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Thema: Lernt man aus Fehlern?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Lernt man aus Fehlern?

    Guten Morgen,

    ich habe gerade Online auf Sueddeutsche.de einen interessanten Bericht zum Thema: Eigene Fehler gelesen. Laut SZ lernt man aus eigenen Fehlern wohl nicht. https://www.sueddeutsche.de/wissen/p...8?reduced=true

    Nun frage ich mich, wie kommen die zu diesen Entschluss? Wenn ich etwas falsch gemacht habe, ernte ich in der Regel direkt die FOlgen und Konaequenzen meines Handelns und Tuns. Ich wäre aus meiner Sicht ein Esel, wenn ich den gleichen Fehler noch einmal machen würde/tun.

    Ich denke es hat etwas dazu mit zu tun wie man seine eigene Fehler sieht und beurteilt.Für mich hat das was etwas mit lernen und verstehen zu tun.

    Auf Meinungen von anderne bin ich gespannt.

  2. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Fabs2405 für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (29.11.2019)

  3. #2
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo Fabs,

    ohne Abo kann man den Artikel leider nicht lesen.

  4. #3
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    Hallo Fabs2405,

    ich kann mir gerade nur schwer vorstellen, wie man nicht aus seinen Fehlern lernen soll.

    Ich bin auch der Meinung, dass jede meiner Handlungen -unabhängig davon, ob sie (unbewusst/bewusst) richtig oder falsch- sind, Folgen und / oder Konsequenzen hat. Ob die Folgen nun direkt und unmittelbar oder zeitverzögert eintreten / sichtbar werden, sei jetzt mal dahingestellt.

    Mich würde wirklich interessieren, warum man aus seinen eigenen Fehlern nicht lernen (können) sollte. Der Klassiker, zum Wiederlegen dieser These wäre für mich jetzt die "Trail-Error-Methode". Ein wiztiges Beispiel dafür ist doch dieses Babyspielzeug, wo die Babys das runde / quadratische Holzklötzchen in das runde / quadratische Loch stecken müssen. Der Erfolg stellt sich also nur dann ein, wenn ich etwas richtig mache.

    Für mich erschließt sich nicht, wiso man aus seinen Fehlern nicht lernen sollte. Wenn sich auf eine Handlung hin ein Misserfolg oder kein Erfolg einstellt, dann stelle ich mir doch automatisch die Frage, was falsch gelaufen ist und überprüfe meine Handlungen.

    Gruß
    Simon
    Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Rechtsanwalt. Meine Postings entsprechen meiner (momentanen) Meinung zu einem Thema und können auch falsch sein. Wenn jemand etwas aus meinen Postings umsetzt / umsetzen möchte, dann ist er / sie für die Folgen selbst verantwortlich und sollte dies nur nach vorherigem Nachdenken tun.

  5. #4
    Verleger Avatar von cats50
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    Ich bin das perfekte Beispiel dafür das es möglich ist aus seinen eigenen Fehlern nichts aber auch absolut nichts zu lernen. Die cats stolpert ihr Leben lang von einer
    emotionalen Abhängigkeit in die Nächste,versucht trotz immer wieder erfolgender Ablehnung und Zurückweisung von professionellen Helfern,bezahlten
    Zuwendungsgebern als Ersatzobjekten Mama's Liebe einzufordern und fällt dabei mit schönster Regelmäßigkeit immer wieder krachend auf die Schnauze.
    Was sie nicht daran hindert es beim nächsten Mal wieder genauso zu machen,wissenden Auges in die nächste Enttäuschung zu rennen.
    Ich bin nicht lernfähig. Oh ja, das gibt es.
    Klar kann ich versuchen
    weniger egoistisch zu denken.
    Ich weiß nur nicht
    was ich davon habe ?

  6. #5
    Neuling Avatar von Cailynn
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    Ich hab auch schon viele Fehler gemacht... und habe immer wieder daraus gelernt. Ich glaube, dass das automatisch passiert denn wie ihr sagt: alles was ich Tue hat Folgen. Im positiven wie auch negativen Sinn. Das ist der einzige Weg wie ich mich immer wieder weiter entwickle. Ich mache Erfahrungen, stehe vor Herausforderungen, probiere mich aus, mache Fehler, bekomme Feedback und lerne.... ist das nicht schon in unserer Biologie vorprogrammiert?
    Hätten Menschen über Jahrtausende überleben können wenn sie nicht fähig wären zu lernen und sich weiter zu entwickeln?....
    Das einzige, wo ich mir vorstellen kann das Menschen nicht aus Fehlern lernen ist entweder die Bequemlichkeit sich mit Konsequenzen auseinander zu setzen (z.B. Menschen, die offen zugeben das ihnen die Folgen ihres Handelns egal sind solange es sie nicht selbst betrifft), die Ansgt davor Selbstständig zu sein (wenn man z.B. immer alles abgenommen bekommt) oder wenn man in irgendeiner Weise innerlich blockiert ist (z.B. ein Kaufsüchtiger, der immer wieder den selben Fehler begeht weil der Fehler eigentlich eine Kompensation darstellt).

    Ist aber nur ne Überlegung, ich bin ja keine Psychologin

  7. #6
    Neuling
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    Nicht jeder ist bereit sich mit seinem Fehlern auseinanderzusetzen, es gibt auch Leute die suchen die Schuld für ihre Probleme immer nur bei anderen.Aber ich denke die meisten lernen schon was draus, sonst könnte sich ein Mensch ja nicht viel weiterentwickeln. Suchterkrankungen wie auch Kaufsucht würde dich da aussnehmen, das sind andere Mechanismen.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Treehouse für den sinnvollen Beitrag:


  9. #7
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    @ Cailynn:

    Bequemlichkeit kann ich mir durchaus noch vorstellen, aber das ist dann meiner Meinung nach eine Abwägung: "Was ist mir wichtiger? Erfolg zu haben oder in Ruhe gelassen zu werden".
    Einen Menschen, der offen zugibt, dass ihm die Folgen seines Handelns egal sind so lange es nicht ihn selbst betrifft und der damit Erfolg hat, den würde ich gerne mal kennenlernen. Ich bin momentan echt im Zweifel, ob es so etwas überhaupt gibt.

    @ cats50: Irgendwie glaube ich nicht, dass ein Mensch wirklich absolut nichts lernt. Ich denke eher, dass es bei Dir jedesmal eine Abwägung zwischen der "momentan erhältlichen Zuwendung" und dem "Wissen um den Schmerz einer Enttäuschung" ist. Ich denke Du weißt, welche "Unternehmungen" zum Scheitern verurteilt sind, aber Du weißt auch, welche "momentane Aufmerksamkeit und Zuwendung" sie bringen.

    Es ist -meiner Meinung nach- so wie bei einem Abhängigen: Der Abhängige weiß, dass die Folgen seiner Abhängigkeit gravierende gesundheitliche Schäden sein können, aber er weiß auch, dass er einen "momentanen Lustgewinn" oder eine "momentane Bedürfnisbefriedigung" erhält, wenn er seiner Sucht nachgibt. Die Abwägung geht dann allerdings meistens in die Richtung "momentane Bedürfnisbefriedigung".

    Allein das Wissen, das Du hast, ist der Beweis, dass Du gelernt hast.

    Gruß
    Simon
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  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei simonjohannes für den sinnvollen Beitrag:

    cats50 (28.11.2019)

  11. #8
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    Den Artikel kann ich nicht lesen ohne Abo..
    ich denke, dass hängt sehr von der Art des Fehlers ab.. klar gibt es Fehler, die ich im nächsten Moment nicht mehr mache wie zB bei eingelegten Gang und ohne Kupplung zu treten den Motor zu starten. Ich mache eine Satz nach vorne und weiss, wenn ich Auto fahren lerne was ich machen muss damit das nicht passiert, den Fehler macht man vielleicht mehrmals, aber normalerweise irgendwann nicht mehr (wenn ich nicht gerade ein neurologisches Problem habe). Ich habe schon viele Fehler gemacht und daraus gelernt, da ich sie beim nächsten mal vermeide.
    Aber es gibt noch ganz andere Fehler, die sozusagen im System stecken. zB auf der sozialen Ebene. Wie oft fallen wir auf leere Versprechungen rein, oder lassen uns immer wieder auf Bindungen oder Handlungen ein, die quasi vorprogrammiert zum Scheitern verurteilt sind. Oder wir lassen uns immer wieder belügen, oder belügen uns selbst. Das hat oft ganz andere Gründe als die das wir nicht lernen können. Aus meiner Sicht spielen diverse Programme dabei eine große Rolle, Erlebnisse die uns Programmieren und zu Handlungen "zwingen", die sich später immer wieder als Fehler herrausstellen. Manchmal macht man den Fehler des Fehlers wegen.. wir denken dann, wir sind geradezu dazu "bestimmt" dieses Muster zu erfüllen. Das konnte ich schon enorm oft in meinem engsten Umfeld erleben. Ich habe selber sicher auch solche Programme die ich nicht sehe und dort sozusagen den blinden Fleck habe. Das sind in meinen Augen Fehler, die wir immer wieder begehen, ohne daraus zu "lernen", erst wenn wir das System verstehen das dem zugrunde liegt, haben wir eine Chance etwas daran zu ändern, was auch dann schon oft enorme Kraftanstrengungen benötigt. Auslöser sind (soweit ich weiß) idR entwicklungstraumatische Ereignisse, dass muss nicht zwingend aus der Kindheit kommen, ist aber meistens so. Diese Traumata führen häufig zu Retraumatisierungen und wir erfüllen damit ein fehlgeleitet System. Wir wollen in den entsprechenden Situationen im Grunde genau das erleben was wir (und vor allem Andere/Außenstehende) später als Fehler erkennen und bewerten, um das System zu bestätigen. Man könnte auch sagen, der "Fehler" führt dann zu dem gewünschten Ziel und ist somit kein Fehler mehr. Koknitiv betrachten wir den entscheidenden Schnittpunkt in der Ereigniskette als Fehler weil wir die Konsequenz nicht wollen, aber genau diese Erfahrung wollen wir dennoch unbewusst immer wieder neu erleben. Letztendlich auch in der Hoffnung, dass sich die Struktur des Erlebnisses auf wundersame Weise von selbst ausgleicht und auflöst. Was zu einer tragischen Schleife führen kann. Also, es gibt sicher Arten von Fehlern, die wir immer wieder machen und aus denen wir im klassischen Sinn nicht lernen können um sie zu vermeiden.

  12. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Blase für den sinnvollen Beitrag:

    AnnDe (06.12.2019),cats50 (29.11.2019)

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