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Thema: Inspirationslos

  1. #1
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    Frage Inspirationslos

    Hallo (Ich hoffe ich schreibe diesen Artikel in die richtige Gruppe)

    Ich mache mir Sorgen, weil ich mich seit etwa zwei Monaten ganz anders Fühle als ich es gewohnt bin. Meine größte Leidenschaft war immer zu Fantasieren (Filme, Bücher und auch im Alltag). Ich war immer verträumt, habe mich für die Probleme der wirklichen welt so wenig interessiert wie nur möglich da ich ein wenig überfordert war. Ich denke für eine Zeit lang bin ich sogar in eine Depressive phase gerutsch, allerdings muss ich zugeben dass ich nicht 100% weiß was alles diesen zustand ausmacht(habe schon oft gesehen wie der Ausdruck missbraucht wurde). Ich konnte mich jedenfalls immer durchs Leben schleppen und das was ich am meisten Liebte war Film, Musik, Buch, Kunst; So habe ich Kurzzeitig eine aufregende Welt erfahren. Und aus diesen Ausdrücken hatte ich einen unglaublich Starken drang mich durch Musik und Zeichen auszudrücken.

    Jetzt hat sich mein umfeld gehändert, und ich habe seit etwa einem halben Jahr keinen Stress und kein wirklichen Probleme mehr und ich fühle mich auch niemals einsam. Nur ist dieser Drang verschwunden etwas nach meiner Vorstellung zu erschaffen. Auch was ich mit meinem Leben anfange ist mir ziemlich egal geworden, ich möchte einfach nur mehr keine großen Probleme und genug Zeit um mich Körperlich und Geistig auszuruhen.

    Ich bin zwar so entspannt wie noch nie zuvor(und so ähnlich habe ich mir das Leben nach dem Schulstress auch vorgestellt). Nur jetzt wo ich endlich in der Lage währe meine Unsicherheiten viel leichter zu überwinden. Gibt es einfach Garnichts in der Welt dem ich meine Aufmerksamkeit schenken möchte.
    Ich will wieder die Natur sehen können und spüren wie meine Tränendrüse arbeitet, blos an dem Gedanken wie schön der Anblick ist. Ich habe früher die Schöheit immer verteufelt, da ich mir immer Dinge gwünscht hatte, die Unmöglich scheinen. Aber ich brauche etwas um entscheiden zu können, wonach ich streben soll, damit das bisschen Zeit das ich habe nicht ganz sinnlos ist.

    Ich konnte mich nur einmal offen darüber mit jemanden Unterhalten, und diese Person hat mir gesagt, dass es nun mal so ist wenn man älter wird.
    Ich musste den Gedanken verärgert Ablehnen, da das für mich so wäre als würde ich meinen Lebensgeist einfach langsam verwelken lassen.

    Ist das für jemanden nachvollziehbar? So etwas schon jemand durchgemacht?

  2. #2
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    Hallo Tram,

    Ich denke, ich kann nachempfinden, wie es dir geht.
    Für mich war/ ist Kunst, Musik und Schreiben ein Mittel, mich auszudrücken. Ich habe mit 16, als es mir nicht gut ging, mit Zeichnen angefangen. Ich glaube, es ist allgemein so, dass der Mensch aus depressiven Phasen sehr viel Inspiration schöpfen kann, ich z.b. hatte damals nie Probleme, meiner Phantasie freien Lauf zu lassen.
    Es gibt viele Künstler, die sich allein auf diese "schlechten" Phasen im Leben verlassen haben, wie z.b. Curt Cobain. Der konnte auch nur Songs schreiben, wenns ihm schlecht ging. (naja, irgendwann gings ihm so schlecht, dass er selbst das nicht mehr konnte...)
    Oder Van Gogh (ebenfalls s.o.)
    Als es mir dann besser ging, hatte ich tatsächlich ziemliche Probleme, weiterhin künstlerisch tätig zu sein.
    Im Nachhinein aber kann ich dir versichern, dass diese Phase das Beste ist, was dir passieren kann- wenn du was draus machst.
    Die Sache ist nämlich die, dass du innerlich dabei bist, dich zu verändern, und das kann deiner Inspiration/ Kunst nur gut tun.
    Das Loch, in dem du gerade bist, erreicht viele gerade nach dem Abi/ Schulabschluß etc. Der Streß fällt von einem ab, aber die Frage stellt sich, was man als nächstes macht. Das war (in meinem Fall) gar nicht leicht zu beantworten. Habe eine Menge Dinge angefangen, aufgehört und ausprobiert. (Bin eigentlich immer noch dabei).
    Nimm diese Phase als Chance, dich künstlerisch weiter zu entwickeln. Wenn es alleine nicht klappt, suche dir Leute, mit denen du es zusammen machen kannst.
    Und "dass es so ist wenn man älter wird", diesen Spruch finde ich ja mal total bescheuert.
    Als könnte man nur in jungen Jahren kreativ sein.
    Deine Seele/ dein Geist- wie mans auch immer nennen mag- wird sich einen neuen Weg der Inspiration suchen, der zu deiner jetzigen Situation paßt.
    Aber ein bißchen kämpfen mußt du, glaub ich, schon dafür.
    Das kommt nicht einfach so auf einen zugeflogen.

