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Thema: Libido stark vermindert - Belastung für unsere Beziehung

  1. #1
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    Standard Libido stark vermindert - Belastung für unsere Beziehung

    Liebe Forenmitglieder,
    ich bin gerade richtig verzweifelt, weil ich gedanklich nicht weiterkomme.
    Mein Freund hatte in den letzten Jahren mehrfach depressive Episoden, die er zunächst gar nicht behandeln ließ. Alles begann weit bevor wir uns kannten. Mittlerweile sind wir 4 Jahre zusammen und nach sehr anstrengenden Zeiten, die auch mir alles abverlangt haben, läuft bei uns seit 1 Jahr alles richtig gut. Er hatte im letzten Jahr einen Tagesklinik Aufenthalt und seit Oktober nimmt er Fluoxetin, weil er beim Einschlafen Zwangsgedanken hatte. Da ich grundsätzlich sehr vorsichtig bin, wenn es um Medikamente geht, habe ich mich schon damals damit auseinander gesetzt und aufgrund der vielfältigen möglichen Nebenwirkungen ihm geraten, sich eine weitere Meinung zu holen. Dazu muss ich sagen, dass unsere Hausärztin ihn an einen Neurologen überwiesen hat und dieser beim 1. Treffen gleich meinte, er müsse nun sein Leben lang ADs nehmen und von Nebenwirkungen hat er auch nichts gesagt. Erst im Nachhinein habe ich darüber gelesen, dass man eigentlich zunächst mit Psychotherapie anfängt und wenn diese nicht ausreicht, Medikamente dazu nimmt. Dies ist leider nicht geschehen. Zumal mein Freund auch mir erst sehr spät genauer gesagt hat, was er für Gedanken hat. Dementsprechend hat er sich seiner Therapeutin erst nach mir geöffnet. Nun war aber bereits Fluoxetin genommen, was auch Wirkung gezeigt hat. Allerdings seit mittlerweile mehreren Monaten auch mit immer mehr nachlassender Libido. Nun sagt er, dass er allerhöchstens mal 30% von dem spürt, was früher normal war. Wir waren immer sehr aktiv und haben unseren Sex echt genossen. Aber auch wenn ich mal versuche, etwas zu starten, geht nichts weiter. Von selbst passiert nichts.
    Vorige Woche ist er deshalb zu dem Neurologen gegangen, hat alles geschildert und dass dies unsere Beziehung belastet. Seine Antwort war : dann hat er wohl eine depressive Verstimmung. Und an Absetzen könne man mal in 1 bis 2 Jahren denken, wenn bis dahin keine weiteren Symptome kommen.
    Das hat mich so aufgeregt, weil er null auf das Problem eingegangen ist. Zudem hat sich quasi alles in dem Leben meines Freundes zum Positiven verändert. Er hat 50kg abgenommen, treibt täglich Sport, hat Struktur, ernährt sich gesund und bewusst, fängt nächste Woche eine neue, tolle Arbeitsstelle an und wir sind so innig wie nie.
    Da ist die Aussage des Arztes für mich ein Schlag ins Gesicht!
    Heute war mein Freund dann bei einem anderen Arzt zum 2. Mal, der zwar weit feinfühliger ist, nun aber aufgrund seiner Vorgeschichte wenn dann nur einen Medikamentenwechsel vorschlug. Jedoch letztlich kein neues Rezept ausstellte.
    Nun sind wir genauso schlau wie vorher und beide total frustriert. Zudem haben wir im Netz diverse Hinweise auf einen möglicherweise dauerhaften Libidoverlust auch nach Ende der Einnahme gelesen. Das macht uns beiden große Angst. Was soll er machen?
    Habt ihr da Erfahrungswerte?
    Sorry, dass ich so lange geschrieben habe ☹️

  2. #2
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Vielleicht magst du dich mit Statistiken auseinandersetzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, zukünftig erneut/ ggf. häufig depressive Episoden zu bekommen, wenn man bereits mehrere hatte.

    Ich kann verstehen, dass die Ärzte aktuell nichts an der Medikation verändern wollen, wenn diese ansonsten ihre gewünschte Wirkung zeigt.

    Dir ist schon bewusst, dass Depression eine “lebensgefährliche“ Erkrankung ist?

  3. #3
    Neuling
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    Selbstverständlich ist mir die Dimension von Depressionen bewusst. Allerdings hat der Verlust der Libido häufig ebenfalls Depression zur Folge. Und da es andere Medikamente mit weitaus weniger Nebenwirkungen gibt, spricht ja wohl nichts dagegen, mit einem verständnisvollen Arzt zu sprechen und diese einzusetzen. Auch Depressive haben ein Anrecht auf ein Sexleben!
    Mir geht es hier um Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mir helfen können.

  4. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Sein neuer Job: Ich hätte/habe während der Probezeit im neuen Job nichts an der (wirksamen) Medikation verändert.

    Bei der Umstellung auf einen anderen Wirkstoff kann der Schuss so richtig nach hinten losgehen (hatte ich schon mal).

    Alles Gute für euch!

  5. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von Billi Beitrag anzeigen
    Habt ihr da Erfahrungswerte?
    Hat er denn beim Arzt auch mal seine Schilddrüsen-Werte checken lassen?

    LG Tiffie.

  6. #6
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    Dankeschön für deinen Hinweis

  7. #7
    Neuling
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    Schilddrüse wohl nicht. Wofür kann das wichtig sein?

  8. #8
    Verleger Avatar von Draugr
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    Hat er es schon Maca oder Ashvagandha versucht? Das sind pflanzliche frei verkäufliche Produkte.
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

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