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Thema: Erstes mal in Psychologische Beratung

  1. #1
    Neuling
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    Frage Erstes mal in Psychologische Beratung

    Hallo Leute,

    Ich schreibe hier, weil ich aktuell überlege mich mal psychologisch Beraten zu lassen, und davon aber leider gar keine Ahnung habe, weshalb ich echt ein paar Ratschläge gebrauchen könnte.

    Erstmal ein bisschen was zu mir, und dem Grund warum ich dies in Erwägung ziehe: Ich bin 20 Jahre alt, und habe 2016 mein Abitur gemacht. Danach bin ich erstmal auf Reisen gegangen, war in Dänemark, Österreich und jetzt gerade ein Jahr in Kanada. Gerade während meiner Zeit in Österreich und den ersten Monaten in Kanada war ich sehr auf mich allein gestellt, hatte quasi gar keine Freunde und dementsprechend war ich mit meinem Gedanken viel allein. Dies hat mir auf der einen Seite sehr gut getan, ich konnte mir über einiges klar werden, etc. aber es sind auch viele Zweifel in mir hoch gekommen, welche mich auch in den folgenden neun Monaten in Kanada - in denen ich dann immer viele Leute um mich herum hatte - und auch bis heute nicht recht loslassen wollen.

    Ganz konkret geht es dabei um die Angst, dass mit mir im Kopf etwas nicht so recht stimmt. Hier mal meine "Anhaltspunkte":
    -Ich rede ab und an gern mal mit mir selbst. Dabei entsteht kein Dialog, und ich rede auch nicht mit Dingen oder Tieren die ich sehe. Eher fange ich einfach an (wenn ich mich unbeobachtet fühle) Die Sätze die ich in Gedanken habe einfach laut auszusprechen. Leider merke ich oft nicht den Übergang zwischen gedacht und gesagt. Wenn ich dann auf einem Spaziergang plötzlich jemandem begegne weiß ich oft nicht ob ich den letzten Gedanken auch laut ausgesprochen habe.
    -Eine Neuseeländische Freundin hat mir mal gesagt dass ich wenn ich tanze oft voll abgehe und echt ausgelassen werde, aber mein Gesichtsausdruck gleichzeitig total anteilnahmslos erscheint. Auch sonst "Zone" ich wohl verhältnismäßig oft "out", und scheine irgendwie gar keinen emotionalen anteil an der Situation zu nehmen. Sie fand das nur amüsant, aber mich hats etwas nachdenklich gestimmt.
    -Ich habe oft das Gefühl als würden Leute hinter meinem Rücken über mich reden. Sobald ich den Raum verlasse oder mich vom Gespräch entferne erwische ich mich ganz schnell dabei, wie ich misstrauisch werde, und zu lauschen anfange. Dann deute ich auch alles irgendwie als einen Kommentar zu mir.
    - Oft, gerade in emotionalen Entscheidungen, deute ich jede Kleinigkeit die passiert als ein Zeichen das nur mir gilt. Das mache ich schon ewig ab und an, aber seitdem ich den Gedanken Psychose das erste mal hatte macht es mir mehr sorgen. Zum Beispiel wollte ich in der Skisaison mit ein paar Freunden eine Klippe droppen. Für mich war es das erste mal, und auf dem Weg dahin habe ich wirklich alles als Zeichen gedeutet. Dumm hingefallen, über nen Stein gefahren, Lift einmal gestoppt-->Schlechtes Zeichen, lieber doch nicht. Bestimmte Personen getroffen, ein Sonnenstrahl-->gutes Zeichen, jetzt aber schnell. Auch Münzwerfen mach ich gerne, dabei hab ich immer das Gefühl eine "Höhere Macht" würde Einfluss auf diese dinge nehmen und mich in eine Richtung lenken.


    Trotz dieser Dinge funktioniere ich noch normal, bin bei meinen Freunden beliebt (sag ich ), gehe zur Arbeit und mache Pläne für mein weiteres Leben. Dabei wechseln sich die Phasen immer ab. Oft denk ich mir "Sind doch nur Kleinigkeiten, Ich komm ja trotzdem klar, sowas haben doch bestimmt auch viele", und manchmal - Wie jetzt - Denke ich mir "Vielleicht muss man das doch mal checken lassen". Die Entscheidung mich Psychologisch beraten zu lassen hab ich eigentlich schon getroffen, aber die Schritte dahin schiebe ich im Moment noch gerne vor mir her, weshalb ich gern mal hier ne Einschätzung hören würde, und dann auch ein paar Tipps zu folgenden Problemen:

    1. Ich bin noch über meinen Vater versichert, der hat aber mit anderen familiären Dingen grad genug am Hut und ich möchte ihn nicht mit so einer hoffentlich harmlosen Sache noch zusätzlich belasten. Ich frage mich also ob es eine Möglichkeit gibt den üblichen Rechnungsweg über ihn zu umgehen.
    2. Ich kenne zwar ein Paar Begriffe, wie Psychiater, Psychotherapeut, Psychologe, etc. kenne mich aber nicht wirklich aus und weiß nicht was für mich am geeignetsten ist.
    3.Natürlich hab ich Angst dass es doch was ernstes ist. Und ich bin absolut kein Fan vom Gedanken Medikamente zu nehmen. Die Vorstellung ab der ersten Behandlung gleich mit Pillen vollgepumpt zu werden, die zwar die Symptome bekämpfen aber mich mit der Ursache allein lassen schreckt mich sehr ab. Da würde ich mich sehr über ein paar aufklärende Sätze freuen, denn ich glaube - oder hoffe - dass meine Vorstellung da relativ fernab der Realität ist.
    4. Alles an Tipps und Erfahrungen die ihr so habt freut mich natürlich auch. Dinge auf die ich achten, die Ich vermeiden sollte, etc.