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    Tram (15.05.2012)

  4. #3
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    Ich habe nach dem Abi in Gruppen gearbeitet, um meine künstlerischen Fähigkeiten auszubauen. Bei mir hat es nicht viel gebracht, aber vielleicht hilft es dir, wenn du mit Gleichgesinnten zusammen bist, die dir nicht erzählen, dass alles so seinen Lauf nehmen muss.

    Du bist jetzt mit der Schule fertig, richtig? Was machst du gerade oder was ist dein Plan? Ist dir deine Familie eine hilfreiche Stütze?
    aufwachen, träumerle...!


  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fernsehturm für den sinnvollen Beitrag:

    Tram (22.05.2012)

  6. #4
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    Zuerst mal vielen dank für die Antworten.

    Ja ich bin gerade mit der Schule fertig und bin gerade gezwungenermaßen in einem Sozialendienst(Zivildienst) tätig.
    Mir fällt es sehr Schwer mit den wenigen Freunden die ähnlicher Ansichten sind, was das empfinden bei Kunst betrifft, zu reden. Die meiste Zeit war ich wütend und ein wenig einsam, ich war auch zurückhaltend und so lange hat das eigentlich auch ganz gut funktioniert. Ich wusste nicht warum aber solange ich mich ein wenig zurückhielt Interessierten sich auch diese für mich die mir Sympathisch waren.
    Irgendwann war es so weit, dass ich mit zu viel Nachdruck versuchte die anderen dazu zu bringen mich zu Verstehen; Irgendwie kam nur wenig zurück(oder ich war einfach noch immer nicht zufrieden, das weiß ich nicht) jedenfalls hatte ich immer das Gefühl die Leute verschreckt zu haben.

    Ohnehin habe ich es nie besonders leiden können wenn andere meine Zeichnungen betrachteten, da ich selbst überhaupt nicht damit zu frieden war, da die Werke nicht wie gewollt aussahen, aber ich selbst wusste dennoch für was sie Standen, natürlich kann das aber keiner ausser mir sehen.
    Ich habe mich nur selten getraut auch auf fremde zuzugehen, mir haben die Freunde die ich hatte meistens gereicht; Im moment habe ich auch irgendwie kein Bedürfnis dazu.
    ----------------

    Ich habe keinen Plan dafür was ich jetzt machen soll. Meine Familie und freunde sind mir in dieser hinsicht eine Hilfe, weil sie mir ewusst machen, dass ich zumindest irgendetwas machen muss. Allerdings glaube ich dass ich wie immer zu unsicher bin um mich zu entscheiden. Ich bin mittlerweile der Ansicht das nichts meiner möglichkeit wirklich etwas ist was ich mir Wünsche, das ist an und für sich kein Drama, da ich an und für sich egal für was ich mich entscheide dankbar sein sollte für das was ich habe.
    Blos war es schon das selbe als ich meine höhere Schule wählte. Ich kam nie darum herum mich dafür Schuldig zu fühlen, nicht zu wissen in welche Richtung ich gehen soll.
    Auch wenn da Dinge waren die ich mir Wirklich wünschte, auf halben Weg war die Anstrengung schon groß, das man es mit dem Ergebnis nicht aufwägen konnte. Zumindest bei der Matura(so etwas wie Abitur), habe ich mich über das Zeignis so gefreut als hätte ich gerade 50 Euro mit den Worten "kauf dir was schönes" bekommen. Das eigentlich Schöne war der Tag danach woch Ich einfach wusste, dass ich in den kommenden fünf Tagen garnichts tun musste. Anders als sonst habe ich dafür auch bei so ziemlich allem mitgemacht was mir Freunde vorschlugen.

