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Thema: Kann nicht mit ihm abschließen - hin und hergerissen

  1. #1
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    Standard Kann nicht mit ihm abschließen - hin und hergerissen

    Hallo allerseits,
    haben uns lange nicht gesprochen. Hoffe es geht allen bekannten gut, trotz der Umstände aktuell. Ist zwar etwas spät, hoffe aber ihr seid auch alle gut ins neue Jahr gekommen.
    Ja, ich habe seit einiger Zeit wieder ein Problem mit der Liebe. Bzw. bin ich emotional und sexuell sehr unruhig, seitdem ich seit 1Jahr mit meinem Ex keinen privaten Kontakt mehr habe. Vorher war er noch eine Art Ventil für Gefühle und sexuellen Bedürfnisse. Nicht falsch verstehen, ich habe ihn nicht als Objekt gesehen. Aber dadurch dass wir keinen klaren Schlussstrich gezogen haben, konnte ich diese Bedürfnisse noch durch ihn befriedigen. Und seitdem das nicht mehr ist, spielt mein Körper und meine Psyhhe verrückt. Es ist wie eine Entzugserscheinung. Vorher war ich sehr emotional und sexuell erfüllt und jetzt nicht mehr. Und jetzt verlagern sich diese Bedürfnisse anscheinend auf eine alte Liebe mit der ich noch nicht richtig abgeschlossen habe.

    Ihr erinnert euch vielleicht noch an die Geschichte mit dem Lehrer. Hatte jetzt leider keine Lust den alten Thread zu öffnen, weil ich auch dachte, dass die Geschichte mit ihm vielleicht keine Rolle für die Lösung ng spielt. Aber dadurch, dass ich zwiegespalten bin ihm gegenüber, sind es auch meine Gefühle und Bedürfnisse. Die Meinungen hier im Forum waren auch zweierlei, von unmoralischer Typ bis zu... Er ist selbst hin und hergerissen.....

    Ich versuche jetzt die ganze Zeit die vergangenheit zu rekonstruieren, um zwanghaft schlechte Taten und Eigenschaften zu suchen, die ich bisher immer verdrängt habe, um die rosa Brille zu erhalten. Aber es fällt mir schwer ihn ganz zu verdammen weil er irgendwo auch sehr gut zu mir war. Zumindest empfinde ich es so.

    Was soll oder kann ihh jetzt tun, um mit ihm abzuschließen. Mit meinem Vater sieht es ähnlich aus. Leider. Ähnliches Prinzip von Trennung von ihm.

    Es ist zum heulen und verzweifeln, oder nicht?!

    Danke fürs Lesen und helfen.

    Ihr seid die besten!

  2. #2
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    Standard

    dann solltest du meinem empfinden nach nicht die beziehung zum ex aufarbeiten, sondern die zu deinem vater.. wahrscheinlich löst sich die erstere damit von selbst auf..

    ich hatte auch mal eine art beziehung zu jemandem, der älter war und auf den ich mehr oder weniger obsessiv reagiert habe.. gottseidank neige ich nicht dazu, ganz extrem zu reagieren, aber so hat mir das auch schon gereicht gehabt.. wie auch immer, ich hab irgendwann drüber nachgedacht, warum ich auf diese weise reagiere, obwohl ich ihn gar nicht geliebt habe, auch wenn er ein sehr interessanter mensch war.. da solche sachen meist in der kindheit begründet liegen, hab ich die beziehung zu meinem vater betrachtet, bei der mir klar wurde, dass dieser mann mich ähnlich behandelt hat wie mein vater.. als ich das erkannte, war die obsession mit einem mal weg..

    schau dir also mal die beziehung zu deinem vater an.. wie verhält er sich dir gegenüber? ist er eher unerreichbar? entzieht er dir seine liebe? sorgt er dafür, dass du dich fühlst, als müsstest du dir seine liebe erkämpfen?

  3. #3
    Nachwuchs Autor
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    hi, sorry das wird jetzt etwas lang. danke aber für deinen sehr hilfreichen beitrag!!!! und danke fürs lesen und helfen!!!




    Zitat Zitat von chrissihexe Beitrag anzeigen
    dann solltest du meinem empfinden nach nicht die beziehung zum ex aufarbeiten, sondern die zu deinem vater.. wahrscheinlich löst sich die erstere damit von selbst auf..

    ich hatte auch mal eine art beziehung zu jemandem, der älter war und auf den ich mehr oder weniger obsessiv reagiert habe.. gottseidank neige ich nicht dazu, ganz extrem zu reagieren, aber so hat mir das auch schon gereicht gehabt.. wie auch immer, ich hab irgendwann drüber nachgedacht, warum ich auf diese weise reagiere, obwohl ich ihn gar nicht geliebt habe, auch wenn er ein sehr interessanter mensch war.. da solche sachen meist in der kindheit begründet liegen, hab ich die beziehung zu meinem vater betrachtet, bei der mir klar wurde, dass dieser mann mich ähnlich behandelt hat wie mein vater.. als ich das erkannte, war die obsession mit einem mal weg..

