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Thema: Ertrage es nicht, wenn andere atmen

  1. #1
    Neuling
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    Böse Ertrage es nicht, wenn andere atmen

    Huhu

    Mein Problem ist etwas seltsam, und ich habe keine Ahnung, in welche Kategorie ich das stecken soll, deswegen einfach mal allgemein, kann man ja noch verschieben.*
    Zu meinem Problem: Wie schon im Titel steht, kann ich es absolut nicht ertragen, wenn etwas in meiner Gegenwart atmet. Und das bezieht sich nicht nur auf Menschen, sondern auch zum Beispiel auf meine Katzen. Wenn die schnarchen (was ja eigentlich suess ist), könnt ich ausrasten. Auch mein eigenes Atmen ist schwer auszuhalten, ich tu immer Lippenbalsam drauf, damit der Atem leichter von den Lippen geht.*
    Das Problem tritt eigentlich nur abends auf, wenn so langsam alles zur Ruhe kommt, und es ums schlafen geht. Habe einen damaligen Freund schon krankenhausreif geschlagen, weil er geatmet und dann einmal aufgeschnarcht hat.*
    Mit meinem jetzigen Freund kann ich nicht zusammen schlafen, weil ich absolut austicke, wenn er atmet. Das äußert sich dann, indem ich ihn anschreie, und versuche mit ihm Schluss zu machen, ihn wecke, sobald er schläft, fast die ganze Zeit weine, Suizidgedanken habe, mir selber etwas antue, und im Endeffekt die ganze Nacht hin ist und somit auch der Tag.*
    Ich denke bei dem Ganzen auch an die Zukunft. Wenn wir mal zusammen wohnen, kann ich nie in seinem Arm einschlafen, oder mit ihm in einem Bett schlafen.*
    Wenn ich ein Kind habe, kann es nicht bei mir sein, es atmet ja.*
    Auch im Krankenhaus brauche ich zwingend ein Einzelzimmer. Was blöd ist, da ich nicht privat versichert bin, noch keine Zusatzversicherung habe und durch meinen Morbus Chron eigentlich regelmäßig zur Kontrolle rein müsste.*

    Ich denke, das reicht erstmal zum Problem, jetzt mal zu mir: Ich bin 18 Jahre alt, meine Großeltern sind 2001 und 2004 gestorben, mein Onkel 2002 an Alkohol, weswegen ich eine krasse Abneigung gegen das Zeug habe. Seitdem ist die Familie auseinander gebrochen, die nur noch aus meinen Eltern und mir bestand. Aus täglichem Stress, der von meinen Eltern ausging, wurde eine Flucht zu Freunden, sodass ich nicht mehr zuhause war und somit den Streitereien aus dem Weg ging. Wenn ich zum Schlafen da war, gab es weiterhin Streit. Die Besuche beim Jugendamt halfen nichts, denn jedes Mal, wenn dieses meinen Eltern gesagt hat, dass es ihre Schuld ist, haben sie den Kontakt abgebrochen.*
    In der Schule wurde ich Gemobbt, und habe sie deswegen mit mittlerer Reife abgebrochen.*
    Im April 2011 war ich auf Verdacht von Borderline bei einem Psychologen, der allerdings nichts gemacht hat, und auch diese Behandlung nicht gefruchtet hat. Borderline ist aber mittlerweile eher ausgeschlossen, da ich mich selber mittlerweile im Griff habe, und auch eine Zukunftsperspektive habe.*
    Die Depressionen, und die suzidale Gefährdung bleiben bestehen.*
    Zu dem ganzen habe ich auch noch eine extrem ausgeprägte Verlustangst, die sich unter anderem darin äußert, dass ich, wenn mein Freund eine Stunde weg muss, einen Nervenzusammenbruch, hysterischen Anfall und Heulkrampf bekomme. Dazu noch dieses Versuchen, alles richtig zu machen, die Eifersucht und Kontrollsucht. Habe ich leider auch noch nicht im Griff. *Ist alles nicht ganz einfach.*

    Ich finde es ja auch irgendwie toll, dass er atmet, denn dann weiß ich, er ist da, er ist neben mir. Gleichzeitig moechte ich ihn dann einfach nur töten.*
    Psychologen haben mir bisher nicht geholfen, keinem ist dieses Problem bekannt.*
    Deswegen Wende ich mich an Euch. Vielleicht könnt Ihr mir helfen? Kennt wer das Problem, hat das vielleicht einen Namen, was kann ich dagegen tun?
    Einfach einreden und abwarten klappt gar nicht und auch einfach dran gewöhnen funktioniert nicht.

    Danke für Eure Antworten!

    LG

  2. #2
    Gast9549
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    huhu herzlich Willkommen erstmal.

    Was genau stört dich denn daran? ist es das Geräusch oder der Geruch wenn jemand ausatmet?

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Mona.

