Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 11

Thema: Jobcenter und Arbeitgeber - Tagesklinik

  1. #1
    betzebiene
    Gast

    Standard Jobcenter und Arbeitgeber - Tagesklinik

    Ein großes Hallo in die Runde!

    Ich muß nun auch mal ein eigenes Thema eröffnen, da ich bei meinem Problem einfach nicht weiter weiß und vielleicht jemand anderes aus dem Forum sowas schon mal hatte und irgendwie Rat weiß.
    Wußte jetzt nicht, ob ich mein Thema in beruflicher Erfolg oder Therapieform reinstellen soll, deshalb schreibe ich es jetzt einfach mal hier. Falls man das Thema verschieben möchte, kein Problem.

    Es geht um folgendes: Mir wurde im März 2018 in der Probezeit einer Teilzeitstelle gekündigt, bin jetzt wieder beim Jobcenter gelandet, war da auch vor meinem Beschäftigungsverhältnis schon gemeldet.
    Ich schreibe seit meiner Entlassung auch fleißig Bewerbungen (Eigenbemühungen) und bekomme auch VV, obwohl in meiner EGV dies gar nicht drin steht - die EGV wurde bisher noch nicht abgeändert und es steht eigentlich nur drin, daß meine Sachbearbeiterin mich unterstützt beim Erhalt des Arbeitsplatzes.
    Egal, will ja arbeiten, also hab ich mit Bewerbungen kein Problem.

    Was meine Sachbearbeiterin nicht weiß, ist, daß ich psychisch krank bin schon seit meiner Kindheit und aufgrund dessen sehr große Lücken im Lebenslauf habe und oftmals die Arbeitsplätze gewechselt hab wie so mancher seine Unterwäsche (meine Sachbearbeiterin hat diesbezüglich aber noch nie nachgefragt, was der Grund ist).

    Ich war letzten Monat bei einer neuen psychiatrischen Praxis und die haben mir einen Aufenthalt in deren Tagesklinik empfohlen, dort war ich auch Anfang der Woche und nun bin ich auf der Warteliste. Einen genauen Aufnahmetermin habe ich nicht, nur daß es ca. zwei bis drei Monate noch dauert.

    Mein Dilemma ist jetzt, soll oder kann ich das meiner Sachbearbeiterin vom Jobcenter schon mitteilen oder die Füße noch stillhalten und erst melden, wenn ich einen genauen Aufnahmetermin habe?
    Wie reagiere ich bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch, wenn mich der Arbeitgeber einstellen will? Ihm sagen, daß da ein Aufenthalt in einer Klinik bevorsteht oder verschweigen und einfach drauf ankommen lassen? Denn das Jobcenter will mich ja schnellstmöglich los werden.

    Teile ich es einem Arbeitgeber mit und er entscheidet sich gegen mich und stellt mich nicht ein und das Jobcenter bekommt das mit, riskiere ich ja eine Sanktion wegen Vereitelung einer Arbeit.
    Verschweige ich es einem Arbeitgeber und bin kurze Zeit nach der Einstellung dann für ein paar Wochen krankgeschrieben wegen des Klinikaufenthalts, riecht das für mich nach Betrug, weil ich nicht mit offenen Karten gespielt habe.

    Habe bisher nur einen schriftlichen diagnostischen Verdacht (bzw. von einem früheren Arzt eine andere Diagnose, die aber falsch sei, wie mir die neue Ärztin mitteilte), einen richtigen Befund werde ich wohl erst nach dem Aufenthalt in der Tagesklinik erhalten.

    Ich hoffe, ich konnte meine verzwickte Lage einigermaßen deutlich ausdrücken und vielleicht hat ja jemand hier Erfahrung mit sowas...

    Schönen Freitag an alle

  2. #2
    Schreiberling
    Registriert seit
    19.06.2014
    Beiträge
    599
    Danke
    352
    180 mal in 132 Beiträgen bedankt

    Standard

    Wäre es nicht das einfachste, du könntest dich krankschreiben lassen, bis die Tagesklinik einen Platz frei hat? Oder von welchem Zeitrahmen sprechen wir hier?

