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Thema: ich glabe die gesellschaft ist krank weil..

  1. #1
    Neuling Avatar von junes
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    Standard ich glabe die gesellschaft ist krank weil..

    sich jeder von jedem abhängig macht.

    wenn ich mir die leute auf der strasse so ansehe, fällt mir auf, dass viele, nahezu jeder "verängstigt" ist, sich irgendwie ergeben hat, aber nicht glücklich dabei aussieht. und wenn sie keine aufmerksamkeit erlangen, dann werden einige leute ja nahezu bösartig. es herrscht oft ein druck der von jedem ausgeht und der jeder spürt. ich bin derzeit in der phase, dass ich mich unbedingt endlich mehr abgrenzen muß! ich war lange zeit, wie soll ich sagen, unterwürfig? habe mich stets angepasst. gelächelt wenns die situatio erforderte u.s.w....und nun sitze ich ganz bewusst "regungslos" ganz egozentrisch, geradezu "starr" beispielsweise in der u-bahn und merke wie "beleidigt" die leute darauf reagieren! es drehte sich heute sändig eine in meine richtung, schaute mich von oben bis unten an uns sagte ständig"brrr ist das hier kalt." oder ein anderer guckte mich immer wieder an und lachte zu seiner frau, schüttelte den kopf und so. wie kann es sein, das leute so übergrefend sind, wenn man nicht nach deren nase tanzt? deutschland ist doch keine großfamilie!!!??
    auch wenn ich mich jetzt vll. unbeliebt mache..aber es ko... mich an, wenn ich ständig diese vorwurfsvollen'sie-sind-aber-böse,-sie-freuen-sich-ja-garnicht-mich-zu-sehen-blicke sehe! ich kenne die leute auf der strasse doch garnicht! und ich bin nunmal ein introvertierte mensch.

    bin ich jetzt A-sozial??

    was meint ihr denn zu all dem?
    Geändert von junes (05.03.2010 um 21:20 Uhr)

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Hi junes, ich finde, es ist eine ziemliche Verallgemeinerung, was Du da beschreibst. Wenn ich von mir selbst ausgehe, also, ich fühle mich nicht "verängstigt" und auch nicht "ergeben". Wie ich dabei aussehe, ist mir relativ egal. Mir ist auch ziemlich egal, wie andere Leute, die ich zufällig irgendwo sehe und wahrscheinlich auch nie wieder, mich anschauen. Ich gucke, wie ich gucke und wem das nicht gefällt, der kann wieder weggucken. Ich kann auch ganz gut mal zurück starren, wenn mir tatsächlich mal was zu blöd wird. Ich stehe ganz und gar nicht auf die Aufmerksamkeit der "Allgemeinheit". Ich bin gerne in unbekannten Massen, weil ich da übersehen werde.

    Klar, es gibt immer wieder Leute, die nichts anderes zu tun haben, als sich damit zu beschäftigen, wie wer guckt oder nicht oder wie wer aussieht, naja, wenn sie nichts anderes zu tun haben. Ich denke, eine passende Entgegnung, wenn nötig, räumt das Problem aus der Welt - bis zum nächsten Mal.

    Warum machst Du Dir Gedanken darüber, ob Du nicht sein darfst, wie Du bist? Du kannst lachen, wenn Du willst und Du kannst es auch lassen. Es wird immer jemanden geben, der beurteilen will, wo es ihm gar nicht zusteht. Aber das Problem liegt doch eher bei demjenigen, nicht bei Dir. Du entziehst Dich eben solch einem Spiel. Deshalb ist man doch nicht asozial. Vielleicht in dem Moment nicht angepasst. Doch das ist erstens gar nicht nötig und zweitens schwer möglich. Von 10 Leuten wollen 10 Leute jeweils was anderes. WEM soll man es denn nun recht machen? Am besten doch sich selbst.

    Bleib wie Du bist, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Hallo junes,
    vielleicht hast Du einfach nur entdeckt, dass wir eben alle nur Menschen sind und ein jeder seine eigenen Probleme und Problemchen hat?
    Deswegen sind vielleicht die sogenannten Tugenden, Toleranz, Respekt usw. so erstrebenswert - weil es eben nicht immer selbstverständlich zu sein scheint.

    LG, Finja

  4. #4
    Neuling Avatar von Coolchen
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    Hallo.

    Ich denke auch das Deutschland keine Großfamilie ist und wenn Jemand der Meinung ist, dass Er sich so gut wie es geht von der Gesellschaft abkoppeln will – bitte sehr. denn jeder soll nach seinen Vorstellungen leben und damit glücklich werden.

    Das die Gesellschaft insgesamt durch Ihre Abhängigkeit erkrankt sei oder krank ist bezweifle ich recht stark, weil der Mensch als solches kein Alleskönner ist und auch nicht für alles die Zeit besitzt Dinge schaffen zu können.
    Eigentlich müsste der Blick auf all Deine Dinge die Du besitzt ausreichend sein um ein Verständnis dafür entwickeln zu können, von wie vielen unterschiedlichsten Menschen man doch abhängig ist, ohne sich darüber auf den ersten Blick bewusst zu sein und das geht schon bei ein Paar Socken los, wofür Du erstens Baumwolle benötigst, die dann gewebt und auch noch so genäht werden muss, dass nachher ein Paar Socken dabei herauskommt. Zwischen all den Arbeitsschritten fallen auch noch solche Dinge wie Transport und Logistik an bis so ein Paar Socken im Laden landen und auch der Verkauf muss von anderen Menschen vorgenommen werden.
    Es kann einen sicherlich im ersten Moment erschrecken, von wie vielen Menschen der Mensch selbst abhängig ist, aber dazu kann man sich seine eigene Unabhängigkeit bis zu einen bestimmten Grat schaffen.
    Möbel z.B. baue ich mir grundsätzlich selbst, weil ich mir diese individuell gestallten kann, diese weitaus stabiler sind als das was man zu kaufen bekommt und damit auch gegen ein Möbelhaus völlig unabhängig bin, aber mir ist auch bewusst, dass ich mit dem Bedürfnis ein Möbelstück bauen zu wollen, auch von Menschen abhängig bin, die dafür sorgen das ich die gewünschten Bretter, Kleber, Holzdübel und Schrauben im Laden kaufen kann.

    Ich denke das es gut ist, wenn Du den Weg zu Deiner eigenen Selbst- und Unabhängigkeit suchst und auch finden wirst und Du kannst Dich von der Gesellschaft auch soweit wie möglich entfernen, aber eine Abhängigkeit wird immer vorhanden sein, was auch den Vorteil besitzt, dass man sich ne Menge Zeit sparen kann, um sich auf das, was man schaffen will intensiv konzentrieren zu können.

    LG Coolchen

  5. #5
    Gast1006
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    Hallo Junes,

    wenn du dich von der Gesellschaft abgrenzen willst und egozentrisch in dich gekehrt leben willst ....

    dann belästige bitte die Gesellschaft auch nicht (sogar passiv), indem du die Menschen beobachtest.

    Einerseits willst du deine Ruhe - auf der anderen Seite saugst du die Informationen auf und scheinst genau zu wissen zu wollen, wie deine Mitmenschen auf dich reagieren.

    Und wieso nutzt du überhaupt Dinge, die für das Gemeinwesen geschaffen wurden,wie U-Bahn?
    Das erscheint mir doch sehr inkonsequent ...
    Geändert von Gast1006 (06.03.2010 um 08:55 Uhr)

  6. #6
    Neuling
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    Avatar von junes
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    ich freue mich über die ausgiebigen antworten. hatte schon befürchtet ich werde aufgrund meines threads gemobbt

    @waiting

    Hi junes, ich finde, es ist eine ziemliche Verallgemeinerung, was Du da beschreibst. Wenn ich von mir selbst ausgehe, also, ich fühle mich nicht "verängstigt" und auch nicht "ergeben". Wie ich dabei aussehe, ist mir relativ egal. Mir ist auch ziemlich egal, wie andere Leute, die ich zufällig irgendwo sehe und wahrscheinlich auch nie wieder, mich anschauen. Ich gucke, wie ich gucke und wem das nicht gefällt, der kann wieder weggucken. Ich kann auch ganz gut mal zurück starren, wenn mir tatsächlich mal was zu blöd wird. Ich stehe ganz und gar nicht auf die Aufmerksamkeit der "Allgemeinheit". Ich bin gerne in unbekannten Massen, weil ich da übersehen werde.
    du hast recht im prinzip kann man nicht wissen warum die o. der gerade so o. so guckt, geht etc...vll. hat die o. der ja auch zahnschmerzen, liebeskummer etc. aber im allgemein, wenn man beispielsweise mit den leuten ins gespräch kommt, merkt man irgendwie schon das da eine gewisse abhängigkeit besteht/entsteht. das alles finde ich ja auch völig ok! nur, sollen die leute doch nicht die anderen dafür verantwortlich machen!

    ich erlebe zur zeit z.b. das meine neuen kollegen richtig pampig werden und sogar fast zu mobben anfangen! so fängts z.b. an..


    Warum machst Du Dir Gedanken darüber, ob Du nicht sein darfst, wie Du bist?

    das frage ich mich auch! ich denke das liegt u.a. daran das ich eine sehr dominante mutter hatte und mich nicht entfalten durfte. hinzukommt, dass ich dann 10 jahre mit einem domi-mann liiert war
    ich glaube und hoffe(!) das ich nach dieser phase, in die phase der entfaltung übergehe. meinst du das ist möglich?

    Bleib wie Du bist, waiting
    danke!


    hallo coolchen, ich möchte dir auch noch antworten. aber später, ja?


    lg, junes

  7. #7
    Neuling
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    @der kümmerer

    Hallo Junes,

    wenn du dich von der Gesellschaft abgrenzen willst und egozentrisch in dich gekehrt leben willst ....

    dann belästige bitte die Gesellschaft auch nicht (sogar passiv), indem du die Menschen beobachtest.

    Einerseits willst du deine Ruhe - auf der anderen Seite saugst du die Informationen auf und scheinst genau zu beobachten wie deine Mitmenschen auf dich reagieren.

    Das erscheint mir doch sehr inkonsequent ...
    und schon werde ich nervös
    wieso 'belästige' ich die gesellschaft? genau das tue ich ja gerade nicht. ich bleibe bei mir, was die wenigstens können.
    ich werde doch wohl gucken und beurteilen dürfen?

    ich hoffe, dass es bald so sein wird, dass ich die anderen nicht mehr so sehr wahrnehme.
    und egozentrisch bin ich nicht. ich bin vegetarierin, naturbewusst und sehr hilfsbereit. gerade vor 2 wochen habe ich einem mann geholfen, der in der u-bahn zusammengebrochen war. davor einem behinderten, der von einem jugendlichen angemacht/geschubst wurde. dem habe ich sogar an die jacke gegriffen

  8. #8
    Gast2604
    Gast

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    Das klingt mir alles eher nach einem stummen Schrei nach Aufmerksamkeit, indem man sich von einer Gesellschaft abgrenzt, von der man sich vielleicht sogar verstoßen fühlt.

    Wenn Du Dich von dieser "kranken" Gesellschaft abgrenzt, ist das ja Deine Entscheidung.
    Wie "Der Kümmerer" allerdings schon ansprach: Warum kümmert es Dich dann noch, was Die Leute denken? Warum nimmst Du eine bestimmte Haltung in der Bahn ein, um die Reaktionen der anderen Menschen zu testen? Das klingt nicht nach Abgrenzung sondern eher nach Sehnsucht.

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