    Ich dachte immer ich liebe ihn, aber jetzt wo du das so sagst, denke ich auch, dass es etwas anderes war als echte Liebe.

    schau dir also mal die beziehung zu deinem vater an.. wie verhält er sich dir gegenüber? ist er eher unerreichbar? entzieht er dir seine liebe? sorgt er dafür, dass du dich fühlst, als müsstest du dir seine liebe erkämpfen?
    Mein Vater verhält sich mir gegenüber sehr widersprüchlich. Einerseits idealisiert er mich und sagt mir, dass ich in vielen Punkten besser sei als meine Mutter. Er zeigt mir und sagt mir so viele Dinge, die er nicht mal mit meiner Mutter macht. Ich werde in gewisser Weise über meine Mutter gestellt. Und er fühlt sich mir gegenüber auch ganz anders, als meiner Mutter gegenüber. Er verhält sich ganz anders, ist ein anderer Mensch. In gewisser Weise. Und Tatsache ist auch, dass wir uns besser verstehen und in gewisser Weise besser zueinander passen, weil wir irgendwo sehr ähnlich sind. Und vor allem können wir uns gut über meine Mutter unterhalten, weil wir dieselben Erfahrungen mit ihr gemacht haben. Unsere Beziehung sieht auf der einen Seite so schön aus. Wir können über Gott und die Welt reden, die ganze Nacht bis in den Morgen hinein und werden nicht müde. Wir haben irgendwo dieselbe Denkweise und Interessen usw. Irgendwo dieselben Charaktereigenschaften. Ich komme auch sehr nach ihm, irgendwo. Und da er so eine kaputte Beziehung zu meiner Mutter hat, sucht er glaube ich in mir auch irgendwo den Frieden, den er bei ihr nicht hat. Und er bekommt ihn ja auch. Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, dass ich Balsam bin für seine Seele. Ich bin in vielen Punkten so, wie seine Mutter. Und sie ist für ihn alles. Meine Oma, also seine Mutter ist eine AlphaFrau. Und er himmelt sie an. Und wenn er sieht, wie ich so bin wie seine Mutter, dann guckt er mich auch immer so mit strahlenden Augen an. Ja wir hatten schon eine sehr "innige" Beziehung, irgendwo waren wir wir sehr auf einer Wellenlänge. Und ich habe ihm oft gesagt sich von meiner Mutter zu trennen, aber er wollte wegen den Kindern bleiben. Und er weil er so gläubig ist, hatte er die Hoffnung nie aufgegeben, dass sie eines Tages wieder gut wird. Andererseits haben sie auch ständig heftig gestritten. Und er war als Ehemann auch nicht immer richtig und gut zu ihr. Wir hatten auch unsere Streitereien. Weil er kein guter Ehemann war, oder kein guter Vater oder einfach bestimmte Eigenschaften hatte die schwierig waren. Er ist manchmal so Prinzipientreu und daher unflexibel. Und auf meine Mutter und mich wirkte das manchmal empathielos, egoistisch usw. Da waren ihm dann andere Menschen wichtiger als ich oder meine Mutter.

    Ja, also es gab auch eine schlechte Seite bei meinem Vater. Wir hatten mal ein sehr dunkles Kapitel. Da hatten wir viel Streit. Ich war damals Teenager und das erste pubertierende Kind. Ich wollte die Freiheiten die hier normal sind. Für meine Eltern mit migrationshintergrund (konservativ und religiös) war dies natrülich sehr schwierig. Wir hatten viel Streit wegen Kultur, Tradition, Religion. Noch dazu kam deren Erziehungsstil. Ich bekam nicht die Liebe die ich mir gewünscht hatte, die ich brauchte, die in anderen Familien normal war. Meine Eltern waren sehr mit sich selbst beschäftigt und nicht in der Lage mir das zu geben, was ich wollte (an Liebe). Meine Mutter ist durch ihre Sozialisierung, durch ihre Biografie, durch ihre Erziehung und durch eine genetische Veranlagung eine sehr gestörte Persönlichkeit geworden. Es ist sehr schwer mit ihr zusammenzuleben, wenn überhaupt. Mein Vater ist auch irgendwo seelisch krank geworden dadurch, wegen ihr. Aber er hält es noch aus, für die Kinder und weil er sie vielleicht irgendwo noch liebt. Warum sonst würde er noch Hoffnung hegen, dass irgendwann alles wieder gut wird. Obwohl er ihre schlechten Eigenschaften selbst nicht (gerne) erträgt und am liebsten schon längst gegangen wäre und eine neue Familie gegründet hätte.

    Mein Vater war also besser als meine Mutter, aber immer noch nicht ganz gut genug. Ich hatte ihn auch nie ganz für mich, ist ja auch klar. Aber mit der Zeit, also in den letzten 2 Jahren, habe ich herausgefunden, dass er mein Vertrauen so sehr missbraucht hat, dass mein Herz gebrochen ist ihm gegenüber. Der Vaterkomplex den ich mal hatte, ist dadurch zertrümmert worden. Zum Glück, denn ich war selbst irgendwann verzweifelt, wie ich diesen Komplex nur schnell loswerden kann, weil ich mich so schlecht auf andere Männer einlassen konnte, weil ich jeden an meinem Vater gemessen habe und diesen ja idealisierte. Also Glück im Unglück. Ich habe, um es auszusprechen, herausgefunden, dass er alles was ich ihm im Vertrauen mitteilte, doch, gegen meinen ausdrücklich mitgeteilten Willen an meine Mutter weitergeleitet hatte. Und da sie ja krank und in gewisser Weise gefährlich ist, hat er mich auch in Gefahr gebracht. Vor allem, weil er irgendwo so naiv ist und auf sie hört und, wenn man auf eine kranke gefährliche Person (psychopathisch) hört, dann bin ich und mein Kind auch in Gefahr. Denn mein Vater ist dann der verlängerte Arm meiner Mutter und sie hat wieder Macht und Kontrolle über mich. Und ich weiß nicht, ob mein Vater das nicht checkt oder ob er es nicht wahrhaben will oder ob seine Alleswirdgut-Brille zu dicke Gläser hat, jedenfalls bringt er mich und mein Kind damit extrem in Gefahr. Erkläre ich zum Schluss. Und ich habe zum Schluss, bevor ich den Kontakt beendete gesehen, wie er sich gar nicht geändert hatte, sondern mich die ganze Zeit nur angelogen hatte. In Wirklichkeit war er immer noch der Pantoffelheld, der immer auf meine Mutter gehört hat. Das war ein Stich ins Herz für mich. Denn er wusste, was meine Mutter mir alles angetan hatte, hat aber trotzdem nicht nein zu ihr gesagt, was Informationen usw. über mich anging. Da wusste ich auch nicht mehr, was aus sein em Mund wirklich von ihm war und was von meiner Mutter. Da habe ich auch irgendwo verstanden, warum er manchmal so komisch, also nicht er selbst war. Von seinen Ratschlägen her.

    Naja seitdem ist mein Vater für mich auch gestorben.

    Um zu verstehen, was das Problem mit meiner Mutter ist. Meine Mutter hat mehrere Störungen / Krankheiten. Am besten beschreibe ich es mal. Da das aber etwas länger dauert, verschiebe ich es. Kurz gesagt, sie ist wie ein Baby im Körper eines Erwachsenen. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, wo sie der Mittelpunkt ist und alles dreht sich um sie. Empathie null, einscht null, sozialverhalten, reife null. Sie ist geistig und emotional nicht so weit eine Mutterrolle angemessen zu übernehmen. Und sie fühlt sich ständig angegriffen und wird dann so wütend, dass sie fast alles tun würde. Mich hat sie als ich ein Kind war (6 Jahre) fast umgebracht, weil ich mal nicht auf sie gehört habe. Sie hat meinen Kopf minutenlang in die Kloschüssel gedrückt und mich gezwungen das Wasser zu trinken und mich dabei angeschrien, beschmipft und beleidigt. Seitdem bin ich durch sie traumatisiert. Und das war erst der Anfang der Quälereien. Bis ich 20 war war das mein Leben mit ihr. Und mein Vater hat kaum was dagegegn getan, obwohl er mit ihm Haus gelebt hat. Ich könnte jetzt erzählen was das alles mit mir gemacht hat und was alles passiert ist, aber wichtig ist, dass mein vater sich nicht 1 mal vor mich geworfen hat und gesagt hat SCHLUSS JETZT; LASS SIE IN RUHE!!! .

    Aber er war anders für mich da. das hat etwas gehoöfen, aber schlussendlich war er doch auf ihrer Seite, sie hatte das letzte Wort.


    Ist jetzt doch mehr geworden. Die Beziehung zu dem Lehrer war irgendwo ähnlich.

















    [/B]

  4. #4
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    Standard

    Ach wisst ihr was....****** auf diesen Mann...Egal was in ihm vorging, sein Verhalten war falsch und schlecht und für sowas bin ich zu schade, das muss ich mir net nochmal geben.

    Ich muss meinem Kind ein Vobild sein und PLatz in meinem Herzen und Kopf lassen für einen vernünftigen Mann, der eine vernünftige richtige Beziehung mit mir eingeht und nicht so einen Quatsch mit mir macht. Basta.



    (HAb den Text von dem anderen Thread über den Typen hier reinkopiert. )

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