  3. #3
    Bestseller Autor Avatar von Draugr
    Registriert seit
    31.12.2016
    Ort
    NRW
    Beiträge
    1.942
    Danke
    408
    843 mal in 595 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich würde das generell mitteilen, nicht zuletzt, weil es dir im Zweifelsfall auch Ärger ersparen kann. Es wäre natürlich denkbar, dass du dich irgendwann einem Psychologen/ Psychiater ect der Arbeitsagentur vorstellen musst. Wobei Atteste erst mal Beachtung finden, kommt halt auch auf die Dauer an, irgendwann wäre das Job Center nicht mehr für dich zuständig, wenn du jetzt etwa jahrelang arbeitsunfähig wärst.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  4. #4
    Shakespurr
    Gast

    Standard

    Hallo betzebiene,
    es ist empfehlenswert deiner Sachbearbeiterin mitzuteilen dass du in etwa 3 Monaten oder früher für ein paar Wochen in teilstationärer Behandlung bist. Es kann sein dass du auch kurzfristig einen früheren Termin in der Tagesklinik bekommst. Demnach solltest du dies dann im Rahmen eines Termins mit ihr besprechen. Die Sachbearbeiterin sollte dir dann auch alles wichtige sagen können.
    Gut wäre hier auch ein kurzes Schreiben des Arztes dass er/sie die Behandlung für notwendig sieht damit es keine oder weniger Probleme mit dem Amt gibt.

    Einem zukünftigen Arbeitgeber würde ich persönlich schon sagen wenn ich das gewünschte Einstiegsdatum nicht erfüllen kann, aber eine konkrete Aussage (psychische Probleme, Tagesklinik) würde ich nicht treffen. Denn wenn du bereits in der Probezeit länger krankgeschrieben bist, kann dir deswegen gekündigt werden.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Shakespurr für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (11.05.2018)

  6. #5
    Bestseller Autor
    Registriert seit
    27.08.2007
    Beiträge
    1.691
    Danke
    288
    659 mal in 511 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von betzebiene Beitrag anzeigen

    Was meine Sachbearbeiterin nicht weiß, ist, daß ich psychisch krank bin schon seit meiner Kindheit und aufgrund dessen sehr große Lücken im Lebenslauf habe und oftmals die Arbeitsplätze gewechselt hab wie so mancher seine Unterwäsche (meine Sachbearbeiterin hat diesbezüglich aber noch nie nachgefragt, was der Grund ist).
    Solange du immer wiederkommst, bist du die beste Jobgarantie für das JC. Deswegen interessiert sie das nicht.

    Zitat Zitat von betzebiene Beitrag anzeigen
    Ich war letzten Monat bei einer neuen psychiatrischen Praxis und die haben mir einen Aufenthalt in deren Tagesklinik empfohlen, dort war ich auch Anfang der Woche und nun bin ich auf der Warteliste. Einen genauen Aufnahmetermin habe ich nicht, nur daß es ca. zwei bis drei Monate noch dauert.
    Warum hast du denn keine AU? Die brauchst du für die Tagesklinik sowieso.

  7. #6
    Shakespurr
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von amonda Beitrag anzeigen
    Warum hast du denn keine AU? Die brauchst du für die Tagesklinik sowieso.
    Für die Tagesklinik ist eine AU nicht zwingend notwendig. Es kann sein dass der AG eine AU wünscht, doch das sollte so oder so vor Antritt der Maßnahme mit diesem besprochen werden. Manchmal reicht dem AG auch die "Bescheinigung" von der Tagesklinik über den Aufenthalt.
    Bei mir war z.B. für die Tagesklinik nur die Überweisung vom Arzt notwendig, die AU habe ich wegen dem Bezug von Krankengeld benötigt. Die Klinik hat sich nen Dreck für die AU interessiert.

  8. #7
    betzebiene
    Gast

    Standard

    Vielen Dank an alle für Eure Beiträge!