  2. #2
    Verleger Avatar von Ibwh1968
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    Leidest du unter deiner Situation?

    Der Mensch ist nicht, was er denkt, er ist, was er verbirgt. André Malraux

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Ibwh1968 Beitrag anzeigen
    Leidest du unter deiner Situation?
    Inwiefern?

    Also an meiner Gesamtsituation gibt es definitiv ein paar dinge die mich stören, und ich leide vielleicht ein wenig unter dem Druck jetzt endlich etwas anständiges machen zu müssen - nach zwei Jahren reisen. Aber all das sehe ich im Moment noch eher als Aufgaben an denen ich wachsen kann und die sich bewältigen und lösen lassen. Nichts was mich wirklich belastet oder mir unüberwindbar erscheint.

    Diese psychischen dinge sind ein zweifel der mir definitiv schon zu lange im Nacken sitzt, weshalb ich auf jeden fall klarheit über manche dinge haben möchte, aber beeinflusst fühle ich mich davon nicht.

  4. #4
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    Psychiater halte ich für übertrieben. Eine Psychotherapie ist möglicherweise auch noch zu hoch gegriffen. Ich vermute, eine Beratung bei der Diakonie oder Caritas reicht.
    An Universitäten gibt es Beratungen für Studenten. Das könnte was für dich sein.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Beinwell für den sinnvollen Beitrag:

    Steven9695 (21.05.2018)

  6. #5
    Verleger Avatar von mops
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    Hallo,

    Es ist schon über Jahrzehnte her.
    Es wurde anderen vorgeworfen: Selbstgespräche zu führen!
    Ich stellte fest: Wenn ich nachdenke, grüble ist es fast so, als führe ich ein Gespräch mit anderen.
    Als überlege ich mir Antworten auf das, was der andere mir sagt. Oder was ich dem anderen beim nächsten mal antworte.
    Dabei gehen manchmal die Lippen mit.
    dabei gehen die Lippen mit.

    Wir sprechen über vieles mit anderen. Wir brauchen eine Meinung.
    Als ist das Nachdenken, Grübeln auch so, als suchen wir eine Meinung. Was ist meine Meinung dazu?


    Kein Mensch ist vollkommen!
    Die Vollkommenheit hängt auch damit zusammen, anderen Vorwürfe machen! Es wird was behauptet, ohne es begründen zu können. – negativ denken.

    Kritik: Was spricht dafür? – Was spricht dagegen?

    Was Vtrae schreibt, kommt mir wie Selbstkritik vor.
    Ihr Verhalten nicht als etwas negatives zu sehen. Als findet sie das eine oder andere in ihrem Verhalten als nicht normal.

    „feste Vorstellungen haben!” – durch die Moral gibt es wie feste Vorstellungen davon, was normal ist.
    Wie normal bin ich? – wie keine feste Vorstellung davon zu haben, was normal ist.

    Als sucht sie auf das eine oder andere Verhalten von sich, eine Erklärung.

    irgendwie in Dokumentationen: Irgendwas ist nicht normal. Wir finden nichts. Hinterher ist alles wieder normal. Als hätten wir uns nur geirrt. Irgendwann taucht es wieder auf. Wir finden nichts. Hinterher ist alles wieder in Ordnung. Alles ist wieder normal.
    Etwa so, was ich damit meine: Es ist nicht normal.


    gruss mops

  7. #6
    Schreiberling
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    Zitat Zitat von Beinwell Beitrag anzeigen
    Psychiater halte ich für übertrieben. Eine Psychotherapie ist möglicherweise auch noch zu hoch gegriffen. Ich vermute, eine Beratung bei der Diakonie oder Caritas reicht.
    An Universitäten gibt es Beratungen für Studenten. Das könnte was für dich sein.
    Darf ich mal Fragen Beinwell, das mit der Diakonie und der Caritas mit dem Tipp, hättest du mir auch geholfen.
    Danke naja Neugierde und Wissbegierde können Lebensretter sein.

    Entschuldigung an den Beitragsverfasser, ich habe so ähnliche Probleme, aber bei mir bestehen sie aus Langzeit Arbeitlosigkeit,
    Problemen mit Behörden
    in sozialrechtlichen Fragen (ALG II, Wohngeld, Grundsicherung etc.)
    bei der Klärung und Durchsetzung meiner Ansprüche und Rechte
    in wirtschaftlichen Notlagen
    durch Vermittlung materieller Hilfen
    bei persönlichen Schwierigkeiten
    durch Vermittlung zu spezialisierten Fachberatungsstellen (z.B. Schuldnerberatung, Pflegefachberatung, Erziehungsberatung, Beratung bei (drohender) Wohnungsnot)

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