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Thema: kindliche Entwicklung und "negative" Eigenschaften, z.B. Lügen...

  1. #1
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    Standard kindliche Entwicklung und "negative" Eigenschaften, z.B. Lügen...

    Habe heute etwas gelesen, wollte das mal zur Diskussion stellen.

    Hier einige Auszüge:

    Kindererziehung scheint anfangs leicht, aber ab dem Alter von zwei Jahren gerät jedes Kind in seine Trotzphase. Eine weitere schwierige Phase stellt die Pubertät dar, in der sich bislang brave Kinder oft in rebellische Teenager verwandeln. Aber warum ist das so und wie gehen Eltern damit um?
    Alle Eltern kennen das: In den ersten beiden Lebensjahren war ihr Kind ein süßer, kleiner Engel und plötzlich setzt die Trotzphase ein. Auf einmal neigt das Kind zu heftigen Wutanfällen, wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht. Das kann in echten Stress ausarten
    Setzt dann später die Pubertät ein, zeigen die Teenager erneut bockige Tendenzen und oft auch ätzenden Sarkasmus, was ebenfalls schwierig und verletzend sein kann
    nun die Erklärungen bzw. Ratschläge:

    Es gibt keinen Königsweg und drakonische Maßnahmen schaden eher, als dass sie dauerhaft nützen. Denn diese Phasen sind ganz natürlich und auch wichtig für die Entwicklung des Kindes!
    Der amerikanische Psychologe Henry M. Wellman hat diesem Thema das Buch "Gedanken lesen: Wie uns die Kindheit lehrt Menschen zu verstehen" gewidmet, dessen Hauptpunkte auf "fatherly.com" zusammengefasst sind.
    Kleinkinder im Alter von bis zu zwei Jahren sind vor allem deswegen so süß und unschuldig, weil ihre kleinen Gehirne bis zu diesem Alter vorrangig damit beschäftigt sind, ihre Umgebung über ihre Sinnes-Erfahrungen kennenzulernen und langsam zu verstehen.
    Doch ab dem Alter von zwei Jahren vollzieht ihr Verstand einen entscheidenden Sprung. Das Kind entwickelt langsam ein Bewusstsein für die eigene Persönlichkeit, auch über das langsam einsetzende Verständnis von Reaktionsmustern der Personen in seinem Umfeld.
    In der Psychologie spricht man davon, dass das Kind in dieser Phase eine "Theorie des Verstandes" entwickelt. Es findet Stück für Stück heraus, dass es selbst und andere ganz unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse haben und das diese eben auch auf unterschiedliche Weisen befriedigt werden können.

    Im Zentrum der kindlichen Wunschbefriedigung steht in diesem Stadium der inzwischen entwickelte Eigenwille des Kindes selbst. Und da es in diesem Alter auch langsam in der Lage ist, quasi die Gedanken seiner Bezugspersonen zu "lesen" und deren Reaktionen zu verstehen, ist es ihm nun auch möglich, verschiedene soziale Strategien zu entwickeln.
    Jetzt kommt etwas sehr wichtiges, finde ich:

    Die Strategien des Kindes bestehen in diesem Alter in erster Linie aus Trotzreaktionen. Außerdem lernt es zu lügen. Das hört sich zuerst einmal nach weniger positiven Charakterausprägungen an, ist aber nur ein Indiz dafür, dass das Kind gerade einen völlig normalen und gesunden Lernprozess durchmacht.
    Im Laufe dieser Entwicklung wird der Sprössling ein breites Repertoire von sozialen Verhaltensstrategien ausprägen, auch über das Feedback und die Reaktionen, die sein Verhalten auslöst. Diese Phase ist ungeheuer wichtig und wer hier mit drakonischen Strafen reagiert, unterdrückt und verzögert diesen wichtigen Lernprozess.
    ... Wenn man dem Wutanfall nicht allzu viel Aufmerksamkeit widmet, geht er auch meist schneller vorüber. ... Und man sollte erst gar nicht versuchen Trotzanfälle vorherzusehen und zu vermeiden. Denn das Kind ist oft bereits in der Lage, solche Intentionen zu durchschauen und für sich auszunutzen. Und das ist ebenfalls ein Zeichen für eine gesunde geistige und kognitive Entwicklung.
    Jetzt kommt ein Sprung..

