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Thema: Fühle mich Intelligenter als andere

  1. #9
    mobila
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    Auch hier stimme ich dir zu. Ich stelle mir oft vor, welche Art Leben und des Miteinanders möglich wäre, wenn es uns gelingen würde, unser eigenes und unser gegenseitiges Potenzial zu unterstützen. Ich stelle mir das wunderschön vor und ganz anders als das, was jetzt ist.

    Die Menge der Intelligenz nicht zu vergleichen ist wahrscheinlich sinnvoller, in vielerlei Hinsicht. Der Vergleich ist letzten Endes energieraubend und, meine Beobachtung, nur ein Weitertragen von Kindheitserfahrungen: Vermutlich wurde man selbst oft abgewertet- bei mir war es jedenfalls so. Zusätzlich musste ich mich aber meiner Intelligenz auch immer schämen, denn meine Eltern fühlten sich davon unheimlich bedroht...... Daher schaue ich wohl jetzt immernoch: Ist es sicher? Darf ich mich zeigen?
    In meiner jetzigen Arbeitsstelle fühlen sich die Kollegin schon bedroht, nur weil ich mal studiert habe. Sofort wird das Thema gewechselt und woanders hingesehen.
    Und das ist auch traurig, so viel von sich verstecken zu müssen, weil andere das nicht gut handeln können.

    Vielleicht geht das dem TE ähnlich, wer weiß. Ich habe das jedenfalls oft bei Menschen beobachtet, die Probleme mit ihrer Intelligenz haben: Sie wurden dafür beschämt.

  2. #10
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    Zitat Zitat von Anonym_96 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen, gleich zu Beginn, dass Ihr mich nicht falsch versteht. Ich weiss dass ich nicht besser oder Intelligenter als andere bin. ...
    Aber ich habe oft das Gefühl ich bin schlauer als meine Mitmenschen und ich rege mich täglich sehr oft über die (meiner Meinung nach) Dummheit anderen Menschen auf.

    ... wenn ich sage ich fühle mich Intelligenter als andere und mein Selbstbewusstsein ist wahrscheinlich deshalb auch sehr hoch.

    Ich kritisiere generell viel zu viel negativ aber ich komme nicht aus dieser negativen Haltung.

    Wenn ich von dumm rede(schreibe) meine ich damit nicht Wissensfülle, sondern Logic und das mitdenken. Zum Beispiel wenn Leute im Bahnhof-durchgang stehen bleiben um zu reden und den Fußgängerfluss so aufhalten, anstatt sich zur seite zu stellen.
    Das sind aber verschiedene Dinge, sich intelligenter / schlauer zu sehen während die anderen einfach nur dumm sind oder festzustellen, dass sie nicht mitdenken. Wie oft hat man einen Linksabbieger vor sich, der sich nicht links einordnet? Manche holen sogar noch nach rechts aus ... ärgerlich für alle, die nicht vorbeikommen. Dabei sollte es doch mit dem Motorrad immer möglich sein, vorbeizufahren. Wobei das schon (aus meiner Sicht) extrem ist, denn man muss nicht mal mitdenken, sondern es so machen wie man es in der Fahrschule gelernt hat und wie es vorgeschrieben ist. Darum finde ich das besonders asi. Aber deshalb bin ich ja nicht automatisch intelligenter oder leite sonst was davon ab. Von daher ist dein Titel sehr provokant.
    Zitat Zitat von mobila Beitrag anzeigen
    Ich halte mich auch für intelligenter als das Mehr meiner Mitmenschen und ich schäme mich nicht mehr, das auch auszusprechen. Ich spüre es, die anderen spüren es. Warum soll ich es also verstecken?

    Ich bin auf einem anderen Level als sie.

    Ich empfinde auch die meisten meiner Mitmenschen dumm. Von meiner Perspektive sind sie es.
    Super geschrieben, dir empfehle ich mal den Dunning-Kruger-Effekt zu reflektieren. Link
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  3. #11
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    Ich denke nicht, dass auf mobila der Dunning-Krüger-Effekt zutrifft.

    Für mein Empfinden geht es eher um das hier:
    Die Menge der Intelligenz nicht zu vergleichen ist wahrscheinlich sinnvoller, in vielerlei Hinsicht. Der Vergleich ist letzten Endes energieraubend und, meine Beobachtung, nur ein Weitertragen von Kindheitserfahrungen: Vermutlich wurde man selbst oft abgewertet- bei mir war es jedenfalls so. Zusätzlich musste ich mich aber meiner Intelligenz auch immer schämen, denn meine Eltern fühlten sich davon unheimlich bedroht...... Daher schaue ich wohl jetzt immernoch: Ist es sicher? Darf ich mich zeigen?
    In meiner jetzigen Arbeitsstelle fühlen sich die Kollegin schon bedroht, nur weil ich mal studiert habe. Sofort wird das Thema gewechselt und woanders hingesehen.
    Und das ist auch traurig, so viel von sich verstecken zu müssen, weil andere das nicht gut handeln können.

    Vielleicht geht das dem TE ähnlich, wer weiß. Ich habe das jedenfalls oft bei Menschen beobachtet, die Probleme mit ihrer Intelligenz haben: Sie wurden dafür beschämt.
    Je nach Umfeld können Kinder/Menschen dafür bestraft/beschämt werden, sich eigene Gedanken zu machen, eventuell ein gutes Gedächtnis und logisches Denkvermögen zu haben, auf Widersprüche hinzuweisen, Verschleierungs- und Verleugnungstaktiken der Bezugspersonen zu entlarven, Autorität in Frage zu stellen usw.
    Hat man das erlebt, empfindet man eine große Diskrepanz zwischen dem Denken, das man als "gewollt" kennengelernt hat, und dem eigenen. Hat man immer wieder Sätze gehört wie :"Du hälst dich wohl für besonders schlau", "hör auf zu diskutieren und tu, was ich dir sage" usw., so ist es wahrscheinlich eine gesunde Entwicklung, wenn man seine vormals von anderen abgewertete "Schlauheit/Intelligenz" zumindest für sich selber als positiv definiert.
    Wahrscheinlich ist man dann auch ziemlich sensibel für all die Strategien, die Menschen so anwenden, um sich nicht "entlarven" zu lassen.

    In Anbetracht der Tatsache, dass mobila der Persönlichkeitstyp "Advokat" ist, der sehr viel hinterfragt, bevor er sich eine Meinung bildet, erscheint mir der Dunning-Kruger-Effekt hier sehr unwahrscheinlich.
    Wie oft hat man einen Linksabbieger vor sich, der sich nicht links einordnet? Manche holen sogar noch nach rechts aus ... ärgerlich für alle, die nicht vorbeikommen.
    Ich hab mich gerade noch am Wochenende auch so "dumm" angestellt.
    Der Grund war, dass ich mich nicht auskannte, die Autos vor mir auf den aufgemalten Pfeilen standen, so dass ich nicht sehen konnte, um welche Abbiegespuren es sich handelte, und weil es eine komplizierte, sehr stark befahrene Kreuzung war. Ausserdem war ich gestresst und fühlte mich bedrängt und überfordert.

    Natürlich muß in einer solchen Situation dann auch noch einer (oder mehrere) hupen, um den Streßpegel noch zu erhöhen (und damit gleichzeitig das Denken zu erschweren), weil er selbstverständlich davon ausgeht, man sei entweder asozial, dumm oder kenne die Straßenverkehrordnung nicht und habe in der Fahrschule nicht aufgepasst.

    Man könnte in einer solchen Situation aber auch auf den Gedanken kommen, dass da vielleicht einer gestresst ist, und sich nicht auskennt, und selber ein wenig Freundlichkeit und Rücksicht walten lassen.
    So etwas würde ich "soziale Intelligenz" nennen.

  4. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    AnnDe (19.11.2019)

  5. #12
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    Dank LukeHB fand ich zur Wiki-Seite "Liste von kognitiven Verzerrungen". Finde ich persönlich noch viel interessanter und echt spannend.
    Der TE könnte sich mal wieder melden oder?

  6. #13
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    Ich hab mich gerade noch am Wochenende auch so "dumm" angestellt.
    Fehler macht jeder mal, besonders in kompliziertem Verkehrsgeschehen. Das von dir beschriebene Beispiel meinte ich nicht.
    Wenn auf einer geraden Straße mit einer Spur pro Richtung jemand einfach nur links abbiegt, ohne Pfeile oder sonstwas, ist es sicher nicht zu viel verlangt sich einzuordnen. Ich Fahre meist Motorrad und es sollte fast immer Möglich sein vorbei zu fahren. Ich bin sogar schon (ziemlich risikoreich) links vorbeigefahren, wenn zwischen Abbieger und Gegenverkehr viel Platz war. Das ist doch keine Wissenschaft.

    Ich verstehe es einfach nicht.
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

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  7. #14
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    @Luke, da kann ich nicht mitreden; ich fahre nicht Motorrad, und kenne deswegen diese Situationen auch nicht aus dieser Perspektive - eventuell geht es den meisten anderen Autofahrern auch so?
    Vielleicht können sie sich gar nicht in die Lage eines Motorradfahrers versetzen und achten deswegen auch nicht darauf, ob sie einen behindern?

  8. #15
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    Zitat Zitat von AnnDe Beitrag anzeigen
    Der TE könnte sich mal wieder melden oder?
    Bei der exorbitant hohen Anzahl an Texten welche Anonym_96 im Forum verfasst hat, gehe ich inzwischen von einem Fake aus.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  9. #16
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    “In der psychologischen Fachliteratur wird der Dunning-Kruger-Effekt nur selten angeführt, in Blogs und Diskussionsforen des Internets(...) hingegen häufig.“ - Wikipedia

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