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Thema: Könnte man Schulbildung auf die Persönlichkeit der Kinder abstimmen?

  1. #1
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    Standard Könnte man Schulbildung auf die Persönlichkeit der Kinder abstimmen?

    Hi,

    ich frage mich, ob man in einem Schulsystem der Zukunft Schüler entsprechend ihrer Persönlichkeit unterrichten könnte.

    Ich zum Beispiel hatte in der Schule immer Schwierigkeiten, mich auf Dinge einzulassen und zu lernen, worauf ich keine Lust hatte. Das geht so weit, dass ich noch heute vor Themen zurückschrecke, zu denen ich damals gezwungen wurde. Manchmal schränkt mich das ein, da ich normalerweise sehr entdeckungsfreudig bin was Ideen angeht und ich mich dann gerne mal etwas tiefer in Themen eindenke. Manche Themen aus der Schule sind aber regelrecht auf ewig für mich gestorben.
    Nach dem MBTI-System bin ich ein "Mediator" (INFP). Zwar stammt der Test bereits aus den 30ern, aber die typischen Charakteristika eines INFP passen haargenau auf mich. Ich habe auch den Big 5 Test gemacht, kann aber mit den MBTI Ergebnissen als Laie erstmal mehr anfangen.
    Der Unterricht nach Schema F ist bei mir also regelrecht kontraproduktiv gewesen und ich behaupte, dass das für viele "INFPs" mehr oder weniger so gilt.

    Was also, wenn z.B. nach der Grundschule die Persönlichkeit jedes Kindes ermittelt werden könnte und die Kinder dann entsprechend unterschiedlich geschult würden? Mir ist bewusst, dass das heute so nicht möglich wäre. Lehrer bräuchten eine andere Ausbildung, es müsste zudem mehr Lehrer geben und das ganze Schulsystem müsste umgekrempelt werden. Aber ich denke hier an eine hypothetische Zukunft.

    Entscheidend ist wohl insbesondere, ob sich so früh bei einem Kind bereits die Persönlichkeit abzeichnet, wie sie dann auch im Erwachsenenleben sein wird.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Rhabarberbär für den sinnvollen Beitrag:

    Steinchen.im.Schuh (26.04.2020)

  3. #2
    Verleger Avatar von Draugr
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    Ob jetzt ein kompletter Verzicht auf standardisierte Strukturen sowohl möglich als auch sinnvoll wäre, dürfte meiner Meinung nach die Frage sein.

    So wichtig die Berücksichtigung persönlicher Voraussetzungen sicherlich auch ist, ein Stück weit müssen Kinder auch lernen, sich einzubringen, ja, sich anzupassen, meiner Meinung nach. Es kann nicht jeder auf den Tischen tanzen, wenn mal etwas langweilig ist und dafür eine Extrabehandlung erwarten.
    Geändert von Draugr (25.04.2020 um 23:16 Uhr)
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
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  4. #3
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    Da kann ich nur sagen: man hätte vor hundert Jahren schon mehr auf Padagogen/innen wie Maria Montessori hören sollen. Nach dem 2. Weltkrieg hat man die Chance vertan . Die richtigen Montessori-Schulen, die es heute gibt, arbeiten genau so, dass jedes Kind auch individuell gesehen und gefördert wird. Leider braucht man bei uns erst eine normale Lehrerausbildung, bevor man Montessori als Zusatzausbildung machen kann. Aber etliche Grundschulen haben von dieser Pädagogik einiges übernommen.
    Und ich wehre mich gegen den Begriff, dass Kinder geschult oder erst recht beschult werden müssen. Kinder wollen lernen!!! Eigentlich alle Menschen, lebenslang. Es gibt genug gute Leute, die Lernen und Bildung und Erziehung sinnvoll erklären können und was eben deshalb an unseren Schulen alles kontraproduktiv läuft. Auch da sollte man endlich auf die Wissenschaft hören!!!
    Zu Draugr: An einer Montessori-Schule entwickeln die Kinder die Regeln selber oder haben sie entwickelt, und sie halten sich dann auch dran!!!

