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Thema: Ich mache mir Sorgen um meinen Freund

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich mache mir Sorgen um meinen Freund

    Hallo.

    Ich bin jetzt seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir sind wie für einander geschaffen und unsere Beziehung könnte nicht besser sein.

    Doch schon vom ersten Tag an sagte mein Freund mir, das er aggressive Perönlichkeitsstörung hat.
    Er ist ein sehr lieber Mensch, sehr gerecht, fleißig und möchte am liebsten alle beschützen.

    Doch wenn er schläft, wütend ist oder Alkohol getrunken hat verändert er sich. Er ist dann nicht mehr er selbst, er knurrt, wird gewaltätig und lässt sich nicht beruhigen.
    Einmal schrie er, er hieße Asrael und M. sei tot. Er hat mich angegriffen, ich weis nicht was passiert wäre wenn unsere Freunde, die zu Besuch waren, nicht eingegriffen hätten. Wir riefen den Notarzt der ihn ruhig stellte, im Krankemhaus hat er im Wahn eine Schwester angegriffen und wurde darauf hin doppelt fixiert.

    Am nächsten Tag war alles wieder ok, er konnte wieder Heim.
    Danach waren wir beim Psychologen der meinte er hätte das Dr. Heyde Syndrom. Mehr kam aber nicht. Es gäbe keine Therapie und Medikamente hat er gar nicht erst angesprochen.

    Wir machen jetzt immer zusammrn Entspannungsübungen doch trotzdem tritt der "andere" immer wieder mal auf.
    Mein Freund macht sich Sorgen das ich Angst vor ihm hätte, doch ich mache mir nur Sorgen.
    Ich möchte Ihm helfen.

    Er beschreibt es so:
    Es fühlt sich an wie eine Glaskugel die in seiner Brust vibriert (so kündigt es sich an) bis sie zerplatzt und sich im ganzen Körper ausbreitet. Dann durchschwemmt ihn ein kaltes Gefühl und alles wird schwarz um hin herum. Es ist dan so als würde er selber in einer Glaskugel stecken aus der er nicht raus kommt. Stimmen von außen hört er so als wäre er unter Wasser, Berührungen sind dumpf und kaum spührbar.

    Er hat mich nur einmal verletzt indem er mir sehr in die Schulter gebissen hat. Viele außenstehende sagen ich solle mich trennen, doch warum sollte ich den Mann, den ich liebe und mit dem ich mein Leben verbringen will, wegen sowas verlassen.
    Ich möchte Ihm helfen.

    Noch kurz zu seiner Vorgeschichte:
    Von der eigenen Mutter verstoßen und verschwiegen, im Heim groß geworden, mit 5 Jahren von der Tante aufgenommen, doch wurde ihm nie mütterliche Liebe zu teil. Bevor ich mit Ihm zusammrn gekommen bin wohnte er im einer kleinen Wohnung, machte drei Jobs, schlief wenig weil er Angst hatte das "Er" wiederkommt.
    Seit dem wir zusammen sind ist es schon weniger geworden, doch ich mach mir halt immer Sorgen wenn ich zwecks meiner Arbeit nicht Zuhause bin oder er mit Freunden nach der Arbeit noch ein trinken geht.

    Vielleicht kennt jemand solche Symptome und hat Tipps wie wir dagegen vorgehen können.

    Danke schon mal.

  2. #2
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    Hallo Angel Iduna,

    herzlich willkommen hier im Forum!
    Mit Tipps von anderen hier wirst du leider nicht weiter kommen. Ich denke, dass dein Freund eine Behandlung braucht und Unterstützung von aussen, die qualifiziert sein sollte. Der Psychologe war wohl nicht gerade eine Hilfe, also würde ich da nach einem anderen schauen. Das wäre auch für dich sehr hilfreich, wenn dein Freund sich Hilfe holen würde, das ist sehr stressig für dich und gefährlich auch. Vielleicht hat er sich irgendwann gar nicht im Griff und es geht böse aus. Ich möchte deinen Freund gar nicht schlecht machen, also verstehe das nicht falsch! Er hat auch schwere Zeiten hinter sich und es ist schön, dass du so zu ihm hältst, aber ich finde es auch sehr wichtig, dass du auf dich aufpasst.
    Alkohol würde ich an seiner Stelle komplett vermeiden. Und die Angst vor dem Schlafen (kenne ich wegen einem anderen Problem) macht einen auf Dauer echt fertig.
    Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und dass dein Freund die Hilfe bekommt und auch annimmt, die er braucht.

