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Thema: Ich bilde mir ein Pinkeln zu müssen :((

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich bilde mir ein Pinkeln zu müssen :((

    Vorab:
    Ich hab gesehen, dass es einen Beitrag zu dem Thema gibt. Bei mir ist das jedoch ein bisschen anders als bei der anderen Person, da diese sich wirklich eingenässt hat und ich nicht, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.

    Zu mir:
    Ich bin weiblich und 17 Jahre jung. Vor ca 5, bzw. 3 Jahren hat alles angefangen. Mitte der 6. Klasse hatte ich jeden Tag durchfall. Immer während des Unterrichts, daheim war alles ok. Mir war das sehr sehr peinlich und mein Lehrer meinte, ich solle mal zum Arzt. Ich hab meiner Mutter erzählt, dass ich immer Durchfall hab und diese meinte, dass ich mir das nur einbilde und ich mich ablenken soll durch zählen o.ä., da sie das auch hatte und ihr das geholfen hat.
    Es war so extrem, dass ich wieder musste, sobald ich mich hingesetzt hab und schmerzen bekommen hab. Auch musste ich immer, wenn ich aus Situationen, in denen es unpassend ist (wie zb. eine Beerdigung). Einkaufen zb war kein Problem, dafür Busfahren.
    Ich kam dann an eine andere Schule. Dort hatte ich dieses Problem meistens nur in den ersten drei Stunden, sprich vor der Pause, selten danach. Irgendwann hatte ich dieses Problem nur noch Montag morgens. Lag wahrscheinlich an meiner Ernährung und Schlaf, da ich Sonntags nur Schei* gegessen hab(hauptsächlich süßigkeiten...).

    Ich hab dann meine Ernährung verändert und hatte dieses Problem nur während Schulaufgaben, sprich, wenn ich nicht aus der Situation rauskam und sowieso aufgeregt war.

    Ich hab dann ende 2016 mit dem Reiten angefangen. Zuerst war ich an der Longe. Ich glaub Januar 2017 fing ich dann mit dem freien Reiten an und da fing es an, dass ich mir eingebildet hab, dass ich pinkeln muss.
    Ich habs immer noch vor Augen: wir hatten BWL und sollten in Gruppen eine Aufgabe lösen. Ich hatte das Gefühl, Wasser lassen zu müssen, hab mich aber nicht getraut zu fragen, vorallem, weil der Schulleiter da war. Ich habs ausgehalten und bin normal auf die Toilette, hab mir nix dabei gedacht. Ab dem Zeitpunkt bin ich immer vor dem Unterricht und in der Pause auf die Toilette. In der 10. Klasse war es so schlimm, dass ich jede Stunde auf die Toilette musste und jede Gelegenheit musste, weil ich gedacht und Angst hatte, dass ich mir in die Hose mache. Ich hab dann auch das Reiten aufgehört, weil es zu arg wurde. Bin ich kurz vor dem Reiten auf die Toilette, musste ich währenddessen wieder.
    Ich wollte nicht mehr zur Schule, weil das einfach nur purer Stress war und vor allem hatte ich extreme panik vor den Prüfungen. Zu meinen Erstaunen gings mir am besten während der Prüfung, vor der ich am meisten angst hatte, weil sie am längsten gedauert hat. Ich musste zwar, bin aber nicht auf die toilette, da das Gefühl nicht extrem war, wie zb. In Mathe wo ich dachte, ich halte es gar nicht mehr aus und bin gegangen, obwohl ich Mathe toll finde und sogar eine 2 geschrieben hab. Auf dem weg zur Toilette musste ich übrigens nicht mehr, bin zur Sicherheit trotzdem gegangen. Ich konnte mich, als ich zurückkam überhaupt nicht mehr konzentrieren, weil ich wie aus dem nix wieder so dringend musste und hab die Prüfung dann früher abgegeben... Als ich heimgefahren bin musste ich nicht mehr...

    Jetzt, wo ich ein 2 jähriges Praktikum mache, gehts mir eigentlich ganz gut, weil ich gehen kann, ohne dass es quasi einer mitbekommt. Dafür ist es eine qual und purer Stress, wenn wir eine Besprechung haben, weil ich mir einbilde, dass ich muss. Dazu kommt, dass ich extrem schnell beim sitzen schwitze und das nicht gerade förderlich ist(sieht zwar nicht so aus, wie wenn man sich einnässt, ist trotzdem Sau unangenehm, wenn man denkt, dass man muss).
    Meine Fahrschulzeit war die reinste qual. 1 Stunde bevor ich abgeholt wurde, fing ich an aufs klo zu gehen. Irgendwann, wenn nichts mehr in der Blase ist, kann man einfach nimmer, aber mein Hirn hat sich eingebildet, dass es gleich aus ist und ich mich des todes blamieren werde...

