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Thema: Führerschein- ein einziges Dilemma

  1. #1
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    Standard Führerschein- ein einziges Dilemma

    Hi Leute,
    ich habe im Herbst letzten Jahres einen neuen Job angenommen, bei welchem der Führerschein eine Einstellungsvorraussetzung ist.
    Diesen kann man innerhalb einer gewissen Frist nachreichen.
    Dementsprechend habe ich mich, nachdem ich den neuen Wohnort bezog, an einer Fahrschule angemeldet.
    Die Theorie war kein Thema, und wurde auch gleich bestanden, mit niedrigen Aufwand.
    Die Praxis ist die Krux, da sie teuer ist, und außerdem sind die Prüfungen schwer vorauszusehen.
    Bei der ersten Prüfung machte ich mir noch wenig Gedanken im Vorfeld, ich hatte sogar einen gütigen Prüfer, doch ich fuhr so schlecht, dass sogar dieser mich durchfallen ließ.
    Die zweite Prüfung war da schon schwieriger, da der Prüfer ein langjähriger Bundeswehroffizier war, und dementsprechend kleinlicher war.
    Das war auch der Punkt, wo ich schon eine Nachfrist beantragen musste, und auch die Kollegen es mitbekamen.
    Viele Kollegen, und das weiß ich, hoffen auch noch auf mein Scheitern.
    Ich muss dazu sagen, ich komme aus einer Großstadt, wo das Thema Fahrerlaubnis kein sonderlich Großes ist.
    Hier, im ländlichen Bereich, ist es anscheinend vollkommen normal, dass man mit 17/ 18 die Fleppen macht, damit man überhaupt wo hinkommt, was ich natürlich so nicht kannte.
    Prüfung Nr. 3 war heute, ich natürlich massiv unter Druck, und genau an diesem bin ich wohl auch gescheitert.
    Die Prüfung war nach ca. 15 min vorbei.

    Das kratzt natürlich am Selbstbewusstsein, und Existenzängste kommen natürlich noch hinzu.
    Eigentlich habe ich ein gesundes Selbstvertrauen, aber die Fahrschule hat es gänzlich aufgesaugt.
    Es ist halt etwas, was ich nur schwer beeinflußen kann, und aufgrund des Drucks, sitzt man da im Wagen, wie auf heißen Kohlen.
    Gerade für einen Mann ist es schon sehr dürftig, dass man nach 3 Versuchen es nicht geschafft hat.
    Hinzu kommen auch meine "queren" Gedanken, dass die Fahrerlaubnisprüfung vollkommen willkürlich ist, und viel zu viel Geld verschlingt.
    Es kann doch nicht angehen, dass ich trotz Arbeit, bei meinen Eltern Geld erbetteln muss, um eine Fahrerlaubnisprüfung ablegen zu können.

    Na ja, nun sitze ich hier, vor meinem PC, und bin einfach enorm niedergeschlagen.
    Ich habe bereits angefangen zu resignieren, obwohl mir bewusst ist, dass dies genau der falsche Weg ist.
    Ich muss also wieder die zwei Wochen Sperrfrist abwarten, eine Fristverlängerung beantragen, und mit dem Wissen leben, dass dies der letzte Versuch ist.
    Davon abgesehen, dass ich pendeln muss, da ich versetzt worden bin, ich also nicht mehr an dem Standort wohne, wo die Fahrschule ihren Sitz hat.

    Ich fühle mich zusehendst an dem Druck erstickend, vielleicht bin ich dies schon.

    I really don't know!

  2. #2
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    Standard

    Betteln bei den Eltern? Es ist doch dein Führerschein. Wie wäre es mit einem Kredit?
    Und ja, es ist normal einen Führerschein zu machen. Dieser ist im Berufsleben nun mal vielfach erforderlich.

    Wie wäre es denn mal mit Entspannungstechniken und gründlicher Vorbereitung auf die Prüfung.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

  3. #3
    Cailynn
    Gast

    Standard

    Naja..... ich habe auch keinen Führerschein. Weil ich ihn mir bis jetzt einfach nicht leisten konnte. Ursprünglich hatte mein Opa uns mal Erbe ausgeteilt das meine Mama für uns auf Seite gelegt hat. Damit wir später davon z.B. den Führerschein machen können. Mein Vater hat das ganze Geld geklaut und in seine Sucht investiert. Kurz darauf ist meine Mutter ja auch mit ihrem neuen Mann abgehauen und seit dem müssen wir gucken wie wir klar kommen.
    Es ist also nur dann normal den Führerschein zu machen wenn man es sich auch leisten kann. Leider kann das nicht jeder.
    Einen Kredit würde ich auch nicht wollen weil ich ihn gar nicht zuverlässig zurück zahlen könnte.
    Finde es manchmal interessant, was so als "normal" vorausgesetzt wird. Wo es doch einige Menschen gibt, für die das eine große Hürde (aus welchem Grund auch immer) darstellt.
    Die Lebenswege der Menschen sind doch so verschieden.