    LG Puschelchen

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  4. #3
    Moderator Avatar von siddhi
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    Hallo Angel Iduna,

    Ich gehe einig mit Puschelchen. Sucht unbedingt professionelle Hilfe für Deinen Freund.

    Der Psychologe meinte sicher das „Jekyll und Hyde Syndrom“. Kennst Du die Geschichte oder den Film? Dass es dafür keine Therapie gibt, kann ich mir gerade überhaupt nicht vorstellen.

    Du schreibst über Deinen Freund, "Er ist ein sehr lieber Mensch, sehr gerecht, fleißig und möchte am liebsten alle beschützen". Es scheint so, als habe er seinen anderen Teil, der wütend, aufbrausend, gewalttätig sein kann, abgespalten. Er erlebt all diese Eigenschaften in quasi einer anderen Person. Ich denke, er kann lernen, diese nicht gewollten Eigenschaften anzunehmen, mit ihnen umzugehen. Sie gehören eben auch zu ihm, obwohl er sie vermutlich nicht haben möchte, sich dagegen sträubt. Dieser "Prozess" sollte von einer Fachperson begleitet werden.

    Ich wünsche Dir und Deinem Freund nur das Beste!

    Liebe Grüsse
    siddhi (privat)
    Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus. (Demokrit)

  5. #4
    Ibwh1968
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    Ich habe mal im Internet spioniert. Das Dr. Heyde Syndrom ist eine Darmerkrankungen, was hat das genau mit der Symptomatik deines Freundes zu tun? Wiki schreibt folgende Symptome: unter anderem Blutungen im Magen-Darm-Trakt äußern sich in blutigem Erbrechen, schwarzem Stuhl oder Blutauflagerungen auf dem Stuhl.

    Edit:
    Danke siddhi, das macht eher Sinn.. Hab mich schon gewundert..

  6. #5
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Hi Angel,
    einen Tip hast Du dir doch selbst schon gegeben:
    ...wenn er schläft, wütend ist oder Alkohol getrunken hat verändert er sich. Er ist dann nicht mehr er selbst ...
    ... doch ich mach mir halt immer Sorgen wenn ... er mit Freunden nach der Arbeit noch einen trinken geht.
    Absolutes Alkoholverbot ist da doch wohl selbstverständlich, ich kann null nachvollziehen, wieso er noch was trinkt!? Damit nimmt er in kauf andere zu verletzen. Du magst das tolerieren, wenn er dir in die Schulter beißt, ich aber nicht. Wenn mich oder meine Familie jemand aggressiv angreifen würde, würde ich mir schon was einfallen lassen ...

    Vielleicht gerät er mal an den falschen oder tut was, was er sich sein ganzes Leben nicht verzeiht. Wie kann man da noch trinken?
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

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    Fisch1999 (14.12.2016)

  8. #6
    Nachwuchs Autor Avatar von Claire Grube
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    Liebe Angel Iduna,

    dein Freund braucht Hilfe, das ist klar.
    Es ist auch eine tolle Sache dass du ihm helfen möchtest, aber vergiss darüber hinaus nicht deine eigene seelische Gesundheit.
    Mit einem psychisch kranken Menschen zusammen zu sein erfordert sehr viel Kraft und auch Geduld.
    Ich wünsche dir beides von Herzen und ich hoffe, dass eure Partnerschaft das übersteht.

    Wichtig ist, dass dein Partner begreift, dass Handlungsbedarf besteht. Da ihm das selbst sehr zusetzt, gehe ich aber einfach mal davon aus.

    Alles Gute
    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

    Albert Einstein

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