Seite 2 von 6 ErsteErste 123456 LetzteLetzte
Ergebnis 9 bis 16 von 46

Thema: Krise - Freundin trennt sich per telefon

  1. #9
    Schreibkraft
    Registriert seit
    27.09.2016
    Ort
    am Meer
    Beiträge
    106
    Danke
    98
    65 mal in 41 Beiträgen bedankt

    Standard

    So wirst du nicht weiter kommen.
    Du bist ja völlig gefangen in deinem Selbstmitleid.

    Und du hast, meiner Meinung nach, sehr Egoistische Züge.

    Deine Rundum-Betreuung ist weggefallen, die die sich um alles gekümmert hat und dich bemuttert hat. Das ist nicht schön, sollte dir aber zum Anlass dienen dich mal selbst zu bewegen.
    Ihr auch die Schuld zu geben das du das Studium ohne sie nicht schaffst, bzw deine Finanzen nicht im Griff hast weil sie sich nicht mehr darum kümmert, ist ein ganz mieser Zug.
    Du bist für dich und dein Leben verantwortlich, nicht sie!

    In einer Partnerschaft sollte man sich gegenseitig unterstützen, du hast immer nur genommen.

    Und jetzt willst du ihr vor ihrer Arbeitsstelle auflauern?
    Ich an ihrer Stelle würde bei so einem Verhalten bestätigt fühlen das die Trennung genau das richtige war/ist.

    Lauer ihr nicht auf sondern kümmere dich um dich und übernehme Verantwortung für dich und dein Leben.

  2. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Kräuterbiene für den sinnvollen Beitrag:

    Buche (17.12.2019),JannaW (18.12.2019),Mirjam (17.12.2019),Pippilotta (05.01.2020)

  3. #10
    Verleger Avatar von Mirjam
    Registriert seit
    22.06.2015
    Beiträge
    7.304
    Danke
    4.731
    3.773 mal in 2.551 Beiträgen bedankt

    Standard

    Magst du noch beantworten, welche “Hilfe“ du dir gesucht hast? Psychotherapie?

  4. #11
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    17.12.2019
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Zitat Zitat von Der rote Faden Beitrag anzeigen
    Lieber peterpan123, du schreibst, du bist sehr verwirrt, und so liest sich dein Text auch.

    An verschiedenen Stellen deiner Darstellungen wird klar, dass du ja schon so ungefähr weißt, worum es geht.
    Bei dir sprichst du davon, dass du fürchterliche Verlustängste hast, weil deine Eltern geschieden sind, und dein Vater damals ohne Erklärung abgehauen ist, und dass in deiner Familie immer Chaos war.
    Du schreibst, du bist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem super Job und Karriere wichtig waren, und hast das Gefühl, du kannst diesen Ansprüchen nicht gerecht werden.
    Wie war das damals, als dein Vater weg ging?
    Ist er wirklich ohne Erklärung abgehauen oder wurde einfach nicht darüber geredet, was vorgefallen ist? Wurde da irgendetwas aufgearbeitet?
    Wie hat deine Mutter darauf regiert? Offenbar kam sie nicht damit klar, und konnte auch dir (euch) keine Stütze sein, so dass alles im Chaos versank?
    Ist das das Trauma, das du durchlebt hast, als dein Vater weg ging? Alles brach zusammen, und es war keine Erklärung, kein Halt, keine Ordnung und keine Struktur mehr da, völlige Ohnmacht?

    In der Beziehung warst erst du derjenige, der eher distanziert war, zwischendurch eine andere Freundin hatte, und ohne Klärung des Beziehungsstatus ins Ausland gegangen ist; sie also im Ungewissen gelassen hat.
    Die Beziehung war ein Wechselbad der Gefühle, ein on und off, das offenbar vor allem von dir ausging. Du hast sie an dich rangeholt, und dann wieder weggestoßen, weil dir die Nähe zu viel war, Streit provoziert, dann wieder ihre Nähe gesucht.
    Zwischendurch bist du betrunken fremd gegangen.
    Zuletzt wollte sie keinen Sex mehr mit dir haben, und das hat dich dann erst recht launisch und aggressiv gemacht, und du hast dich verbal daneben benommen.
    Insgesamt fühlst du dich ohne sie fast lebensunfähig, sie war immer für dich da, hat dir geholfen, dich unterstützt, deinem Leben Struktur gegeben; sie war deine Partnerin, bester Freund und "alles".

