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Thema: Habe ich Depression oder Zwangsgedanken? Ich weiß nicht weiter...

  1. #1
    Neuling
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    Standard Habe ich Depression oder Zwangsgedanken? Ich weiß nicht weiter...

    Hey Leute,

    Ich weiß gar nicht wie ich genau anfangen soll... Also erstmal zu mir. Ich bin männlich (ja, trotz des Nicknames ^^), zwischen 15 - 20 und heiße Fabi. So viel Info sollte reichen, hoffe ich. Nun aber mal zum interessanten Teil; dem Grund, der mich zum Verfassen dieses Artikels bewegt hat.

    Ich befinde mich seit knapp 7-8 Wochen in einer sehr merkwürdigen Phase. Ich habe die totale Angst, nie wieder geliebt werden zu können, mich selbst zu verabscheuen und manchmal sogar das Gefühl, dieses Leben nicht weiter leben zu wollen. Und wie diese Gefühle aufkamen, ist etwas merkwürdig.

    Erstens: Ich habe einige Male eine leichte Erektion bekommen, wenn sich meine Katze auf meinen Schoss setzte. Ich habe das immer verdrängt und abgetan als pubertär, körperliche Reaktion auf die Berührung dieser naja... empfindlichen Zone. Nie hatte ich auch nur den Gedanken an Sex mit Tieren. Ich habe eigentlich recht gewöhnliche sexuelle Interessen... Seit diesen 7-8 Wochen allerdings, geht mir durch den Kopf, dass ich ja zoophil sein könnte oder so... So viel dazu.

    Zweitens: Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, habe ich so getan als hätte ich Sex mit einem Plüsch-Teddy. Ich konnte mir nichts so richtig unter Sex Vorstellen, also habe ich versucht das zu imitieren, was man in dem Alter halt schon über die Sache weiß. Ich war interessiert an Selbstbefriedigung, da ich bereits davon gehört hatte, wusste aber nicht wie es funktioniert. Also habe ich versucht, den Sex so gut ich konnte nach zu stellen.
    Auch diese Erinnerung, existierte die letzten Jahre über nicht mehr. Bis ich mir dessen vor einigen Wochen wieder bewusst geworden bin.

    Drittens: Immer mal wieder ist in mir die Frage hochgekommen: Was ist, wenn du mal pädophil wirst? Ich habe noch nie sexuelle Neigungen gegenüber Kindern verspürt, wirklich nicht. Aber seit diesem genannten Zeitraum und seitdem ich mich wieder an die ersten beiden Dinge erinnere, taucht diese Frage immer öfter in meinem Kopf auf. Und davor habe ich eine riesige Angst.

    Ich war eigentlich immer ein recht zufriedener Mensch. Ich war zwar schon mal mit meinem Äußeren unzufrieden und auch schon oft auf der Suche nach mir selbst, aber grundsätzlich war ich glücklich mit dem was ich war und was ich hatte. Ich habe schon immer für mich als Lebensziel definiert, dass ich richtig, wahre Freundschaft und Liebe erleben will. Also Beziehungen, in denen ich all meinen Gedanken freien Lauf lassen und mich verstanden, sowie geliebt fühlen kann. Seit mir aber die oben genannten 3 Punkte durch den Kopf gehen, fühle ich mich elend. Ich liebe so viele Sachen am Leben und an der Welt, die ich am liebsten mit einer geliebten Person erleben wollen würde. Und dabei würde ich Freiheit und reines Glück empfinden wollen. Aber wie soll das möglich sein, wenn ich mir selber dauerhaft diese dunklen Seiten meiner Selbst aufzeige? Und wer würde denn bitte einen Menschen leiben, der solch abartige Dinge tat, dachte und fühlte? Wer würde mich noch für einen normalen, liebenswerten Menschen halten und mich wirklich wertschätzen?

    Seitdem all dies hoch kam, versuche ich dagegen anzukämpfen. Ich sage mir, dass das alles nicht außergewöhnlich ist und es mich nicht zu einem schlechteren Menschen macht. Dass ich noch geliebt werden und glücklich sein kann. Aber ich glaube mir nicht... Es gab Tage an denen ich dachte mir ginge es besser. Tage an denen ich mich wieder wie mich selbst gefühlt habe. Aber das wurde immer zu Nichte gemacht. Immer, wenn ich Lieder hörte die ich liebte oder Fotos von wunderschönen Orten sah, fiel ich in ein tiefes Loch. Mich überkam das Gefühl, all diese positiven Gefühle nicht zu wollen und erst recht nicht zu verdienen.
    Seitdem finde ich kaum mehr Ablenkung. Oder Motivationen und Gründe mich noch anzustrengen. Mir gehen langsam die Gründe aus, dieses Leben weiter führen zu wollen. Aber Suizid begehen würde ich nicht, nie. Auch wenn mir jegliche Motivation zum Leben Abhanden gekommen ist. Das sagt mir, dass irgendwo in mir die Hoffnung auf Besserung schlummern muss. Ich weiß nur nicht, ob und wie ich sie wecken kann...