    Vielleicht kannst du Köstritzer dir jeden Monat ein bisschen Geld auf Seite legen, bis du die Summe zusammen hast. Ich versuche jeden Monat was für den Führerschein zur Seite zu legen, so gut es geht. Gegen deine Angst anzugehen finde ich da schwieriger als Geld zusammen zu kriegen. Wenn sich die Angst schon so eingebrannt hat ist es ja wie eine Art "Trigger" sobald du hinterm Steuer sitzt. Du bist ja dann jedes Mal konfrontiert. Es gibt doch solche Übungsplätze(?) Vielleicht kannst du vor der Prüfung mit einem Mensch deines Vertrauens dort das Fahren üben um wieder mehr Sicherheit zu bekommen? Den Tipp mit den Entspannungstechniken finde ich auch gut. Hast du damit schon Erfahrungen?
    Hast du mit deinem Fahrlehrer mal darüber gesprochen dass sich bei dir solche Ängste entwickeln? Ich denke, Fahrlehrer und Prüfer erleben es häufiger das Menschen unter Stress geraten oder durch Misserfolge Ängste entwickeln. Vielleicht heben sie ihre "Strenge" etwas auf wenn du offen sagst dass du sehr nervös bist?

    Aber was anderes: du schreibst, dass es doch gerade für einen Mann sehr dürftig ist es wiederholt nicht zu schaffen. Ich denke, diese Einstellung trägt auch viel zum Druck bei. Versuch das abzulegen.... das Geschlecht spielt doch überhaupt keine Rolle. Davon kann jeder betroffen sein, völlig egal ob männlich oder weiblich. Ich denke du bist da nicht der Erste, der in einer Prüfungssituation Angst hat oder Druck empfindet. Und auch wird es viele geben, die nachdem sie mehrfach durchgefallen sind den Mut verlieren. Das kann man ja auch gut verstehen...du solltest da keine übertriebenen Ansprüche an dich stellen blos weil du ein Mann bist.
    In erster Linie bist du ein Mensch. Und Menschen können Ängste entwickeln. Unabhängig vom Geschlecht. Kopf hoch....

    lg Cailynn

  4. #4
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Hi,

    ich denke, ich kann nachvollziehen, wie es dir geht. Früher lebte ich auf dem Land und war einer dieser junger Menschen, für die es normal ist, den Führerschein mit 17/18 zu machen, ich hatte damals finanzielle Unterstützung vom Jugendamt. Doch leider erging es mir wie dir, die Theorie bestand ich locker mit 0 Fehlern, an dee Praxis scheiterte es dann. Ich konnte einfach nicht fahren, machte immer die selben Fehler. Ich brach schon vor dem Versuch einer Prüfung ab, da ich immer ängstlicher in Bezug auf eigene Fehler wurde und das Fahren dadurch auch immer schlechter, da ich immer blockierter war. Ich nahm mir eigentlich vor ihn fortzusetzen, tat ich dann aber nie.

    Hast du denn eine Erklärung woran es bei dir liegt? Ist es nur der Druck in den Prüfungen oder fiel dir auch bei den Fahrstunden das Fahren schwer?
    Musst du die letzte Prüfung in zwei Wochen machen und weshalb denkst du, dass deine Kollegen sich freuen, wenn du nicht bestehst?

    lg

  5. #5
    Neuling Avatar von Helen-Irene
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    Hallo Köstritzer,
    ich gehöre auch zu den lernschwachen Fahrschülerinnen und es war für mich eine große Herausforderung. Meine Stundenzahl teile ich dir mal auf Nachfrage als PN mit, wenn die uns hier mal PN schreiben lassen. Folgendes hilft: Ein lieber, geduldiger Fahrlehrer, der nicht schimpft, selbst bei den dümmsten Fehlern nicht. Und mindestens 2x pro Woche 90 min, sonst gibt es kaum ein Lerneffekt. Die Fahrschule sollte das ermöglichen. Sonst wechseln.

  6. #6
    mops
    Gast

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    Zitat Zitat von Köstritzer Beitrag anzeigen
    Hi Leute,

    Die Theorie war kein Thema, und wurde auch gleich bestanden, mit niedrigen Aufwand.
    Die Praxis ist die Krux, da sie teuer ist, und außerdem sind die Prüfungen schwer vorauszusehen.
    Bei der ersten Prüfung machte ich mir noch wenig Gedanken im Vorfeld, ich hatte sogar einen gütigen Prüfer, doch ich fuhr so schlecht, dass sogar dieser mich durchfallen ließ.
    Die zweite Prüfung war da schon schwieriger, da der Prüfer ein langjähriger Bundeswehroffizier war, und dementsprechend kleinlicher war.

    I really don't know!
    Es ist ein Konzentrationsproblem.
    Ich bekam schon als Kind in der Schule mit.
    Das Ansteigen der Nervosität, innere Unruhe, führte dazu:
    Das ich mich nicht richtig auf den Unterricht konzentrieren konnte. Ich bekam zu wenig mit, was vorne an der Tafel erklärt wurde.
    Flüchtigkeitsfehler -- Fehler die durch innere Unruhe entstehen. Wenn ich zu Hause mehr Zeit habe, ruhiger gelassener bin, kann ich die Fehler vermeiden.


    Durch die Angst entsteht während der Fahrprüfung Stress. Durch den Stress entstehen Fehler.
    Dich nicht richtig auf die Fahrprüfung konzentrieren können. Wodurch du vieles nicht richtig machst.


    gruss mops

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