    Du schreibst, du hast keine Perspektive, das Studium an sich macht dir gar keinen Spaß. Du hast Angst, das Studium nicht zu schaffen, ohne ihre Hilfe bist du antriebslos und depressiv.
    Du weißt nicht, was dir Spaß macht, und hast auch keine richtigen Freunde.
    Ihr hast du vor zwei Wochen geschrieben, du hättest dir Hilfe gesucht und würdest an dir arbeiten.
    Ist das tatsächlich der Fall, und welche Hilfe hast du dir geholt? Wie willst du an dir arbeiten?

    Nun zu ihr: ihre Eltern sind auch getrennt, aber sie (und ihre Mutter?) sind mit der Situation ganz anders umgegangen. Sie sagt, dass in ihrer Familie die Frauen die Hosen anhaben (also die Dinge tatkräftig in die Hand nehmen). Jedoch mußte sie musste in gewisser Weise den Vater ersetzen und die Mutter unterstützen. Sie ist extrem fleissig, diszipliniert und strukturiert, leistungsbereit, hat hohe Ansprüche an sich selbst, und schaffte es trotz Sptzenleistungen im Studium auch noch, den Haushalt zu schmeissen und sich um dich zu kümmern - dich sowohl zu bemuttern als auch deine on-off-Eskapaden auszuhalten und immer wieder zu verzeihen.

    Mich wundert nicht, dass sie unter Bulimie in der Jugend litt, denn der Grund für eine solche Essstörung ist oft ein hoher Perfektionismus und eine ständige Selbstüberforderung; das Übersehen und Übergehen der eigenen Grenzen.
    Der Anspruch, als Jugendliche als Ersatz für den Vater zu fungieren und die Mutter zu (unter)stützen, hat sie offenbar überfordert, was sich in der Essstörung äußerte.
    Sie war dann in Behandlung, aber offenbar ist das grundlegende Problem bei der Therapie nicht behandelt worden: nämlich die Bereitschaft zur Selbstaufopferung und extreme Leistungsbereitschaft.
    Du sagst, ihr beide hättet wohl Bindungsangst.
    Das denke ich nicht. Ich denke, du bist derjenige mit der Bindungsangst, während sie sich stetig darum bemüht hat, dir deine Ängste zu nehmen und die Beziehung aufrecht zu erhalten (und dabei wie gewohnt über ihre Kräfte gegangen ist, weil dieses perfekt Funktionieren und Gebraucht-Werden ihr vertraut sind).
    Ich denke auch nicht, dass ihre Unlust, mit dir Sex zu haben, an ihrer Bulimie lag, sondern an dem angespannten Verhältnis, das ihr zueinander hattet und an der Erkenntnis, dass du sie mehr und mehr aussaugst und an ihren Kräften zehrst.
    Der Ekel, den sie zuletzt verspürt hat, war ein Versuch, sich zu schützen vor diesem Missbrauch.

    Wenn du sagst, sie sei deine Traumfrau, dann hängt das damit zusammen, dass diese Frau aufgrund ihrer Vorgeschichte/Vorerfahrungen in der Kindheit bereit war, sich für dich aufzuopfern und deine Defizite zu kompensieren.

    Nun jedoch hat sie die Bremse gezogen, weil du sie fertig gemacht hast und sie sich selber schützen muß. Es ist gut, dass sie das erkannt hat.

    Wenn du sie wirklich liebst, solltest du mal nicht an dich selber denken, sondern an sie, und ihr gönnen, dass sie sich erholen kann von dieser kräftezehrenden Beziehung zu dir.

    Und du solltest dir wirklich professionelle Hilfe holen, um selber mit deinen Ängsten und deinem Leben klar zu kommen, deinen eigenen Weg zu finden.

    Liebe bedeutet nicht, einen anderen Menschen zu brauchen und auszusaugen. Das ist Missbrauch.
    Liebe bedeutet, dem anderen etwas geben zu können.
    Das kannst du nur, wenn du auch alleine gut klar kommst, und nicht den anderen brauchst, um zu überleben.

    Wenn ihr jetzt wieder zusammen kommt, wird sich gar nichts ändern. Dafür sind die Rollen viel zu verfestigt und du viel zu bedürftig.
    Ja mein Vater ist damals gegangen ohne uns etwas zu sagen. Er hat mich einfach ohne erklärung sitzen lassen und als ich ihn fragte was los sei, schickte er mich nur weg. Bis heute hat er sich nicht erklärt. Daraufhin ist alles im chaos versunken mutter inklusive.
    So geht es mir jetzt auch wieder.
    zuletzt war ich leider leicht handgreiflich ihr gegenüber (auf beine)
    Ich habe mir jetzt professionelle hilfe gesucht und dort termine vereinbart.
    Geändert von peterpan123 (17.12.2019 um 18:55 Uhr)

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei peterpan123 für den sinnvollen Beitrag:

    Der rote Faden (17.12.2019)

  6. #12
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    17.12.2019
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    kann ich sie fragen ob sie nochmal persönlich mit mir darüber reden möchte?
    nach all den jahren wäre es ja schade, wenn es so endet.

    oder ist das zu aufdringlich?

  7. #13
    Schreiberling Avatar von katta
    Registriert seit
    03.12.2019
    Beiträge
    518
    Danke
    176
    443 mal in 245 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von peterpan123 Beitrag anzeigen
    kann ich sie fragen ob sie nochmal persönlich mit mir darüber reden möchte?
    nach all den jahren wäre es ja schade, wenn es so endet.

    oder ist das zu aufdringlich?
    Sicherlich kannst Du sie das fragen. Nach Lesen Deiner Geschichte hatte ich den gleichen Eindruck, auch wenn das hat für Dich klingen mag, dass bei Dir weniger Liebe eine Rolle und vielmehr Egoismus eine große Rolle spielt. Deine Reflektionen in Bezug auf Deine und auch ihre Kindheit mögen zutreffen, ändert aber nichts an den Verletzungen, die Du ihr zugefügt hast.

    Was Du schreibst, erinnert mich sehr an meinen Ex-Partner. Es ging im Grunde immer nur um ihn. Und wenn er verletzend wurde, gab es immer einen Grund, warum er mich verletzt hat. Der Grund lag nie bei ihm, immer nur bei den anderen. Seine Kindheit, seine Eltern, ich, die ihn nicht richtig behandelt hat, etc....die Liste ist eine lange.

    Dass sie traurige Musik hört und auf FB postet, kann sicherlich als Liebeskummer gedeutet werden. Jede Trennung macht etwas mit einem Menschen. Tut weh.

    So war das auch bei mir der Fall, als ich mich endgültig getrennt habe. Nach der Phase der Entlastung und der damit verbundenen Erleichterung nicht mehr mit all diesen Verletzungen konfrontiert zu sein und umgehen zu müssen, kam auch der Liebeskummer. Schließlich habe ich für den Mann viel empfunden und es gab auch viele tolle Momente.

    Doch meine Entscheidung stand fest. Es war eine reine Entscheidung der Vernunft. Ich wäre sonst dabei drauf gegangen.


    Er redete auch davon, Therapie zu machen. Ob er sie macht, weiß ich nicht, ändert aber auch nichts an meiner Entscheidung. Für ihn wäre es wichtig, diese Therapie zu machen. Wichtig für ihn selbst und nicht für wen anderes.