    ..mit der Pubertät seines Teenagers zu tun. In dieser Phase ist seine kognitive Intelligenz schon weitgehend ausgeprägt und der Jugendliche beginnt seine sozialen Strategien weiter zu verfeinern. Oft läuft das auf einen Konfrontationskurs mit den Eltern und anderen Erwachsenen hinaus, aber auch das ist eine völlig normale und gesunde Entwicklung.
    Die Jugendlichen erlernen in dieser Phase zum Beispiel verbale Strategien wie Ironie oder Sarkasmus, letztendlich also verfeinerte Mittel, um durch die Hintertür den eigenen Willen oder seine Meinung zu formulieren, ohne gleich in einen kindischen Wutanfall abdriften zu müssen...

    ..Auch das muss als Lernprozess gesehen werden, in dem der Teenager seine sozialen Kompetenzen weiter ausprägt.
    Das mag dann oft zu Missverständnissen oder merkwürdigen Verhaltensweisen führen, ist aber auch nur ein natürlicher und weiterer Schritt zur gesunden Ausprägung der individuellen sozialen Intelligenz.
    Was ich mich nun frage ist, ob nicht viele Menschen, die psycho-soziale Probleme haben, diese wichtigen Phasen in ihrer Entwicklung versagt wurden, bzw. unterdrückt wurden. Kann es sein, dass immer brav und angepassrt sein müssen, ein Kind traumatisieren kann, es weitgehend sozial lebensunfähig machen kann, mal ganz plakativ gesagt? Hat das auch was mit "erlernter Hilflosigkeit" zu tun?

    Wie schaut es aus mit "negativen" oder "verbotenen" Eigenschaften oder Handlungen, wie z.B. lügen? In unserer Gesellschaft, von der manche meinen, sie würde immer hypermoralischer werden und die politische Korrektheit würde alles von der aktuellen, allgemeinen Norm abweichende als radikal oder schädlich sein brandmarken? Wo jede Aussage faktengecheckt wird und man sofort Lüge wittert und Betrug, wenn man jemand heute dies und morgen was anderes sagt, ohne böse Absicht? Sondern weil man halt seine Meinung geändert hat.

    Manche verkennen auch, das Lügen einen Sinn und Wert haben kann, wenn man taktisch-strategisch ein langfristiges Ziel verfolgt, das ein gutes und sinnvolles sein kann, auch wenn es zum Teil durch Lügen erreicht wird.

    Ich denke, wenn man versteht, wie Kinder sich entwickeln, dann versteht man auch Erwachsene besser und auch die Gesellschaft.

    Ich will auf nichts besonderes hinaus mit diesem Thread, ich fände es nur interessant, über das ganze vielschichtig zu diskutieren.

    Gruß

    Jo
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  2. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei derJohannes für den sinnvollen Beitrag:

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  3. #2
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    Ich bin ja auch der Meinung, dass das Problem verbreitet ist, dass Kinder/ Jugendliche quasi nicht dem kindlichen Narzissmus entwachsen (sind), was dann zu unsozialem Verhalten führt, weil sich halt als der Mittelpunkt von allem betrachtet wird.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  4. #3
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    Zitat Zitat von Draugr Beitrag anzeigen
    Ich bin ja auch der Meinung, dass das Problem verbreitet ist, dass Kinder/ Jugendliche quasi nicht dem kindlichen Narzissmus entwachsen (sind), was dann zu unsozialem Verhalten führt, weil sich halt als der Mittelpunkt von allem betrachtet wird.
    Du meinst, wenn Kinder ohne Regeln und Grenzen erzogen werden, wenn sie vergöttert werden und die Eltern quasi sich vor dem Kind erniedrigen, ihm alles recht machen wollen? Dem Kind alle Probleme aus dem Weg räumen wollen, es immer auf die "Pole Position" heben, koste es was es wolle?

    Dazu hab ich was gefunden, auf "Vaterfreuden.de":

    Ein übersteigertes Selbstwertgefühl, mangelnde Empathie und ein großer Hunger nach Aufmerksamkeit sind nur einige Eigenschaften, die einen Narzissten charakterisieren. Im schlimmsten Fall werden diese Merkmale als narzisstische Persönlichkeitsstörung klassifiziert. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn es zu richtigen Anpassungsstörungen kommt. Wie Ihr Kind zum Narzissten werden kann und wie sie das wirksam verhindern, erklärt der folgende Artikel.
    Jedes Kind ist ein Narzisst!

    Liest man die Definition von Narzissmus, dann kommt man leicht auf die Idee, dass im Grunde genommen jedes Kind ein kleiner Narzisst ist:

    Stellt die eigenen Bedürfnisse über die aller anderen.
    Wirkt egoistisch und selbstverliebt.
    Braucht Aufmerksamkeit und Bewunderung.
    Zeigt mangelndes Verständnis und Empathie.
    Nutzt andere aus, um eigene Ziele zu erreichen.
    Was beim Kind jedoch eine natürliche Entwicklungsphase im Zuge der Ich-Bildung ist und bei einer angemessenen Erziehung nach und nach durch Verständnis und Empathie ersetzt wird, ist beim Erwachsenen unerträglich und kann im schlimmsten Fall pathologische Züge annehmen. Entwicklungsforscher vermuten, dass vorwiegend die Erziehung zum sogenannten Alltagsnarzissmus führt. Verschiedene Ansätze nennen hier unterschiedliche Wirkungen, die bestimmte Erziehungsmethoden und fehlende Grenzen auf Kinder haben.
    Können Eltern zu sehr lieben?

    Die abgöttische Liebe von Eltern, die im schlimmsten Fall einen Narzissten hervorbringt, sollten Sie keinesfalls mit der emotionalen Wärme und Zuneigung verwechseln, die für das Kind lebensnotwendig ist.
    Wer angebetet wird, hält sich für Gott

    Die Persönlichkeit eines Kindes entwickelt sich aus Erfahrungen, Erfolgen und Niederlagen. Aus Frustration und Scheitern bezieht es sein Selbstbewusstsein, lernt aber auch seine eigenen Grenzen kennen. Grenzen gibt es auch im Außen, das Kind lernt, sich zurückzunehmen, seine eigenen Bedürfnisse auch einmal zurückzustellen. Wird diese Entwicklung mit viel positiver Verstärkung und emotionaler Sicherheit gekoppelt, dann entstehen selbstbewusste Menschen, die ihren eigenen Wert und ihre Stärken kennen und schätzen.
    Ganz anders verläuft die Entwicklung, wenn dem Kind jede Anstrengung und Enttäuschung abgenommen wird. Es lernt: Ich bin der Größte, denn seine Eltern bestätigen ihm das jederzeit und immer wieder. Da es keine eigenen Erfahrungen seiner Stärke machen darf – die Eltern nehmen ihm ja alles ab - ist es stets darauf angewiesen, Bestätigung von außen zu erhalten.

    Es lernt, diese auch später immer wieder einzufordern und gleichzeitig sich selbst durch ein unfehlbares Selbstbild zu bestätigen. Naturgemäß müssen alle anderen Informationen von außen stoisch ignoriert werden. Das führt zu mangelnder Empathie als Schutzhaltung, Schwierigkeiten werden umgangen oder einfach nicht wahrgenommen.

    Dringt doch so etwas wie Kritik durch die eigene gottähnliche Selbstwahrnehmung, dann ist die Reaktion extrem und überempfindlich. Das ist auch kein Wunder, denn das Selbstwertgefühl des Narzissten ist lediglich eine Fassade, die kaum auf echte Erfolgserlebnisse und Erfahrungen aufbaut.
    Sorry für die vielen Zitate aus Artikeln, ich finde das aber so interessant, dass ich es eben gern hier mitteilen möchte.

    Gruß

    Jo
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  6. #4
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    Zitat Zitat von Draugr Beitrag anzeigen
    Ich bin ja auch der Meinung, dass das Problem verbreitet ist, dass Kinder/ Jugendliche quasi nicht dem kindlichen Narzissmus entwachsen (sind), was dann zu unsozialem Verhalten führt, weil sich halt als der Mittelpunkt von allem betrachtet wird.
    Du meinst sicher kindlicher Egozentrimus oder? Ich habe noch nie narzisstische Kinder gesehen, sie sind aber alle von Natur aus egozentrisch. Bei Jugendlichen könnte ich mir das eher schon vorstellen.

  7. #5
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    Hi Jo,

    es gibt ja heute viele Erkentnisse über die kindliche Entwicklung die es früher so nicht gab. Ich finde das super und habe in meiner Ausbildung diese Informationen nahezu aufgesogen. Nicht nur, aus beruflichem Interesse sondern weil man automatisch beginnt seine eigene Kindheit zu reflektieren.
    Man weiß ja heute, dass das Urvertrauen, das sich vor allem im ersten Lebensjahr anlegt, ganz elementar ist für die weitere Entwicklung. Kinder mit einem guten Urvertrauen, mit einem liebevollen und sicheren "Hafen", Kinder die viel Unterstützung und Zuspruch bekommen, entwickeln sich auch zu selbstsicheren Erwachsenen.

    Natürlich kann es passieren, dass Kinder, die diese wichtigen und sensiblen Entwicklungsphasen nur bedingt ausgebildet haben, später Störungen entwickeln. Muss nicht, kann aber. Nicht jedes Kind das wenig Urvertrauen erlebt hat wird später automatisch eine Störung (wie auch immer diese aussehen mag) entwickeln aber das Risiko ist natürlich da.
    Stichwort Resilienz und Vulerabilität. Bin ich resilient und erlebe mich als selbstwirksam, dann fühle ich mich sicher in der Welt. Erlebe ich mich aber als sehr verletzlich und habe keine Ressourcen erworben, dann bin ich eher unsicher.
    Resilienz kann man aber ein Stück weit im Laufe des Lebens lernen, auch wenn man einen schlechten Start ins Leben hatte.

    Ich hatte z.B. ein schlechtes Elternhaus. Mein Erzeuger ist/war Alkoholiker, meine Mutter depressiv, mit allem überfordert. Gewalt, psychisch wie auch körperlich war normal. Ich durfte nie wirklich Kind sein, musste mich immer still und brav verhalten. Wenn ich meine Gefühle offenbart habe, wurde mir mit dem Finger auf den Mund geschlagen mit dem Satz "ein dummer Mund tut weh". Ich habe darum immer gelernt, meine Gefühle klein zu halten, möglichst ein Neutrum zu sein.
    In der Schule folgte darum Mobbing. Ich habe mich als Kind immer als schwach empfunden, als wertlos. Als ich noch kleiner war, habe ich auch viel gelogen. Ich hab mich in Fantasien geträumt und habe z.B. rum erzählt wie lieb meine Mutter ist, wohin wir in den Urlaub fahren, das wir ein großes Auto haben usw. Das war als Kind meine Strategie mit meinem kaputten Elternhaus umzugehen und mein Erleben zu kompensieren. Ich habe auch irgendwann selbst daran geglaubt was ich anderen erzählt habe. War das doch alles viel erträglicher als die Wahrheit. Ich habe mich immer sehr für meine Eltern geschämt.
    Erst im Laufe meines Lebens, mit ganz viel geduldigen Menschen um mich, mit vielen positiven Erlebnissen und mit jahrelanger professioneller Hilfe habe ich es geschafft, das alles aufzuarbeiten und habe gelernt, dass ich auch Fähigkeiten zur Selbstwirksamkeit habe. Ganze neue Erfahrungen für mich! Heute bin ich eine mündige Erwachsene, habe eine kleine Familie und komme gut zurecht. Ich weiß was ich kann und wo meine Schwächen liegen, mit denen ich ebenso offen umgehe wie mit allem anderen.