    Nach Pisa haben alle nach Finnland oder woanders hin geschaut, aber abgeschaut hat man sich fast nix. Wieder eine Chance vertan. Was bin ich froh, dass ich in diesem System nicht mehr Lehrer sein muss.

  5. #4
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    Zitat Zitat von Rhabarberbär Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich frage mich, ob man in einem Schulsystem der Zukunft Schüler entsprechend ihrer Persönlichkeit unterrichten könnte.

    Ich zum Beispiel hatte in der Schule immer Schwierigkeiten, mich auf Dinge einzulassen und zu lernen, worauf ich keine Lust hatte. Das geht so weit, dass ich noch heute vor Themen zurückschrecke, zu denen ich damals gezwungen wurde. Manchmal schränkt mich das ein, da ich normalerweise sehr entdeckungsfreudig bin was Ideen angeht und ich mich dann gerne mal etwas tiefer in Themen eindenke. Manche Themen aus der Schule sind aber regelrecht auf ewig für mich gestorben.
    Nach dem MBTI-System bin ich ein "Mediator" (INFP). Zwar stammt der Test bereits aus den 30ern, aber die typischen Charakteristika eines INFP passen haargenau auf mich. Ich habe auch den Big 5 Test gemacht, kann aber mit den MBTI Ergebnissen als Laie erstmal mehr anfangen.
    Der Unterricht nach Schema F ist bei mir also regelrecht kontraproduktiv gewesen und ich behaupte, dass das für viele "INFPs" mehr oder weniger so gilt.

    Was also, wenn z.B. nach der Grundschule die Persönlichkeit jedes Kindes ermittelt werden könnte und die Kinder dann entsprechend unterschiedlich geschult würden? Mir ist bewusst, dass das heute so nicht möglich wäre. Lehrer bräuchten eine andere Ausbildung, es müsste zudem mehr Lehrer geben und das ganze Schulsystem müsste umgekrempelt werden. Aber ich denke hier an eine hypothetische Zukunft.

    Entscheidend ist wohl insbesondere, ob sich so früh bei einem Kind bereits die Persönlichkeit abzeichnet, wie sie dann auch im Erwachsenenleben sein wird.
    Es wäre wünschenswert und ich denke auch durchaus möglich, wenn das "System" darauf Wert legen würde. Durch die preussische Gleichschaltungstendenz innerhalb des Schulsystems, dass ja immer noch sehr deutlich zumindest in den Regelschulen praktiziert wird, sehe ich aber keine ernstzunehmende Veränderung in der Zukunft. Auch viele Eltern wollen ihre Kinder nicht aus diesem System kicken.. und haben Angst vor Ausgrenzung ihres Kindes wenn es diese Gleichschaltung nicht erfährt. Sehr schnell wird ja von Extrawurst oder Störungen ( zB ADHS) gesprochen.
    Wir haben das Problem wenigstens etwas lösen können, in dem wir unsere Kinder auf eine Waldorfschule geben. Dort wird deutlich mehr auf die Persönlichkeit eines Schülers eingegangen und auf seine individuellen Fähigkeiten. Kunst und Handwerkliche Schulangebote, auch Musik sind mir wichtig und davon gibt es in dieser Schule reichlich.
    Völlig frei von Gleichschaltung sind wir dort auch nicht, aber je nach Persönlichkeit des Kindes wäre das auch nicht immer von Vorteil. Es gibt Persönlichkeiten denen eine gewisse Führung Sicherheit gibt. Darauf muss man als Eltern auch achten, denke ich. Nur weil ich zB mit einigen Dingen nicht klar komme, auch was das Schulsystem betrifft, muss das für mein Kind ja nicht unbedingt gelten.