    Würde er sich nochmal bei mir melden, ja, würde ich ihm ein Gespräch nicht verweigern. Sofern es auf neutralem Boden stattfinden würde. Aber auch das würde an meiner Entscheidung nichts ändern.

    Nicht immer, peterpan, lässt sich die Vergangenheit überwinden, nicht immer kann es einen Neuanfang geben. Und manchmal hat man Vertrauen unwiderruflich zerstört.


    Du kannst allenfalls eines daraus lernen:

    Solltest Du je wieder eine Frau kennenlernen, in die Du Dich verliebst, die Dir am Herzen liegt, an diese Beziehung und an diese Frau zurück zu denken und nicht wieder die gleichen Fehler zu wiederholen.

    Grüße

    katta

  8. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei katta für den sinnvollen Beitrag:

    Kräuterbiene (18.12.2019),Pippilotta (05.01.2020)

  9. #14
    Verleger Avatar von LukeHB
    Registriert seit
    10.04.2014
    Ort
    HB
    Beiträge
    5.134
    Danke
    1.453
    3.124 mal in 1.964 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von peterpan123 Beitrag anzeigen
    kann ich sie fragen ob sie nochmal persönlich mit mir darüber reden möchte?
    nach all den jahren wäre es ja schade, wenn es so endet.
    Um was damit zu erreichen? Eine Beziehung endet nicht einfach so, es ist ein Prozess mit vielen kleinen Schritten, die Trennung ist dann nur die letzte Konsequenz.

    Du hast ihr sehr weh getan, immer wieder. Damit meine ich nicht ( nur) physisch. Und das hat was mit Respekt zu tun. Deinem Chef, Dozentem oder Prof gegenüber würdest du dir das nicht erlauben. Und weißt Du warum? Du respektierst sie. Und das fehlte dir deiner Freundin gegenüber.
    Orthographie, Grammatik und Interpunktion sind keine Spielwiese für Individualisten!

    "Warum passieren mir immer Sachen, die sonst nur dämlichen Menschen passieren?" (Homer J. Simpson)

  10. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei LukeHB für den sinnvollen Beitrag:

    katta (17.12.2019),Kräuterbiene (18.12.2019),Pippilotta (05.01.2020)

  11. #15
    Nachwuchs Autor Avatar von JannaW
    Registriert seit
    20.09.2017
    Ort
    München
    Beiträge
    925
    Danke
    1.665
    782 mal in 455 Beiträgen bedankt

    Standard

    Bevor Du irgendetwas unternimmst, um sie zurück- oder eine andere Frau zu gewinnen, solltest Du Dich dringend um Dich selber kümmern. Inform einer Therapie. Und das geht nicht ruckzuck innerhalb von Tagen oder Wochen. Nur so hast Du eine Chance, auf Augenhöhe mit einer entsprechenden Frau glücklich zu werden.

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei JannaW für den sinnvollen Beitrag:

    Pippilotta (05.01.2020)

  13. #16
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    17.12.2019
    Beiträge
    16
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    ich befinde mich gerade in Behandlung und frage mich, ob es sinnvoll ist zu versuchen sie zu einem Gespräch mit einem Psychologen einzuladen.
    Sie muss zwar arbeiten und ich weiß nicht, ob sie lust hätte aber ein versuch wäre es doch wert oder?
    um dinge zu besprechen, klarzustellen, aufzuarbeiten etc.
    Ohne, dass daraus wieder eine beziehung oder sonstiges resultiert.
    Einfach nur um zu verstehen.

    Was haltet ihr davon?

Seite 2 von 6 ErsteErste 123456 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 18.06.2017, 10:11
  2. Depressionen, sie trennt sich
    Von miki90 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 05.04.2017, 15:32
  3. Antworten: 130
    Letzter Beitrag: 01.01.2014, 16:03
  4. Freundin trennt sich
    Von Andy_s im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 22.08.2010, 22:20

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •