Seite 1 von 13 1234511 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 98

Thema: Gymnasium/Abitur

  1. #1
    Verleger Avatar von Fentanyl
    Registriert seit
    05.10.2012
    Beiträge
    3.509
    Danke
    645
    1.018 mal in 758 Beiträgen bedankt

    Standard Gymnasium/Abitur

    Hey @all,

    meine Cousine wird nun bald auf einem Gymnasium angemeldet werden. Wir texten oft und sie ist schon etwas aufgeregt, aber auch ängstlich.
    Ihre Eltern haben beide kein (klassisches) Abi gemacht - und ich ja sowieso nicht.
    Dennoch bin nun auch ich mal interessiert an dem Thema.

    An alle, die das Gymnasium besucht und dann Abi gemacht haben - auch wenn es schon länger her sein sollte -!

    Würde mich über Erfahrungen, Empfindungen, Gedanken und Erinnerungen aus dieser Zeit von euch freuen.

    Schreibt einfach drauf los...
    Was euch alles noch so einfällt

    Und:
    Hatten eure Eltern auch Abi?
    Habt ihr Geschwister (vllt auch kleiner), die beim Lernen gestört haben?
    War es eine schöne Zeit oder sehr anstrengend?

    Danke für Einblicke,
    Fen
    Born in Tragic Kingdom

    Alles Seltene für die Seltenen *Nietzsche

    Be yourself no matter what they say.

  2. #2
    Schreibkraft
    Registriert seit
    27.04.2018
    Beiträge
    288
    Danke
    194
    226 mal in 128 Beiträgen bedankt

    Standard

    Größtenteils war es eine schöne Zeit. Gerade in der Oberstufe mit den vielen Freiheiten die wir genossen haben. Mit dem schulischen kam ich locker mit, sodass ich auch nach der Schule kaum was für die Schule machen musste. Bin froh dass ich nicht nach der 10.ten eine Ausbildung oder so machen musste oder gar direkt arbeiten.
    Wir haben viel in der Schule gemacht, Schülerzeitung, Theater AG, auch später eine politische Gruppe in der hauptsächlich Leute aus unserer Jahrgangsstufe beteiligt waren.
    Und der Hauptgrund um Abi zu machen ist ja studieren zu können. Gab zwar Höhen und Tiefen, aber die Zeiten möchte ich auch nicht missen.

    Meine Eltern hatten kein Abi oder einen vergleichbaren Abschluss, mein älterer Brude hat vor mir Abi gemacht. Gestört hat er nicht, aber brauchte auch nicht helfen.

  3. #3
    Verleger Avatar von Ibwh1968
    Registriert seit
    06.04.2016
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    6.980
    Danke
    3.260
    3.647 mal in 2.509 Beiträgen bedankt

    Standard

    Meine Eltern haben beide nur eine geringe Schulbildung genossen. Ich habe das ABI 1989 in einer Gesamtschule mit integrierter Oberstufe gemacht. Die Zeit möchte ich nicht missen, sie hat mir sehr gut getan. In der 10. war ich noch voll das Kind ich wusste nicht was ich wollte und wohin mit mir, nach dem Abitur hatte ich eine grobe Vorstellung.
    Es ist eben eine Reifeprüfung, schließlich ist man aus der Schulpflicht raus und man muss sein Leben und auch das Lernen selbst in die Hand nehmen. Die Lehrer rennen einen nicht mehr hinterher, sondern überlassen das Lernen größtenteils den Schülern. Sie greifen erst bei aktiven Hilferufen ein. Das ist am Anfang etwas verwirrend, in der SEK1 ist man das pämpern gewöhnt.

    Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf. Platon (427 - 348 od. 347 v. Chr.)


  4. #4
    Neuling Avatar von Sollbruchstelle
    Registriert seit
    03.12.2018
    Beiträge
    65
    Danke
    56
    62 mal in 35 Beiträgen bedankt

    Standard

    Meine Mutter hat ihr Abi an einer Abendschule nachgeholt, ich selbst hab Abi gemacht.

    Ich hatte keine Geschwister, die mich gestört haben, meine Faulheit hat eher etwas gestört ... war aber insgesamt nicht schlimm.
    Ich konnte das schlimmste Fach (Physik) zum Glück in der Oberstufe abwählen, keine Ahnung ob das überall so ist.
    Insgesamt fand ich die Zeit sehr schön, ob nun den Stoff (meistens), die Lehrer oder die Mitschüler - alles war eher entspannt. Es gab zwei Ekellehrer und
    einen bescheuerten Mitschüler - das war es schon an Negativem. Naja, und Mathe XD
    (Ich war an einem Gymnasium in einem Ort mit ca 9000 Einwohnern, vielleicht ist es da entspannter als zB in der Großstadt, in der ich jetzt wohne?)

    Doch, war eine schöne Zeit. Ich wünsch deiner Cousine, dass sie das später auch sagen kann.

  5. #5
    Verleger Avatar von Physalis
    Registriert seit
    20.03.2011
    Ort
    Alte Bundesländer, Süd-Westen
    Beiträge
    10.248
    Danke
    1.496
    2.871 mal in 2.181 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich war die erste in der Familie, die Abitur machte und ich habe keine Geschwister.
    Die Bedigungen waren bei uns schwierig, da die Schule weit entfernt und die Busanbindung schlecht war. Wir waren täglich sehr früh und sehr lange unterwegs, auch nach der Schule, und mussten auch größere Strecken zu Fuß zurück legen.
    Der Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium fiel mir nicht leicht, da alle meine Freundinnen auf Gesamtschule gingen und ich auf dem Gymnasium zunächst keinen Anschluss fand. Die anderen in meiner Klasse stammten aus zwei größeren Ortschaften und hatten ihre Freunde mitgebracht. Ich war sehr einsam, was ich aus der Grundschule nicht kannte, wo ich sehr gut eingebunden war.
    Meine Leistungen sanken rapide ab. In der Grundschule war ich Klassenbeste, auf dem Gymi sahen meine Noten zunächst so aus, dass ich rückblickend froh sein kann, dass meine Eltern die Reißleine nicht zogen. Ich hatte direkt in Mathe und Englisch eine 4 und der Rest war auch nicht toll.
    Ab Mitte der 6. Klasse ging es aufwärts, da ich mich mit zwei Mädchen aus der Nachbarklasse anfreundete. Die eine ging dann zur 7. hin von der Schule weg, die andere kam in meine Klasse.
    Ab da ging es bergauf und bis zum Abit hatte ich eine gute Zeit.
    Ich würde immer wieder diesen Weg gehen.

  6. #6
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    26.09.2017
    Beiträge
    683
    Danke
    71
    189 mal in 157 Beiträgen bedankt

    Standard

    Nur meine Schwester hat Abi in meiner Familie. Mein Abi habe ich zwar nicht an einem Gymnasium gemacht, habe aber doch ein paar Erfahrungen sammeln können. In der Clique, in der ich war, habe ich die ehrlichsten Mitschüler und besten Kumpels überhaupt getroffen. Aufgrund von früheren schlechten Erfahrungen, war ich bestimmten ausländischen Personen gegenüber vorgenommen, bis ich jemanden getroffen hatte, der anders war. Ihm gelang es, dass ich mein Bild revidierte. Unser Klassenlehrer bemühte sich, die Gemeinschaft zusammenzuhalten, weil so mehr den Abschluss schaffen würden. Am Anfang verbrachten die Schüler der Klasse, zwei Tage in einer Holzhütte und wurden mit Aufgaben betraut, die sie erledigen mussten. Am Abend wurde Lagerfeuer gemacht. Als Gemeinschaft haben wir oft was unternommen und auch unser Klassenlehrer trank mit uns Bier. Wenn er zu viel trank, aß er eine Brezel und meinte "jetzt geht es schon wieder". Manche Lehrer würden das nicht als pädagogische Glanzleistung sehen aber er war beliebt und war wie ein Freund.

    Negative Erfahrungen machten ein paar, von Hand selektierte Schüler, mit einer launischen Deutschlehrerin und unserem ehrgeizigen, altmodischen, zornigen Mathelehrer. In einem Wirtschafts-Teamprojekt lernte ich eine Schülerin kennen, die später meine neue Freundin wurde. Sie war launisch und impulsiv, entschuldigte sich aber bei mir. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass jemand, der wenig verträglich schien und egoistisch wirkte, den Fehler einsah und sich entschuldigte. Ich vermute auf Drängen ihrer Mutter, die Psychologin ist. Wir gingen gemeinsam zum Abi-Ball. Sie hat mich im Laufe des Abends bezirzt und wollte, dass ich möglichst wenig mit anderen Frauen in Kontakt kam. Wir verbrachten die Zeit nach Sperrstunde noch in einer Bar. Ich fühlte mich schon lange nicht mehr so lebendig. Beim nächsten Treffen betrank sie sich und ich passte auf sie auf. Sie übergab sich und ich brachte sie nach Hause. Dann lernte ich nebenbei ihre Familie kennen. Ihre jüngere Schwester war anwesend, sagte aber nichts. Ich nahm in der Mitte Platz, meine Freundin hinter mir und ihre Mutter vorne und ihr Vater von der Seite stellten mir Fragen. Vielleicht doch etwas merkwürdig für ein erstes Kennenlernen. Ich denke, dass sich die Familie gegenüber anderen eher abgrenzen wollte.

    Ich habe viel gelernt, was ich später brauchen konnte und noch immer brauchen kann, ich erfuhr aber auch Einiges, was nicht für unser Bildungssystem spricht.

    Ich bin der jüngste in meiner Familie, mich störte keiner. Die Zeit war anstrengend, zu tun war viel. Ich machte meine Hausarbeiten spät und schob die Arbeiten nach hinten, die mir wenig Spaß bereiteten. Beim Lernen bin ich manchmal mittendrin eingeschlafen und habe danach weitergemacht. Ich hätte gerne einige Lehrer getauscht und die belletristische, deutschsprachige Literatur war öde - Von Parzival und Die Nibelungen über Lessing hin zu Storm, Ibsen, Kafka, Mann, Böll, Grass und neueren Autoren.
    Geändert von ein_user (07.12.2018 um 23:31 Uhr)

  7. #7
    Verleger Avatar von mops
    Registriert seit
    17.10.2011
    Ort
    b. Berlin
    Beiträge
    9.517
    Danke
    2.647
    2.697 mal in 2.215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    Ich konnte das Abi nicht machen. Ich leide unter Konzentrationsschwäche. (Ich bin nicht vollkommen!)

    Unsere Eltern waren geschieden. Mein älterer Bruder hatte eine größere Beziehung zu unseren Vater. Er schlug ihm vor, bei Karl-Zeiss Jena, als Feinmechaniker sein Abitur zu machen.

    unsere Mutter und ich fanden die Idee gar nicht so schlecht. Eine Berufsausbildung mit Abitur!
    Er entdeckte die Fotografie als Hobby und wurde später Kameramann. Er wurde auch mal mit der goldenen Kamera ausgezeichnet.


    Das Problem bei vielen ist, was sie nach dem Abitur weiter machen. Es gibt auch einige Fälle im Forum. Als kann er erst mal den Beruf ausüben und dann weiter sehen, was er studiert. Das er nicht gezwungen ist, gleich zu studieren.

    Unser Vater hat als Kinderarzt studiert.


    gruss mops.







    „Du kannst doch Sprechen!“ - dadurch gibt es feste Vorstellungen vom Sprechen.
    Konzentrationsstörungen - es gibt feste Vorstellungen von der Konzentration.
    Vollkommenheit - wie Perfektionismus.

    Konzentrationsschwäche – wie gut kann ich mich konzentrieren. Diese Vorstellung gibt es so gut wie gar nicht. Es wird nicht darüber geredet.
    Ich bin nicht vollkommen! - Wie vollkommen bin ich?

  8. #8
    Cailynn
    Gast

    Standard

    Ich hab Fachabitur.... gilt das auch? Das Fachabi habe ich automatisch über die Erzieherschule gemacht, ich könnte jetzt theoretisch an einer FH studieren, möchte ich allerdings nicht. Mein Fachabi gilt ja nur für bestimmte Richtungen, ich könnte damit nicht an eine Universität gehen, deswegen weiss ich jetzt nicht ob mein Beitrag für dich relevant ist. Aber da deine kleine Cousine ja grade erst die Grundschule(?) verlässt....

    Ich fand die Zeit in der Erzieherschule sehr schön. Bei uns war die Klasse bunt gemischt. Ich denke das hat man in einem gängigen Gymnasium, wo alle ungefähr das gleiche Alter haben, nicht. Die jüngste in unserer Klasse war 19, die älteste 46. Dadurch waren wir eine bunt gemischte Klasse und ich hab das sehr genossen. Wir haben total tolle Gespräche geführt, privat aber auch im Unterricht. Vor allem weil alle auch Lust auf die Ausbildung hatten und eine gewisse....ich sage mal... Grundreife da war.
    Was mir an der Oberstufe gut gefallen hat war das selbstorganisierte Lernen. Wir haben in vielen Modulen (Fächer gab es nicht, das waren Module) Gruppen gebildet, einen Auftrag bekommen (zu einem speziellen Thema das wir teilweise selbst wählen durften) und es dann als Gruppe ausgearbeitet und der Klasse vorgestellt. Für mich war das super weil ich eher ein aktiver Lerntyp bin. Bei reinem Blockunterricht geht meine Aufmerksamkeit schnell flöten....
    Man hat viele Freiheiten und Möglichkeiten, die man in anderen Klassen bzw. Schulformen so nicht hat. Aber natürlich auch mehr Verantwortung und viel Arbeitsaufwand... es wird auch von dir erwartet bestimmte Dinge in bestimmter Zeit stemmen zu können.
    Zu den Lehrern hatten wir immer ein lockeres Verhältnis. Viele unserer Fachlehrer sind Lehrkräfte auf dem zweiten Weg.... die selbst als Erzieher, Sozialpädagogen oder Psychologen tätig waren und sich dann dazu entschlossen haben, Fachlehrer an der Erzieherschule zu werden. Und das hat man auch am Unterricht gemerkt. Die hatten sehr viel Berufserfahrung, konnten uns ganz anders an Themen heran führen und unterstützen als die Lehrbuchpädagogen...^^

    Die Zeit vor dem Kolloquium haben wir viel Raum zur Vorbereitung bekommen. Bei uns bestand die Prüfung aus schriftlichen Teilen in allen Modulen, aus einem Abschlussprojekt das in der Einrichtung gemacht wurde (dieses mussten wir auch verschriftlichen) und einem Kolloquium, also einer mündlichen Prüfung, in der wir unser Projekt vorgestellt haben und danach Rede und Antwort stehen mussten. Aus den 3 Teilen hat sich eine Gesamtnote geformt die darüber bestimmt hat ob du das Fachabi bekommst und dich staatlich anerkannte Erzieherin nennen darfst

    Für mich war das eine stressige aber auch sehr schöne Zeit. Vor allem ganz anders als die Schulerfahrung, die ich die ganzen Jahre davor gemacht habe. Schule war für mich immer sehr negativ behaftet, in der Erzieherausbildung hat sich das sehr geändert und darüber bin ich froh.
    Ich denke deine Cousine wird eine schöne Zeit haben. Und wenn sie nicht klar kommt, kann sie immer noch wechseln. Die 5+6 Klasse sind ja Orientierungsstufen in denen ein Wechsel noch recht unkompliziert ist...

    Meine Eltern haben beide kein Abitur, sie haben beide Hauptschulabschluss und danach eine Ausbildung gemacht. Meine Schwester hat auch Fachabitur (sie arbeitet im Krankenhaus) und meine Stiefschwester hat normales Abi gemacht, aber nie studiert. Ansonsten haben in meiner Familie noch 3 Cousinen/Cousins Abitur, alle anderen mittlere Reife+ Ausbildungen (von denen, die schon arbeiten, die meisten sind noch jünger und Schüler).
    Gestört hat mich beim lernen niemand denn ich wohnte da schon alleine was für mich ganz gut ist denn ich lasse mich leider zu leicht ablenken.

Seite 1 von 13 1234511 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 49
    Letzter Beitrag: 17.12.2016, 00:23
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 17.11.2016, 22:25
  3. Jahr 1 nach Abitur
    Von NHFC07 im Forum Beruflicher Erfolg
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 28.05.2015, 04:04
  4. Abitur neben Therapie
    Von 20millionmilestohope im Forum Beruflicher Erfolg
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 29.09.2012, 23:57
  5. Abitur und Studium starten
    Von Lord_Calf im Forum Universitäten
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 10.01.2008, 02:12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •