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Thema: holotropes Atmen

  1. #1
    Fantalimette
    Gast

    Standard holotropes Atmen

    Hi,

    weiss jemand was holotropes Atmen ist bzw. hat jemand schon Erfahrung damit?

    Durch Tiefenatmung und Musik wird ein außergewöhnlicher Bewusstseinszustand hergestellt, in dem unverarbeitete Elemente aus der Lebensgeschichte integriert werden können, eine Begegnung mit Geburt und Tod stattfinden kann oder spirituelle Erfahrungen möglich werden. Alte Wunden heilen und die Dimension des Seins wird wiederentdeckt.

    Ich habe 2 mal daran teilgenommen und hatte dann das Gefühl gehabt das ist doch nicht gut für mich.
    Es kommen Dinge hoch mit denen man nach dem Kurs ganz alleine da steht.
    Doch langsam denke ich wieder daran... es hat mich weitergebracht, mir immens viel Energie gegeben.
    Die erste Atemerfahrung war ich in einem krassen Zustand von purer Lebensfreude.
    Danach war ich eine Zeit lang quicklebendig und sprudelte nur so vor Energie, das war der Wahnsinn. Bei der zweiten Sitzung kamen mehr
    Gefühle aus der Kindheit hoch- ein sehr befreiendes Gefühl.

    gerne würde ich eure Meinungen dazu hören
    Geändert von Fantalimette (25.05.2012 um 01:52 Uhr)

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Fantalimette,

    ich halte nicht viel von solchen oder ähnlichen Psycho-Kursen, egal ob Holotropes Atmen, Familienstellen oder was da noch so angeboten wird.

    Wenn man eine stabile Psyche hat und genügend Struktur, dann macht man vielleicht eine katarische Erfahrung und kommt damit klar.

    Wenn man eh schon ehr destabil ist, dann ist das ehr kontraindiziert.

    Überhaupt bezweifle ich, dass der alleinige Einsatz von katartischen Techniken wie das holotrope Atmen hilfreich ist. Das Erlebte muss verarbeitet und in den Alltag integriert werden können.

    Wenn das Holotrope Atmen innerhalb einer festen Therapie-Gruppe stattfindet und eingebettet in eine Halt-Gebende Therapie: meinetwegen.

    Wenn das fehlt, dann stehst Du - wie Du schon festgestellt hast - hinterher erstmal alleine da und musst den ganzen Wust allein verarbeiten.

    Grüße
    psycho-logisch

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Fantalimette und psycho-logisch.

    Ich habe einige Erfahrung mit dem holotropen oder verbundenen Atmen und in dem Bereich sogar eine Ausbildung gemacht.
    Diese Techniken sind ja dazu da, weiter zu kommen und in Bereiche vorzustoßen, in die man sonst nicht kommt und da funktionieren sie ganz wunderbar.

    Probleme gibt es eigentlich nur, wenn man, wie ihr schon sagtet, danach alleine gelassen und nicht wieder vernünftig „geerdet“ wird.
    Es ist eine sehr kraftvolle Technik, mit der man nicht unbedarft herumspielen sollte und die man die ersten Mal nicht allein im Wohnzimmer ausprobieren sollte.

    Es ermöglicht einem intensiv regressive Erfahrungen zu machen, die oft mit Geburtsereignissen assoziiert sind. Durch diese kann man ab und zu auch in spirituelle Erlebnisbereiche vorstoßen.

    Ich finde es erstaunlich, dass diese gezielte Hyperventilation keinen uniformen Mechanismus in Gang setzt, sondern manche eine kurze Hyperventilationstetanie erleben, andere nicht.
    Auch erlebt man diese Muskelanspannungen bei einer Sitzung, bei der nächsten nicht, vier Sitzungen weiter, dann wieder doch.

    Ich habe diese Sitzungen liegend, stehend und im (Thermal-)Wasser erlebt, einzeln und in Gruppen, das verändert die Sitzungen noch einmal.

    Ich habe mich selten so friedlich gefühlt, wie nach mancher Atemsitzung.
    Das Gefühl sich dem eigenen Atem anvertrauen zu können und zu müssen ist für mich eine schöne Erfahrung gewesen, wenngleich es richtig ist, bei Menschen in Psychosenähe erst mal sehr vorsichtig zu sein. Da sollte sich nur ein erfahrener Therapeut heranwagen.

    Gruß,

    Schatten

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Schatten für den sinnvollen Beitrag:


  5. #4
    Neuling
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    Auch wenn das Ganze schon eine Weile her ist hier, aber ich beschäftige mich im Moment auch mit dem Thema... Ich habe vor "andere Welten" (so nenne ich es mal) zu entdecken.
    Ich versuche seit ein paar Wochen schon Meditation.
    Dann hörte ich von diesem holotropen Atmen. Da dieses aber mit Hyperventilation zu tun hat, traue ich mich da nicht heran.
    Hyperventilation hatte ich nämlich bisher nur, wenn ich Angst oder Panik hatte... Auch waren die Erfahrungen nicht gerade schön... ich wurde ohnmächtig und hatte mich danach meist übergeben Der Moment in dem ich weg war, war aber ganz ok Aber das wieder kommen, war schrecklich. Ich war schwer und mir war kotzübel.

    Außerdem sollten auch, wie schon erwähnt vertraute Personen dabei sein, denke ich mal, vor allem, wenn man einen "Bad Trip" bekommt, denn nicht jeder hat immer einen guten Trip

  6. #5
    Schreibkraft Avatar von Melvin
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    Bei mir ist es auch schon ziehmlich lange her und über die psychische Wirkung kann ich nicht viel sagen, außer dass ich mich zunächst sauwohl gefühlt hatte (wobei es mir zu der Zeit auch so schon recht gut ging). Die Verspannungen an Mund und Händen waren nicht so schlimm, nur irgendwann bekam ich Kreislaufprobleme und mir wurde (wie auch VerrückteSchüssel schon berichtet hat) furchtbar übel, so dass ich die Sitzung beendete. Eine leichte Übelkeit dauerte dann noch ne Stunde oder so an. Insgesam aber hatte ich den Eindruck, ungewöhnliche, tiefe und angenehme Erfahrungen gemacht zu haben.
    Wenn ich es nochmal machen sollte, würde ich die Hyperventilation wahrscheinlich etwas vorsichtiger angehen.

    Schöne Grüße
    Melvin
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  7. #6
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    Hey Leute,

    ich hab von sowas null schnall und hab ma gegoogelt. Spannende Sache. Für alle nichtwissenden wie misch hier infos:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Holotropes_Atmen


  8. #7
    mops
    Gast

    Standard

    Hallo,

    Ich betreibe konzentriertes Atmen.
    Irgendwie komme ich leichter in Aufregung. Lernen ruhiger und gelassener werden. Nach und nach mich auf meine Atmung zu konzentrieren. So dass ich das ein- und ausatmen spüre. Wenn ich mich auf den Fußspann konzentriere spüre ich den Wechsel von ein- und ausatmen.

    Es kommt immer wieder dazu, auf meine Atmung achte.
    Bei Aufregung steigt die Atmung an. Der Puls und der Blutdruck steigt. Durch das Lernen ruhiger und gleichmäßiger zu atmen, kommt es seltener vor. Ich habe damit eine innere Stabilität erreicht.


    gruß mops

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