    Auch zum Beispiel ein Musikinstrument zu lernen um selbst die Musik so zu spielen genauso wie sie mir gefiel, hat sich nie ausgezahlt, da nach spätestens einem Monat sich mein Geschamck wieder geändert hat und ich eine Zeit lang nichts mehr davon hören wollte. Wirklich genossen habe ich immer nur die Musik zu hören. Ich hatte auch bei den meisten Musikern nie den Eindruck, dass sie nur zum Spaß ihr instrument spielen konnte; Man musste immer ein Teil eines Orchesters/Band sein und den Ehrgeiz besitzen über haupt bei einem Auftritt mitspielen zu können.

    Meine Familie unterstützt mich als Freundschaft; Auch finanziell durchaus Ausreichend, allerdings gibt es einen druck da wir in Zukunft ein Risiko aufnehmen müssen, Wegen einer Meinungsverschiedenheit mit einem Teil einer Familie den ich eigentlich kaum dazuzähle, müssen wir umziehen. Deswegen herrscht auch die Meinung, dass ich zuerst einmal für Geld sorgen muss. Ich weis aber nicht was ich davon halten soll.
    -------------------

    Wie war es bei euch, sich an die Zeit wo die Inspiration noch da war, zu erinnern? Ich bedauere es sehr nicht mehr die Gefühle wieder abrufen zu können. Auch allgemein, wenn mich jemand fragt, wie meine Kindheit oder Schulzeit war, kann ich mich Konkret an kaum etwas Erinnern. Ich habe nur mehr von Situationen die Bilder im Kopf, ich weiß aber nicht mehr was ich Gefühlt und gedacht habe. Ich finde es schade, dass ich eigentlich diese Dinge nochmal so erleben möchte, anstadt sie jetzt von mehreren Blickwinkeln betrachten zu können.

  7. #5
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    Hallo Tram,

    es ist angenehm zu hören das es anderen so geht wie mir. Ich mache gerade meinen Abschluss und seid ein paar Jahren bin ich auch recht unkreativ zumindest im Vergleich zu meinem Jugendalter bzw Kindesalter.
    Ich konnte auf Knopfdruck eine viertelstunde eine geschichte erzählen die ich mir in dem Moment ausdachte indem ich sie erzählte. Meine längste Geschichte ist 80 Seiten lang in einem Worddokument. Und meine alten Mappen sind voll mit Zeichnungen.
    Was sich einfach verändert hat ist das ich glücklich bin. Ich habe seit fast 4 Jahren einen festen Freund, keine Mobbingprobleme mehr (so wie damals) und bin richtig lebensfroh geworden.

    Vielleicht liegt es daran das ich nun das lebe was ich vorher mir zurecht geträumt habe leben kann. Ich gehe durch den Wald, anstatt ihn zu malen, ich küsse meinen Freund anstatt es in einer Geschichte zu beschreiben.
    Viele Menschen nehmen ihre Inspiration aus einer depressiven Phase.
    Zusätzlich könnte bei mir ein Faktor meine verschwindende ADS sein. ADS ist dafür bekannt dass man unendlich kreativ ist dafür aber aufmerksamkeitsprobleme hat. Ich bin besser in der Schule aber nicht mehr so kreativ.
    Weiteres ist die wenige Zeit. Wenn man älter wird wird man wohl oder übel erwachsen. Man hat anderes im Kopf. Und auch der Fernseher und der Computer verschlingen die Zeit von uns.

    Trotz allem habe ich auch Phasen in denen ich kreativ bin! Und Wenn man ein kreativer Mensch ist vergeht das nicht einfach.

    Mein Tipp: Versuchs mal mit einer Zeit Compi und Fernseher weg und konzentriere dich auf dich selber und auf deine Umwelt. Setze dich mit deinen Gedankengängen auseinander, genieße die Ruhe, den Augenblick.
    Bei mir hilft es auch wenn ich mir schöne Musik anmache und mich vor eine leere Leinwand setze und einfach mit einem Strich anfange. Dann plötzlich sind Ideen da.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mary1 für den sinnvollen Beitrag:

    Tram (22.05.2012)

  9. #6
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    Kreativität lebt nicht von Gefühlen, sondern von Gedanken. Das ist etwas, was die Leute oft unterschätzen. Kreative Menschen DENKEN anders. Denken funktioniert allerdings besser, wenn wir entspannt sind. Überforderung, Angst, Wut, Trauer, etc. erschwert das Denken und kann im ernsten Fall zum Grübeln führen. Das hört sich bei dir schon leicht depressiv an. Liegt es vielleicht daran, dass du zuvor als Kind werkeln durftest und nun für ein "Hobby" oder eine "freizeitbeschäftigung" nach getaner Arbeit aufkommen musst? Auf jeden Fall finde ich es schade, wenn du dich nicht traust, mit anderen zusammen ein paar Werke zu erstellen. Diese perfektionistische Ader kann dich daran hindern, weiter zu arbeiten. Wenn du eben von anderen Feedback bekommst, wirst du vielleicht gelassener.