    Bin ich also verdammt zu einem einsamen, verbitterten Leben ohne Freude, Liebe und Ästhetik? Bin ich tatsächlich ein perverser Freak, der keinerlei Zuneigung verdient? Denn als solcher fühle ich mich gerade... Und ich habe Angst, dass mich jeder so betrachten würde, sobald ich ihm von all dem erzähle...
    Ich weiß wirklich nicht mehr wie ich mit all diesem Kram umgehen soll...

    Was sagt ihr dazu?

    Gruß

    Not Emma

  2. #2
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    Hallo Notemma,

    ich finde es nicht ungewöhnlich, wenn man erregt ist, wenn sich eine Katze an eine besonders erogenen Zone schmiegt, ich würde es als ganz normale Reaktion empfinden und keinen Gedanken an Sex mit Tieren haben. Es ist halt eine erogene Zone und wer da rankommt, löst Wohlgefühl aus.

    Aber Du bist verunsichert und weißt es nicht einzuordnen. Wahrscheinlich ist es schwierig, wie man sich damit Klarheit verschaffen kann, dass es nichts Beunruhigendes ist. Würdest Du Jemandem, der viel weiß über die Entwicklung von Sexualität in der Jugend glauben? Es gibt online-Beratungsstellen für Jugendliche von Psychologen, da Sexualität erst mal sehr verwirrend sein kann. Und viele damit nicht so genau wissen, wohin man sich wenden kann, besonders dann, wenn es von der Gesellschaft abweichende Empfindungen sind, die man empfindet.

    Oder wäre hilfreich, von Gleichaltrigen zu lesen, wie es für sie ist?

    Ich wünsche Dir, dass Du Deine Verunsicherung bald wieder loswirst. Wenn Du schon immer eine glückliche Beziehung angestrebt hast, dann wirst Du diese auch haben werden. Bist Du gerade verliebt?

    Alles Gute Mona-Lisa
    Man muß mit Allem rechnen, sogar mit dem Schönen!
    Es gibt tausend Gründe, alles beim Alten zu belassen, aber nur einen, etwas zu ändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus!

  3. #3
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    Hey,

    Danke für die Antwort. Tatsächlich ist das mit der Katze nur das geringste von den drei Problemen. Ich danke dir dennoch für die Einschätzung.
    Was mir helfen würde ist, von einer geliebten, mir nahe stehenden Person zu hören, dass ich noch voll normal beziehungsweise liebenswert bin.

    Lg

    Not emma

  4. #4
    Verleger Avatar von Draugr
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    Moin, zwanghafte Gedanken hinsichtlich jener Orientierung scheinen vgl. verbreitet zu sein.

    Dass du realisierst, jetzt "normal" zu sein , dürfte wohl der entscheidende Aspekt sein.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  5. #5
    Neuling
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    Ja... Und da liegt das Problem.
    Ich habe das Gefühl in den Augen anderer jetzt ein perverser Freak zu sein. Dabei gibt es soviel an mir, das ich selber wertschätze und worauf ich stolz bin.
    Aber das zählt jetzt nicht mehr...

  6. #6
    Verleger Avatar von Draugr
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    Du müsstest in eine Therapie wegen der Sache, der springende Punkt ist offenbar dein Denken.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  7. #7
    Nachwuchs Autor
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    Ich hatte meinen ersten Orgasmus als Kind auch mit einem Stofftier - wäre aber niemals auf die Idee gekommen, zoophil zu sein, oder dass das irgendwie "abartig" wäre. Es war/ist vielmehr vollkommen unschuldig und normal, denke ich.

    Kann es sein, dass dir als Kind Schuldgefühle eingepflanzt wurden, als du deine Sexualität entdecken wolltest?
    Dazu könnte auch die Angst passen, pädophil zu sein. Das könnte sich auf dich selber beziehen, auf dich als Kind.
    Vielleicht ist ein Teil von dir noch in diesem kindlichen Zustand und irgendeiner dir zugewiesenen "Schuld", die du nicht verstehen konntest, und die auch nicht zutraf, verhaftet.
    Die kindliche Entdeckung der eigenen Sexualität ist immer unschuldig (und wichtig). Da hat kein Erwachsener reinzureden und zu urteilen.

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