Hallo Leute. Ich hatte gestern dieses Gespräch mit meinem Bruder. Ich habe zwar einen Termin bei meinem Psychologen unter der Woche, aber kann nicht so lange warten, um das mit jemandem zu besprechen.

Vor einigen Jahren habe ich bei einem Laden gearbeitet. Da wurde ich monatelang gemobbt und deswegen psychische Probleme bekommen. Ich war fast ein halbes Jahr stationär und konnte zwei Jahre nicht arbeiten. Ich wurde beschimpft, als Depp hingestellt, es wurden Gerüchte über mich verbreitet, usw. Damals hat mir mein Bruder geholfen, jeden Tag im Krankenhaus besucht und habe bei ihm gelebt, bis ich eine Wohnung gefunden habe. Wir Leben in einer anderen Stadt als unsere Eltern und ich brauche ihn in meinem Leben, weil ich sonst niemanden habe.

Bei einem Gespräch ergab sich das Thema, dass er bei diesem Laden einkaufen gehen will. Ich habe mich beleidigt gefühlt und ihm gesagt, wenn er dahin geht, kann er vergessen wieder mit mir zu sprechen (es wäre schlecht, weil wie gesagt kenne ich hier sonst niemanden und kann nicht auf ihn so einfach verzichten) Da arbeiten meine alten Feinde. Am letzte Tag konnte ich das nicht mehr aushalten und bin fast in Tränen weggegangen, dann in die Psychiatrie eingewiesen. Wenn er dahin einkaufen geht, würde ich mich verrate fühlen, obwohl er sagt, dass sind meine Erlebnisse und nicht seine, und dass ich noch ressentimentgeladen bin (dass ich das überwinden muss, obwohl ich noch einen Psychiater besuche und diese Leute wahrscheinlich keine Konsequenzen hatten).

Was meint ihr? Obwohl er mir damals geholfen hat, fände ich das sehr beleidigend. Ich war wahrscheinlich eine Last in seinem Leben und fühle, es ist ihm jetzt egal was ich fühle, bzw was mit mir passiert. Soll ich mich noch verraten fühlen? Mit ihm zu streiten wäre sehr schlecht, aber ich weiss nicht wie ich sonst meinen Ärger ausdrucken kann.

Danke im Voraus!