    Ich würde mich nicht auf das Atmen fixieren, weil es nun mal schwer zu vermeiden ist, aber viel wichtiger ist, dass es ein Nebenkriegsschauplatz ist.
    Du bist halt nicht wahnsinnig tolerant gegen bestimmte Reize, das kommt bei Borderlinestörungen, wenn Du denn eine hast, schon mal vor, wenn Du damit insgesamt besser umgehen kannst – könnte natürlich eine längere Bastelei werden, aber das weißt Du ja selbst – erledigt sich das mit dem Atmen mit.

    Also, alles was Dich nervt am Atmen festzumachen, verlagert das Problem nur auf eine Ebene, wo es nicht hingehört und Du hast ständig dusselige Diskussionen am Leib, die man sich im Grunde auch schenken kann.
    Könnte zwar sein, dass Du es irgendwie „brauchst“ wenn es emotional hoch her geht, das wäre dann aber eher Deine Aufgabe, daran was zu drehen, was allerdings den Vorteil hat, dass Du der Welt das Atmen nicht abgewöhnen muss. Und worum es da geht, da weißt Du ja schon einiges.

    Gruß,

    Schatten

  4. #4
    Neuling
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    Zitat Zitat von Mona3008 Beitrag anzeigen
    Huhu
    Habe einen damaligen Freund schon krankenhausreif geschlagen, weil er geatmet und dann einmal aufgeschnarcht hat.*


    LG

    hallo mona, sorry wenn ich total empört bin. du schlägst einen freund krankenhausreif, nur weil er geatmet hat?
    wenn ich dein damaliger freund gewesen wäre, hätte ich dich definitiv zwangseingewiesen und wette, die hätten dich auch da behalten und so schnell nicht mehr raus gelassen. aber zum glück bin ich das nicht und kann dir als außenstehende nur anraten dich so schnell wie möglich an einen fachmann zu wenden, bzw. in eine psychatrische klinik zu gehen.wichtig fände ich nämlich, die gründe für dieses verhalten heraus zu finden, denn dafür muß es gründe geben! und ich denke, dabei wird dir hier im forum leider keiner helfen können, auch wenn ich es mir für dich wünschen würde.
    lg, sandy

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei sandy für den sinnvollen Beitrag:

    gelöschter Benutzer (13.09.2011)

  6. #5
    Exot
    Gast

    Standard

    Also, eine psychiatrische Klinik zur intensiven Behandlung würde ich ihm jetzt nicht empfehlen. Eine Psychiatrie könnte er aber dennoch für eine Diagnosestellung besuchen, das wäre anzuraten. Ob er Borderline hat oder nicht, das steht noch in den Wolken. Nur ein Fachmann kann ihm die Antwort dazu geben. Zwar ist das eine oder andere Symptom dazu vorhanden, heißt aber noch nichts. Zwangseinweisung kommt für mich nicht in Frage, das würde nur erneut widerspiegeln, wie unfähig man ist, hinter die Oberfläche reinzuschauen.

    Finde es aber dennoch sehr merkwürdig, so gereizt auf das Atmen von Lebewesen zu reagieren, dass es schon zum Wutausbruch kommt. Und da komme ich auch schon auf meine (nicht professionelle!) Vermutung, dass es offenbar eine Situation gegeben hat, mit der Du emotional nicht klar gekommen bist - damals wie besonders heute noch - und die Emotionen sozusagen unbewusst auf bestimmte Merkmale gerichtet hast. Als auslösende Situation käme in meinen Augen Deine (Groß)Familie in den Brennpunkt, die kaputt ging. Wie ist denn das Verhältnis zwischen Mutter und Vater und zwischen Dir und Deinen Eltern? Hat Dich der Verlust Deiner Großeltern und Deines Onkels hart getroffen, Deinem Empfinden nach? Hast Du Geschwister?

    Du solltest weder versuchen, vor dem Atem anderer Menschen und Tiere zu fliehen, noch solltest Du dagegen ankämpfen. Was zu tun ist, ist, der Sache auf den Grund zu gehen. Natürlich sind das viel zu wenige Informationen und ich kann und will keine ärztliche Beratung machen (schon gar nicht über's Internet), aber ich denke mal, dass das Atmen nicht etwas ist, was Du selbst wirklich hasst (was bei Misanthropen schon eher der Fall sein würde), sondern Deine Wut ist es, die sich die ganze Zeit in Dir angespannt hat und irgendwo entladen werden wollte. Es gibt viele Menschen, die bestimmte Aspekte des Menschens nicht mögen, widerwärtig und eklig oder einfach nur unnütz finden. Einige fixieren dies auf das Gehirn, andere auf das Herzklopfen, allgemeine skelettulöse oder muskulöse Bewegung, das Atmen oder sonstiges, wozu der Mensch in der Lage ist. Falls das zutrifft, was ich glaube, verschwindet der "Hass" und somit der übertriebene Reiz auf das Atmen von allein, sobald Du erfolgreich therapiert wurdest.

    Deine nächste Anlaufstelle sollte jetzt der Hausarzt sein, denn er kann Dich einem Psychologen oder Psychiater (je nachdem, was für Dich aus seinen Augen geeigneter scheint) überweisen, was in der Regel schneller geht, als selbst nach einem zu suchen.

    Viel Erfolg!

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