    Ich bin die meiste Zeit entweder daheim oder auf der Arbeit, weil ich mich schon gar nimmer wegtraue. Ich hätte gern irgendeinen Sport o.ä. angefangen, aber die Tatsache, dass ich mir selbst angst mache, sperrt mich daheim ein. Einkaufen ist zb. Ok, aber was mit Freunden zu machen, wegzugehen ist eine Qual. Das einzige was mir noch geblieben war, war das Gassigehen mit meinen Hunden. Seitdem ich aber vor ca einer Woche dringend musste und umgekehrt bin muss ich auch 2-3 mal gehen, bevor ich loslaufen kann und hab trotzdem noch ein „grundgefühl“ des müssens.

    Montag und Dienstag war ich zb beim Zahnarzt (da bekomm ich sowieso immer panik) und hab gedacht, ich kanns nimmer halten. Als ich im Auto war, war das Gefühl weg und ich bin erst Stunden danach gegangen, weil ichs vergessen hab...

    Ich hab auch mal ein „Toilettentagebuch“ geführt und halt die Zeiten, wann ich gegangen bin aufgeschrieben. Unter der Woche musste ich ganz häufig (wie oft, weiß ich nicht mehr, da es auf meinem alten Handy ist) und am Wochenende musste ich pro Tag wenns hochkommt 3 mal.

    Ich habe echt angst davor meine Ausbildung anzufangen, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke
    In meiner Prüfung hätte ich viel bessere Noten gehabt, hätte ich mich besser darauf, als auf die Pinklerrei konzentrieren können

    Übrigens hab ich das mit dem durchfall geschrieben, weil ich die vermutung hab, dass das zusammenhängen könnte.

    Auch das mit der Pinklerrei hab ich meiner mutter erzählt, aber sie meinte, ich soll aufhören mich da reinzusteigern und an was anderes denken...
    Ich würde gerne mit meinem Anleiter darüber reden, weil ich mich echt gut mit dem Versteh, aber ich trau ihm nicht und mir ist das mega peinlich... und zu einer Therapie will ich auch nicht, ich sollte zwar, weil sich durch diese Angst glaub ich noch ne Depression entwickelt hat, aber aus einem nicht erklärbaren Grund will ich das einfach nicht...

    Sorry für den langen Text...

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Hallo,

    traust du dir zu, alleine zum Arzt zu gehen? Bist du selbst im Besitz deiner Krankenkassen- Karte oder hat die deine Mutter?

  3. #3
    Neuling
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    Die Karte hab ich, aber ich will auf keinen Fall zu nem Arzt...

  4. #4
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo,

    ich habe Dein Problem nicht, aber ich kann mir recht vorstellen, wie es Dir damit geht und auch, wie man in eine solche Situation hineingerät. Auch habe ich schon wiederholt Ähnliches gehört. Ein Bekannter von mir hat das Problem mit dem Durchfall. Ich kannte schon etliche Frauen, die sich von WC zu WC durchhangeln und Angst haben, zu müssen, wenn kein WC in der Nähe ist.

    Du bist noch recht jung und da ist man noch unsicher, was Ärzte angeht. Aber ich kann Dir versichern, dass einem Arzt nichts Menschliches fremd ist und dass Du unbedingt, wirklich unbedingt, zu einem Urolgen gehen solltest. Dringend muss abgeklärt werden, ob es einem körperlichen Grund gibt. Zu einer Kopfsache kann mit der Zeit auch ein körperliche Anteil dazu gekommen sein.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du psychologische Hilfe brauchst. So etwas kriegt man in den Griff. Mach Dir bitte Dein junges Leben damit nicht zur Hölle.

  5. #5
    Neuling
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    Du hast ja Recht, aber ich trau mich da nicht hin... selbst beim Orthopäden bekomme ich Panik, obwohl der nur meine Hand umbiegt...
    Außerdem ist mir des echt unangenehm. Klar, das ist sein/ihr Job und für ihn/sie normal, aber für mich nicht....

  6. #6
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    Zitat Zitat von Einfallslose Beitrag anzeigen
    Die Karte hab ich, aber ich will auf keinen Fall zu nem Arzt...
    Das Ganze gehört urologisch abgeklärt!!!

    Mit einer Krankheit geht man zum Arzt, alles andere ist Dummheit!!!

    Suche einen Urologen/Facharzt für Urologie auf. Der ist genau für diese Probleme wie Harninkontinenz zuständig. Es kann eine Infektion der Harnwege vorliegen.

    Weitere Möglichkeit, wenn der Urologe nichts findet, ist ein Orthopädisches Problem z.B. eine Beckenverwringung mit Darmbein-Kreuzbein-Gelenksblockade.
    Die müsste dann physiotherapeutisch, genauer manualtherapeutisch behandelt werden.
    Grüße
    Beinwell

    (Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

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