    Du glaubst, du hast keinen Stress, aber nicht zu wissen, wie es beruflich weiter geht, ist Stress. Du ziehst dich zurück. Sich für nichts zu interessieren, also passiv und lethargisch werden, sind für eine Depression typisch. Es könnte eine Dysthemie sein oder eine richtige Depression. Wenn dir selbst die Fantasie entgleitet, ist das vielleicht sogar ein Hinweis auf etwas, was dich überfordert. Ich glaube, es ist nur ein Symptom und nicht die Ursache.

    Wie erlebst du deinen Zivi, was musst du dort tun?
    Warum kann dich niemand verstehen? Wer oder was bist du denn in deinen Augen?


    Zitat Zitat von Tram Beitrag anzeigen
    Ich bedauere es sehr nicht mehr die Gefühle wieder abrufen zu können. Auch allgemein, wenn mich jemand fragt, wie meine Kindheit oder Schulzeit war, kann ich mich Konkret an kaum etwas Erinnern. Ich habe nur mehr von Situationen die Bilder im Kopf, ich weiß aber nicht mehr was ich Gefühlt und gedacht habe. Ich finde es schade, dass ich eigentlich diese Dinge nochmal so erleben möchte, anstadt sie jetzt von mehreren Blickwinkeln betrachten zu können.
    Wenn ich dich stattdessen fragen würde, welche Farbe diese Gefühle hatten und welche du nun hast, wie würdest du antworten?
    aufwachen, träumerle...!


  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fernsehturm für den sinnvollen Beitrag:

    Tram (22.05.2012)

  11. #7
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    Zitat Zitat von Tram Beitrag anzeigen
    Ist das für jemanden nachvollziehbar? So etwas schon jemand durchgemacht?
    Ja, wenn der Stress mal wieder allzu groß wird leiden meine kreativen Hobbys am ehesten darunter. Zum Zeichnen komme ich ohnehin selten, dafür war es bei mir das Schreiben das wirklich litt, wenn ich zuviel um die Ohren hatte. Nicht nur, dass mir dann keine Ideen zufliegen, wenn ich mich dazu zwinge zu schreiben, dann klingt alles hohl und unfertig.

    Momentan geht es seit einigen Monaten wieder, weshalb ich dir diesbezüglich keinen wirklichen Rat geben kann.
    Mittlerweile zwinge ich mich jeden Tag etwas zu schreiben um nicht aus der Übung zu kommen und mit dem Geschriebenen zufriedener zu sein. Wichtig ist, so denke ich, zu erkennen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und man diese elendigliche Versagensangst ablegen sollte. Niemandes Werk wird jemals allen Kritikern gefallen. "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die keiner kann" kommt nicht von ungefähr

    Wenn es dir wirklich Spaß mach zu phantasieren, dann versuche dir immer etwas davon zu bewahren und dir vielleicht ein bisschen Zeit am Tag frei zu halten um zu sinnieren und deinen Gedanken nachzugehen. Zwar sind Musen äußerst launische Wesen, doch wenn du nicht aufgibst wird dir die deinige sicher wieder flüstern.

    Und nein, so pauschal kann man das nicht aufs "älter werden" schieben, denn das ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich kenne Leute, die haben die doppelten Jahre von mir auf dem Buckel und sind noch immer Kinder geblieben. So möchte ich auch sein, denn es macht mich glücklich
    Geändert von Sinnsuchender (18.05.2012 um 20:58 Uhr)

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sinnsuchender für den sinnvollen Beitrag:

    Tram (22.05.2012)

  13. #8
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    Zu:
    Wenn ich dich stattdessen fragen würde, welche Farbe diese Gefühle hatten und welche du nun hast, wie würdest du antworten?