    Ich denke, wichtig ist, das Kinder, die Entwicklungsprobleme haben, wachsame und empathische Erwachsene an ihrer Seite haben, die das bemerken und die Kinder darin unterstützen das auszugleichen. Sie fördern. Um eben spätere Störungen zu vermeiden. Ganz bitter war für mich meine Arbeit im Brennpunkt. Da waren viele, wirklich kluge Kinder (Grundschulalter). Diese Kinder hatten so tolle Ideen, waren so wissbegierig und manche sogar richtig talentiert. Aber von Zuhause aus gab es keinerlei Förderung, sie wurden sich selbst überlassen. Es war nicht schön zu sehen, wie dieses Potential verkümmert. Nach dem Wochenende haben wir wieder von ganz vorne angefangen.
    Ich bin also der Ansicht, dass das Elternhaus hier eine ganz große Verantwortung hat.

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    carina000 (28.06.2020),derJohannes (28.06.2020),Fafnir (28.06.2020),Milfred (30.06.2020),Mirjam (28.06.2020),Pullus (28.06.2020)

  9. #6
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    Cailynn
    Da waren viele, wirklich kluge Kinder (Grundschulalter). Diese Kinder hatten so tolle Ideen, waren so wissbegierig und manche sogar richtig talentiert. Aber von Zuhause aus gab es keinerlei Förderung, sie wurden sich selbst überlassen. Es war nicht schön zu sehen, wie dieses Potential verkümmert. Nach dem Wochenende haben wir wieder von ganz vorne angefangen.

    Ich bin also der Ansicht, dass das Elternhaus hier eine ganz große Verantwortung hat.
    Ja. Und ich denke, dass das große Problem viele dieser Kinder ist, dass sie ihren Eltern im Grunde überlegen sind, dass sie etv. auch eine Rollenumkehr erleben. Sie müssen sch nicht nur allein um sich selber kümmern, sondern in gewisser Weise auch um ihre Eltern. Sie müssen teilweise die Fehler der Eltern kompeniseren, ausgleichen. Eigentlich sollte es umgekehrt sein.

    Gruß

    Jo
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  11. #7
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    Hallo Jo,

    das Lügen sehe ich nicht per se als eine ausschließlich negative Eigenschaft - sie dient dem Eigenschutz und der ist in gewisser Hinsicht sehr wichtig für das eigene Überleben. Negativ wird das Lügen aus meiner Sicht jedoch erst, wenn es überhand nimmt und Anderen womöglich schadet - zum Beispiel eine bewusste Täuschung verursacht. Aber auch da gibt es durchaus die Möglichkeit, dass Eltern ihr Kind zum Lügen überhaupt erst anstiften, bewusst oder unbewusst.

    Was ich so festgestellt habe ist, dass Schwangerschaften häufig "ungeplant" passieren. Und da ist für mich die große Frage, wie reif die angehenden Eltern für diese Verantwortung überhaupt sind, ob sie das Ausmass der von Cailynn wunderbar beschriebenen Verantwortung überhaupt überblicken/einschätzen können.
    Gib das, was Dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist. - Albert Einstein

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    Pullus (28.06.2020)

  13. #8
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    Zitat Zitat von Cailynn Beitrag anzeigen
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