Hallo liebes Forum

Ich bin total verzweifelt.

Ich dachte ich hätte endlich den Mann fürs leben gefunden. Wir sind nun 2,5 Jahre zusammen.

Das letzte Jahr war sehr schwierig. Ich leide unter einer Angststörung, die immer mal besser, mal schlechter ist. Das letzte Jahr war sie zunehmend schlechter, vor allem meine Selbstzweifel sind wieder sehr stark gewachsen die nun die Beziehung in den Ruin treiben.

Auf meiner Arbeit wurde ich stark ausgenutzt, musste wegen Schulden aber den Job behalten. Außerdem wurde ich von meiner Besten Freundin hintergangen, die hinter meinem Rücken etwas mit meinem Ex freund angefangen hat (der mich vergewaltigt hat ) und ihn mir vorzog. Ich wurde auch von meiner Schauspiellehrerin aufs übelste beschimpft, dass ich nicht auf eine Bühne gehören würde und ich mich niemandem antun könne und dass es das letzte mal gewesen sei, dass ich mit ihrem Ensemble auf der Bühne gestanden habe, weil ich auf der Bühne eine Panikattacke mit Luftnot hatte und die Bühne verlassen musste. (Sie wusste von meinen Problemen)

Meine Mutter ist ein weiteres grosses Problem. Seitdem ich klein bin impft sie mir ein, dass ich nichts kann und mir bei allem wehtue und dass sie es besser macht, damit ich mich nicht verletze. Außerdem redet sie mir permanent Schuldgefühle ein, wenn ich einen Fehler mache hätte Ichs besser gleich bleiben lassen und sie machen lassen, außerdem bin ich angeblich an ihren Eheproblemen mit meinem Vater schuld und generell bin ich nie gut genug. Sie erstickt mich mit ihrer Fürsorge.


Während all diesen Dingen war mein Freund immer für mich da. Er hat mich sogar schon fast dazu gezwungen dass ich alles auf seinen Schultern ablade damit ich nicht alleine damit umgehen muss.
In den letzten Monaten wird es ihm aber zu viel. Er braucht öfters mal einen Tag für sich und geht auf Abstand. Für mich ist das normalerweise kein Problem, wenn ich allerdings einen schlechten Tag hatte und dann Nähe bräuchte und ihm davon erzähle, dass mir etwas schlimmes passiert ist, reagiert er meistens mit "tut mir leid dass ich dich damit alleine lassen muss aber ich muss das selbst erstmal verkraften". In den Momenten reagiere ich manchmal falsch, bzw die Tage danach, weil ich mich ungeliebt und alleine gelassen fühle, werde ich dann schnell weinerlich oder fühle mich ungeliebt und thematisiere das auch ihm gegenüber. Das ist falsch, ich weiß aber es fällt mir oft schwer mich aus diesem Blickwinkel zu distanzieren. Das übt dann natürlich druck bei ihm aus.

Letzten Samstag kam es zu einer Eskalation. Ich bin mit meiner Mutter im Auto unterwegs gewesen(ich Fahrerin), als sie mir wieder anfing Vorwürfe zu machen und Angst einzu reden, diesmal vor Corona. Sie meinte dass ich meinen Freund nicht mehr sehen darf, weil ich sonst corona bekomme und ich 100% an corona sterben würde. Da sie dies nicht ertragen würde, würde sie sich dann umbringen und dann wäre unser armer Papa ganz alleine und ich sei schuld, weil ich mich mit meinem Freund weiter treffe.
Ich hab ihr dann gesagt dass ich Sie nicht mehr ertrage, wie sie sich immer in mein Leben einmsicht, mich kontrolliert und mir Angst einredet und dass das nicht mehr geht.
Daraufhin ist sie durchgedreht und hat mir gedroht aus dem fahrenden Auto zu springen, sie hat sich sogar schon abgeschnallt und die Tür aufgemacht. Ich habe sie dann am Handgelenk festgehalten und ihr gesagt dass sie spinnt und dass sie sich abregen soll, daraufhin hat sie mir gedroht mich zu schlagen, wenn ich ihre hand nicht loslasse.Ich hab es dann geschafft sie irgendwie nachhause zu fahren.(wir wohnen im selben haus in 2 getrennten Wohnungen - durch meine chronische erkrankung bin ich auf meine eltern angewiesen - sehr toxisch da mich diese frau immer wieder runter zieht)

Als ich zuhause war hab ich heulend meinen Freund angerufen und ihn gebeten mit mir weit weg von dieser Frau zu ziehen- er hat abgelehnt, dass es ihm leid tut aber dass das grade nicht geht.
Ich war total fertig von dieser Sache mit meiner Mutter.
Die nächsten 3 Tage stand ich komplett neben mir. ich hab meinem Freund gesagt dass ich aktuell nicht alleine in meiner Wohnung sein kann und ihn gebeten dass ich 3 Tage zu ihm kommen kann aber er meinte das geht nicht wer braucht auch Distanz dazu. Am dritten Tag haben wir uns total in Whatsapp(ja total dumm) gestritten.Er wollte dass ich mich in klinische Behandlung begebe wegen meiner chronischen Erkrankung - ich habe bereits seit 3 Tagen nach passenden Kliniken gesucht aber er war wohl der Meinung dass ich es nicht ernst damit meine - obwohl ich es tue.

Abends kam er dann zu mir und sagte mir, dass er das so nicht mehr kann und erstmal 7 Tage Abstand braucht und mir auch nicht sagen kann, was danach ist.

Wie kann ich verhindern dass wir uns trennen?

Ich möchte nicht dass meine Beziehung an dem Einfluss meiner psychisch kranken Mutter zerbricht - ich weiß dass ich im letzten Jahr in eine emotionale Abhängigkeit ihm gegenüber geraten bin, weil er der einzeitigste war der im letzten Jahr für mich da war(ist mir heute erst klar geworden), was von uns beiden beeinflusst wurde. Ich verstehe auch dass das keine gute basis ist und dass er damit nicht mehr klar kommt. ich hoffe er gibt mir die chance wieder davon los zu kommen - ich begebe mich nächste Woche in psychosomatische Behandlung.