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Thema: Innerlicher Schmerz wegen Fehler

  1. #1
    Neuling
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    Standard Innerlicher Schmerz wegen Fehler

    Ich habe mich 6 Jahre lang jeden Tag auf etwas vorbereitet. Dieses Ziel war alles was ich jemals im Leben wollte, es war mein
    größter Traum und ich habe viel dafür geackert. (ich möchte nichtnäer darauf eingehen, aber es geht um Karriere/Studium)
    Gleichzeitig habe ich, da ich ein pessimistischer Mensch bin, einen Plan B zurechtgelegt. Leider hat dieser Plan B so viel Zeit gekostet, dass ich mich nicht mehr so gut auf Plan A konzentrieren konnte. Ich war so vertieft im Plan B, dass ich Plan A vernachlässigt habe. Ich kam in einen Teufelskreis, in dem ich davon überzeugt war, dass Plan A schiefgehen wird, obwohl die Fakten das Gegenteil andeuteten.

    Das Schlimme: Plan A war zu 90% fertig und es haben nur noch 10% gefehlt, was ich nicht wusste. Am Ende kam heraus, dass Plan A geklappt hätte, wenn ich mir für die restlichen 10% mehr Mühe gegeben hätte, statt in den Plan B zu investieren.

    Kurz: Plan A ging schief, weil ich mir zu viel Mühe für Plan B gemacht habe. Plan B ging auch schief, weil ich natürlich nicht 100% geben konnte und ich 2 Sachen gleichzeitig tat.

    Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich diesen Fehler bereue und wie sehr ich nun leide. (Es ist natürlich immer gut, einen Plan B zu haben, aber es ist so dumm, einen ursprünglichen Plan, den man konsequent 6 Jahre lang verfolgt hat, am Ende so zu vernachlässigen.) Das ist mir schon öfter im Leben passiert: Aufgrund meiner pessimisischen Denkweise habe ich vieles einfach vernachlässigt, weil ich dachte, es geht sowieso schief, was aber meistens doch noch geklappt hat.

    Mein Problem: Habt ihr Tipps, wie ich psychisch mit dieser Situation nun umgehen kann? Jedes mal, wenn ich daran denke (jeden Tag) kommt ein innerlicher, seelischer Schmerz, der kaum zu beschreiben ist und ich kann mich kaum noch konzentrieren und der Tag ist gelaufen. Wie kann ich nun positiver mit dieser Entscheidung umgehen? "Denk in Zukunft einfach positiver" hilft da leider wenig und macht diesen Fehler auch nicht rückgängig....

    Danke für eure Hilfe!
    Geändert von Strolch (04.01.2020 um 18:46 Uhr)

  2. #2
    Neuling Avatar von Fenchelstaub
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    Hast du die Möglichkeit noch daran an zu knüpfen oder geht das nicht mehr? Plan A und Plan B waren die sich ähnlich?


    6 Jahren sind eine menge Zeit und deine Enttäuschung kann ich verstehen, auch den Schmerz. Gibt es noch einen Plan C oder etwas was du mit deinem gelernten verbinden kannst, du darfst ja nicht vergessen, auch wenn die 10% nicht geklappt haben, dass du ein grosses Wissen mit dir trägst.

  3. #3
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    Wie du damit umgehen kannst ist am besten sofort abschliessen wenn es wirklich nichts mehr bringt. Das ist wie in einer Beziehung. Wenn Plan A und B nicht mehr erreichbar sind dann ist das nun eine Tasache die du leider akzeptieren musst. Die vergangene Zeit ist auch nicht nachholbar, man wird älter. Aber verschwende jetzt nicht noch mehr Zeit dich über Vergangenes selbst zu zerstören. Weisst du eigentlich wieso du so pessimistisch bist? Wie es dazu kam oder woran es lag? Auch interessant ist das du auf Plan A nicht näher eingehen willst. Plan B zu haben ist okei aber auf einen Plan B sollte man keine Zeit investieren. Immer der Reihe nach. Entscheide dich jetzt, hat einer deiner Pläne noch Hoffnung dann bleib dran oder ist es ganz durch dann schliess sofort ab und verschwende keine Zeit mehr.

  4. #4
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    Mein Rat an dich währe:
    1.) Versuch ob du noch irgendwas daran ändern kannst.
    2.) Wenn das nicht geht, nimm den Fehler an und akzeptiere ihn.
    Du wirst sicher trotz allem in der Zeit viel gelernt oder gemacht haben, was dir Erfahrung gibt die du vielleicht auf andere Art und Weise verwenden kannst.

