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Thema: Lernen, allein sein zu können

  1. #1
    Neuling
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    Standard Lernen, allein sein zu können

    Hallo,

    ich nage ja nun nach gut 4 Monaten immer noch sehr an dem Kontaktabbruch, der seitens meiner "Ex-Partnerin" nach 6 Jahren On/Off mal wieder eingeleitet wurde. Ich komme nicht damit klar und in der Therapie hatte meine Therapeutin nun empfohlen, den Fokus eben darauf zu richten "allein sein zu können". Ich tu mich aber schwer damit, das wirklich irgendwie als Ziel zu begreifen.
    Meiner Meinung nach ist es schlicht unnormal, ungewollt single zu sein. Der Mensch braucht doch irgendwie einen Partner im Leben und ich rede nicht von Freunden und Familie. Das ist alles schön und gut und bei mir auch völlig normal ausgeprägt. Ich verstehe mich ebenso mit meiner Familie prima, wie mit meinen Freunden. In diesem Sinne bin ich nicht allein.
    Emotional fühl ich mich trotzdem einsam, eben weil eine Partnerin fehlt, die eben nicht ersetzt werden kann. Meiner Meinung nach ist es eben von der Natur nicht vorgesehen, als Mensch sein Dasein als Einzelgänger zu fristen (mal abgesehen von denen, die damit kein Problem haben, aber dann ist eben halt auch kein Problem)...
    Daran zu arbeiten, damit klarzukommen, setzt doch irgendwo voraus, das zu akzeptieren. Sich mit der Situation irgendwo anfreunden zu müssen. Das kann und WILL ich aber nicht, weil das für mich unmöglich erscheint. Vielmehr sollte der Fokus doch darauf liegen, warum ich es nicht auf die Reihe kriege, eine Frau kennenzulernen, die A) Interesse an mir hat und B) an der ich Interesse habe und so etwas wie eine Beziehung hinzubekommen.

    Ich bin nun Ende zwanzig und habe das Gefühl, das wird einfach nie wieder was, weil eben A und B einerseits schon verdammt selten auftreten und zusammen bisher eigentlich noch gar nicht. Ausser eben diese On/Off-Sache, mit der ich nun wirklich nicht prahlen kann... Ich frage mich halt: was läuft denn da schief? Ich sehe gut aus, ich bin sportlich, arbeite gerade erfolgreich an meiner Dissertation, habe Humor etc. Und trotzdem krieg ich dieses zentrale Thema nicht auf die Reihe... Ich komme mir selbst so lächerlich vor und verstehe es einfach nicht. Vor allem frag ich mich, was ich denn auch an meiner Situation ändern soll, damit es mir besser geht?
    Ich mache Sport, bin viel mit Freunden unterwegs etc. Aber das befriedigt halt nun mal nicht. Für den Moment, ja. Aber allgemein stopft das diese Leere, die die fehlende Partnerin verursacht genau NULL.

  2. #2
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    Hallo Ferry,

    was du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Mir erging es so nach meiner Scheidung. Alles OK im Leben, Familie super, Freunde auch da, toller Job, gutes Einkommen,.. was möchte man mehr. Aber ein Partner, der fehlte.

    Ich grübelte und grübelte; einerseits was in der Ehe schiefgegangen ist, andererseits wie ich zu einem neuen Partner komme. Erst als ich akzeptierte, dass das Leben manchmal eigene Wege geht und man nicht alles beeinflussen kann, da kam plötzlich mein Traumpartner (mit dem Mann bin ich nun schon 20 Jahre glücklich verheiratet). Manchmal sollte man den Dingen seinen Lauf lassen, sich auf das konzentrieren, was man gerade tut und auch Spaß daran findet. Alles andere ergibt sich dann oft.

    Rikkie

  3. #3
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    Hallo Ferry,

    wie schlimm verlief denn die Trennung eigentlich für dich? Deinen Gedanken nach gehe ich davon aus, sie wollte die Trennung und du nicht?
    Manche Dinge, an denen wir lange festgehalten haben, brauchen viel länger, bis sie nicht mehr schmerzen. Vier Monate ist in deiner Situation wahrscheinlich wirklich noch nicht genug Zeit, um das zu verarbeiten.

    In einem Punkt hat deine Therapeutin recht. Man kann lernen, sich ohne Partner nicht einsam zu fühlen. Jedoch ist dafür wohl nicht jeder geeignet, oder bereit. Ich habe schon oft Berichte erlebt, in denen Personen lange Single und sogar glücklich damit waren. Sie haben das als Möglichkeit der persönlichen Entfaltung betrachtet. Aber du scheinst dafür noch nicht bereit zu sein. Möglich ist auch, dass Menschen, denen das gelingt keine innere Leere verspüren, somit diese auch nicht zwanghaft zu füllen versuchen.

    Du schreibst, du fühlst dich lächerlich? Woher kommt dieses Gefühl denn genau? Zwar schreibst du davon, dass du dich fragst, was schief läuft obwohl du deine Vorzüge betrachtest, aber ich persönlich denke, da steckt vielleicht noch etwas mehr dahinter.

    Man sollte auch nicht erwarten, dass man so schnell gleich wieder eine passende Partnerin findet. Möglicherweise kennst du das Sprichwort, die Liebe kommt dann, wenn du nicht mehr danach suchst? Ein bisschen Wahrheit erkenne ich persönlich darin, denn hat man eine starke Erwartungshaltung macht einem das selber enormen Druck und ich denke schon, dass sich das etwas negativ auf die eigene Ausstrahlung auswirken kann.

    Hilft dir denn deine Therapeutin generell, die Tennung und deren mögliche Gründe zu verarbeiten?
    Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch.
    (Shakespeare)

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Helmfried
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    Ich sehe gut aus, ich bin sportlich, arbeite gerade erfolgreich an meiner Dissertation, habe Humor etc. Und trotzdem krieg ich dieses zentrale Thema nicht auf die Reihe... Ich komme mir selbst so lächerlich vor und verstehe es einfach nicht.
    Allein schon diese Schilderung beschreibt einen Teil des Problems.
    Du bist so fixiert - in der Sache - dass du keinen Abstand ( keine innere Ruhe oder gar inneren Frieden ) hinbekommst. Ohne Abstand verkrampfst du aber und das macht dich unsicher.
    Wenn du ehrlich bist, war schon die "verlorene" Beziehung bestenfalls halber Kram. Du bist demnach bereit, Kompromisse zu machen, die nicht gerade viel Glück versprechen. Das belegt eine Bedürftigkeit, die dich verkrümmt und verhindert, aufrecht auf eine Frau zuzugehen und einen authentischen Eindruck zu hinterlassen. Zudem wälzt du dieses Problem im Kopf hin und her; dieser aber ist ( und mag er noch so viel Potential haben ) dafür nicht zuständig. "Herzenssachen" sind seelische Angelegenheiten, nur habe ich den Eindruck, dass du der Seele nicht allzu viel Raum einräumst. Kopfmenschen neigen dazu, an ihrem Kern ( ihrem eigentlichen ICH ) vorbeizuleben. Ich denke, du solltest versuchen, dieser Seite von dir näher zu kommen und eine gesunde Gefühlswelt zu entfalten. Das aber nicht in einer schnell und zwanghaft herbeigeführten "Behelfsbeziehung" sondern tatsächlich vorübergehend alleine. Übrigens ist die erlernte Fähigkeit ´alleine leben zu können´ auch für eine nachfolgende Partnerschaft außerordentlich förderlich.
    Gruß <> Helmfried


    P.S. Es ist nicht die reine Klug*******rei, ich bin diesen Weg auch gegangen.
    Geändert von Helmfried (12.07.2018 um 16:58 Uhr)
    Das Leben kann schön sein.

  5. #5
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    Hallo,

    die erste Ehe von meinem Bruder ist gescheitert.
    Seine 2. jetzige läuft besser. Sie läuft immer noch.

    Oft sucht man nicht nur einen Partner vorübergehend. Was verbindet die Menschen in Partnerschaften und Ehen?
    Dieses umsehen hilft vielleicht das vergessen der gescheiterten Liebe.
    Dich selbst zu entdecken. „Gegensätze ziehen sich an!“ wird gesagt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfinden.
    Aus den Fehlern anderer lernen. Warum sind die einen gescheitert und andere nicht?

    Es hilft dir vielleicht über den Berg zu kommen und dich auf einen Neuanfang vorzubereiten?


    gruss mops

  6. #6
    Bestseller Autor Avatar von Draugr
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    Auf die Gefahr hin was überlesen zu haben, hast du dich noch nie im Internet umgeguckt?
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

  7. #7
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    Willst Du denn wirklich für Dich selbst aus Dir selbst heraus eine Partnerin haben? Irgendwie habe ich beim lesen so ein wenig den Eindruck das es Dir eher darum geht ein gewisses Bild zu erfüllen. Warum kommst Du Dir lächerlich vor? Geht es um Ansehen? Image? Entschuldige bitte, falls ich mich irre ... Bist Du Dir absolut sicher, das diese Leere von der Du schreibst, durch eine fehlende Partnerin kommt? Oder vielleicht doch was anderes? Wenn Dir eine Beziehung bzw. Partnerin wirklich fehlt dann gibt es ja unzählige Möglichkeiten Frauen kennen zulernen.

    Ansonsten könnte ich Dir ggf. nur mehr zum "allein sein können" erzählen da ich da langjährige Erfahrung habe
    Allerdings denke ich nicht das man so etwas wirklich lernen kann. Das hat einfach zu viel mit Veranlagung zu tun. Da ticken Menschen nun mal einfach unterschiedlich.
    Ich für meinen Teil empfinde mich als Individuum vollständig und sehe keinen zwingenden Bedarf für eine Beziehung/Partnerschaft.
    Ganz grundlegend sollte man einfach mal ganz tief in sich hineinhören und sich frei machen von allen möglichen Erwartungen, gesellschaftlichen Konventionen, usw.
    Was sind EIGENE Wünsche und was sind FREMDE Erwartungen?

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Taedium vitae für den sinnvollen Beitrag:

    Helmfried (13.07.2018)

  9. #8
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    Hallo zusammen,
    danke für die bisherigen Antworten!


    Zitat Zitat von rikkie1957
    Manchmal sollte man den Dingen seinen Lauf lassen, sich auf das konzentrieren, was man gerade tut und auch Spaß daran findet. Alles andere ergibt sich dann oft.
    Wie soll man das machen? Es ist ja nicht so, dass ich nichts mache und einfach nur rumsitze und warte. Ich führe ja ein Leben, nur es fehlt halt etwas und diese Lücke kann das alles nicht ausgleichen. Wenn mir was Spass macht, dann halt auch nur in der Situation. Bin ich aus der Situation raus, dann habe ich gar keine Laune, dann merke, wie sehr mir eine Partnerin fehlt und dann schlägt die neutrale Stimmung in eine schlechte um.

    Zitat Zitat von Tears of sadness
    (...)
    Die Trennung war sehr schlimm für mich, d.h., ist sie immer noch. Und war sie jedes von den gefühlten 10 mal oder so. Selbst wenn ich die Trennung eingeleitet hatte, konnte ich nicht loslassen. Es war dann zwar nicht mehr so belastend... aber abschliessen konnte ich auch nicht. Jetzt, da sie meint, "nie wieder" Kontakt zu mir haben zu wollen, kann ich erst recht nicht damit umgehen.
    Dieses ständige Hin und Her hat sich total als Konstante bei mir eingebrannt. Ich habe das Gefühl, sie wäre die einzige Frau auf der Welt, an der ich Interesse habe und das zieht mich runter. Denn ich weiss, dass das nichts (mehr) wird.
    Dennoch ist da natürlich diese Erwartung, wir werden uns ein weiteres Mal über den Weg laufen, weil es immer so war. Bin total verunsichert und innerlich immer noch in Wartehaltung. So wie die ganzen 6 Jahre... die ich eben gelernt habe: sie kommt wieder. Das erleichtert mich auf der einen Seite, auf der anderen weiss ich natürlich, dass ich mir damit alles verbaue. Denn ich glaube nicht daran, dass es zwischen uns je besser werden könnte.

    Ich fühle mich lächerlich, weil ich sehe, wie reibungslos das bei allen meinen Freunden läuft. Als würde das alles immer einfach so passieren und wäre völlig normal, eine Partnerin zu haben. Und wenn es mit der nicht mehr läuft, dann dauert es nicht lang, ist die nächste am Start. Für mich ist das totale Utopie und einfach nicht zu begreifen. Für mich fühlt sich das unerreichbar an und ehrlich gesagt habe ich da auch enormen Neid und denk mir innerlich "Du hast viel mehr zu bieten als die anderen, aber bei denen läufts und bei dir nicht." Das fühlt sich an, als hätte sich das Universum gegen mich verschworen. Ich empfinde so eine Ungerechtigkeit und Frustration, dass ich daran wirklich verzweifle.

    Du schreibst, man solle nicht erwarten, eine Partnerin zu finden. Ich kann aber nach 27 Jahren, die ich nun schon auf dieser Welt bin einfach nicht gelassen sein. Oder soll ich einfach nochmal 27 Jahre warten, in denen nichts passiert, während andere Erfahrungen sammeln und ihr Leben leben? Ich kann diesen Druck nicht abschalten, weil ich es wie gesagt einfach unnormal und ungerecht finde und nicht einsehe, auf was so lange verzichten zu müssen, was bei so ziemlich jedem anderen einfach so funktioniert.

    Zur Therapeutin... ich bin erst vor kurzem nach über 3 Jahren Verhaltenstherapie (die gar nichts gebracht hat) in Tiefenpsychologie gewechselt. Bisher habe ich nur die 5 Probesitzungen durch.

    Zitat Zitat von Helmfried
    Du bist demnach bereit, Kompromisse zu machen, die nicht gerade viel Glück versprechen. Das belegt eine Bedürftigkeit, die dich verkrümmt und verhindert, aufrecht auf eine Frau zuzugehen und einen authentischen Eindruck zu hinterlassen. Zudem wälzt du dieses Problem im Kopf hin und her; dieser aber ist ( und mag er noch so viel Potential haben ) dafür nicht zuständig. "Herzenssachen" sind seelische Angelegenheiten, nur habe ich den Eindruck, dass du der Seele nicht allzu viel Raum einräumst. Kopfmenschen neigen dazu, an ihrem Kern ( ihrem eigentlichen ICH ) vorbeizuleben. Ich denke, du solltest versuchen, dieser Seite von dir näher zu kommen und eine gesunde Gefühlswelt zu entfalten. Das aber nicht in einer schnell und zwanghaft herbeigeführten "Behelfsbeziehung" sondern tatsächlich vorübergehend alleine. Übrigens ist die erlernte Fähigkeit ´alleine leben zu können´ auch für eine nachfolgende Partnerschaft außerordentlich förderlich.
    Alleine leben kann ich ja, will ich aber nicht! Aber mit der Kopf- und Herzsache hast du leider Recht. Ich war in meinem Leben noch nie verliebt, bis auf die On/Off-Freundin, da aber dafür mit voller Wucht. Und dieses Gefühl macht süchtig. So süchtig, dass ich ohne dieses Gefühl alles andere schon bald als sinnlos empfind. Ich weiss nicht, warum das bei ihr so war. Bei anderen kommt bei mir gefühlsmässig gar nichts. Das heisst, ich finde zwar einige Frauen attraktiv und sexy, aber eben nur oberflächlich und leider habe ich da auch sehr hohe Ansprüche (d.h. an das Aussehen). Ich würde sogar schon fast sagen, dass mir das wichtiger ist als der Charakter. Klingt *******e, aber ich will ja ehrlich sein. Und diesem Anspruch konnte die Ex-Freundin definitiv standhalten.
    Hm, kann das schlecht beschreiben... ich bin natürlich nicht nur auf so reine Bettgeschichten aus, will eigentlich was langfristiges, tiefes, inniges. Das kann ich mir aber nicht vorstellen mit einer Frau, die ich sexuell eben nicht attraktiv finde. Da kann ich auch eine Freundschaft mit einer Frau führen (habe übrigens ein paar sehr gute weibliche Freundinnen, mit denen ich mich bestens verstehe, da würde ich aber nie Gefühle entwickeln können).
    Problem ist eben, dass die hübschen Frauen natürlich freie Männerwahl haben und da schrumpft die Wahrscheinlichkeit für mich eben auf nahezu 0.

    Weiteres Problem, was extrem hinderlich ist: mich interessieren andere Leute so gut wie gar nicht und ich bin auch nicht wirklich gut im Zuhören, weil mich die Inhalte der Gespräche meist langweilen und ich glaube, das merkt man mir an. Es nervt mich, dass ich so bin und ständig nur auf mich fixiert bin. Natürlich hat es mich interessiert, wie es meiner Ex-Freundin ging, ob sie glücklich oder traurig war. Das hat mich schon berührt und habe mich bemüht, schon zu helfen, wie ich kann... muss aber sagen, dass mich die Hintergründe nie wirklich bewegt haben, als könnte ich für andere Leute nicht so richtig mitempfinden. Ich weiss aber trotzdem, dass ich Liebe und Sympathie empfinden kann. Würde sogar behaupten, dass diese Gefühle in mir so ziemlich die stärksten mit sind, die ich haben kann. Nur kann ich sie nicht wirklich ausdrücken...


    Zitat Zitat von mops
    Dich selbst zu entdecken. „Gegensätze ziehen sich an!“ wird gesagt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfinden.
    Aus den Fehlern anderer lernen. Warum sind die einen gescheitert und andere nicht?
    Mich selbst entdecken... Hm, schwer. Habe das Gefühl, dass ich das ohne ein Gegenüber, der mir was rückkoppelt gar nicht so wirklich kann. Also... ich weiss, was ich kann und so, aber das allein löst in mir erstmal nichts aus. Mich wirklich kennengelernt, hab ich aber dafür in den 6 Jahren Beziehung zu ihr! Da hab ich erlebt, zu welchen Emotionen ich imstande bin und fand das so spannend und erfrischend - ja, da habe ich mich LEBENDIG gefühlt. Und sie ist weg und zack, ich fühle ausser Frustration gar nichts mehr und sehe in anderen Leuten irgendwie nur noch belanglose Hüllen...

    Zitat Zitat von Draugr
    Auf die Gefahr hin was überlesen zu haben, hast du dich noch nie im Internet umgeguckt?
    Damit kann ich nicht so richtig was anfangen. Habe natürlich diverse Flirtapps versucht. Ist meiner Meinung nach aber der absolute Käse. Wenn du da als Frau halbwegs vernünftig aussiehst, kriegst du am Tag mehrere hundert Anfragen von irgendwelchen Kerlen, da fällst du einfach durchs Raster. Und ich hab absolut ein Problem damit, mich als einer von hundert da um die Gunst von irgendeiner "Tussi" (sorry dafür, aber das kommt mir in den Sinn, wenn ich an die Situation denke) zu bemühen. Stelle doch niemand auf ein Podest, den ich nicht kenne und mach mich damit selbst klein...

    Zu Facebook etc.: Auch hier tu ich mich schwer. Kann doch nicht einfach wildfremde Leute Volltexten. Vor allem mit was.. Hab ja schon gesagt, dass ich nicht wirklich Interesse an Leuten aufbauen kann, die ich nicht mal kenn... Hätte da gar keine Lust, mir irgendwas aus den Fingern zu saugen, um künstlich ins Gespräch zu kommen. Mal abgesehen von den Erfolgschancen bei fremden Frauen... Würde mir da glaube sehr doof vorkommen.

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