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Thema: Ich fühle mich irgendwie leer

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich fühle mich irgendwie leer

    Hallo!

    Momentan habe ich anscheinend wieder zu viel Freizeit und die altbekannte Krisenphase ist zurück, in der ich nur noch über mich selbst nachdenke. Uff.
    Ich weiß, ich sollte mich ablenken, aber mich zu reflektieren ist einfach ein Teil meiner Selbst geworden und ich bin irgendwie Stolz drauf.
    Selbstreflektion ist wie eine Droge für mich, genauso wie das Philosophieren. Die Entwicklungen und neuen Erkenntnisse formen mich immer wieder aufs Neue und ich bin viel zu neugierig, als dass ich damit aufhören könnte. Jedoch hat das auch seine Schattenseiten.
    Ich weiß, wer ich bin und bin längst mit der Selbstfindungsphase durch. Ich kenne mich und stehe hinter jeder meiner Entscheidungen, auch wenn sie manchmal falsch sind. Solche Erfahrungen machen mich zu der Person, die ich heute bin.

    Allerdings mache ich beruflich gerade Dinge, die nicht meinem Wesen entsprechen bzw. es fühlt es sich nicht richtig an.
    Ich mache es für meinen Vater, der theoritisch Recht hat, wenn er sagt, dass man beruflich etwas in der Tasche haben sollte.
    Aber meine Welt funktioniert so nicht! Ich lebe nur einmal und sollte das tun, wonach mir gerade der Sinn steht.

    Letzendlich mache ich es für ihn und es ist sowieso nicht von langer Dauer.
    Die paar Jahre kann ich entbehren.
    Trotz meiner eigenen Entscheidung das zu Ende zu bringen, werde ich täglich von meiner eigenen Trauer übermannt.
    Ich verliere mich und nehme meine Rolle als Mustersohn/tochter zu sehr ein. Ich zweifle, ob meine Entscheidung richtig ist und ob es sich lohnt, nach den Regeln der Gesellschaft zu leben.
    Es ist nicht nur mein Vater, auch der Staat drängt mich finanziell so schnell wie möglich in das Berufsleben einzusteigen.
    Ich fühle mich von all dem ziemlich bedrängt und als wäre das nicht genug, muss ich zusätzlich mit meiner "Empathielosigkeit" kämpfen.
    Ich habe es satt, dass alle versuchen einen vorzuschreiben, wie man zu sein hat.
    Ich werde alles zu Ende bringen, danach gehe ich aber meinen eigenen Wege.

    Okay, das alles ähnelt jetzt eher einem Tagebuch. Trotzdem würde ich gerne Meinungen hören. Geht es euch genauso?

    PS: Ich bin nicht gerade gut meine wirren Gedanken niederzuschreiben, also zeigt ein bisschen Nachsicht

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Sokybo,

    Ich kenne das Gefühl ebenso...
    Ich versuche mich auch gerade so zu akzeptieren, wie ich bin. Habe die letzten 6 Jahre richtig Gas gegeben im Job (Ausbildung und duales Studium), wenig Urlaub, gute Noten, eine stolze Familie und Firma... Und dann fingen die Panikattacken an und ich fing mich an zu fragen, wofür ich das eigl alles mache? Vorher war es für mich so selbstverständlich immer ja zu sagen und mich für alles zu interessieren und aufzuopfern und ich hatte sogar spaß dabei.

    Jetzt ist die Arbeitswelt auf einmal da und ich habe immer das Gefühl, dass ich da so reingezwungen werde und das eigl so weitergeht, bis die Rente da ist...

    Fühle mich gerade auch irgendwie leer, obwohl ich meinen Humor nicht verloren habe. Ich kann immer noch viel lachen und das aus vollem Herzen aber dann kommen die phylosophischen Gedanken über den Sinn der Menschheit, des Lebens und wieso verdammt nochmal ich genau das hier zu diesem Zeitpunkt mache? Dann ist es auch schnell vorbei mit dem grinsenden Gesicht.

    Ich glaube das was uns fehlt ist tatsächlich der tiefere Sinn. Und ich glaube den gibt es nur, wenn man das Gefühl von Heimat und Zuhause spürt. Ich würde so gerne den Gedanken "so wie es jetzt ist, kann es erstmal bleiben" ernsthaft denken und spüren. Nicht immer "wie zum Teufel bist du hier hingekommen" oder "irgendwas fehlt, aber ich weiß nicht was".

    Ich werde jetzt wieder bei meinem alten Schwimmverein eintreten, bei dem ich wegen der vielen Arbeit und dem Ausland ausgestiegen bin. Das tun nämlich viele, die den Verein aus dem gleichen Grund verlassen haben und die fühlen sich besser. Ich glaube weil ein Stück soziale Sicherheit wieder Einzug in die tägliche unsichere und unvorhersehbare Arbeitswelt kommt und man sich auf "die Kinderfreizeit" am Wochenende schon zwei Wochen im voraus freuen kann.

    Ich hoffe, meine ebenso wirren Gedankengänge sind ein wenig rübergekommen. Ich kann dich auf jeden Fall verstehen!

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