  5. #5
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    Zitat Zitat von gehlke Beitrag anzeigen
    Ich habe mich 6 Jahre lang jeden Tag auf etwas vorbereitet. Dieses Ziel war alles was ich jemals im Leben wollte, es war mein
    größter Traum und ich habe viel dafür geackert. (ich möchte nichtnäer darauf eingehen, aber es geht um Karriere/Studium)
    Gleichzeitig habe ich, da ich ein pessimistischer Mensch bin, einen Plan B zurechtgelegt. Leider hat dieser Plan B so viel Zeit gekostet, dass ich mich nicht mehr so gut auf Plan A konzentrieren konnte. Ich war so vertieft im Plan B, dass ich Plan A vernachlässigt habe. Ich kam in einen Teufelskreis, in dem ich davon überzeugt war, dass Plan A schiefgehen wird, obwohl die Fakten das Gegenteil andeuteten.

    Das Schlimme: Plan A war zu 90% fertig und es haben nur noch 10% gefehlt, was ich nicht wusste. Am Ende kam heraus, dass Plan A geklappt hätte, wenn ich mir für die restlichen 10% mehr Mühe gegeben hätte, statt in den Plan B zu investieren.

    Kurz: Plan A ging schief, weil ich mir zu viel Mühe für Plan B gemacht habe. Plan B ging auch schief, weil ich natürlich nicht 100% geben konnte und ich 2 Sachen gleichzeitig tat.

    Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich diesen Fehler bereue und wie sehr ich nun leide. (Es ist natürlich immer gut, einen Plan B zu haben, aber es ist so dumm, einen ursprünglichen Plan, den man konsequent 6 Jahre lang verfolgt hat, am Ende so zu vernachlässigen.) Das ist mir schon öfter im Leben passiert: Aufgrund meiner pessimisischen Denkweise habe ich vieles einfach vernachlässigt, weil ich dachte, es geht sowieso schief, was aber meistens doch noch geklappt hat.

    Mein Problem: Habt ihr Tipps, wie ich psychisch mit dieser Situation nun umgehen kann? Jedes mal, wenn ich daran denke (jeden Tag) kommt ein innerlicher, seelischer Schmerz, der kaum zu beschreiben ist und ich kann mich kaum noch konzentrieren und der Tag ist gelaufen. Wie kann ich nun positiver mit dieser Entscheidung umgehen? "Denk in Zukunft einfach positiver" hilft da leider wenig und macht diesen Fehler auch nicht rückgängig....
    Hallo gehlke,
    mir fällt es schwer zu glauben, dass Du nun keine Möglichkeit mehr hast weder Plan A noch Plan B abzuschließen... meine (Lebens)erfahrung zeigt mir, es gibt immer einen Weg... für mich hört es sich an als hättest Du dein gesamtes Erbe oder so auf eine Zahl gesetzt und dabei alles verlohren. Kann ich aber grad nicht glauben. Es kann sein das Du deinen Plan etwas abändern musst, aber wenn Du etwas willst, sollte es auch erreichbar sein, vor allem bei so viel Vorlauf, den Du bereits geleistet hast.
    Entschuldige meine Skepsis.

  6. #6
    Neuling
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    Zitat Zitat von Nudelsalat Beitrag anzeigen
    Mein Rat an dich währe:
    1.) Versuch ob du noch irgendwas daran ändern kannst.
    2.) Wenn das nicht geht, nimm den Fehler an und akzeptiere ihn.
    Du wirst sicher trotz allem in der Zeit viel gelernt oder gemacht haben, was dir Erfahrung gibt die du vielleicht auf andere Art und Weise verwenden kannst.
    Ich kann daran nichts mehr ändern. Mir fällt es sehr schwer, diesen Fehler zu akzeptieren.

  7. #7
    Verleger Avatar von LukeHB
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    Fast alles im Leben ist nicht endgültig. Abitur kann man nachmachen, Karriere bei einem anderen Arbeitgeber, wenn man im Studium was nicht geschafft hat und exmatrikuliert wurde gibt es meist andere Studienänge, in denen die Scheine anerkannt werden. Schwierig wirds bei Altersbeschränkungen, aber selbst dort kann man sicher was ähnliches finden.
    Zitat Zitat von gehlke Beitrag anzeigen
    Ich habe mich 6 Jahre lang jeden Tag auf etwas vorbereitet. Dieses Ziel war alles was ich jemals im Leben wollte, es war mein
    größter Traum und ich habe viel dafür geackert.

    Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich diesen Fehler bereue und wie sehr ich nun leide. (Es ist natürlich immer gut, einen Plan B zu haben, aber es ist so dumm, einen ursprünglichen Plan, den man konsequent 6 Jahre lang verfolgt hat, am Ende so zu vernachlässigen.)
    Was Du erarbeitet hast muss ja nicht vergebens sein.
    Wenn man "konsequent 6 Jahre lang""jeden Tag auf etwas" hingearbeitet hat, weiß man doch, wo man steht. Plan B kommt doch nur in Frage, wenn Plan A nicht funktioniert ... dann kann man sich zu gegebener Zeit darum kümmern.

    Da beides nicht klappte vermute ich eher was anderes. Was nützt ein dilettantischer Plan B?
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

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