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Thema: Konzentration + Mitdenken im Beruf ja, zu Hause nein?

  1. #1
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    Standard Konzentration + Mitdenken im Beruf ja, zu Hause nein?

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und habe ein größeres privates Problem. Bin 34, seit 7 Jahren mit meiner Frau zusammen, habe zwei Kinder 8/10, und bin Angestellter in einem kleinen Systemhaus. Auf der Arbeit bin ich ganz aktiv, eingespannt und voll drin in der Arbeit. Man könnte sagen ich gehe in meiner Arbeit auf.
    Wenn ich zu Hause den Schlüssel ans Brett hänge ist allerdings Schluss. Mein Körper fährt total herunter, mein Geist ist leer und ich bekomm der Hintern fast nicht mehr hoch. Wenn ich dann versuche darüber nachzudenken was zu Hause noch wichtig wäre, dann fällt mir quasi nichts auf oder ein was noch getan werden muss. Ich weiß das klingt erstmal komisch, aber meine Frau hat massige todo Listen im Kopf und alles, aber ich seh vieles nicht. Selbst wenn ich aktiv versuche darüber nachzudenken seh ich es einfach nicht. Meine Frau macht das seit längerer Zeit massiv zu schaffen, was sich natürlich auf unsere Beziehung auswirkt. Ich kann das nachvollziehen, aber ich bekomm das Ganze irgendwie nicht zu fassen. Wenn sie darüber reden will, dann fällt mir zu dem Thema nichts ein und ich fühle mich irgendwie leer oder fälschlicherweise in die Ecke gedrängt.
    Es ist ja nicht so, dass ich sang und klanglos untergehe, aber erwachsen und auf Familie und Haus konzentriert bin ich nicht so wie ich sein sollte und wie ich sein will.

    Kurz was zu meinen Hintergründen:
    Meine Kinder stammen aus erster Ehe, meine Exfrau ist psychisch krank, das hat zu vielen Problemen geführt. Aus diesen Problemen heraus sind wir schlussendlich bei unserem "freundlichen" Jugendamt gelandet und um es abzukürzen, die Kinder sind seit 7 Jahren weg. Das Amt hat seitdem erfolgreich verhindert, das sich zwischen meinem Sohn(8) und mir eine Bindung aufgebaut hat und ich habe sie jetzt endlich soweit, dass meine Tochter(10) zu mir bzw. uns ziehen kann. Das war ein extrem steiniger Weg der fast unschaffbar erschien. Meine Ex habe ich nach den Gerichtsverhandlungen nicht mehr gesehen und sie hat bis vor einigen Monaten keinen Kontakt mehr zu den Kindern. Dieser Kampf mit dem Amt hat in den letzten Jahren viel Kraft und Nerven gekostet und ich habe die Befürchtung, dass von meinem früheren aktiven Selbst nicht mehr viel übrig ist.
    Interessanterweise bin ich allgemein nicht unglücklich und ich habe auch noch Spaß am Leben und an schönen Dingen. Trotzdem fühle ich mich gedanklich und gefühlsmäßig oft leer und ausgebrannt. Ich will meine Beziehung nicht einfach einstampfen, weil das mein Alltagsproblem ja nicht löst. Auch ohne meine aufopferungsvolle Frau die mich seit den letzten 7 Jahren begleitet hätte ich das Problem des nicht hochkommens und schweren Fühlens ja weiterhin.

    Boah, der Text ist schon wieder länger als ich schreiben wollte. Ich hoffe es kommt rüber was mein Problem ist.

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Ich las mal, dass Männer eher dazu neigen, nicht wirklich ein Auge dafür zu haben, was im Haushalt zu tun ist. Ich halte das für sehr gut möglich, da ja oft von der Mutter zur Partnerin gewechselt wird und wenig Alleinlebenzeit mit Vollverantwortung fürr alle haushaltlichen Tätigkeiten dazwischen liegt.

    Manche kaufen sich auch einfach die Dienste, wie Wäscge waschen kochen und putzen. Dann kann trotz alleinleben die Fertigkeit: Haushalt führen nicht erlernt werden. Ob das auf Dich zutrifft? Wie auch immer. Was hindert Euch denn daran, z.B. die To-Do-Liste Haushalt aus dem Kopf Deiner Frau in schriftliche Form zu bringen und als Vorgabe für die Punkte zu nehmen, die getan werden sollen und Ihr beide arbeitet die ab und gut ist. Es stört doch möglicherweise nicht so sehr, dass Du keinen Blick dafür hast, sondern, dass Du weniger tust im Haushalt, oder?
    Kleine Taten, die man ausführt,
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  3. #3
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    Das Schreiben von Listen machen wir schon. Meine Frau meint aber, das sie dann trotzdem neben ihrer 40 Stunden Woche einfach noch zu viel im Kopf behalten muss, damit es auch wirklich erledigt wird und nichts untergeht. Stichwort Mental-Load.
    Das ich bewusst oder unterbewusst nicht wirklich Zeit hatte "Haushalt" zu lernen mag eine Sache sein, aber dieses energie- und planlose zu Hause macht es fast unmöglich daran wirklich was zu ändern.
    Wie gesagt, auf der Arbeit läufts und wenn ich zu Hause was mache, dann breche ich sicherlich keine Geschwindigkeitsrekorde, aber dann mach ich die Sachen in richtig und in ruhe fertig.
    Ich hätte einfach gerne mehr Energie, ich glaube das würde schon einiges erleichtern.

  4. #4
    Roman Verfasser Avatar von Mona-Lisa
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    Ich habe gerade gegoogelt, weil mir der Begriff Mental-Load nicht bekannt war. Es liest sich sehr spannend, aber ich habe aktuell weder das Bedürfnis noch die Zeit, alles dazu lesen. Könntest Du mir mit einfachen Worten den Bezug darstellen, was meinst Du mit den Listen im Zusammenhang mit Mental Load.

    Kann es sein, dass es Dir zu wenig anspruchsvoll ist? Unterforderung kann genauso erschöpfend sein, wie Überforderung. Oder kein bisschen Freude macht? Vielleicht habt Ihr sehr unterschiedliche Vorstellungen, was alles zu tun ist und wie oft, damit es so ist, wie Ihr das gerne habt?

    Wenn Du insgesamt ausgepowert bist, dann wäre es sinnvoll, Kraft zu tanken mit kleinen Unternehmungen, die Dir Kraft geben, wie Sport oder ein Hobby oder was immer Deine Energiespeicher wieder auffüllen kann.

    Ich finde es ohnehin bewundernswert, wenn man 40 Stunden die Woche arbeitet, mit so vielen Stunden hatte ich immer das Gefühl, zu wenig Zeit zum Leben zu haben, bzw. dass ich die beste Zeit meines Lebens in die Arbeit investiere. Besteht für Dich und Deine Frau evt. die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu verkürzen? Oder sich für diverse haushaltliche Tätigkeiten jemanden zu beauftragen?
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  5. #5
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Machst du Sport.......?

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Mirjam für den sinnvollen Beitrag:

    Vergesslich (17.02.2020)

  7. #6
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    Also ich geh zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio um mich etwas fit zu halten.
    Wegen dem Mental Load und den Listen, meine Frau hat das Gefühl nichts vergessen zu dürfen, auch das nicht was für mich ist, damit auch ich nichts vergesse. Sie hat was das angeht einen kleinen Kontrolltick.
    Und ja, das Haus soll zwar sauber und schön sein, aber meine Frau legt da höhre Maßstäbe an als ich. Hausarbeit im allgemeinen find ich natürlich nicht sonderlich spannend.
    Ich neige daher eher dazu mich von interessanteren Dingen ablenken zu lassen.

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