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Thema: Habt ihr Erfahrungen mit Duloxetin?

  1. #1
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    Standard Habt ihr Erfahrungen mit Duloxetin?

    Diagnose: Angststörung, histrionische Persönlichkeitsstörung, unreifes Verhalten


    Hallo ihr Lieben,


    gibt es einige von euch die Duloxetin als Wirkstoff nehmen?

    Ich frage mich halt ob bestimmte Eigenschaften meines Freundes vielleicht von dem Medikament kommen.


    Vor seiner abgebrochenen Therapie hat er Paroxetin genommen. Im Krankenhaus wurde er auf Duloxetin umgestellt. 60mg täglich. Sie waren der Meinung das Paroxetin nichts für seine Angstzustände sind.


    Er wurde dann irgendwie immer emotionsloser. Er hat mal zu mir gesagt, es macht mir nichts aus das du gehst, es würde mir auch nichts ausmachen wenn mein Mercedes jetzt gegen den Baum kracht. Seine Angstzustände waren dann tatsächlich verschwunden. --> wenn ich ehrlich bin mochte ich die Ängste lieber als dieses gefühlskalte, emotionslose.


    Er hat mir aber jetzt mitgeteilt (wir sind nicht mehr zusammen), dass trotz des Medikaments die Ängste wieder da sind. Er rennt wieder andauernd zum Arzt wegen eingebildeter Krankheiten. Jetzt hat er Schulterschmerzen. Der Arzt meint es kommt von der Psyche. Er leidet auch unter Erektionsstörungen, die aber erst jetzt eingetreten sind (Nebenwirkung). Er hat ganz "zerfressene" Hände. Er kaut nicht die Fingernägel runter, sondern knaubelt die Haut von den Fingern ab. Das sieht furchtbar aus (ich habe ihn zwei Wochen nicht gesehen), er wirkt sehr unentspannt, eher sehr unruhig. Er hat jetzt mit seinem Hausarzt gesprochen, er setzt jetzt das Medikament in der Dosierung nach unten? Macht man sowas? Von 60mg auf 30mg?
    Der Hausarzt ist ein Allgemeinmediziner, kein Psychater.
    Das macht er jetzt seit Dienstag. Ich habe kein Kontakt im Moment. Ich gehe lieber etwas in Deckung.

    Nächste Woche geht er wieder arbeiten, 40 Stunden und muss dann 120km eine Strecke fahren. Ist 13 Stunden unterwegs. Ich mache mir Sorgen.

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Ein paar Gedanken zu diesem Thema:

    Mit diesem Wirkstoff habe ich selbst keine Erfahrung. Medikamente können nur unterstützend wirken - die Ängste wird er so (meiner Meinung/Erfahrung nach) garantiert nicht los. Manche Betroffene müssen erst ganz unten sein, bevor sie sich helfen lassen und/oder in die Pötte kommen, etwas zu ändern. Vielleicht trifft das auch auf ihn zu.

    Den Angehörigen (gefühlt bist du das offenbar noch) bleibt leider nichts anderes übrig, als auszuhalten, dass sie so gut wie nichts tun können.

    Emotionslosigkeit: Das kann auch mit dem Krankheitsbild an sich zu tun haben. Ich hatte das phasenweise auch bei gleicher Medikamentierung (Depression + Angststörung).

    Änderung Medikamentendosis durch Allgemeinarzt: Ich halte es für recht normal, dass an der Dosierungs-Schraube gedreht wird - einen Facharzt braucht man meiner Ansicht nach dafür nicht zwingend.

    Mein Eindruck ist, dass du dich mehr um ihn, als um dich selbst sorgst.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    Steffi1607 (03.01.2020)

  4. #3
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    Danke erstmal für deine Antwort.

    Im Moment geht es. Wir haben keinen Kontakt, nur sporadisch.
    Er ist halt diese Woche an einem Tag seinen Balast bei mir los geworden. Kann ich auch nicht nochmal machen, weis ich auch.

    Ich antworte nicht auf seine Nachrichten, wenn sie belanglos sind. Ich habe für mich erkannt das mir das nicht gut tut. Dieser dauernde Kontakt zwischen uns. Es war ein kurzes Gespräch. Natürlich ist er mir wichtig. Und es sollte jedem Menschen so gehen, dass man sich sorgen macht um andere Menschen die einen wichtig sind. Ja sicher ist es nicht mehr mein Problem. Ich mische mich auch nicht mehr ein. Ich habe ihn mehrfach gesagt, dass nur ein Psychologe oder eine Therapie hilft. Mehr kann ich nicht tun.

    Trotdzem interessiert es mich halt, wie die Erfahrungen mit diesem Medikament sind. Alle anderen Gedanken, mache ich mit mir selbst aus. Und wenn darüber einer Bescheid weis. Dann bin ich gespannt und würde mich freuen.

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