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Thema: Freundin schlägt beim Alkohol über die Stränge

  1. #1
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    Standard Freundin schlägt beim Alkohol über die Stränge

    Hallo,
    ich bin eigentlich kein "Foren-Schreiber" daher habe ich damit bisher auch noch keine großen Erfahrungen gemacht. Dennoch weiß ich momentan nicht so recht mit wem ich über dieses Thema reden soll und wie ich Tipps bekommen soll.
    Kurz zur Vorgeschichte: Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen. Wir wohnen zusammen und sind auch sonst im großen und ganzen oft der gleichen Meinung. Alkohol war immer wieder ein Thema in unserer Beziehung. Oft habe ich ihr Vorwürfe gemacht, dass sie zu viel trinkt. Öfter wegen richtigen Filmrissen, manchmal auch nur weil ich das Gefühl habe das sie anfängt zu lallen oder ähnliches.
    Wir haben dann häufig geredet, manchmal war sein einsichtig, manchmal nicht. In letzter Zeit war sie zwar öfter einsichtig, aber bei der nächsten Party hat sie dann doch wieder über die Stränge geschlagen. Diese vielleicht noch zur Ergänzung. Ich bin 37, sie 32.
    Auf der letzten Party Anfang Februar hat sie es dann wieder übertrieben und sich mit so fast jedem in unserem Freundeskreis auf der Party in die Haare bekommen. Es endete dann damit, dass wir die Party früher verlassen haben. Mir war das (wiederholt) sehr unangenehm.
    Am nächsten Tag haben wir wieder geredet und sie hat eingesehen wie schlecht sie sich verhalten hat. Wir beide (ich aus Solidarität) haben dann bis vorgestern (also circa 1 Monat und ein paar Tage) keinen Tropfen mehr getrunken (selbst in der Karnevalszeit nicht, trotzt feiern gehen) und mir ging es sehr gut dabei. Ihr theoretisch auch. Letzte Woche hatten wir uns noch darüber unterhalten und ich hatte sie gefragt wie es ihr so geht. Sie sagte sie könne sich nicht vorstellen jetzt ihr Leben lang keinen Alkohol mehr zu trinken, möchte dies aber nur mit mir und nicht in Gesellschaft tun und vorallem sehr bewusst und sich nie mehr abschießen. Das hätte sie verstanden.
    Für mich war das zwar nicht die "Traum Lösung" aber theoretisch i.O. Ich habe ihr dann allerdings noch gesagt, dass ich soetwas wie verschiedene Male (Zu betrunken um zu gehen, lallen, Leute (und auch mich) beleiden usw.) nicht mehr erleben will und das dies sehr schwierig für mich war u. ist.
    Nun der ausschlaggebende Punkt für meinen Post:
    Sie war eine Woche mit Freunden in Portugal und hat die ganze Woche nichts getrunken. Bis vorgestern ein Glas Wein (was ja theoretisch nicht schlimm ist).
    Meine Reaktion war wenig verständnisvoll, weil ich einfach die Sorge habe, dass aus einem Glas wieder 2 bis 4 werden und das ganze wieder so normal wird wie früher, d.h. auch der Wille sich nicht mehr so abzuschießen irgendwann wieder nachlässt.
    Für mich ist das ein ernstes Problem, weil ich mich erstens auf ihre Aussagen verlassen habe und mir diese wichtig waren. ( Sie sagte zunächst: Es gibt keinen Mittelweg daher trinke ich keinen Alkohol mehr; Dann: Ja ich würde schon wieder war trinken aber nur mit dir und dann auch nur wenn es was besonderes ist und nicht in Gesellschaft; und dann vorgestern ohne mich und doch in Gesellschaft)
    Und zweitens: Mir es extrem unangenehm ist wenn sie sich betrinkt, ich meinen Respekt vor ihr verliere und ich mich gefühlt "entliebe" da ich sie in diesen Momenten dermaßen wenig leiden kann.

    Ich hoffe meine Gefühlswelt ist ein wenig rüber gekommen und vielleicht könnt ihr mir sagen, ob ich übertreibe, zu viel Kontrolle haben will, mich aufführe wie ihr Vater (das sagt sie mir sogar manchmal). Vielleicht hättet ihr dementsprechend Tipps wie ich damit besser umgehen kann. Oder aber: Vielleicht liege ich richtig und sie hat ein Problem und ihr habt Tipps wie ich damit umgehen kann und ihr helfen kann ohne dabei "wie ihr Vater" zu wirken.

    Ich liebe sie und will eigentlich mit ihr zusammenbleiben, aber Alkohol verkommt mehr und mehr zu einem roten Tuch.

    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und vielleicht einen guten Ratschlag.

  2. #2
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    Also wenn sie ein Alkoholproblem hat, und danach seihts aus, ohne wenn und aber "keinen Alkohol mehr", keinen einzigen Tropfen.

    Das heißt nicht, dass Du auch keinen mehr trinken darfst, soweit Du kein Alkoholproblem hast.

    Stelle sie radikal vor die Wahl, entweder der Alkohol, oder ich.

    Sie muss dafür sorgen, dass sie trocken wird, sie ganz alleine. Du kannst sie dabei unterstützen, mehr nicht!

  3. #3
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    Vielen Dank für deine Antwort erdbeerstiel.

    Aber wäre dies nicht schon fast emotionale Erpressung? Meine Einschätzung war, dass ich davor noch etwas zurückschrecke da es mir zu drastisch erscheint.

  4. #4
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    Das ist keine Erpressung! Wenn sie nicht zur Einsicht kommt, führt daran kein Weg vorbei. Es sei denn "Du" willst Dich unglücklich machen.

    Empfehle ihr einen Entzug, oder sie soll doch bitte darüber mit einem Therapeuten sprechen. Es kann ja durchaus sein, dass sie tieferliegende Probleme hat. Das meinte ich mit Unterstützung.

    Aber Du solltest ihr nahelegen, dass Du auf keinen Fall ihre Sucht auf irgendeine Art "akzeptierst".

    Das würde alles nur noch schlimmer machen.

  5. #5
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    In der professionellen Therapie von Alkoholsucht gilt die Maxime, dass die Patienten ihr ganzes Leben lang keinen Tropfen Alkohol mehr zu sich nehmen dürfen. Denn die Sucht im Gehirn ist meistens derart ausgeprägt (und das bleibt oft das ganze Leben), dass mit dem Alkohol-Geschmack der Drang zu trinken zu stark wird um ihn bewusst unterdrücken zu können. Dies geht soweit, dass sogar reifes Obst, Marmelade (wegen der möglichen Alkoholanteile durch Vergärung) und Hustensaft von ehemaligen Alkoholikern nicht konsumiert werden dürfen, da der Konsum einen Rückfall in exzessives Trinken auslöst. Ob die Ausprägung der Sucht im Gehirn bei Deiner Freundin bereits derart stark ist, ist natürlich nicht sicher - aber es wird sehr wahrscheinlich zu so drastischen Auswirkungen kommen, wenn sie weiterhin regelmäßig trinken sollte. Aus der Forschung ist bekannt, dass bei regelmäßigem Konsum ein einziges Glas Wein pro Tag oder sogar nur ein Vollrausch alle 14 Tage und dazwischen kein Alkoholkonsum (genannt Intervalltrinken) bereits nach einiger Zeit bei etwa 90% der Menschen zu einer Alkoholsucht führt (die aber dann leichter behandelbar ist, wenn sie noch nicht jahrelang anhält und noch nicht mehr als das getrunken wurde).

    Eine Alkoholsucht (auch eine leichte) zu bekämpfen ist schwierig und benötigt zunächst die Einsicht von ihr dass dies wirklich nötig ist - vielleicht solltest Du ein Gespräch mit einem Suchtexperten vorschlagen, damit sie wirklich erkennt wie gefährlich Alkohol als Droge ist - oder Du recherchierst glaubwürdige Informationen für sie von offiziellen Stellen. Außerdem kannst Du durchaus helfen, indem Du selbst keinen Alkohol mehr zu Dir nimmst - dies macht es für sie leichter und zeigt ihr auch, dass Du bereit bist viel für eure Partnerschaft zu investieren! Das kann motivieren. Wobei natürlich ihr Alkohol-Verzicht ihr sicherlich sehr viel für ihr ganz persönliches Leben helfen würde; aber das muss sie ja erst mal erkennen.
    Geändert von Thaddeus (09.03.2020 um 11:50 Uhr)

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Thaddeus für den sinnvollen Beitrag:

    Cailynn (09.03.2020),seyou (09.03.2020)

  7. #6
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    Vielen Dank Thaddeus. Sicherlich ist die Sucht noch nicht so stark, da sie sich ja nicht jedes Mal wenn sie trinkt wegschiesst. Das ist wohl eher je nach Laune, bzw. auf Partys. Ggf. liegt daher eine leichte Alkoholsucht vor. Ich versuche sie davon zu überzeugen, dass wir mal mit einer neutralen dritten Person (z.B. Suchtberater) reden sollten und wir uns eine Einschätzung holen ob hier eine Sucht vorliegt, oder warum der Gedankengang -> "OKAY Stopp ich habe genug getrunken, es reicht." Bei ihr nicht zu funktionieren scheint. Ich weiß, dass dies nicht einfach wird den wenn ich sie darauf anspreche kommt: "Also jetzt ist aber mal gut, du übertreibst".
    Und wer weiß, vielleicht übertreibe ich wirklich. Es ist ja auch nicht so, dass sie schon Mittags zur Flasche greift. Sie kennt halt nur ihre Grenzen (wenn sie trinkt) scheinbar überhaupt nicht (was ich sonst nur von Teenagern kannte).

  8. #7
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Zitat Zitat von erdbeerstiel Beitrag anzeigen
    Das ist keine Erpressung!
    Klar ist das Erpressung.
    Sie muss für sich entscheiden, was sie möchte. Und Du entscheidest für dich, was Du möchtest. Und Du möchtest keine Betrunkene an deiner Seite. Das kann sie respektieren oder nicht und Du musst dann sehen, ob Du damit leben möchtest.
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  9. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei LukeHB für den sinnvollen Beitrag:

    Pullus (09.03.2020),seyou (09.03.2020)

  10. #8
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Ich las mal, dass es neben der lebenslänglichen Abstinenz auch den Weg des kontrollierten Trinkens gibt. Damit habe ich mich nicht näher befasst, aber was ich las, fand ich sehr viel praktikabler als die lebenslängliche Abstinenz.

    Vielleicht magst Du mal danach googeln oder wie schon vorgeschlagen, bei einer Suchtberatungsstelle Dich zu informieren.
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

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