    "Mediator" bin ich bei dem Test auch (INFP-A) und ich hatte ähnliche Schwierigkeiten in der Schule wie Du. In dem Punkt bin ich ganz froh ebenfalls auf der Waldorfschule gewesen zu sein, da die Kunstangebote und Arbeitsgruppen für mich eine Spielwiese waren in denen ich meine Kreativität voll auskosten konnte. Ich glaube in einer Regelschule wäre das anders gewesen, weiß es an der Stelle aber nicht genau, da ich das System als Schüler nicht erlebt habe. Aber auch hier möchte ich betonen, dass es nicht immer von Vorteil ist viele Freiheiten zu haben. Da müsste man genauer schauen. Dieser 16 Personalities Test ist dafür gar nicht mal schlecht, finde ich.
    Geändert von Blase (26.04.2020 um 06:18 Uhr)

  6. #5
    Verleger Avatar von derJohannes
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    Hallo Rhabarberbär,

    erstmal Danke für den Hinweis auf dieses Typen-Test-System, ich finde das interessant und werde das wohl mach interessehalber machen.

    Zu deinem Thema: Ich selber hatte in der Schule Probleme, unter anderem wohl auch, weil ich als Kind aus einem "asozialen" Elternhaus mit Migrationshintergrund bei den Lehrer/innen (vor allem in der Grundschule) nicht gut angesehen und auch eindeutig benachteiligt wurde. Meine Grundschulleherin hat auch ganz eindeutig Mädchen bevorzugt und Jungs abgewertet. Es ist heute wohl anerkanntes Wissen, dass das Schulsystem in Deutschland weiblich geprägt ist und Jungs benachteiligt. Man müsste also schon mal da ansetzen, bei der Geschlechter-Gerechtigkeit, in diesem Fall halt mal anders rum, als sonnst in der Gesellschaft.

    Ich habe nur Hauptschule, obwohl ich durchaus intelligent genug fürs Gym. gewesen wäre. Sagte sogar meine Lehrerin, nur war ich zu schlampig, unstruckturiert, zu leicht ablenkbar und beeinflussbar und machte zu viele Flüchtigkeitsfehler. Anstatt mich dahin gehend zu unterstützen und zu fördern, wurde dies halt einfach nur festgestellt und abgehakt. Von meinen Eltern war keine Förderung in Hinsicht auf bessere Bildung zu erwarten, im Gegenteil.

    Dazu kam halt auch noch, dass ich von anderen Kindern, auch besonders in der Grundschule, heftigst gemobbt wurde. Mir wurde Gewalt angetan auf vielfätigste Weise, was besonders problematisch war, weil ich auch zuhause massiv Gewalt erfahren habe. Selbst wenn ich als Kind auf die Straße ging, waren die Schulschläger nie weit, und so gab es für für so gut wie keinen Platz, an dem ich sicher war. Die Lehrer haben übrigens ganz klar mitbekommen, was mit mir gemacht wurde, halfen mir aber nicht. Im Gegenteil, sie bestraften mich, wenn ich mich mal gewehrt habe. Sie stellten mich gern auch als Asi dar, vor den anderen Schülern und behandelten mich so. So gaben sie den Mobbern Recht.

    Ich bin der Meinung, wenn man schon eine Schulpflicht hat und wehrlose Kinder dazu "zwingt" täglich in eine solche Hölle zu gehen, dann muss man auch die Sicherheit und Unversehrtheit dieser Kinder gewährleisten, denn die ist im Grundgesetz und in der Menschenrechtskonvention einem jeden menschlichen Lebewesen garantiert. Kindern ganz besonders.

    Was die Art zu lernen angeht, die ja bei jedem Menschen verschieden ist, wurde eindeutig die 0815 Norm bevorzugt, also pauken, Bulimie_Lernen (Reinfressen, wieder auskotzen, vergessen) und halt das brave, stillsitzende und ich sag mal sich einschleimende nett sein bevorzugt. Schwierige Charaktere mit schlechtem sozialem Hintergrund wurde im Grunde offen gesagt, sie wären nichts wert und hätten keine Chance. Intelligenz und Charakter egal. Wo kommst du her und wie angepasst bist du, darum gings.

    Heute ist Schule nicht mehr ganz so schlimm. Meine Frau ist Lehrerin am Gym. Ich kenne auch andere Lehrer/innen. Ich kenne Schulkinder verschiedenen Alter, in verschiedenen Schulen. Auch Walldorfschule. Das kann eine Alternative sein, für besonders künsterlisch begabte und sensitive Persönlichkeiten. Aber auch da muss man reinpassen, auch da gibts so manche Merkwürdigkeiten. Zudem muss man Schulgeld zahlen.