    Mir erschließt es sich auch nicht, warum ich von der Psychiaterin bisher keine AU bekommen habe, vielleicht ist ihr das nicht so bewußt, was da oft auf dem Jobcenter los ist und was da so abgeht. Daß ich eine AU für den Aufenthalt in der Tagesklinik bekomme, das hat sie mir mitgeteilt. Aber es geht ja um die Zeit bis zur eigentlichen Aufnahme, und das dauert ja noch ca zwei bis drei Monate.

    Hab heute morgen bei einem Fachanwalt für Sozialrecht angerufen, den hatte ich letztes Jahr schon mal gebraucht für einen Widerspruch, und der empfahl mir, mich bis zum eigentlichen Aufnahmetermin erstmal krankschreiben zu lassen, entweder von der behandelnden Psychiaterin oder wenn das nicht geht, eventuell auch von der Hausärztin. Damit wäre ich erstmal auf der sicheren Seite.
    Seiner Meinung nach bräuchte ich die Tagesklinik ja nicht, wenn ich gesund wäre und da ich ja (psychisch) krank bin und in die Klinik muß, wird vermutlich in der Zwischenzeit keine Wunderheilung eintreten.

    Sollte ich dennoch bei einem potentiellen Arbeitgeber vorstellig werden (müssen), sollte ich unter keinen Umständen verschweigen, daß ein Klinikaufenthalt bevorsteht, da dies unehrlich wäre und auch mit Sicherheit so kein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden könnte, die Wahrscheinlichkeit wäre dann aber recht groß, daß mich unter diesen Umständen eh keiner einstellen wird.
    Eigenbemühungen stelle ich aber auch erst einmal ein, hat ja keinen Sinn.

    Werde heute mittag dann mal bei meiner Hausärztin aufschlagen, denn bei der Psychiaterin habe ich erst Ende Mai wieder einen Termin und so lange will ich dann doch nicht mehr warten.

  9. #8
    Bestseller Autor
    Registriert seit
    27.08.2007
    Beiträge
    1.691
    Danke
    288
    659 mal in 511 Beiträgen bedankt

    Standard

    Seiner Meinung nach bräuchte ich die Tagesklinik ja nicht, wenn ich gesund wäre und da ich ja (psychisch) krank bin und in die Klinik muß, wird vermutlich in der Zwischenzeit keine Wunderheilung eintreten.
    Genauso siehts aus.
    Sollte ich dennoch bei einem potentiellen Arbeitgeber vorstellig werden (müssen), sollte ich unter keinen Umständen verschweigen, daß ein Klinikaufenthalt bevorsteht, da dies unehrlich wäre und auch mit Sicherheit so kein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden könnte, die Wahrscheinlichkeit wäre dann aber recht groß, daß mich unter diesen Umständen eh keiner einstellen wird.
    Eigenbemühungen stelle ich aber auch erst einmal ein, hat ja keinen Sinn.
    Das ist zwar logisch richtig, aber bei Hartz4 gehts darum, Geld zu sparen. Mit der EGV hast du einen Vertrag unterschrieben, dem du nachkommen musst, ansonsten können sie dich sanktionieren. Den Vertrag musst du immer dann erfüllen, wenn nichts anderes drinsteht. Also musst du auch Eigenbemühungen nachweisen wenn du eine AU hast.

    Soweit ich weiss, können Fachärzte nur 3 Tage krankschreiben, länger geht über den Hausarzt.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Ängste und Jobcenter
    Von mondgoettin80 im Forum Ängste
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 14.03.2017, 10:22
  2. Mobbing durch Jobcenter Fallmanager
    Von Er26603Aurich im Forum Mobbing
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 04.06.2015, 19:05
  3. Mobbing durch Ämter und Jobcenter
    Von einstein98 im Forum Mobbing
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 15.02.2015, 16:50
  4. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 12.03.2014, 13:19
  5. Druck vom Arbeitgeber
    Von blueocean im Forum Depression
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 16.10.2011, 00:03

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •