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Thema: Freundin des Sohnes lehnt uns ab - ich bin total ratlos

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Freundin des Sohnes lehnt uns ab - ich bin total ratlos

    Hallo, liebes Forum,

    ich bin völlig ratlos. Wir haben 3 Söhne, die beiden großen, 25 und 20, sind schon ausgezogen, der kleine, 17, lebt noch bei uns.

    Es geht um die Freundin unseres mittleren Sohnes, sie ist 18. Sie ist bei den Großeltern aufgewachsen, die Mutter hat sich nicht wirklich um sie gekümmert, das tut sie heute auch noch nicht.
    Sie wohnt seit einem halben Jahr in einer eigenen Wohnung, zusammen mit einer Freundin - und unserem Sohn. Der hat grad sein duales Studium in einer anderen Stadt abgebrochen, wo er alle 4 Wochen im Wechsel war. Er bleibt aber in der Firma und macht nun eine Lehre.

    Die beiden sind seit 2 Jahren zusammen, bevor sie die Wohnung hatte, waren sie oft bei uns, vor allem an den Wochenenden, was nach und nach sehr anstrengend wurde, da sie uns einfach mied. Rein ins Haus, ab ins Zimmer unseres Sohnes, wenn wir ein HALLO hörten, war das schon viel. Zusammen essen, sich mal unterhalten, nicht gezwungen, sondern völlig locker, ging absolut nicht. Irgendwann kamen wir Eltern uns im eigenen Haus störend vor. Ich muss dazu sagen, dass unsere Söhne immer von klein auf Freunde mitbrachten, auf dem Grundstück Partys machen konnten etc. - also alles völlig "easy". Wir quetschen keinen aus, "nerven nicht rum" , aber wenn wir Besuch haben - das war ja nun mal unser Haus, ist ein Ignorieren unserer Person nicht lustig. Es war total unhöflich.

    Naja, jedenfalls will sie eben irgendwie mit uns nichts zu tun haben. Nun hatten wir z.B. den 20. Geburtstag unseres Sohnes in Familie nachgefeiert - mit den 2 Brüdern, den Omas, der Freundin des großen Bruders - und sie war selbstverständlich eingeladen, er selbst hatte mit seinen Freunden natürlich auch separat gefeiert. Sie kam nicht mit und ging stattdessen lieber zu einer anderen Party oder blieb zuhause, so ganz komme ich da nicht mit.

    Als er mit ihr letztes Jahr bei meiner Schwiegermutter zu Besuch war, die ist wirklich eine ganz liebe, zickte das Mädchen rum, wollte auch da mit der Oma nichts zu tun haben, und dann reisten die beiden einfach 2 Tage später - anstatt die geplante Woche zu bleiben - schon wieder ab. Meine Schwiegermutter war auf 180, da sie sich alle Mühe gegeben hatte und am Ende wie ein Depp dastand. Und unser Sohn verteidigt seine Freundin und ihr Verhalten, und benimmt sie sich auch noch so abwertend.

    Die Oma das Mädchens starb letztes Jahr, dass es ihr nicht gut geht, dass sie depressiv ist, dass ihre ganze Familienkonstellation alles andere als rosig war, weiß ich. Ich habe ihr angeboten, ohne mich aufzudrängen, dass sie, wenn sie Probleme hat, sich gern auch an mich wenden kann - da unser Sohn mit ihr zusammen ist, gehört sie halt zu uns. Ich habe mir dann hintenrum von meinem Sohn anhören müssen, dass ich mich nicht als ihre Mutter aufspielen solle. Nur hatte ich eben lediglich meine Sorgen geäußert, weil ihre Oma im Sterben lag und dann auch noch der Opa schwer krank wurde. Und ihr eine helfende Hand angeboten. Und dann wirft mein SOHN mir vor, was sie zuvor über mich gesagt hat. Mir ging der Hut hoch. Wie soll ich, ohne Hilfe anzubieten, und mehr war das nicht, einer 18-jährigen gegenüber reagieren, die nun mal mehr Probleme hat, als ein Mensch haben sollte?

    Naja, als sie ihre Wohnung anschaute, bat mich mich tatsächlich um Hilfe, ich ging mit, - man hat ja bessere Verhandlungspositionen ab einem bestimmten Alter. Ich bin gern mitgekommen. Da haben wir uns plötzlich auch unterhalten können. Und es war nett. Nur Smalltalk, nicht mehr. Aber schön.

    Auch waren wir - mein Sohn und sie und ich - mal zusammen stundenlang shoppen - auch da haben wir uns prima verstanden. Mittendrin hat sie zwar meinen Sohn und mich plötzlich im Laden stehen lassen, weil ihr irgendwas nicht passte, aber nach 20 Minuten war alles wieder ok - jeder hat seine Macken. Ich habe noch meinen Sohn beruhigt, der sich fürchterlich aufgeregt hat.
    Umso mehr nervte dann, dass sie plötzlich nicht zu seinem 20. mitkommen wollte. Und plötzlich wieder diese Distanz da war.

    Die beiden haben auch ne Menge Kumpels, mit denen sie viel feiern gehen, allgemeine Sozialkontaktmeidung ist das also nicht.

    Nun hatten wir uns als Familie eine ganze Weile nicht gesehen und beabsichtigten, eine Corona-End-Party zu feiern. Grillen, Spaß haben, quasseln. Wir haben natürlich alle Söhne gefragt - die Idee kam von unserem großen Sohn und dessen Freundin. Und auch unser mittlerer sagte umgehend für beide zu - was mich überrascht hat. Ich sollte sie in ihrer 20 km entfernten Wohnung abholen. Kurz vorher jedoch schickte mein mittlerer Sohn mir eine forsche Nachricht, sie bräuchten die Sicherheit, 2 Stunden später wieder nachhause gefahren zu werden. Das lehnte ich ab, weil da die Steaks noch roh seien und wir keine Lust hätten, die Party so früh zu beenden. Grund war, seine Freundin sei müde, da die beiden die Nacht zuvor lange aufgeblieben wären. Das ist zwar verständlich, nur sind die beiden jedes Wochenende jede Nacht auf Party und gehen nie 22 Uhr ins Bett, was jedoch just an diesem Abend der Fall sein müsse - sie wollte schlussendlich nur nicht lange bei uns bleiben.

    Ich habe die beiden also abgeholt, herzlich begrüßt, sie hat im Auto keinen Piep gesagt und nur "angefressen" geguckt. Ich war innerlich ziemlich verärgert. Später sagte sie auch nichts, weder zu mir noch zu den anderen. Sie saß zusammengerollt auf der Couch, hatte die ganze Zeit mit ihrem Handy zu tun und kein bisschen Interesse an Kommunikation. Als man versuchte, sie ins Gespräch einzubinden, wurde sofort geblockt.

    Wir haben an diesem Abend Tränen gelacht. Gerade da brachte unser jüngster Sohn zum ersten Mal seine neue Freundin mit. Sie war natürlich aufgeregt - das erste Mal bei den Eltern des Freundes, puh, das ist alles andere als einfach. Nun ist das Mädchen völlig anders, lustig, kommunikativ, freundlich, interessiert.
    Auch die Freundin unseres großen Sohnes war dabei, auch sie lustig, interessiert, wir lachen viel. Sie kommt sehr gern zu uns, wir haben ein super Verhältnis. Es ist einfach schön.

    Und die Freundin unseres jüngsten war die letzen Tage bei uns, sie hat zwar eine eigene Wohnung, aber hier finden es die beiden wohl schöner .

    Ich möchte, dass meine Söhne glücklich sind - mit ihren Mädchen bzw. Frauen. Dass sie sie achtvoll behandeln, gut mir ihnen umgehen. Und dass sie wissen, dass wir Mädels nun mal auch unsere Macken haben und das zum Leben dazu gehört.

    Ich finde es auch ritterlich von unserem mittleren, dass er seine Freundin verteidigt, nur finde ich es unangemessen, wenn er schlechtes Benehmen verteidigt. Und uns noch die Schuld gibt, nicht gleich seiner Freundin Verständnis gegenüber aufzubringen, wo das fehl am Platz ist.

    Als ich mit ihm seine Studentenwohnung in 150 km Entfernung besichtigt hatte, waren wir etwas länger als geplant unterwegs - es dauerte halt länger, weshalb er dann ständig böse Nachrichten von ihr bekam und sie beleidigt war. Er wurde total nervös. Aber er war ja nicht "mit nem Kumpel auf ein Bier", sondern mit mir wegen einer wichtigen Sache unterwegs. Fehlt da der Anstand bei dem Mädchen? Ich verstehe es nicht.

    Es tat mir auch weh, zu sehen, dass seine Freundin die einzige war, die keinen Spaß hatte - aber sie wollte nicht. Und er wurde dann auch nervös.

    Dass sie anders ist, dass jeder irgendwie ist, ist völlig klar. Wir alle haben unsere Macken. Nur ist es langsam genug. Es dauerte nicht lange, da fing an besagtem Abend unser Sohn an, seine Freundin müssen nun endlich nach Hause, wann sie denn endlich gefahren würden. Das wurde immer rigider, sodass die Laune sank und wir dann abbrachen.

    Die anderen meinen, dass die Stimmung viel besser ist, wenn das Mädchen nicht dabei ist - und das ist leider wirklich so. Es tut mir um unseren mittleren leid. Und auch um das Mädchen. WILL sie so sein? Kann sie nicht anders? Sie will ihre Lehre schmeißen, weil sie mit den Kollegen nicht klar kommt - aber wenn sie überall ist, wie bei uns, liegt es wohl nicht an den Kollegen.

    Sollen wir das Verhalten ignorieren? Mit unserem Sohn reden? Sie einfach in der Schmoll-Ecke sitzen lassen? Es ist aber auch nicht toll, wenn unsere Zusammenkünfte so gedrückt sind.

    Sie ist 18, noch ein halbes Kind. Ich bin ratlos. Zum einen tut sie mir leid, zum anderen macht mich das Verhalten tatsächlich ärgerlich. Ich hätte mir sowas gegenüber den Eltern meines Freundes bzw. Mannes nie erlaubt.

    Ich möchte ihr doch Gutes tun. Letztes Jahr hat sie von uns zum Geburtstag eine Rassekatze bekommen, weil sie diese eine Rasse so liebt und ich ihr etwas fürs Herz schenken wollte. Wir tun für unsere Söhne alles - und auch für deren Freundinnen, so geht Familie, wir haben aber keine Lust, uns vor den Kopf stossen zu lassen.

    Wie geht man damit um?

    Liebe ratlose Grüße sendet Anna

  2. #2
    Schreiberling Avatar von monkey
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    Hi Anna,
    hört sich schön an wenn du von eurer Familie erzählst.
    Ich selbst hatte nur eine eher kleine Familie. Solch nette Zusammenkünfte waren auch eher selten. Mein erster Freund hatte auch eine größere Familie, die auch öfter zusammen feierten. Für mich war es damals als 16. Jährige auch immer schwer zu solch Treffen zu gehen. Ich mochte es zwar, aber war unheimlich schüchtern. Ich war dabei und doch so wie unsichtbar. Mit der Zeit sprach mich auch keiner mehr an. Das war aber nicht schlimm für mich. Evtl schaute ich mir da so einiges ab, wie es eben auch sein kann.
    Keine Anhnung jedoch was der Freundin deines Sohnes fehlt.

    Was ich aber eigentlich ok finde, dass dein Sohn auf ihrer Seite steht und sie verteidigt. Auch wenn er ihr Verhalten nicht ok finden sollte. Mein Vater stand zwischen meiner Mutter/seiner Frau und seiner Mutter.. was ihn auf die Jahre zermürbte. Er wollte keine von beiden verletzen. Und doch musste er sich anhören wie seine Mutter Kritik an seiner Frau äußerte, ebenso machte meine Mutter das dann hinsichtlich seiner Mutter. Beide Frauen hetzten ihn gegen die andere. Das war extrem, so ist das bei euch sicher nicht.

    Nur stelle ich es mir als eine belastenden Sitution für deinen Sohn vor, wenn er merkt ihr seid mit seiner Freundin nicht zufrieden. Ich würde ihm diesen Lernprozess alleine durch laufen lassen. Es ist seine Entscheidung was für eine Freundin er hat und ich schätze er sieht das Verhalten seiner Freundin, evtl so wie ihr. Doch sie wird es wohl noch nicht anders können und er liebt sie.

    Ich würde wohl versuchen sie als Freundin/Wahl deines Sohnes zu akzeptieren. Es geht ja erstrangig darum das die beiden sich gut verstehen. Und evtl geht ihm irgendwann von selbst ein Licht auf.

    Lg monkey

  3. #3
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    Hi Monkey,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Es ist tatsächlich schwer, weil wir auch unseren Sohn irgendwie verlieren, gerade wenn er sich mit meiner Schwiegermutter - sie ist über 80 und hatte nur darum gebeten, dass die beiden, wenn sie zu Besuch sind, nicht bis in die Puppen schlafen, weil die Schlaf-Couch im Wohnzimmer steht und Oma sonst den halben Tag in ihrem Schlafzimmer verbringen müsste, zudem war Oma beleidigt, weil das Mädchen nicht mit frühstücken wollte und meinte, sie würde sich später lieber bei McD was kaufen wollen, auch wunderte sich Oma, weil beide ohne ein Wort plötzlich aus der Wohnung verschwunden waren, was sie erst gar nicht mitbekommen hatte und kamen und gingen, ohne sie zuvor zu informieren - überwirft. Das war tatsächlich eher pampig und stur, als schüchtern.
    Oder wenn unser Sohn uns meidet, weil die Kleine nicht herkommen möchte, wird man selbst sehr nervös.
    Dass er zu seiner Freundin steht, finde ich auch sehr gut, da bin ich stolz drauf
    Ich selbst hatte keine Geschwister, unsere Familie war recht klein. Und ich war mit 18 auch unglaublich schüchtern. Hilfe, die Schwiegerfamilie, ... ich habe kaum ein Wort herausbekommen. Nur kennen wir uns mittlerweile 2 Jahre.
    Und das Gefühl der Ablehnung ist eben da, ... dass wir nerven. Nicht gemocht werden. Ist denn ein bisschen Mühe geben zu viel verlangt? Nur ab und zu ein Lächeln? Nicht gleich aus dem Raum stürmen, wenn man ankommt?

    Wir hatten uns auch mit den Freunden unserer Söhne stets gut verstanden, Small-Talk geführt. Geblödelt. Weder winken wir mit dem erhobenen Zeigefinger, noch belehren wir. Wir geben maximal Ratschläge, wenn wir gefragt werden. Und einmischen - bewahre. Wir ermutigen unsere Söhne bei ihren Entscheidungen, selbst wenn wir anders entscheiden würden, denn es ist ihr Leben.

    Ach, ist das schwierig. Zum einen bricht es mir das Herz, weil, hätte ich eine Tochter gehabt, wäre ihr niemals so etwas zugestoßen, ihre Mutter ... ohne Worte, zum anderen kommt mir der Kaffee hoch beim Benehmen uns gegenüber und ehrlich gesagt wünscht man sich bei aller Anteilnahme nicht wirklich, dass der eigene Sohn mit 20 solche Probleme mit ausbaden muss und/oder man ihn ev. verliert.

    Na, ich werde versuchen, einfach so zu tun, als würde ich nix merken. Und die anderen instruieren, das auch zu überspielen. Um beiden nicht weh zu tun.

    Ich denke eben auch, dass sie das ja auch merkt - sich ausgeschlossen fühlt, obwohl selbst verursacht - und dann noch mehr im Schneckenhaus steckt.

    Was mich verwundert, ist, dass mich das so auf die Palme bringt. Eigentlich bin ich überaus verständnisvoll, aber meine eigenen Grenzen werden da ziemlich umgerissen... ich mag sie, und ärgere mich trotzdem.

    Ach ja, sie hat Depressionen - hätte sie diese nicht, wäre das ein Wunder, bei all dem, was sie erleben musste - sie war wohl schon beim Psychologen, was ich sehr gut finde. Und eine Ess-Störung hat sie. Sie ist unfassbar zart geworden, ich habe auch meinem Sohn gesagt, er muss auf sie aufpassen - auch wegen des Essens, nur wie soll das gehen?


    LG Anna

  4. #4
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    Schwierige Situation. Ich bin mir sicher, die Freundin hat aufgrund ihrer unruhigen Kindheit eine Persönlichkeitsstörung entwickelt und hat wie die meisten, die das erleben große Ängste verlassen zu werden.
    Sie hat gelernt auch die Familie kann einen verraten und verlassen, darum schottet sie ihren Freund systematisch von seiner Familie ab. Je mehr sie es schafft ihn einzunehmen desto mehr glaubt sie Kontrolle über ihn zu haben und verhindern zu können, dass
    er sie auch mal verlässt.

    Traurig, im Prinzip macht sie das selbe mit euch, wie das was man ihr angetan hat und sie merkt es gar nicht.
    Und noch trauriger ist, das ihr meinem Eindruck nach eine nette und stabile Familie seit. Sie könnte durch euch eigentlich den Halt und die Normalität bekommen die sie nie hatte, aber dann kommen ihre inneren Ängste, ihr angeeigneter Egoismus und nicht vorhanden Manieren dazwischen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen:
    Mein erster Freund war auch so, darum kenne ich mich da aus. Er kam aus schwierigen Verhältnissen, erste große Liebe, ich war zu beginn super verliebt und habe mich auch von meiner Familie total abschotten lassen. Ich fand das romantisch, wir 2 gegen den Rest der Welt. Ich war 20 Jahre alt und hatte eben noch im Umgang mit Menschen wenig Erfahrung.

    Zu mir war er immer mega nett, liebevoll und zuvorkommend. Das er sich meinen Eltern gegenüber unmöglich verhalten hat, habe ich am Anfang gar nicht so bewusst wahr genommen. Ich war eben total verknallt.

    Nach ca 3 Jahren war diese Flitterwochenphase dann vollständig vorbei und da fiel es mir langsam immer mehr auf (Man muss dazu sagen, er sah meine Eltern nicht oft weil 100km Entfernung) wie Respektlos er meinen Eltern gegenüber war. Meine Eltern mochten ihn sehr schnell nicht, es wahr ähnlich bei dir, sagte kaum hallo. Er kam nie aus dem Zimmer, nur zum essen, redete nicht usw.

    Meine Eltern dachten sich auch: Was isn dat für einer. Aber sie sagten nix. Ich wurde älter, sah andere Paare und entschied mich dann, dass es nicht reicht wie er mich behandelt. Meine Eltern sind keine bösen menschen, sie verdienen ein hallo und respekt.

    Ich denke, ihr solltet auch darauf vertrauen, dass er von selbst merkt was er da für eine hat. Sie kann ihn nicht für immer abschotten, je mehr er beruflich Fuß fasst desto schwerer wird es und dann werden ihre Methoden auch drastischer, dann wird er wohl auch umdenken.

    Denkst du ein Gespräch würde helfen?

  5. #5
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Wie häufig gibt es Besuche/Zusammenkünfte, bei denen die Freundin mit dabei ist?

  6. #6
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    Hallo Fleckchen,

    Dankeschön für Deine Antwort.

    Ich hatte ihr schon einmal gesagt und auch geschrieben, dass sie - wenn sie mit unserem Sohn zusammen ist - automatisch zu uns gehört, wir also für sie da sind. Ohne Druck. Und dass wir aber auch - damals war mir das dann doch zu heftig mit dem Blocken - uns vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn sie uns so ablehnt. Wirklich gebracht hat es nichts...

    Ich finde sie auch taff, sie hat unglaublich viel emotionale Intelligenz. WENN wir miteinander reden, ist es schön.

    Ich habe ihr auch gesagt, dass sie toll ist - das meine ich ehrlich. Ich denke, das hat sie zudem viel zu selten zu hören bekommen.

    Dass erst die Oma so schwer erkrankte, dann auch noch der Opa, ist kaum auszuhalten. Ihre Mutter ignoriert sie, hat massive Suchtprobleme und machte dazumal am Tag der Beerdigung ihrer Oma der Kleinen noch Vorwürfe, als sie eine eigene Wohnung bezog, sie solle sich doch lieber um ihren schwerkranken Opa kümmern - sagt also dessen Tochter (diese "Mutter"), die noch nicht einmal willens war, sich um ihr eigenes Kind zu kümmern.

    Ihre Oma war auch sehr boshaft zu ihr in den letzten Monaten. Sie hat Dinge zu hören bekommen, die würde ich meinem ärgsten Feind nicht an den Kopf hauen. Und dies in einer Phase, wo der Verlust greifbar ist. Ich habe ihr damals auch gesagt, dass es nicht ihre Schuld ist. Dass es ev. eine Form der Großmutter ist, sie davonzuschupsen, um ihr den Abschied zu erleichtern - oder, dass auch die Krankheit selbst - Krebs im Endstadium - verwirren und böse machen kann.

    Ich bin hin- und hergerissen. Zum einen tut sie mir sehr leid. Wahrscheinlich geht das Vertrauen aufbauen aber tatsächlich nur in Form von Babyschrittchen. Zum anderen habe ich mich dabei ertappt, ärgerlich zu werden - und dabei auch innerlich bissig. Nur, sie ist ja noch ein halbes Kind.

    Rundum hat sie wohl erfahren, dass allen Erwachsenen wenig zu trauen ist. Ich habe ihr auch schon gesagt, dass wir zu den Guten gehören aber klar, es ist für sie nicht leicht...

    Es tut auf jeden Fall gut, andere Meinungen zu lesen, auch, um sich selbst wieder klar zu machen, dass es am Ende ein verlorenes Kind ist, dass wohl einfach viel Behutsamkeit braucht. Und immer wieder Bestätigung.

