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Thema: Gesellschaft nach Corona

  1. #1
    Neuling
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    Idee Gesellschaft nach Corona

    Ich möchte hier eine Möglichkeit schaffen, Ideen zusammen zu tragen, wie unsere Gesellschaft nach dem Shutdown durch die Coronapanik aussehen kann. Vieles lief ja vorher schon in ungute Bahnen und spitzt sich quasi nun zu.

    Ich fang mal an:

    - ich möchte vor allem, dass wir wieder lernen selbst für uns Sorge zu tragen und somit bewusster leben, das schließt Solidarität mit „Schwächeren“ nicht aus

    - ich möchte ein anderes Bildungswesen, wo auch genau diese Eigenverantwortung mehr gefördert wird ( wobei ich da noch keine konkreten Vorstellungen habe)

    - ich möchte ein Geldsystem, was wirklich die erschaffenen Werte in einer Gesellschaft widerspiegelt ohne diese künstlichen Börsenprodukte, die es derzeit gibt, auf Bargeld möchte ich nicht verzichten

    - ich möchte, dass wir begreifen, dass es auch ohne dreimal mit dem Flieger zu jetten zu Erholung kommen kann, wenn gleich ich diese Freiheit niemandem verbieten möchte

    - die nun „Übernacht Digitalisierung“ kann man nutzen um das eigenen Arbeitsleben so zu gestalten, dass noch viel Zeit für Familie und andere bleibt

    - eine Welt ohne Massenkonsum wäre auch super, was braucht es wirklich zum Leben, diese Erkenntnis hat vielleicht jetzt jeder

    - ich möchte eine neue Diskussionskultur, wo man Andersdenkende nicht in eine komische Ecke stellt und ihnen nicht mehr zuhört, sondern schaut, was sie denken und warum

    - kein Geld mehr für Kriege

    So. Das wäre es fürs erste.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Zarah_Newton für den sinnvollen Beitrag:

    Helma (25.03.2020)

  3. #2
    Roman Verfasser
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    Ich finde es auch gut, wenn wir lernen, Sorge für uns selbst zu tragen.
    Alerdings wäre zu definieren, was genau das wohl heißt.
    Sorge für sich selbst zu tragen und Verantwortung für sich selber zu übernehmen, ist dem Menschen nur dann möglich, wenn ihm gezeigt wurde, was das bedeutet und wie das geht.
    Er muß sich erstens als "wert genug" empfinden, dass erst jemand anderer (die Bezugspersonen), und dann er selber Sorge für ihn trägt.
    Er muß ein Gefühl für sein eigenes Wohlbefinden und Gedeihen entwickeln, für seine eigenen Grenzen und für die der anderen.
    Er muß ein Gefühl der Selbstwirksmakeit entwickeln, und auch der Verantwortung. Er muß über eine gute Selbstregulation verfügen, und ein Bewußtsein über seine wirklichen Bedürfnisse. Er muß sich selber kennen.
    Er muß unterscheiden können zwischen seinen Bedürfnissen und den möglichen Strategien, sie zu befriedigen.
    Das alles sind die Grundlagen, die in einer guten, liebvollen Erziehung gelegt werden.
    Das ist also das A und O für Menschen, die für sich selber Sorge tragen können.
    Ich weiß nicht, ob die Qualität des Umgangs mit Kindern in der näheren Geschichte so gut war, dass man von "wieder" sprechen kann.
    Ich denke, eher das Gegenteil ist der Fall. Der Umgang mit Kindern war in der Geschichte katastrophal und zu sehr langen Zeiten darauf angelegt, eben keine Menschen heranzuziehen, die gut für sich (und andere) sorgen konnten.

    Alle anderen Dinge, ob es der Umgang mit Geld oder mit "Freiheiten" oder das Wirtschaften ist, würde von Menschen, die wirklich gelernt haben, was es bedeutet, Sorge für sich selbst (und für andere) zu tragen, und die eigenen Bedürfnisse (und damit auch die der anderen) wahrzunehmen, ganz automatisch anders gehandhabt werden als durch Menschen, die das eben nicht gelernt haben und sich selbst (und dem anderen) entfremdet sind.

    Dann gäbe es auch nicht den Begriff "Andersdenkende", denn wenn jemand "anders" denkt, muß es ja etwas geben, das sich darauf bezieht.
    Was sind "Andersdenkende"?
    Dazu gehört ja eine Gruppe/eine Mehrheit, die (angeblich) auf eine bestimmte, klar definierte Art und Weise denkt, damit es ein "anders" geben kann.
    Je nachdem, um was es geht, und welcher Gruppe man sich zugehörig fühlt, ist mal der eine, mal der andere "anders denkend", und manchmal werden die "gleich denkenden" auch von den "anders denkenden" über einen Kamm geschoren, obwohl sie alle gar nicht "gleich denken", nur damit die "anders Denkenden" sich als "Andersdenkende" fühlen können.

    Ich glaube, je mehr man sich selbst entfremdet ist, desto mehr hält man sich an Klischees und Schubladen fest, und je freier und differenzierter man selber ist, desto mehr Freiheit und Differenziertheit kann man auch im anderen erkennen und zulassen.

  4. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Der rote Faden für den sinnvollen Beitrag:

    Fafnir (26.03.2020),Helma (25.03.2020),Infinius (27.03.2020),Zarah_Newton (25.03.2020)

  5. #3
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    Wünsche mir mehr Deglobalisierung und einen fairen Handel.

    Die Andersartigkeit und regionalen Besonderheiten der Bevölkerung sind gewachsene Strukturen über Jahrhunderte angepasst an Klima, Ressourcen, Erfahrung und Kultur das bitte ich zu respektieren. Wissen und Innovation wünsche ich einen globalen medialen wohlwollenden Austausch.

    Einreisebegrenzung von Personen und Gütern auf jeden Kontinent, damit es kleineren und schwächeren Staaten möglich ist ihre eigene Volkswirtschaft zu schützen. Der Verkauf von Grund und Boden darf nur an natürliche Personen oder an den eigenen Staat erfolgen, die Bürger dieses Landes sind und dauerhaft sich dort aufhalten. Damit erhoffe ich eine umweltschonende Bewirtschaftung des Landes entgegen der kaptalisierten Ausbeutung und Unterdrückung.

    später fällt mir ggf. mehr ein...
    Grenzen setzen ist Ausdruck deiner Liebe zu dir selbst. Grenzen achten ist Ausdruck deiner Liebe zu Anderen.

  6. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei AnnDe für den sinnvollen Beitrag:

    Der rote Faden (25.03.2020),Helma (25.03.2020),Zarah_Newton (25.03.2020)

  7. #4
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    Ein super schöner Thread, Danke!!!
    Ich wünsche mir (u.a.), dass es so bleibt wie es jetzt ist: nämlich dass man sich nicht mehr genieren muss, wenn man um Hilfe bittet, oder wenn man Ideen, Vorschläge usw. für ein besseres Leben hat und diese eben nicht mehr als spinnert angesehen und belächelt werden.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Helma für den sinnvollen Beitrag:

    Zarah_Newton (25.03.2020)

  9. #5
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Zitat Zitat von Helma Beitrag anzeigen
    Ein super schöner Thread, Danke!!!
    Ich wünsche mir (u.a.), dass es so bleibt wie es jetzt ist: nämlich dass man sich nicht mehr genieren muss, wenn man um Hilfe bittet, oder wenn man Ideen, Vorschläge usw. für ein besseres Leben hat und diese eben nicht mehr als spinnert angesehen und belächelt werden.
    Wie genau meinst du das? Hast du dafür Beispiel vom einkaufen abgesehen?

  10. #6
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    Eine Gesellschaft ohne Rassismus die andere Kulturen in unserem Land respektiert und ein Miteinander ohne Ausschluss von Gruppen, Peronen, Andersdenkenden ua. möglich macht, wäre erfreulich.

  11. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Pullus für den sinnvollen Beitrag:

    manannan (25.03.2020),Zarah_Newton (25.03.2020)

  12. #7
    Roman Verfasser
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    Wer genau sind denn diese geheimnisvollen "Andersdenkenden"?
    Woran erkennt man sie, und was denken sie anders/anderes als andere?

  13. #8
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    Andersdenkende sind unter uns.

    Ich erlebe es immer mal wieder, dass diese durch Spitzfindigkeiten, die gut verpackt oder unterschwellig rassistisch sind, "angegriffen" werden.

    Diese Spitzfindigkeiten sind auch hier zu finden, sie führen ein Thema dann oft in eine andere Richtung, die Kernaussage der Spitzfindigkeit aber bleibt.
    Geändert von Pullus (25.03.2020 um 15:57 Uhr)

  14. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Pullus für den sinnvollen Beitrag:

    Fafnir (26.03.2020)

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