhof ist, dann muss ich mir doch an den "Ponyhof-Tagen" nicht die ganze Zeit vorhalten, dass es nicht immer so ist.

    Bei Freundschaften und in Beziehungen ist das anders, da gehört das auch für mich dazu. Da interessiert es mich ja auch, da will ich wissen, wie es ihnen geht, möchte bei Problemen helfen und wünsche mir, dass ich auch Probleme besprechen kann.

    Außerdem widersprechen sich "ernst" und "lebensbejahend" doch auch gar nicht.
    Ich finde, du wirfst zu viel in einen Topf. Dass Menschen auch mal traurig sind, finde ich okay, ganz normal. Der eine zeigt es mehr nach außen als der andere, aber das ist für mich ein großer Unterschied zu einem Pessimisten!
    Geändert von Miraly (17.03.2018 um 22:00 Uhr)

  4. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Miraly für den sinnvollen Beitrag:

    Fafnir (21.03.2018),Fisch1999 (02.05.2018),JannaW (19.03.2018)

  5. #3
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    Ich war mal für ein Jahr in Ostafrika. Dort begrüßt man sich mit einem: geht's gut? Ja, dir auch?
    Was gibt's für Neuigkeiten? Gute, bei dir auch? Was macht die Arbeit, die Kinder, die Familie? Gut - und bei dir? und so weiter und so fort.
    Wenn man mit dieser Begrüßungsformel fertig ist, wird vielleicht kurz angemerkt, dass ein Kind an Malaria erkrankt ist (kann ohne Medikamente schnell böse enden).
    Man erzählt sich Probleme nicht und jammert nicht herum, weil man ohnehin weiß, der andere hat genauso damit die Hucke voll.
    Das ist dort eine Sache der Höflichkeit.

    Hast du's schonmal so betrachtet?

  6. #4
    Roman Verfasser Avatar von Da-bin-ich
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    Jammern....... ich glaube das ist genau der Punkt was Maiblume schreibt. Ich habe das schon öfters beobachtet, wenn es jemanden nicht gut geht, dem anderen seine Sorgen und Nöte mitteilen will zieht sich der andere zurück. Warum das so ist weiß ich nicht, aber ich denke in der heutigen Zeit hat jeder mit sich selbe rzu tun und kann sich auf den anderen nur schwer einlassen, oder will es nicht. Wir Menschen sind den ganzen Tag voll mit Informationen das Gehirn arbeitet ständig, wenn dann eben noch Sachen kommen, wie das es dem anderen nicht gut geht ist man schnell überfordert. Oder weiß nicht wie man helfen soll. Aber Helen-Irene ich kann dich gut verstehen. Und auch wenn du von Leuten liest wie gut es ihnen geht, weißt du doch nicht wie die Realität aussieht. Schreiben kann man viel.
    "Die gute Tat von heute, ist morgen schon vergessen, tu sie trotzdem!"
    (Mutter Theresa)

  7. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Da-bin-ich für den sinnvollen Beitrag:

    Fisch1999 (02.05.2018),Ibwh1968 (18.03.2018)

  8. #5
    Milly
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    Zitat Zitat von Helen-Irene Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck dass in unserer Gesellschaft nur fröhliche und lebensbejahende Menschen gemocht werden und keine ernsten Menschen, denen bewusst ist, dass das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Menschen, die auch mal traurig und niedergeschlagen sind, denen es nicht immer gut geht, die nicht immer fröhlich sind, Probleme haben, werden gemieden.
    Man wird gefragt "Wie geht's?" Aber wehe man antwortet wahrheitsgemäß, dass es nicht gut geht.
    In sozialen Netzwerken und Partnerbörsen, beschreiben sich User immer wieder als lebensbejahend, schreiben "das Leben ist schön", schreiben dass sie keine Pessimisten mögen. Ich finde auch ernste Menschen, Pessimisten und Menschen, denen es nicht immer gut geht, sind liebenswert.
    In unserer Spaßgesellschaft hat man vergessen, dass Ernst mal eine Tugend war, aus der ein Vorname entwickelt wurde.
    Was meint ihr?
    Ich erlebe das ganz gegensätzlich. Nie wurde so viel problematisiert und gejammert wie in den letzten Jahren. Und zwar gesellschaftlich abgenickt.
    Wenn man mit menschen ins gespräch kommen möchte, geht das ganz leicht durch gemeinsames Beklagen der zustände: Tiertransporte. Globalisierung. Konsum. Trump. Social media. Der Themen ist kein Ende.
    Meiner Erfahrung nach wird man viel eher angefeindet, wenn man fröhlich und gechillt durchs Leben geht.

  9. #6
    Roman Verfasser Avatar von Da-bin-ich
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    Und warum Milly? Weil man anderen das Glück nicht gönnt.....
    "Die gute Tat von heute, ist morgen schon vergessen, tu sie trotzdem!"
    (Mutter Theresa)

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Da-bin-ich für den sinnvollen Beitrag:

    JannaW (19.03.2018)

  11. #7
    Milly
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    So streng würde ich da gar nicht urteilen. Das Gejammere ist halt aktueller Zeitgeist.
    Gab mal eine Zeit, da war Genuss im Fokus. Der ist out.
    Minimalismus ist das neue Lecker.
    Mäkeln das neue Freuen.
    Und wer sich an seinem Leben ergötzt, hat den Ernst der Lage halt (noch) nicht erkannt.
    Perfekte Ära für "ernste Menschen". Schlägt jedoch in 10,15 Jahren wieder um.

  12. #8
    Roman Verfasser Avatar von Da-bin-ich
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    Dann frage ich mich wirklich wer einen Grund zum jammern hat. Manchmal denke ich wir jammern auf hohem Niveau. Wir haben zu essen, ein warmes Bett, sind auch sonst versorgt, warum dann jammern. Klar hat jeder Zeiten wo es besser und schlechter geht, aber oft wird gejammert wegen der eigenen Unzufriedenheit.
    "Die gute Tat von heute, ist morgen schon vergessen, tu sie trotzdem!"
    (Mutter Theresa)

  13. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Da-bin-ich für den sinnvollen Beitrag:

    JannaW (19.03.2018)

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