    Montesori-Kinder kenn ich nicht. Das System geht wohl davon aus, dass man Kinder einfach lernen lässt, was sie grade wollen. Dazu muss das Kind aber charakterfest und strukturiert sein, denke ich. Sind längst nicht alle Kinder.

    Es gibt ja auch Internate, internationale Schulen, Privatschulen, alles mögliche. Ausserdem haben wir in unserem Land ja auch die Möglichkeit Schule nachzuholen. Ich kenne einige Leute, die so wie ich in der normalen Pflicht-Schulzeit eher Schulversager waren, aber dann als Erwachsene Abschlüsse nachgeholt haben und sich toll entwickelt haben, tolle Berufe, manche auch künsterlisch erfolgreich geworden.

    Letztens erst hab ich zufällig erfahren, dass eine junge Frau, die ich schon als Kind kannte, eine ungewöhnliche Karriere gemacht hat. Sie ist mit 16 nach Israel gegangen, hat eine Eliteakdemie besucht und hat dann ihren Militärdienst bei der israelischen Luftwaffe absolviert. Ich bin fast vom Hocker gefallen, weil sie als Kind absolut nicht so wahr, dass ich mir derartiges vorstellen hätte können. Sie wurde in einigen Mainstream-Medien (Bildzeitung etc.) erwähnt, man kann sie per Google einfach finden. Es ist wohl was besonderes, wenn ein deutsche Frau (Mutter geboren in Israel) nach Israel geht und dort Militärdienst leistet.

    Also, was ich damit sagen möchte ist, dass man durchaus nicht ein Leben lang in Ketten leben muss, die noch aus der Kindheit stammen. Man hat die Chance als Erwachsener zu korrigieren und zu verändern. Natürlich ist unser Schulsystem reformbedürftig und man liest oft Berichte über Schweden oder Norwegen, wo alles so toll sein soll. In China soll es extrem viel mehr auf Höchstleistung ausgerichtet sein, in Russland viel mehr auf Disziplin.

    Aber nirgendwo wird es eine Schule geben, die es jedem recht machen kann. Kinder müsssen auch lernen, sich einzufügen, anzupassen und Dinge zu tun, auf die sie keinen Bock haben. Kinder müssen lernen mit Enttäuschungen und Unrecht umzugehen, denn das wird ihnen auch als Erwachsene widerfahren.

    Nur sollte halt Unrecht nicht systemimmanent sein. Das ist es aber bei uns. Es ist bekannt, dass z.B. die sozio-ökonomische Herkunft eines Kindes eine Schullaufbahn extrem prägt. Es ist auch bekannt, dass Schule besonders für schwache und sozial benachteiligte Kinder ein Hort des Grauens sein kann, wegen Mobbing, Gewalt und Benachteiligung. Auch ist es sehr entscheidend, wie sehr die Eltern das Kind fördern. Ich meine damit nicht Helikopter-Eltern, die schaden wohl eher.

    Eines sollte man aber nicht tun, nämlich sagen: Weil ich als Kind (in der Schule) nicht so behandelt wurde, wie es gut für mich gewesen wäre, kann ich nun für den Rest meines Lebens dies der das nicht. Ein besseres Schulsystem fordern und dies auch begründen können, das allerdings darf und sollte jeder tun, nach meiner Meinung.

    Gruß

    Jo
    Geändert von derJohannes (26.04.2020 um 07:39 Uhr)
    ***
    ***
    *** Jeder Mensch muss entscheiden, ob er sich im Licht des schöpferischen Altruismus oder in der Dunkelheit des zerstörerischen Egoismus bewegen will. Martin Luther King