    Ich habe eigentlich nie verstanden, wie man Gefühle mit Farben in Verbindung bringen kann. Für mich sind Farben nur bedeutend, wenn Kontraste erzeugt werden.... also je nach dem wie viel von welcher Farbe im verhältnis zu anderen und in welchen Formen, wirkt etws attraktiv bzw. faszinierend(weiß nich welches wort besser ist) auf mich. Ich habe keine Ahnung warum das so ist, ich bin mir auch nicht sicher ob ich das wissen möchte, weil ich glaube das es mich verwirren würde.
    Ich habe auch schon gemerkt, umso mehr ich von den Abläufen in der Welt verstand(auch wenn "ich weiß, das ich nichts weiß"), umso langweiliger war es sich selbst Vorstellungen zu machen. Irgendwie waren nicht sehr viel mehr Dinge möglich, nichts worauf man Neugierig sein sollte, es fehlt eine gewisse Magie. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich schon ein wenig genervt bin weil es für mich so Aussieht als wäre da nichts mehr, was es noch Wert wäre zu erleben. Ich bin auch sehr zynisch, manchmal bekomme ich nach einem Gespräch mit Freunden oder Familie, das Gefühl zu hart gewesen zu sein, irgendeine Hoffnung auf etwas zu stark kritisiert zu haben, was mir erst im nachhinein sehr leid tut.

    Zu: Liegt es vielleicht daran, dass du zuvor als Kind werkeln durftest und nun für ein "Hobby" oder eine "freizeitbeschäftigung" nach getaner Arbeit aufkommen musst?
    Ich finde es entsetzlich Schade, so viel Arbeiten zu müssen, auch war ich in einer Schule in der ich 42 Wochenstunden hatte und dazu noch lernen musste, obwohl ich ab 2 Uhr nachmittags schon wirklich keinen Nerv mehr dafür hatte. Vll hatte ich früher einfach die Zeit herunter zu kommen. Ich kann mich aber auch leicht daran erinnern, dass ich auch als Kind so eine ähnliche Phase als jetzt. Blos hatte ich damals nicht die Angst meine Zeit zu verschwenden(vll habe ich es sogar genossen). Ich habe vor kurzem gemerkt, dass ich zuerst 5 stunden ganz alleine sein muss, damit ich wieder zum Fantasieren anfange. Aber so weit dass ich einfach die Augen zu mache und mir etwas in den Sinn kommt war ich noch nicht. Es hat auch gereicht, dass meine Mutter ins Zimmer geplatzt ist, und meine Stimmung war wieder zerstört.
    Aus irgendeinem Grund habe ich auch immer nur in der Schule gezeichnet oder wenn ich in der Arbeit eine Pause hatte. Zuhause musste ich mich fast dazu zwingen, weil ich so viele andere Möglichkeiten hatte die mich ohne dass ich mich anstrengen musste unterhielten. In der Schule war es auch immer Schön, ganz ungeduldig zu sein, in der 5min Pause endlich etwas zu tun was ich selbst wirklich gerne tun möchte.

    Im moment bin ich eben wie ein Zombie, ich Arbeite eigentlich zu viel, aber es macht mir nichts aus weil ich ohnehin nichts begehre.

    Zuu glaubst, du hast keinen Stress, aber nicht zu wissen, wie es beruflich weiter geht, ist Stress.
    Ich habe mal etwas gelesen, dass viele Schüler und Studenten ein "Aufschiebeverhalten" haben. Ich glaube da gehöre ich dazu. Es macht mir nicht viel aus wenn sehr unangenehme Dinge unausweichlich auf mich zukommen solange ich zu mir sagen kann, dass ich die mich die nächste Woche schon noch darum kümmern kann, wenn ich mich nur richtig reinhänge und jetzt wird zuerst mal Energie getankt. Das habe ich schon oft bereut und nichts daraus gelernt. Der wille es anders zu machen ist nicht da, vll weil ich es ja doch irgendwie geschafft habe.

    Ich habe es so empfunden, dass wähen dem ich gestresst war viel leichter von Dingen fasziniert war. Mich hat Überforderung, Angst, Wut, Trauer eher motiviert mir Vorzustellen wie es wohl währe wenn ich plötzlich Stärker wäre. Meistens stellte ich mir aber einfach aufregende Situationen vor, auch wenn sie Traurig waren.

    Wie erlebst du deinen Zivi, was musst du dort tun?
    Warum kann dich niemand verstehen? Wer oder was bist du denn in deinen Augen?
    Ich habe lange darüber Philosophiert und ich habe es aufgegeben Antworten zu finden. Ich glaube dass Menschen in verschiedenen "Wirklichkeiten" leben und das man das gegenüber nie ganz versteht und umgekehrt.
    Auf die Frage wer oder was ich bin kann ich auch keine Antwort finden, weil mir aus welchem Grund auch immer selbst im Weg stehe(vll Angst oder sonst was).

    Natürlich brenne ich noch immer darauf Antworten zu finden, ich bin aber mehr oder weniger zu niedergeschlagen.

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