    LG sendet Anna

  7. #7
    Neuling
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    Hi Mirjam,

    nicht so oft, nach einigen Wochen oder aller Monate, jetzt nach 4 oder 5 Monaten wegen Corona.

    Unser Großer und seine Verlobte z. B. legen sehr viel Wert auf unsere Gesellschaft - das ist das totale Gegenteil, was wir aber aber keinesfalls von unserem Mittleren und seiner Freundin erwarten.

    Die beiden "Großen" (Mitte/Ende 20) sehen wir mindestens aller 2 Wochen, oft jede Woche. Und die Impulse gehen dabei fast nie von uns "Alten" aus, die zwei kommen einfach gern oder laden uns ein. Besuchen auch meine Mama gern und oft und meine Schwiegermutter ab und zu, die allerdings 500 km entfernt wohnt. Und natürlich die Mama und die Schwester unserer Schwiegertochter, die wir auch kennen - wir mögen uns alle.

    Wir laden selbstverständlich unseren Mittleren und seine Freundin immer mit ein, wenn wir mal grillen oder zu Weihnachten, Geburtstagen, ab und an gehen wir bowlen oder ins Kino. Aber dass die beiden "mittleren" ihr eigenes Leben haben, ist völlig klar. Sprich, wenn sie darauf keine Lust darauf haben, ist das absolut verständlich. Ich persönlich hätte mit 18 auch keine Lust dazu gehabt

    Dass die Großen und neuerdings auch die Freundin unseres Jüngsten so sind, finde ich erstaunlich - und schön. Da meinte doch die Kleine unseres Jüngsten, die seit einigen Tagen trotz eigener Wohnung bei uns quasi eingezogen ist, als er ins Bett wollte, er könne ja schon mal schlafen gehen, sie wolle sich noch mit mir unterhalten niedlich, naja, bin dann auch ins Bettchen ...

    PS: wir haben auch Freunde und zudem viel Arbeit und klammern nicht an unseren Kids herum

  8. #8
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    Die beiden "Großen" (Mitte/Ende 20) sehen wir mindestens aller 2 Wochen, oft jede Woche. Und die Impulse gehen dabei fast nie von uns "Alten" aus, die zwei kommen einfach gern oder laden uns ein. Besuchen auch meine Mama gern und oft und meine Schwiegermutter ab und zu, die allerdings 500 km entfernt wohnt. Und natürlich die Mama und die Schwester unserer Schwiegertochter, die wir auch kennen - wir mögen uns alle.

    Diese "wir mögen uns alle" und auch das enge "Zusammenkletten" kann für die betreffende Freundin des mittleren Sohnes durchaus zur "Last" werden.
    Mit Sicherheit ist sie sich ihrer "Unzulänglichkeiten" gegenüber Eurer Familie bewusst und wird sich auch häufig als Aussenseiterin, bzw. 5. Rad am Wagen fühlen. Offensichtlich kann sie zur Zeit "nicht aus ihrer Haut".

    Was ihr helfen könnte, wäre Zurückhaltung Eurerseits bezüglich der Häufigkeit eurer Treffen bei denen sie dabeisein sollte, die Gewissheit für Euren Sohn, jederzeit (auch ohne sie) dabeizusein, oder auch nicht, wenn sie es nicht möchte, und vor allem, nicht verurteilt zu werden, wenn sie nicht dabei sein möchte.

    Mir sind junge Menschen in ähnlichen Situationen in meiner engeren und weiteren Familie begegnet.

    Je geringer die Erwartungshaltung und die Wünsche der übrigen Familie waren, um so leichter war es für die Betroffenen, sich in die neue Situation hineinzufinden.

    Ist denn ein bisschen Mühe geben zu viel verlangt? Nur ab und zu ein Lächeln? Nicht gleich aus dem Raum stürmen, wenn man ankommt?
    Ja/Nein.
    Im Hinblick auf ihre Depressionen kann das von Euch erwartete Verhalten eine große Anforderung für sie sein.

    Angesichts ihrer schwierigen Familiengeschichte und ihrer schwierigen Kindheit kann ich mir auch vorstellen, dass noch ein Anteil Spätpubertät in ihr Verhalten hineinspielt.

    Meine Devise wäre, sich zurückzuhalten, abwarten, möglichst wenig Kritik "durchscheinen" lassen, keine Erwartungen äussern und Zeit geben.

    Entweder wird es, oder Dein Sohn wird sich früher oder später über seine Vorstellungen einer Beziehung dieser Art Gedanken machen.

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