  7. #6
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    Zitat Zitat von Helma Beitrag anzeigen
    Da kann ich nur sagen: man hätte vor hundert Jahren schon mehr auf Padagogen/innen wie Maria Montessori hören sollen. Nach dem 2. Weltkrieg hat man die Chance vertan . Die richtigen Montessori-Schulen, die es heute gibt, arbeiten genau so, dass jedes Kind auch individuell gesehen und gefördert wird. Leider braucht man bei uns erst eine normale Lehrerausbildung, bevor man Montessori als Zusatzausbildung machen kann. Aber etliche Grundschulen haben von dieser Pädagogik einiges übernommen.
    Und ich wehre mich gegen den Begriff, dass Kinder geschult oder erst recht beschult werden müssen. Kinder wollen lernen!!! Eigentlich alle Menschen, lebenslang. Es gibt genug gute Leute, die Lernen und Bildung und Erziehung sinnvoll erklären können und was eben deshalb an unseren Schulen alles kontraproduktiv läuft. Auch da sollte man endlich auf die Wissenschaft hören!!!
    Zu Draugr: An einer Montessori-Schule entwickeln die Kinder die Regeln selber oder haben sie entwickelt, und sie halten sich dann auch dran!!!

    Nach Pisa haben alle nach Finnland oder woanders hin geschaut, aber abgeschaut hat man sich fast nix. Wieder eine Chance vertan. Was bin ich froh, dass ich in diesem System nicht mehr Lehrer sein muss.
    Satzzeichen sind keine Herdentiere, außerdem erscheint das aggressiv .

    Natürlich wollen Kinder etwas lernen, sie fragen ja auch viel und wollen alles wissen.
    Das bedeutet jedoch nicht oder nur bedingt, dass sich alle Kinder im Klassenverband gut benehmen, ganz ohne Regeln, allgemein gültig, geht's nun mal nicht; das fängt ja schon bei der Kommunikation an.

    Gibt's denn Erhebungen, wie die Kinder der Montessori-Schulen später in Beruf und Privatleben etc klarkommen?
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
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    April und Mai und Julius sind ferne
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  8. #7
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    Meine Kinder gehen auf die Monterssori Schule ist für mich das beste Schulsystem.
    "Inklusion ist das zentrale Anliegen der Montessori-Schule als „Eine Schule für alle“. Inklusion heißt, dass SchülerInnen verschiedener Altersstufen, Begabungen und Temperamente miteinander lernen können, mit verschiedenen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlichem Lern- und Entwicklungstempo. Das Prinzip der Heterogenität gilt nicht nur für die gemischte Zusammensetzung der Lerngruppen, sondern auch hinsichtlich der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen.

    Die Praxis der Inklusion bringt es mit sich, dass Kinder und Jugendliche nicht nach Leistungsstand und Begabung selektiert werden. Dadurch ist die Identitätsentwicklung der Kinder und Jugendlichen unbelastet von der Erfahrung einer Zuteilung zu verschiedenen Schularten - dies begünstigt die Entwicklung eines positiven Selbstbildes. Das bedeutet auch, dass Ghettoisierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung von Kindern mit und ohne Behinderungen vermieden werden kann. Inklusion gibt Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung die Chance, Verständnis und Respekt für die Andersartigkeit und Besonderheit anderer Menschen zu entwickeln und selbstverständlich gegenseitige Hilfsbereitschaft zu praktizieren. "
    https://www.montessorischule-bayerwa...e-schüler.html

  9. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Zwiebel00 für den sinnvollen Beitrag:

    Cailynn (26.04.2020),derJohannes (26.04.2020),Helma (26.04.2020)

  10. #8
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    Ich bin aggressiv und wütend, wenn Erwachsene einfach nicht kapieren, wo es lang geht. Entschuldigung daher bitte für die vielen Ausrufezeichen. ich werde es wahrscheinlich auch irgendwann wieder tun.

    Gibt es Erhebungen, wie Kinder in ihrem späteren Leben dank der normalen Schulbildung klarkommen?

    Wieso wird mein ganzer Beitrag zitiert? Draugrs Beitrag versteh ich deshalb nicht so ganz, vor allem die Logik zwischen Lernen wollen und sich im Klassenverband gut benehmen.... hat doch nichts miteinander zu tun!!
    Wieder aggro: böse, böse Helma (Ironiemodus aus)

    Zu Johannes. Eben nicht: nach Montessori arbeiten bedeutet nicht das Laissez-faire, wieder ein Halbwissen, welches mich traurig macht. Entweder fragen oder recherchieren, nicht einfach behaupten bitte.

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